Umfrage: Mann ist Hausmann und Frau arbeitet.

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von vannchen 06.08.07 - 14:07 Uhr

Hallo.

Mein Mann und ich sind seit 3/4 Jahr verheiratet und haben einen
4 1/2 Monate alten Sohn.
Seit einem Montat gehe ich wieder vollzeit arbeiten. Mein Mann bleibt zu hause.
Wir haben uns so entschieden weil er arbeitslos war und ich einen sicheren Job habe.
Eigentlich klappt das zeimlich gut. Mein Mann kümmert sich ganz toll um unseren kleinen. Ich mache mir überhaupt keine Sorgen. OK, beim Haushalt muss ich manchmal etwas nachhelfen. Er ist halt auch ein ganz normaler Mann.
Ich finde es machmal sehr anstrengend, wenn ich von der Arbeit nach hause komme will ich mich einerseits um den Kleinen kümmern, andererseits bin ich auch kapputt und reagiere oft genervt wenn er dann mal weint.
Insgesamt bin ich aber mit der Situation glücklich, ich glaube Hausfrau zu sein wäre auch nichts für mich.

Bei wen übernimmt noch der Mann die Kinder und Haushalt?
Warum habt ihr euch so entschieden?
Wie geht es euch dabei?

Ich freu mich auf eure Antworten

Vannchen

Beitrag von schwarzbaer 06.08.07 - 15:08 Uhr

Mein Mann ist "Teilzeithausmann". Er arbeitet 3 Tage die Woche und kümmert sich an den anderen 2 Tagen um unsere Kinder. Klappt super. ABER: er wäre niemals bereit, ausschließlich Hausmann zu sein (genauso wie ich niemals bereit wäre, meinen Job aufzugeben). deshalb müssen wir halt kompromisse finden - aber es klappt gut.

Beitrag von amelily 06.08.07 - 19:09 Uhr

Hallo,

bei uns ist gerade Kind Nr.2 unterwegs.

Beim ersten Kind sind wir beide direkt wieder arbeiten gegangen und nun möchte er 1 Jahr zuhause bleiben.

Warum?

Hm, mir fällt eher die Decke auf den Kopf und ich finde meinen Job super, während er kaum zuhause ist und oft die ganze Woche auf Dienstreise ist.
Würde er nicht in Elternzeit gehen, wäre er kaum zuhause.

Nach einem Jahr gehen wir entweder beide wieder voll arbeiten, oder mein Mann reduziert auf halbe Tage, mal sehen.

Allerdings ist das bisher alles theoretisch, Erfahrung haben wir noch keine.

LG
Amelie

Beitrag von teufelinchen72 06.08.07 - 22:29 Uhr

Hallo Vannchen,

also bei uns war das so:

Ich bin angestellt als Hörgeräteakustik Meisterin, mein Mann war früher Binnenschiffer, was bedeutete: 14 Tage war er auf dem Schiff, 14 Tage war er zu Hause.

Da ich mehr verdient habe als er und für mich eine Familie mit dieser Konstellation nicht in Frage kam haben wir uns entschlossen, dass mein Mann nach der Geburt unseres 1. Sohnes ganz zu Hause bleibt.
Ich bin nach dem Mutterschutz wieder vollzeit von 9-18, manchmal auch 19 Uhr arbeiten gegangen, was für mich nur schwer zu verkraften war (Sohni plötzlich den ganzen Tag nicht mehr zu sehen).
Man bekommt von der ganzen Entwicklung doch deutlich weniger mit.
Seit Sohn Nr.2 auf der Welt ist, gehe ich nur noch halbtags (Vormittags) arbeiten, nebenher haben wir noch eine Selbständigkeit begonnen, die ganz gut läuft und die mir meine Halbtagstätigkeit "garantiert".

Jeder von uns beiden hat mal den Wunsch, mit dem Partner zu "tauschen", aber im großen und ganzen läuft alles sehr gut so.

Mein Mann schmeisst den kompletten Haushalt, ich bin für´s kochen und natürlich für die Kids zuständig.
Im Haushalt selber mache ich relativ wenig *schäm*, aber mein Männe lässt sich auch ungern was abnehmen (obwohl er da so natürlich nicht sieht ;o)))

Gruß,
Wiebke

Beitrag von pfingstrose 06.08.07 - 22:46 Uhr

Hallo Vannchen,

bei uns ist auch die Frau vollzeit Arbeiten und ich als Mann komplett für Kind und Haushalt da.

