Während dein Baby immer schwerer wird, nimmt auch noch die Fruchtwassermenge im letzten Schwangerschaftsdrittel deutlich zu. Puh! Da hast du ganz schön was zu schleppen. Versuch jetzt, langsam kürzer zu treten und zeig auch im Job, wo deine Grenzen sind. Einkaufen und schwere Sachen schleppen ist jetzt was für werdende Papis. Nur auf dem Sofa liegen ist aber auch keine Lösung. Deinen Kreislauf und deine Muskulatur kannst du mit leichtem Sport auf die Geburt vorbereiten. Die Bewegung hilft auch gegen depressive Anflüge, die einige Schwangere im letzten Trimester bekommen, weil die Sorgen größer sind als die Vorfreude.

Die wichtigsten Daten zur 25. Schwangerschaftswoche

Größe: Dein Baby ist in der 25. SSW ungefähr so groß wie eine große Zucchini (33 – 34 cm Scheitel-Ferse-Länge).

Gewicht: Der Fötus wiegt in Schwangerschaftswoche 25 zwischen 700 und 800 Gramm.

Noch 15 Wochen bis zur Geburt!

Das Gewicht deines Babys nimmt nun wöchentlich in 100-Gramm-Schritten zu. Das liegt vor allem daran, dass es auch in den kommenden SSWs seine Fettschicht weiter aufbauen wird. Sie hilft ihm, seine Körpertemperatur zunehmend selbst zu regulieren. Auch dein Bauch wird entsprechend runder. Im siebten Monat hast du schon eine ordentliche Kugel, die auch schon mal im Weg sein kann im Alltag .

Die Entwicklung deines Babys/Fötus in der 25. Schwangerschaftswoche

Foto: © iStock, AleksandarNakic

Je mehr dein Kind an Gewicht und Größe zulegt, desto weniger Platz hat es in deiner Gebärmutter. Mit seinen immer kräftigeren Bewegungen stößt es in der 25. SSW schon sehr häufig an die Grenze seines Wasserbetts. Und das spürst auch du nun immer deutlicher. Manche Knuffe und Tritte deines Krümels können auch etwas weh tun. Die gute Nachricht: Je fester dein Baby tritt, desto eher kann auch der künftige Papa oder die Geschwister die Kindsbewegungen spüren und manchmal sogar sehen. Dadurch wird deine Schwangerschaft auch für den Rest der Familie realer.

Auch die Sinne und Reflexe deines Babys entwickeln sich in dieser Schwangerschaftswoche weiter. Beim Daumenlutschen wird der Saugreflex ausprobiert und das Schlucken trainiert. Außerdem reagiert dein Kind nicht nur auf Berührungen und Geräusche von außen, sondern auch auf Licht. Scheint ein heller Lichtstrahl direkt auf den Bauch, dreht der Fötus den Kopf weg. Die Sehnerven funktionieren in dieser Schwangerschaftswoche bereits, auch wenn die Sehschärfe noch stark eingeschränkt ist. Einige Babys öffnen jetzt auch ihre Augen. Der Geschmackssinn unterscheidet schon zwischen süß und sauer.

Das Gehirn deines Babys differenziert sich in dieser Entwicklungsphase weiter aus. Die Großhirnrinde unterteilt sich in verschiedene Schichten. In der 25. SSW werden die meisten Körperfunktionen aber noch von den Hirnbereichen gesteuert, die sich früher entwickelt haben.

Die Haut wird von Woche zu Woche mit zunehmenden Fettreserven aufgepolstert. In den tieferen Hautschichten entstehen außerdem Kapillargefäße. Sie versorgen die Haut mit Blut und lassen sie jetzt rosiger aussehen.

Da auch die Entwicklung der Lungen weiter voranschreitet, hat dein Baby in der 25. SSW bereits gute Überlebenschancen bei einer Frühgeburt. Mit jeder Schwangerschaftswoche und zunehmendem Gewicht werden seine Chancen besser, auch außerhalb der Gebärmutter zu überleben. Nach wie vor ist dein Kind natürlich in deinem Bauch am sichersten aufgehoben. Sollte sich eine Frühgeburt ankündigen, würden die Ärzte ihr Möglichstes tun, um die Schwangerschaft zu erhalten. Kommt es dennoch dazu, braucht das Frühchen eine gute intensivmedizinische Betreuung, um außerhalb deines Körpers überleben zu können.

