Unsicher nach allergischer Reaktion *längerer Text*

Hallo ihr Lieben,

Sonst lese ich hier eigentlich nur aber der gestrige Vorfall lässt mich nun auch einen Beitrag verfassen. Was ich mir von diesem erhoffe? Keine Ahnung, vielleicht ein paar Ratschläge, jemanden dem etwas ähnliches passiert ist oder vielleicht muss ich es mir auch einfach von der Seele schreiben um wieder sicherer zu werden.

Jetzt zum eigentlichen Thema.

Meine Tochter hat gestern etwas gekochtes Ei gefuttert und entwickelte kurze Zeit später eine allergische Reaktion darauf. Es fing damit an das ihr Mund und Hals rot wurden und sich Quaddeln bildeten. Nach 2 weiteren Minuten hatte es sich schon auf Nacken und Schultern ausgebreitet. Auf ins Krankenhaus. Eine dreiviertel Stunde nachdem sie das ein probiert hatte war ihr ganzer Körper komplett rot. Ihre Hände, Füße, Ohren und das Gesicht waren angeschwollen. Sie bekam ein Prednisolonzäpfchen und zwei Stunden später war als wenn nie etwas gewesen wäre. Sicherheitshalber mussten wir eine Nacht im Krankenhaus bleiben und durften heute wieder nach Hause.

Nur ist mein Problem das ich mich jetzt super unsicher fühle in allem was mit meiner Maus zu tun hat. Eigentlich bin ich eher gelassen und lasse sie sehr viel ausprobieren. Aber jetzt weiß ich gerade nicht so genau wie ich mich verhalten soll. Gerade was das Thema Essen angeht. Soll ich ihr jetzt nur noch das geben was ich weiß das sie es verträgt oder soll ich das Angebot trotzdem erweitern? Das schlimmste ist das wir jetzt wohl 6 Wochen warten müssen bis eine Blutentnahme zur Bestätigung der Allergie/Unverträglichkeit statt finden kann. Es macht mich wahnsinnig nichts genaues zu wissen. Ist es nur das Ei oder generell tierische Eiweiße?
Ich habe einfach Angst das es wieder passiert und dann vielleicht noch schlimmer wird-.-
Das sie keine Breie isst macht die ganze Sache auch nicht leichter.

Was auch immer ich von euch hören will, keine Ahnung. Aber danke das ihr euch den doch etwas längeren Text durchgelesen habt.

Liebe Grüße Ani mit Johanna (7Monate & 2wochen alt)

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Hast du denn darüber mit einem Arzt gesprochen? Also wie ihr im Notfall reagieren sollt? Auf was zu achten ist? Gibt es kein Notfallmedikament?

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Was im Notfall zu machen ist weiß ich. Wir haben ein Prednisolonzäpfchen bekommen welches wir geben sollen wenn es wieder passiert und dann wieder ab in die Notaufnahme. Da die eigentliche Diagnostik aber noch warten muss ist das halt das einzige was wir machen können. Wir sollen halt darauf achten das sie kein Hühnerei isst. Aber wer sagt mir denn das es nur bei Ei so ist. Ich wollte eigentlich anfangen ihr Fleisch zu geben aber was ist wenn sie auf die Eiweiße darin auch allergisch reagiert. Oder Brot. Ich bin halt gerade super unsicher

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Tut mir leid, wollte gerade schon noch mehr schreiben, aber meine Tochter wurde wach...
Ich kenne mich leider gar nicht aus mit Allergien, deshalb sind mir gleich die Fragen in den Kopf geschossen. Vielleicht kannst du dich nochmal an euren KiA wenden, ob er Ratschläge hat oder ob es eine Ernährungsberatung gibt. Ich glaube, ich würde erstmal auf die Einführung von Fleisch verzichten... Ansonsten natürlich Zutatenlisten genau studieren, auch von Pre-Milch, wenn ihr sowas gebt.

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Oh weh, das war sicher ein Schreck. Ich kann deine Ängste verstehen.

Hat der Arzt nichts gesagt? Den würde ich noch mal fragen. Ob du nur Ei oder erstmal alles tierische Meisen sollst und was du im nächsten Notfall (der hoffentlich nie vorkommt!) tun sollst.

Alles Gute!

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Meiden. Nicht meisen 🤦‍♀️

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Sollen nur Ei meiden und wie wir reagieren sollten haben sie uns gesagt. Es ist aber trotzdem so ein komisches und unsichere Gefühl in mir.

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Hallo,

Ich kann deine Gefühle sehr gut nachvollziehen, auch deine Unsicherheit. Fühl dich gedrückt. 🤗

Ich habe ähnliches durch, mein Großer hatte auch diverse Nahrungsmittelallergien (auf Milcheiweiß, Hühnerei, Weizen, Nüsse, Soja, Erdbeeren). Wir hatten am Anfang den Verdacht einer Milcheiweißallergie, als er beim ersten direkten Kontakt mit Milch mit Ausschlag um den Mund reagiert hat, war es ziemlich eindeutig. Ihm wurde dann Blut genommen um es zu bestätigen, in der Zwischenzeit, also noch bevor wir das Ergebnis hatten, habe ich ihm Nudeln zum probieren gegeben, hatte nämlich nicht damit gerechnet das er auf noch mehr Lebensmittel allergisch ist. Die Reaktion darauf war sehr ähnlich wie du es beschreibst. Es war fürchterlich, ich erinnere mich noch ganz genau, die ganzen Pusteln und wie er geschrien hat 😥.
War dann auch im Krankenhaus und unser Kinderarzt hat dann das Ergebnis des Bluttests, welcher in der Zwischenzeit da war, ins Krankenhaus gesendet und dann war alles klar und ich wusste worauf wir nun verzichten müssen. Es war echt eine wahnsinnige Umstellung.
Leider ist es bei Lebensmittelallergien oft so, das es nicht nur bei einem Lebensmittel bleibt, deshalb würde ich an deiner Stelle die kommende Zeit bis zum Test wirklich nur das geben, wo du sicher bist das sie es verträgt. Sechs Wochen sind wirklich absehbar.