Wir wollten das von Anfang an so, weil mir Kinder besser liegen. Ausserdem hatte ich vor der Ehe schon sechs Jahre alleine gewohnt und weiss deswegen mit Haushalt umzugehen. Ich kann mir ehrlich gesagt nichts schöneres vorstellen. Meine Frau wollte auch weiterhin Arbeiten. Sie verdient ausreichend gut.

Bei fragen gerne melden.

Grüße

Beitrag von krokolady 06.08.07 - 22:56 Uhr

Bei meinen Eltern war es so....ich bin also mit ner männlichen Mama aufgewachsen :)

Mein Papa hatte nen schweren Herzfehler und war darum Frührentner.....und meine Mutter arbeitete in der Gastronomie.

Mein Papa machte und konnte alles......besser als so manche Frau

Beitrag von schwalliwalli 07.08.07 - 00:19 Uhr

Ich finde es machmal sehr anstrengend, wenn ich von der Arbeit nach hause komme will ich mich einerseits um den Kleinen kümmern, andererseits bin ich auch kaput und reagiere oft genervt wenn er dann mal weint.


nu, da weisst du wie es den meisten männern geht.....

aber im ernst, natürlich ist es egal wer zuhause ist und wer nicht..hauptsache dem kind geht es gut!


ja, ich weiss, ich bin berufstätig und habe KEINEN haushalt wegen haushälterin...(naja hier suche ich grad eine), aber ansonsten ist es völlig normal das du mal genervt bist.

be cool und lieb dein kind

Beitrag von hezna 07.08.07 - 07:21 Uhr

Bei uns ist es ebenfalls so.

Ich habe meinen Mann "damals" aus Oldenburg ins Ruhrgebiet importiert..er war hier ohne Arbeit und ich hatte meinen sicheren Job, in dem ich gut verdiene.

Als unser Jüngster dann zur Welt kam, war es selbstverständlich, das er zu Hause bleibt und ich die Brötchen verdiene.

Mir geht es ebenso wie dir.

Ich mache die Feinarbeiten im Haushalt nach wie vor und sobald ich zur Tür hereinkomme, stürzen sich die Kinder auf mich. Das ist oft sehr anstrengend, und ich kann ihnen nicht immer 100% gerecht werden.

Aber wer kann das schon und wir alle haben uns arrangiert mit dieser Konstellation. Bei uns im Dorf werden wir noch betrachtet wie Außerirdische, weil es außer uns nur noch ein weiteres Paar gibt, das ähnlich lebt. Aber mein Mann hat den Respekt der Nachbarn,dass er den Laden so gut schmeißt :-)

Wir sind so zufrieden und möchten es auch gar nicht ändern.

Gruß Hezna #klee

Beitrag von uchtmann 07.08.07 - 08:59 Uhr

Hallo Vannchen,

auch bei uns ist es so, dass mein Mann zu Hause ist und ich Vollzeit arbeiten gehe. Er war arbeitslos als unser erster Sohn zur Welt kam und ich habe einen sicheren Job.

Jetzt gönnen wir uns sogar ein Jahr zusammen zu Hause zu bleiben. In ca. 3 Monaten kommt unser 2. Sohn auf die Welt und mit dem Elterngeld können wir ein Jahr "überbrücken".
Obwohl ich schon mit gemischten Gefühlen an das Jahr herangehe, da ich sehr gerne arbeiten gehe.

Insgesamt klappt es sehr gut zu Hause. Männe schmeißt den Haushalt supergut. "Zur Not" wohnen auch noch Schwiegereltern mit im Haus, die meinem Mann dann auch mal unseren Sohn abnehmen, damit er auch mal verschnaufen kann.

Ich komme nach Hause und kann mich zu 100% auf unseren Sohn konzentrieren. Natürlich bin auch ich manchmal sehr kaputt und müde. Aber die Freude ihn zu sehen überwiegt.

Leider stelle ich immer noch sehr häufig fest, dass diese Konstellation (Mann zu Hause, Frau geht arbeiten) von der Gesellschaft sehr kritisch beäugt wird. Ist nicht immer ganz einfach auf die Sprüche der Außenwelt zu reagieren. Aber das geht bestimmt den meisten so, wo der Mann zu Hause ist.

