Ein Kindertraum wird wahr

Ein Baumhaus bauen

Endlich ich! Viele Kinder träumen jedes Jahr im Frühling erneut von den eigenen vier Wänden - einem Baumhaus im Garten. Damit solch ein abgehobenes Heim kein Luftschloss wird, sollten Heimwerker-Väter und -Mütter beim Baumhaus-Bau ein paar Dinge rund um Platz, Material, Sicherheit und Recht beachten.

Autor: Heike Byn
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Welcher Baum fürs Baumhaus?

Jungen Baumhaus
Foto: © fotolia.com/ grafikplusfoto

Groß muss er sein, der optimale Baum für ein Baumhaus. Groß und stabil, um es auch halten zu können. Dazu gesund, ohne Risse in den Ästen oder Pilzbefall am Stamm. Die meisten Baumarten eignen sich gut für den Baumhaus-Bau, auf bruchanfälligere Arten wie Robinie oder Esche sollte man besser verzichten. Wichtig, ist, dass der Baum ausladende und dicke Äste hat, damit auch genug Platz für ein Baumhaus vorhanden ist. Doch längst nicht in allen Gärten stehen große, starke Bäume. Dann kann eine selbsttragende Konstruktion eine Alternative sein: Hierzu wird ein Baumhaus an oder um einen Baum oder auch zwischen zwei Bäume auf stabile Pfosten gebaut, die mindestens einen halben Meter tief in der Erde verankert sein müssen.

Welches Baumaterial braucht ein Baumhaus?

Die einfachste Variante besteht aus einer Plattform, stabilen Seitenwänden, einem Dach und einer Leiter, um hinaufzuklettern. Bestehen Zweifel, ob der Baum das Baumhaus sicher halten kann oder es fehlen dicke Äste und Astgabelungen zum Absichern, kann man es mit zusätzlichen Stützen abfangen. Kleinere Kinder brauchen eine Holztreppe, um ins Baumhaus zu kommen - für größere Kinder reicht eine Leiter oder Strickleiter.

Stabiles Baumhaus dank Podest und Stammbefestigung

Die Basis für jedes Baumhaus ist ein Podest, das sicher und stabil sein muss. Als Material für die Plattform wie auch die Seitenwände eigenen sich heimische Hölzer gut, wie Lärche oder Eiche, Kiefer oder Fichte. Wichtig ist, das Holz mit einer UV-Schutz-haltigen Lasur oder einem entsprechenden Öl widerstandsfähig zu machen. Um die Hölzer untereinander zu verbinden, eignen sich nicht rostende Edelstahlschrauben. Die meisten Baumhaus-Bauer befestigen von den Eckpfosten zum Rahmen hin Streben, um darauf dann die Dachkonstruktion aufzusetzen. Am besten nagelt man darauf dann Dachlatten fest, die als Auflage für eine Dacheindeckung gut geeignet sind.

Um das Baumhaus am Stamm zu befestigen, empfehlen Experten entweder starke Schlüsselschrauben oder stattdessen Lastenseile und -gurte, die dafür sorgen, dass das Haus innerhalb des Baumes hängt. Dabei sollten die Lasten auf jeden Fall auf verschiedene Punkte verteilt werden, damit nicht zu viel Gewicht an einem Ast hängt. Da ein Baum nicht nur in der Höhe, sondern auch in der Breite wächst, dürfen die Schlaufen außerdem nicht zu eng sein.

Sicherheit rund ums Baumhaus

Beim Baumhaus-Bau sollte man unbedingt darauf achten, dass sich Kinder nicht am Material verletzen und das Haus gefahrlos benutzen kann:

  • Material sauber verarbeiten: Nägel oder Schrauben dürfen nicht überstehen und Bretter nicht lose sein. Der Abstand zwischen den Brettern oder Leiterstreben muss so kalkuliert sein, dass kein Kinderkopf durchpasst.
  • An Zweigen und Stamm Platz lassen: Der Baum bewegt sich im Wind und mit ihm seine Äste, deshalb müssen zwischen den Wänden und dem Dach des Baumhauses und Zweigen oder Stamm immer ein paar Zentimeter Platz sein.
  • An Absturzsicherung denken: Ist das Baumhaus mehr als einen Meter vom Boden entfernt, braucht es vor dem Eingang eine Plattform mit Geländer, damit die Kinder nicht hinunterfallen können. Hat das Haus eine Tür, darf sie nur nach innen zu öffnen sein.
  • Hoch- und Runterklettern absichern: Gerade für kleine Kinder braucht es zum Hoch- und Hinunterklettern eine Leiter mit Geländer. Unter der Leiter sorgen eine dicke Schicht Rindenmulch oder ausgelegte Gummimatten für eine weiche Landung, falls die Kinder doch einmal fallen.

Eine Baugenehmigung fürs Baumhaus?

Für ein einfaches Baumhaus braucht man normalerweise keine Baugenehmigung. Darauf weisen auch die Rechts-Experten des Versicherungsunternehmen ARAG hin. Anders kann das aber sein, wenn man ein sehr großes oder hohes Baumhaus plant, das nahe an den Nachbargrundstücken steht und sie zum Beispiel durch starken Schattenwurf beeinträchtigt. Am besten erkundigt man sich deshalb vorher beim Bauamt der zuständigen Gemeindeverwaltung nach einzuhaltenden Gründstücksgrenzen oder möglichen Auflagen, denn die sind von Bundesland zu Bundesland verschieden. Im Sinne einer guten Nachbarschaft schadet es zudem nicht, mit den direkten Nachbarn einmal vor dem geplanten Baumhaus-Bau zu sprechen.

Hilfreiche Links:

  • Bauanleitungen für Baumhäuser oder Baumhütten bietet das Portal heimwerker.de
  • Fertige Bausätze für Baumhäuser gibt's in vielen Baumärkten. Z.B. bei Obi
  • Tipps rund ums Baumhaus von der ARAG-Versicherung
  • Viele Firmen haben sich auf den Baumhaus-Bau für Familien spezialisiert. Zum Beispiel Uwe Wöckener und sein Unternehmen Baumleben, das traumschöne Zufluchtsorte gestaltet
  • Urlaub im Baumhaus? Kein Problem! Hier geht's zu schönen Baumhaus-Hotels in Deutschland und Europa listet das Infoportal Tiny Houses

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