Foto: © iStock, Deagreez

Ich bin dann mal offline: Nach den Karnevalstagen wollen viele Deutsche ein stressfreies Leben ohne Computer oder Internet testen. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit 2018 zur Fastenzeit. Demnach wollen 62 Prozent der Befragten in den nächsten Wochen gezielt auf Gummibärchen, Schokoriegel & Co. verzichtet. Im Ländervergleich ist die Beteiligung in Norddeutschland besonders hoch. Danach folgen NRW und Bayern. 

Beim Fasten würden 62 Prozent der Befragten am ehesten auf Süßigkeiten verzichten. Es folgen Alkohol (61 Prozent), Fleisch (35 Prozent), Rauchen (32 Prozent) und Fernsehen (28 Prozent). Den Verzicht auf Computer oder Internet gibt mit 21 Prozent mehr als jeder Fünfte an. Der Hauptgrund dafür ist, dass die Menschen mehr Zeit mit ihren realen Freunden und ihrer Familie verbringen wollen, als im Internet zu surfen. 73 Prozent stimmten dafür – 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Frauen würden deutlich eher auf Süßigkeiten und Fleisch verzichten. Männer dagegen auf Alkohol.

Rückschläge sind in Ordnung

„Wichtig ist es, sich beim Fasten ein möglichst konkretes Ziel zu setzen und einen Plan zu haben, um dieses Ziel zu erreichen“, rät Franziska Kath, Diplom-Psychologin bei der DAK-Gesundheit. „Auch mit Rückschlägen sollte man rechnen, damit die Fastenzeit nicht zur Frustzeit wird.“

40 Prozent der Deutschen fasten öfters

In der Umfrage gaben 57 Prozent der Befragten an, dass sie schon öfters für mehrere Wochen bewusst auf Genussmittel oder Konsumgüter verzichtet hätten. Während die Beteiligung an einer Fastenzeit in Norddeutschland mit 62 Prozent besonders hoch ist, liegt sie in den ostdeutschen Bundesländern bei 48 Prozent. Überhaupt nicht in Frage kommt der bewusste Verzicht für 18 Prozent der Befragten.

Fastenzeit: Worauf die Deutschen am ehesten verzichten würden

  • Süßigkeiten (62 Prozent)
  • Alkohol (61 Prozent)
  • Fleisch (35 Prozent)
  • Rauchen (32 Prozent)
  • Fernsehen (28 Prozent)
  • Computer/Handy (21 Prozent)
  • Auto (15 Prozent)


* DAK-Umfrage, 9. bis 16. Januar 2018, 1.001 Befragte durch Forsa