Babys leiden oft darunter:

Was tun gegen Hitzepickel?

Harmlos, aber lästig: Hitzepickel sorgen für gerötete Haut, Pusteln oder Bläschen und manchmal auch für Juckreiz. Babys und Kleinkinder leiden besonders oft darunter, wenn sie sich bei warmem Wetter überhitzen oder zu warm angezogen sind. So könnt ihr vorbeugen und Abhilfe schaffen.

Autor: Heike Byn
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Hitzepickel oder Hitzefrieseln: Das sind die Auslöser

Hitzepickel Baby
Foto: © colourbox

Hitze in den Sommermonaten, ein Urlaub in tropischen Ländern, aber auch zu warme Kleidung fürs Baby – all das sind typische Auslöser für die berühmt-berüchtigten Hitzepickel, die auch Hitzefrieseln oder Schwitzbläschen genannt werden. Die Pickelchen siedeln sich besonders gerne im Gesicht, unter den Achseln, auf der Brust, im Windelbereich, den Ellenbogen- oder Kniebeugen sowie anderen Hautfalten an. Also vorwiegend da, wo sich die Kleidung an der Haut reibt. Babys und Kleinkinder bekommen deshalb so oft Hitzepickel, weil ihre Schweißporen noch sehr klein sind und schneller verstopfen als die von älteren Kindern und Erwachsenen. Denn es sind keineswegs die Sonne oder bloße Wärme allein, die für die lästigen Pickelchen verantwortlich sind, sondern vielmehr verstopfte Schweißporen: Schwitzt dein Baby stark weil ihm zu warm ist, können sich die Schweißausgänge durch Ablagerunen mit der Zeit verengen. Dadurch wird der Schweiß nicht mehr durch die Poren abgegeben oder er verdunstet nicht richtig. Die Folge: Das körpereigene Kühlungssystem fällt aus und die Gefahr einer Überhitzung bis hin zum Hitzschlag steigt.

Hitzepickel oder Hitzefrieseln verursachen normalerweise keine Schmerzen, sie können aber stark jucken und/oder bei Berührungen wehtun.

Hitzepickel behandeln: 5 Tipps für die erste Hilfe

  • Ab in den Schatten: An Sonnentagen schwitzen Babys besonders schnell. Fühlt sich dein Kind ungewöhnlich warm an und zeigt Anzeichen eines roten Hautausschlags, dann bring es in den Schatten. Oft reicht das schon, um es abzukühlen. Es ganz auszuziehen oder in einen klimatisierten Raum zu bringen, ist keine gute Idee. Dadurch steigt das Risiko einer Erkältung
  • Weniger Kleidung ist mehr: Zieh deinem Baby Schuhe, Strümpfe und das Jäckchen aus und nimm ihm das Mützchen ab. Achte an heißen Tagen drauf, ihm möglichst Kleidung aus Naturstoffen wie Baumwolle oder Seide anzuziehen – sie lassen die Haut besser atmen und sorgen für einen guten Abtransport von Schweiß und Wärme
  • Lauwarm baden: Hat dein Kind schon Hitzepickel entwickelt, kann ein Bad in lauwarmem Wasser die Heilung beschleunigen und den lästigen Juckreiz mildern. Tupfe die Haut deines Babys danach sanft ab, statt es wie sonst mit einem Handtuch trocken zu reiben
  • Viel trinken: Achte an heißen Tagen darauf, dass dein Baby genug trinkt und biete ihm zum Ausgleich für den Flüssigkeitsverlust ungesüßten Früchte- oder Kräutertee sowie Wasser an
  • Auf Puder oder Lotionen verzichten: Hat dein Baby Hitzepickel oder Schwitzbläschen auf der Haut, dann verzichte auf Pflegeprodukte wie Puder, Wundsalben oder Feuchtigkeitscremes, denn die können die Poren noch mehr verstopfen. Bei starkem Juckreiz helfen ihm dagegen Cremes mit Zink oder Kieselerde, die du in der Apotheke bekommst

Wie sich Hitzepickel verhindern lassen

An heißen Tagen oder in überhitzten Räumen kannst du ganz leicht dafür sorgen, dass sich dein Kind nicht überhitzt: Ziehe ihm einfach locker sitzende, luftige Kleidung an. Wenn du unsicher bist, ob ihm zu heiß ist, dann berühre seine Haut im Nacken. Fühlt sie sich feucht-warm an, ist das ein Zeichen dafür, dass ein Baby sich überhitzt hat. Lass es an heißen Tagen nicht länger in der Sonne spielen und achte darauf, dass es genug Flüssigkeit zu sich nimmt. Auch beim Schlafen ist es wichtig, dass dem Baby nicht zu warm wird: Zieh ihm z.B. einem Body mit kurzen oder langen Ärmeln an und darüber einen leichten Baby-Schlafsack – darin ist es besser aufgehoben als mit einer Decke, unter der sich die Wärme stauen kann.


Hautausschlag und rote Pusteln: Ab wann zum Arzt?

Hat dein Baby außer den Hitzepickeln auch noch Fieber, reagiert es nicht auf Abkühlungsversuche oder klingt der Ausschlag nicht nach drei bis vier Tagen von alleine ab oder wird noch schlimmer, solltest du einen Arzt aufsuchen. Er wird dann untersuchen, ob der Ausschlag vielleicht eine andere Ursache hat.

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