LG
uchtmann

Beitrag von lenic27 07.08.07 - 10:32 Uhr

Hallo,
ich arbeite wieder seit Emilia 1 Jahr alt ist.
Mein Chef hat mich 4 Wochen nach der Geburt vor die Entscheidung gestellt, entweder die ganzen 3 Jahre Elternzeit zu machen oder nach einem Jahr wieder halbtags (50%) zu arbeiten. Ich wollte nämlich weniger, also nur 40% arbeiten.
Da hat mir mein Mann den Vorschlag unterbreitet, das ich wieder voll arbeite (hab' die wesentlich besseren Arbeitszeiten) und er daheimbleibt und nebenbei auch noch sein lang ersehntes Fernstudium in Angriff nimmt.
Nach einigen Gesprächen und einmal drüber schlafen haben wir uns dann so entschieden. Vom Gehalt her macht es keinen Unterschied wer arbeitet, da wir etwa dasselbe verdienen.

Mein Mann kümmert sich jetzt schon seit einem Jahr super um Emilia und fast den kompletten Haushalt. Soll heißen, mir bleibt noch Bad putzen und bügeln und ab und an rauswischen. Ansonsten macht alles er. Muss sogar zugeben, das er in manchen Sachen sauberer ist als ich.

Nun bin ich wieder schwanger und bin dann ab Weihnachten zuhause. Mein Mann ist noch bis Juli '08 daheim, so können wir ganze 6 Monate (Dank Elterngeld) gemeinsam zuhause sein.
Wenn unser zweiter Krümel da ist, werd' ich 3 Jahre daheim bleiben und mein Mann wieder arbeiten. Da er ja dann sein Ferstudium abgeschlossen hat, verdient er auch mehr.
Ich arbeite gern und hab' auch einen tollen Arbeitsplatz, aber ich freu' mich schon total auf die dann kommenden 3 Jahre.

Lieben Gruß
Nici

Beitrag von lisboeta 07.08.07 - 12:56 Uhr

Hallo Vannchen,

ich habe nach der Geburt von unserem ersten Sohn auch nach 6 Monaten wieder Vollzeit gearbeitet, mein Mann drei Tage die Woche! Es hat super geklappt und für unseren Sohn war es toll beide zu haben. Meine Erfahrung ist, dass es anstrengender ist zu hause zu sein als zu arbeiten #schein!

Ich ziehe deshalb den Hut vor jedem der den ganzen Tag zu hause ist.

Im Mai haben wir unser zweites Kind bekommen jetzt sind wir ein halbes Jahr beide zu hause und genießen die Zeit mit den Kindern. Ab Dezember arbeiten wir dann beide wieder. Ich vier Tage und mein Mann drei Tage. Wir haben uns dafür entschieden weil ich mehr verdiene als er! Ich bin auch nicht der Typ für nur zu hause, wenn ich aber daheim bin versuche ich jede Minute mit den Kids zu nutzen. Erholen tue ich mich dann nach 20:oo Uhr wenn sie im Bett sind!

Liebe Grüße
Bettina

Beitrag von frieda05 07.08.07 - 14:08 Uhr

Hi Vannchen,
bei uns ist es im Grunde auch so. Da mein Dad u. ich zusammen selbstständig sind und mein Männe teilzeit bei uns arbeitet und sich die zeit einteilen kann, sollte er sich um zu Hause kümmern. Das sieht allerdings aus, daß ich mich trotzdem meistens um die Kinder kümmer (Oma auch im Büro-wohnen auch dort), Wäsche mache, einkaufe, aufräume etc.pp.! Es ist nicht so, daß er garnichts macht. Er kümmert sich um Haus (außen), Hof, Garten u. Viecher. Und ist damit auch den ganzen Tag beschäftigt. Da ich den Laden bei uns mal übernehmen soll, muß ich sowieso weiterarbeiten, er verdiente auch nicht das Meiste bevor er bei uns anfing, so war die Regelung klar. Manchmal würde ich auf jeden Fall gerne tauschen, daß wird aber nichts. Ich wäre mit Sicherheit auch keine Full-Time-Mami+Hausfrau (Ekel...), aber so 1 Tag in der Woche zu Hause fände ich super. Statt dessen fahre ich zeitweise auch am WoE in Büro. (selbst-bemitleid-mich...) Aber - ich wußte was auf mich zukommt. Mein Männe hat mit der Konstellation keine Probleme - kein Macho-Typ also. Jeder hat ohnehin immer das Gefühl er macht und tut den ganzen Tag.
LG Irmi

Beitrag von cashrin 07.08.07 - 14:52 Uhr

Hallo

Mein Mann und ich arbeiten beide Teilzeit und er ist somit auch Teilzeit-Hausmann. Wir hatten beide die Möglichkeit unser Job-Pensum zu reduzieren und fanden es eine super Lösung so.

