uteroplazentarer Widerstand bds.

Hallo,

bei mir wurde in der 21. SSW ein erhöhter uteroplazentarer Widerstand beidseitig mit Notching rechts festgestellt. Daraufhin wurde mir ASS100 verordnet. Ich wurde regelmäßig zur Kontrolle in die Pränataldiagnostik einbestellt, alle 3-4 Wochen. Meine Tochter war bei allen Untersuchungen immer sehr gut entwickelt und mit dem Gewicht stets in der Norm. Das letzte Mal war ich bei 33+4 da. Das Notching rechts war "nur" noch ein angedeutetes Notching. Der Widerstand in den Gefäßen war wie immer da.
Bei der Geburtsanmeldung im KH wurde sie erneut vermessen (nicht vom Pränataldiagnostiker) und da war sie minimal unter der Norm.

In der 35. SSW sollte ich das ASS100 absetzen. Jetzt habe ich meinen nächsten Termin erst wieder bei 37+6 und mache mir natürlich Sorgen, dass der Abstand zwischen den Untersuchungen zu groß ist. Gerade am Ende ist ja eine gute Versorgung wichtig, da das Baby dann an Gewicht zunimmt.

Würde ich denn merken, wenn was mit der Versorgung meiner Kleinen nicht in Ordnung wäre? Würde sie die Reißleine ziehen und ich Wehen bekommen oder wächst sie einfach nicht mehr bzw. langsamer? Sie war immer sehr aktiv und jetzt meldet sie sich kaum. Ich weiß, dass das am Ende normal ist. Trotzdem mache ich mir Sorgen, dass es ihr nicht gut geht.

Danke und viele Grüße
Lillimopp

Hallo Lillimopp,
ein erhöhter uteroplacentarer Widerstand in SSW 21 ist ein sehr ungenauer Screeningparameter auf Präeklampsie und IUGR. Nur ca. 10% dieser Schwangeren bekommen ein Problem.

ASS 100 hat nur einen Effekt, wenn man vor SSW 16 damit beginnt. Aus diesem Grund und wegen der Detektionsrate von über 90% führen wir Spezialisten die Untersuchung in SSW 12-14 durch.
Es ist gut, dass ASS 100 jetzt abgesetzt ist, Sie haben dadurch keine negativen Folgen zu befürchten. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird weiterhin alles gut verlaufen.
Herzliche Grüße und alles Gute,
Ihr Dr. Henning Becker