Ich wünsche euch alles Gute und das da nicht noch mehr Allergien dazu kommen.

LG

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Musstet ihr dann auch noch so einen Provokationstest machen? Und wie war das bei euch dann mit der Masernimpfung?

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Nein, wir haben keine Provoktion gemacht. Besonders belastend war bei uns die Milcheiweißallergie, wir könnten aber relativ einfach "testen" ob die Allergie besser würde, wir haben einen Tropfen Milch auf die Innenseite des Unterarms gerieben, der Große hat auf geringste Mengen reagiert, zB auch wenn ich einen Kaffee mit Milch getrunken habe und ihm anschließend einen Kuss auf die Wange gab. Die Stelle wurde dann direkt rot.
Und so mit dem Unterarm haben wir dann eben geguckt ob und wie schnell er regiert. Das geht mit Hühnerei bestimmt auch. Wir hatten das im Vorfeld mit dem Kinderarzt abgesprochen.

Die MMR Impfung haben wir stationär im Krankenhaus durchführen lasen, mussten dann eine Nacht drin bleiben, er hat aber glücklicherweise nicht regiert.

Ich kann dir auch etwas Hoffnung machen, oft verwachsen sich die Allergien. Bei meinem Sohn sind inzwischen fast alle Allergien weg. Er reagiert noch ein bisschen auf Ei, zumindest wenn es nur gestockt ist, Rührei und Spiegelei zB. In Kuchen oder so reagiert er nicht und auf Nüsse.

LG

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Hallo liebe Ani,

das tut mir sehr leid, dass ihr diesen Schrecken erleben müsstet. Mir graut es auch schon etwas, da ich gerade als Kind aber auch heute noch viele lebensmittelallergien hatte. Mein kleiner ist knapp 4 Monate alt und ich hab schon etwas bammel, dass er das von mir geerbt hat.

Bei mir fiel das damals auch durch eine Reaktion auf ein Ei auf, allerdings war ich nur auf das Hühnereiweiß allergisch und nicht auf tierische Eiweiße, daher konnte ich zum Glück Fleisch essen. Ich hab dann v.a. Allergien gegen alle Nusssorten sowie Kern- und Steinobst entwickelt.

Ich hoffe, dass bis auf das Eiweiß bei deiner kleinen Maus nichts mehr dazu kommt.

Alles Liebe 😊

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Danke für eure Erfahrungen und Berichte. Wir werden dann erstmal bei den gewohnten Lebensmitteln bleiben und abwarten was bei der Blutentnahme rauskommt. Heute bin ich mir auch schon nicht mehr ganz so unsicher. War wohl immer noch der Schreck der mir in den Knochen gesessen hat.
Ich danke euch <3
LG Ani

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Bei dieser heftigen Reaktion und bei Unsicherheit, würde ich wohl eher auf Sicherheit setzen: erst mal (vorrübergehend!) nur bekanntes geben und dann die Diagnostik abwarten.

Zusätzlich mit dem Kinderarzt sprechen, Tipps geben lassen.
Auch Aufklärung, wie die nächste Zeit so wird: Test, Abläufe, was zu beachten ist, was du problemlos geben kannst, wo du vorsichtig(er) sein solltest.

Und dann zusammen mit der Diagnose auch Lehrgänge, Ernährungsbertung etc. auf dich zu kommen lassen.
Da würde ich mir noch keinen Kopf machen, sondern abwarten, was die Diagnose sagt.


Im Verwandten- und Freundeskreis sind viele Allergiker in vielen verschiedenen Auswirkungen. Mit Kreuzallergien und ohne.

Wichtig ist, dass jeder für sich (bzw. die Eltern) lernen damit umzugehen.

Lernen heißt: mit der Diagnose zusammen Informationen zu bekommen, Fragen stellen etc.

Für den Anfang würde ich wirklich auf Sicherheit setzen, auch damit ihr zur Ruhe kommen könnt.
Und dann - unter ärztlicher Begleitung, Tipps usw. - langsam den Speiseplan ausbauen.
So habe ich es mit meiner Unverträglichkeit gemacht. Diese zeigt sich zum Glück nicht so heftig wie bei euch, war aber auch mit Unsicherheit verbunden und langsames lernen.

Auch: bei manchen verändert sich, was sie essen können (z.B. wird es bei manchen mit der Zeit besser), bei anderen bleibt es dauerhaft unverträglich/höchstallergisch.
Das würde ich dann mit dem Arzt besprechen, wenn ihr mehr wisst.

Ein paar Wochen überbrücken wird schon gehen. Mit der Diagnostik gibt es ja auch verschiedene Hilfen und Möglichkeiten, es bleibt also nicht dauerhaft unklar. Auch wenn es jetzt viel auf einmal ist und der Schreck noch im Nacken sitzt.