Dein Körper in der 25. Schwangerschaftswoche

Deine Gebärmutter hat nun Fußballgröße erreicht und wächst nun verstärkt nach vorne statt nach oben. Nicht nur das Baby, auch das zunehmende Fruchtwasser und die sich bildenden Fettreserven sorgen dafür, dass du jetzt rundum schwanger ausschaust. Kein Wunder, dass die anderen inneren Organe so langsam unter Platzmangel leiden. Sie werden immer mehr zur Seite geschoben. Das hat besonders einen Effekt auf deine Blase, denn das Baby sitzt praktisch auf ihr und verursacht dadurch von Woche zu Woche einen stärkeren Harndrang. Da die Schwangerschaftshormone auch das Gewebe der Harnleiter lockern, ist die Blase anfälliger für Infektionen. Blasenentzündungen treten bei vielen Schwangeren auf. Aber du kannst vorbeugen: trotz Harndrang viel trinken, dich warmhalten und die Blase beim Wasserlassen immer vollständig entleeren. Wenn du spürst, dass du dir dennoch eine Blasenentzündung eingefangen hast, musst du diese sofort behandeln lassen. Eine verschleppte Blasenentzündung kann für das Baby sehr gefährlich werden.

Dein wachsender Bauch ist auch ein Härtetest für deinen Rücken und die Bänder. Dein Körperschwerpunkt verlagert sich immer weiter nach vorne. Dadurch fällst du automatisch ins Hohlkreuz. Für die Wirbelsäule an sich kein Problem. Die weiblichen Lendenwirbel sind genau aus diesem Grund flexibler und stärker als die männlichen. Dennoch kann die ungewohnte Haltung zu Rückenschmerzen führen. Entlastung muss her. Leg dich häufiger hin, leg die Füße hoch und stärk deine Rückenmuskulatur durch geeignete Sportarten wie Schwimmen oder Yoga.

Der Bauch ist jetzt wahrscheinlich auch beim Schlafen im Weg. Versuch, dich möglichst auf die linke Seite zu legen. So entlastest du die Organe und dein Baby kann optimal versorgt werden. Wenn du mit dieser Schlafposition Probleme hast, kann vielleicht ein Seitenschläfer- oder Stillkissen helfen. Klemm es zwischen die Beine. Das untere Bein ist gestreckt, das obere liegt angewinkelt auf dem Kissen. Nachts einen BH zu tragen, ist auch eine Möglichkeit, den Rücken zu entlasten. Das hilft besonders Frauen mit sehr schweren Brüsten.

Bei einigen schwangeren Frauen wird der Bauchnabel durch den Druck der wachsenden Gebärmutter nach außen gedrückt. Vielleicht ist das bei dir in der 25. SSW der Fall. Es kann aber auch schon früher oder erst einige Wochen später sein. Einige Frauen berichten, dass ihr Bauchnabel sich während der Schwangerschaft gar nicht verändert hat. Du siehst, jede Frau ist anders und das gilt auch für die Schwangerschaft. Wenn in unserem Schwangerschaftskalender von körperlichen Beschwerden und Veränderungen in bestimmten Schwangerschaftswochen die Rede ist, muss das also nicht für alle Schwangeren in dieser SSW gelten.

Typische Schwangerschaftsbeschwerden in der 25. Schwangerschaftswoche:

Schnarchen

Viele Frauen leiden unter einem schwangerschaftsbedingten Schnupfen. Besonders nachts ist die Nasenschleimhaut angeschwollen und erschwert das freie Atmen. Bei einigen führt die verstopfte Nase auch zum Schnarchen. Abhilfe schaffen Nasensprays auf Kochsalzbasis und ein leicht hochgestelltes Kopfteil. Auf herkömmliche Schnupfensprays verzichtet ihr besser. Die meisten sind für Schwangere nicht zugelassen.

Schwere Beine

Gegen schwere, schmerzende Beine helfen viele Pausen, in denen du die Füße hochlegst. Auch eine Abkühlung tut oft gut. Das geht ganz einfach mit Kühlpads oder einer kalten Dusche für die Waden. Bilden sich jedoch Krampfadern, sollte dein Arzt einen prüfenden Blick drauf werfen.

