Sonnen mit Bauch

Schwanger ins Solarium: Darf ich das?

Schwangere sollten es mit Dauer und Intensität des Sonnenbads nicht übertreiben. Das gilt vor allem in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen und für Besuche im Solarium: Die künstlichen UV-Strahlen stehen unter anderem im Verdacht, Folsäure abzubauen.

Autor: Heike Byn
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So verändert sich die Haut von Schwangeren

Schwanger Solarium Tipps
Foto: © colourbox

Viele Schwangere merken, dass sich ihre Haut verändert – sie ist empfindlicher und neigt eher zu Sonnenband. „Das liegt vor allem an Schwangerschaftshormonen, die die Pigmentierung anregen. Deshalb bekommen auch einige werdende Mütter Pigmentflecken im Gesicht, die so genannten Chloasma oder auch Mutterflecken", erklärt die Kölner Frauenärztin Margit von Scherenberg. Bei anderen Schwangeren werden durch die Hormonumstellung auch die Sommersprossen und Brustwarzen dunkler. Spätestens dann merken sie, dass ihre Haut wirklich sensibel geworden ist. Seid jetzt bitte noch vorsichtiger im Umgang mit Sonnenlicht, denn die Pigmentflecken können sich durch ein Sonnenbad oder im Solarium vergrößern und bilden sich nicht in allen Fällen wieder ganz zurück.

Schwanger sonnen: Wie lange darf ein Sonnenbad dauern?

Keine Frage, die Wärme und das Licht der Sonne auf nackter Haut tun gut. Deshalb musst du auch keineswegs auf ein Sonnenbad verzichten, wenn du ein Baby bekommst – es kommt aber auf die Dauer und Intensität der Sonnenstrahlung an: „Schwangere Frauen sollten sich besser in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft nicht länger in der Sonne aufhalten und regelmäßig schattige Plätze aufsuchen. Danach haben sich alle Hauptorgane des Babys entwickelt und sonnenbaden in Maßen ist dann nicht mehr so riskant", empfiehlt die Gynäkologin Margit von Scherenberg. Dennoch gilt auch dann: Einen sonnigen Morgen oder Spätnachmittag im Garten oder auf dem Balkon zu verbringen ist okay, weil dann die Sonneneinstrahlung und die Hitze nicht so stark sind. Aber die Mittagshitze sollte zum Sonnenbaden tabu sein – auch, weil du dann zu viel schwitzt und schneller austrocknest. Generell solltest du dich bei Sonnenwetter immer gut mit einer Sonnencreme einzureiben (hoher Lichtschutzfaktor von 30 bis 50+ oder gleich Sunblocker), dich nicht überanstrengen und viel trinken.

Solarium in der Schwangerschaft: Ist es wirklich gefährlich?

Es gibt bislang keine großen und eindeutigen Studien über die Wirkung von künstlichen UV-Strahlen in Solarien auf Schwangere und ihre Babys. Allerdings haben Wissenschaftler in einigen kleineren Forschungsprojekten eine mögliche Verbindung zwischen starker UV-Strahlung und dem Abbau von Folsäure festgestellt, die ja gerade in den ersten Schwangerschaftswochen für die Entwicklung von Babys sehr wichtig ist. Wenn du auf der sicheren Seite sein willst, dann verzichte auf ein Sonnenbad im Solarium in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten. Ob du danach ins Solarium gehst, ist natürlich deine eigene Entscheidung. Frage aber vorher auf jeden Fall deinen Arzt um Rat, ob bei dir vielleicht bestimmte Erkrankungen oder Empfindlichkeiten vorliegen, die gegen den Besuch des Solariums sprechen.

Grundsätzlich ist jedoch bekannt und erwiesen, dass die regelmäßige Nutzung von Solarien – egal ob in der Schwangerschaft oder zu anderen Zeiten – durchaus Nebenwirkungen hat: So begünstigt das künstliche Sonnenlicht eine frühzeitige Hautalterung und erhöht deutlich das Hautkrebsrisiko. Deshalb hat die Weltgesundheitsorganisation (hier gibt es den Text dazu in Englisch) im Jahr 2009 Solarien schließlich auch als krebserregend eingestuft.


Selbstbräuner in der Schwangerschaft

Vielen Schwangeren sind Sonnenbäder zu anstrengend und der Gang ins Solarium zu riskant. Wer dennoch vor allem im Sommer nicht blass bleiben will, kann alternativ zum Selbstbräuner greifen. Sie wirken nur in der oberen Hautschicht und sind für Mütter und Babys ungefährlich. „Die heutigen Selbstbräuner haben wenige Risiken, sofern sie denn keine bräunungsbeschleunigenden Psoralene enthalten, die im Verdacht stehen Krebs zu erregen", sagt Ingrid Moll, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Achte deshalb auf Produkte, die natürliche und wenige bis keine chemischen Wirkstoffe enthalten. Wenn du schon einmal Probleme mit deiner Haut hattest, fragst du im Zweifelsfall einfach deinen Hautarzt. Teste den Selbstbräuner deiner Wahl bitte vorher an einer kleinen, unauffälligen Hautstelle. Selbst, wenn du das Produkt bereits früher verwendet hast, kann es gut sein, dass deine Haut in der Schwangerschaft darauf anders reagiert.

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