Mittlerweile bereue ich es aber ein bisschen, da ich schlussendlich trotzdem viel mehr mache im Haushalt als er und alles rund ums Kind selber organisiere, was oft zu Streit führt. :-(

Liebe Grüsse

Beitrag von haebia 07.08.07 - 19:28 Uhr

Hallo,

kenne einen aus unserer Spielgruppe. Er ist daheim geblieben, weil sie besser verdient. Er macht alles super und ist glücklich in der Rolle. Nur fällt ihm jetzt der Einstieg zurück ins Berufsleben sehr schwer nach dem 3 Jahren komplett ohne Gedanken an die Arbeit.

Und dann kenne ich noch einen. Der ist daheim, weil er auch arbeitslos ist und sie aber eine Stelle hat(te). Er macht das halt, weil er es machen muß ...

Gruß,
Bianca

Beitrag von zaubertroll1972 07.08.07 - 23:01 Uhr

Hallo,
mein Mann arbeitet im 24 Std. Dienst, hat daher auch mehrfach in der Woche frei. An den tagen arbeite ich dann meist. Ich habe eine 80 Std. Stelle.
Ich muß sagen daß es so super klappt und ich es mir anders nicht wünsche. Den ganzen Tag zuhause sein möchte ich nicht und mit der halben Stelle habe ich meinen Job und auch für die Familie und mein Kind gleichermaßen Zeit. Den ganzen Tag arbeiten möchte ich nicht. Und einen Mann der zuhause putzt auch nicht.
Wenn es nicht anders ginge wäre es für uns eine kurzfristige Lösung aber mein Mann möchte kein Hausmann sein und ich möchte auch keinen haben.

LG Z.

Beitrag von ninamama 08.08.07 - 08:21 Uhr

Hallo Vannchen,
na, da bin ich wohl die absolute Ausnahme, unter dieser Umfrage.
Ich würde n i e mehr einem Mann ein Kind überlassen und an seiner Stelle arbeiten gehen.

Hatte ich gemacht und ist total in die Hose gegangen.
Mein (Ex-)Mann hat mich damals überredet. Er hätte ca. 9 Jahre zu Hause bleiben können, ohne bei der Rente deswegen etwas zu verlieren. War also eine reine Rechenaufgabe.#kratz
Ich lies mich darauf ein und merkte nach einiger Zeit, dass mein Kind keine Freunde hat und eigentlich den ganzen Tag sich selbst überlassen war. :-(
Papa schickte sie immer nach draußen und "verwirklichte" sich zu Hause selbst. Sprich, er renovierte das Haus (in dem wir nur zur Miete wohnten), legte den Garten neu an usw. und das alles natürlich vom Geld meiner Eltern (war eigentlich als stille Reserve gedacht). :-[
Den Haushalt machte er besser, als ich. Das muss man ihm lassen. Aber unsere Tochter blieb dabei auf der Strecke.
Wenn ich von der Arbeit kam, war kein Essen gekocht. Das musste ich dann tun. Kind bekam meistens Würstchen (halt was Schnelles) serviert, wenn es Hunger hatte.
Ich versuchte dann das Defizit meiner Tochter durch besonders viel Unternehmungen usw. auszugleichen und war auch diejenige die sich kümmerte, wenn sie krank war oder traurig...
Nach fünf Jahren beendete ich dann das ganze. Ich war völlig am Ende meiner Kraft und meinem Kind ging es auch nicht gut.
Sie ist in der Zeit zu einem traurigem Mädchen geworden, das keine echten Freunde hat und auch in der Schule zum Außenseiter mit den entsprechenden Folgen (Mobbing) wurde.#heul

Nach der Trennung von meinem Mann habe ich viele traurige Dinge erfahren. Und es plagen mich heute noch meine Schuldgefühle, dass ich so vieles nicht bemerkt hatte und mein Mädel davor nicht bewahren konnte.

Hausmann? Never ever!#schock

Ich freue mich aber für alle, die positive Erfahrungen damit machen/gemacht haben. Es kann auch klappen!#freu

LG Andrea