Kurzatmigkeit

Im dritten Schwangerschaftsdrittel werden viele Frauen deutlich kurzatmiger. Der Platzmangel im Bauch behindert auch das Zwerchfell. Beim Einatmen kann es sich nicht mehr so gut absenken. Kurzatmigkeit ist in der Regel ungefährlich und ein normales Schwangerschaftsphänomen. Dein Körper braucht jetzt einfach häufiger Ruhe und viele Pausen. Auch Atemübungen können helfen. Gesellen sich jedoch andere Symptome wie Brustschmerzen, Herzklopfen, blaue Lippen oder Finger hinzu, musst du zum Arzt.

Schwangerschaftsdepressionen

Nicht für alle Frauen ist die Schwangerschaft die pure Vorfreude. In Hinblick auf die nahende Geburt sind depressive Stimmungen nicht ungewöhnlich. Viele Frauen machen sich große Sorgen. Um die Geburt selbst, um die Gesundheit ihres Ungeborenen und um das neue Leben als Mutter. Wenn du spürst, dass die negativen Gedanken immer erdrückender werden, brauchst du schnell Hilfe. Deine Hebamme weiß, wie es dir geht. Bitte sie um Rat.

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Empfindliche Hände

Deine Hände sind rot und jucken? Auch das ist eine Folge der Schwangerschaft. Ursache ist die höhere Durchblutung in Verbindung mit dem Hormon Östrogen. Gerade wenn sie mit warmem oder heißem Wasser in Berührung kommen, sind sie noch empfindlicher. Vermeide jetzt alles, was deine Hände noch mehr reizen könnte, z. B. Putzmittel oder Cremes mit hohem Parfüm-Anteil.

Das kannst du für dich und das Baby tun

Körper pflegen

Nach der Geburt wird dein Baby für lange Zeit dein Lebensmittelpunkt sein, nutze also die Zeit, die du jetzt hast, um deinen Körper zu verwöhnen. Gönne dir zum Beispiel ein wenig Pflege. Das muss nicht unbedingt in einem Kosmetikstudio sein. Mach es dir einfach zu Hause schön. Stelle duftende Kerzen auf und lasse dir ein warmes Bad ein. Genieße die ungestörte Zeit mit dir allein. Lange wird sie nicht mehr dauern.

Windel-Strategie zurechtlegen

In etwa 15 Wochen bist du Mama. Euer Baby wird ab diesem Tag jede Menge Windeln brauchen. Habt ihr euch schon überlegt, wie ihr wickelt? In Zeiten von Fridays for Future sind Einwegwindeln natürlich umwelttechnisch nicht die Nummer eins. Aber ist täglich Baumwollwindeln waschen wirklich besser? Macht euch schlau und entscheidet, wie ihr es in der ersten Zeit handhaben wollt. Dann könnt ihr schon mal einen Vorrat anlegen. Etwa 6.000 Mal wird ein Baby im Schnitt gewickelt, bevor es trocken ist.

Viel trinken

Regelmäßig und ausreichend zu trinken hilft auch in den nächsten Wochen gegen viele Schwangerschaftsbeschwerden. Im dritten Trimester ist die Flüssigkeitszufuhr auch für die Bildung des Fruchtwassers wichtig. Denn das wird nun alle zwei statt zuvor alle drei Stunden erneuert.

Welche Untersuchungen stehen in der 25. SSW an?

Bei einer Vorsorgeuntersuchung zwischen der 24. SSW und der 28. SSW wird der Antikörper-Suchtest aus der Frühschwangerschaft noch einmal wiederholt. Damit wird untersucht, ob Rhesus-negative Mütter Antikörper gegen das Blut ihres Rhesus-positiven Babys gebildet haben, da der mütterliche Körper dies als fremd einstuft. Eine Rhesus-Unverträglichkeit wird in der Regel erst in einer zweiten Schwangerschaft oder nach einer Fehlgeburt oder einem Abbruch problematisch, da dein Immunsystem bei einem erneuten Kontakt mit dem körperfremden Blut deutlich stärker reagiert und so dem Baby im Mutterleib schaden kann. Heute kommt das aber nur noch selten vor, da in der Regel schon in der ersten Schwangerschaft vorgesorgt wird. Das Immunsystem der werdenden Mutter wird durch die Gabe von Antikörpern (Anti-D-Prophylaxe) überlistet. Sie halten es davon ab, selbst welche zu produzieren.

