Anzeige
Ödeme, Krampfadern & Co.

Unschöne Begleiterscheinungen in der Schwangerschaft

Seitenanfang

Du bist schwanger und freust dich so sehr auf dein Baby. Leider wird diese Freude bisweilen durch unangenehme Begleiterscheinungen getrübt. Dein Körper vollbringt jetzt enorme Leistungen, um sich auf die Versorgung und das Wachstum deines Babys einzustellen. Dies bleibt natürlich nicht unbemerkt und kann mit kleineren und größeren Beschwerden einhergehen. So leiden Schwangere z. B. häufig unter Wassereinlagerungen (Ödeme), Krampfadern oder Hämorrhoiden. In der Regel sind diese harmlos und können mit einfachen Hausmitteln gelindert werden. Mit der Geburt deines Babys verschwinden die Beschwerden dann auch meistens schnell.

Wie entstehen Ödeme, Krampfadern und Hämorrhoiden?

Während der Schwangerschaft lockert sich das Bindegewebe und die Blutgefäße weiten sich aus. Die Gesamtblutmenge wird deutlich mehr und die Gefäße werden durchlässiger. Verantwortlich dafür sind bestimmte Hormone, die der Körper in der Schwangerschaft zu großen Mengen bildet. Diese Hormonveränderungen sowie eine Veranlagung zu schwachem Bindegewebe können zu Blutstauungen in den Gefäßen und Wasseraustritt aus dem Blutkreislauf in das umliegende Gewebe führen. In der Folge bilden sich Ödeme, Krampfadern oder auch Hämorrhoiden.

Wassereinlagerungen (Ödeme) entstehen in erster Linie in Armen und Beinen und führen zu geschwollenen Fingern bzw. Füßen. Es können aber auch andere Körperregionen wie z. B. das Gesicht betroffen sein.

Krampfadern bilden sich bei den meisten Schwangeren an den Beinen (Unterschenkeln). In der Regel sind diese eher harmlos und nur ein rein ästhetisches Problem. Dennoch können sie im weiteren Verlauf zu Schmerzen und schweren und geschwollenen Beinen führen – selten bis hin zu Venenentzündungen und Thrombosen. Auch die Regionen des Afters und der Schamlippen sind mitunter betroffen. In diesen Fällen spricht man von Hämorrhoiden.

Hämorrhoidenleiden sind in den meisten Fällen leicht behandelbar und damit unbedenklich. Es gibt aber auch schwerere Formen, die mit starken Schmerzen verbunden sind und operativ behandelt werden müssen.

Was kannst du dagegen tun?

Ödeme und Krampfadern:

  • Kompressionsstrümpfe tragen
  • langes Stehen oder Sitzen vermeiden
  • Beine hochlagern
  • kalte Umschläge mit Wirkstoffen wie Rosskastanie oder Hamamelis
  • regelmäßige Bewegung, z. B. Schwimmen, Aquafitness oder Walken
  • Wechselduschen und Beingüsse vornehmen
  • Hitze meiden (keine Sonnenbäder oder Saunabesuche)
  • bequeme Kleidung tragen

Hämorrhoidenleiden:

  • beim Stuhlgang nicht allzu stark pressen
  • After nach dem Stuhlgang mit Wasser reinigen und Hämorrhoidensalbe auftragen
  • auf schleimhautreizende Lebensmittel wie säurehaltige oder scharf gewürzte Speisen verzichten
  • regelmäßige Sitzbäder mit entzündungshemmenden Gerbstoffen (z. B. Eichenrinde) anwenden

Wie kannst du vorbeugen?

Ödeme und Krampfadern:

  • Fahrradfahren oder Walking
  • Beine nicht überschlagen
  • beim Sitzen Füße von sich weg strecken
  • Beine hochlegen
  • bequeme Schuhe tragen
  • starke Gewichtszunahme vermeiden
  • nicht zu heiß baden
  • Wechselduschen vornehmen

Hämorrhoidenleiden:

  • ballaststoffreiche Ernährung (Obst und Gemüse, Vollkorn und Nüsse)
  • viel Flüssigkeit zuführen
  • regelmäßige Bewegung
  • langes Sitzen vermeiden
  • Beckenboden trainieren
  • starke Gewichtszunahme vermeiden