Um einen Schwangerschaftsdiabetes auszuschließen, gehört auch ein Blutzuckertest zum Standard einer Vorsorgeuntersuchung im siebten Monat.

Ultraschallbilder aus der 25. Schwangerschaftswoche

Foto: © iStock, Wavebreakmedia

Es ist schon beruhigend, wenn dein kleiner Mitbewohner nun nicht mehr wie eine Kaulquappe, sondern wie ein kleiner Säugling ausschaut. Auch die Haut wird nun immer straffer und rosiger. In SSW 25 könnt ihr euer Kind im Ultraschall noch bei seinen Turnübungen bewundern. Zum Ende der Schwangerschaft wird es dafür dann zu eng sein in Mamas Bauch.

Medizinerlatein: Frühgeburt

In der Medizin ist ein Kind eine Frühgeburt, wenn es vor der 37. SSW auf die Welt kommt oder ein Geburtsgewicht von unter 2500 Gramm hat. Dank moderner Perinatalmedizin sind die Überlebenschancen von sehr frühen Frühchen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Allerdings behält ein Fünftel der überlebenden Kinder Behinderungen oder starke gesundheitliche Einschränkungen zurück. Je höher das Geburtsgewicht und je weiter die Lungenreife fortgeschritten ist, desto besser sind die Chancen der Frühchen. Vor der 22. Schwangerschaftswoche gelten sie als nicht lebensfähig. Aber schon in der 23. bis 24. SSW liegt die Überlebenschance bei 50 Prozent. Nach der 24. SSW steigt sie in Deutschland auf 60 bis 80 Prozent.

Bei einer drohenden Frühgeburt werden die Ärzte alles unternehmen, um die Geburt aufzuhalten. Durch die Gabe von Wehenhemmern und Medikamente zur Lungenreifung des Babys (Glukokortikoiden), bekommt dein Kind wertvolle Zeit. So können die Lungen sich noch weiter entwickeln und du kannst in ein Perinatalzentrum verlegt werden, wo man sich nach der Geburt am besten um euch kümmern kann.

Gut zu wissen

  • Das Gehirn deines Babys nimmt schon vor seiner Geburt wichtige Informationen auf. Dazu gehört auch seine Muttersprache. Man geht heute davon aus, dass durch das Sprechen der Eltern mit dem Baby im Mutterleib die ersten Grundlagen der Sprachentwicklung gelegt werden. Und man weiß, dass Neugeborene je nach Muttersprache ein wenig anders schreien. Untersucht haben Wissenschaftler dies bei Babys aus Deutschland, Frankreich, China und Kamerun.
  • Vor einem Rätsel steht die Wissenschaft noch beim Thema Gähnen. Es ist nicht klar, ob Ungeborene das so häufig tun, weil sie müde sind, sie auf diese Weise die Flüssigkeit in ihrer Lunge kontrollieren oder ein Zusammenhang mit der Reifung des zentralen Nervensystems besteht.
  • "Was sollen wir mit Ihrer Plazenta machen?" Damit du auf diese Frage nach der Geburt eine Antwort parat hast, solltest du dir dazu jetzt schon einmal Gedanken machen. Entsorgen, einen Baum drauf pflanzen oder essen? Alles ist möglich. Mach dich schlau!
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Quellen:

  • Imlau, Nora; Pfützner, Sabine: Babybauchzeit: Geborgen durch die Schwangerschaft und die Zeit danach. Hebammenwissen für Mutter und Kind, Weinheim 2018.
  • Kainer, Franz; Nolden, Annette: Das große Buch zur Schwangerschaft. Umfassender Rat für jede Woche, München 2018.
  • Blohmer, Jens-Uwe; Matthias, David; Henrich, Wolfgang; Sehouli, Jalid (Hrsg.): Charité Kompendium Gynäkologie, Berlin 2018.
  • Frauenärzte im Netz

 

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