Gesund bleiben und werden

20 Familientipps für die Erkältungszeit

Die Klassiker für ein starkes Immunsystem? Regelmäßige Bewegung, genügend Schlaf, wenig Stress und viel Vitamin C. Doch hilft das wirklich? Und was können Familien noch tun, um die Erkältungszeit gut zu überstehen oder möglichst schnell wieder gesund zu werden.

Autor: Janine Glugla
Seitenanfang

In Bewegung bleiben

Drinnen ist es gerade so gemütlich und irgendwie sieht es nach Regen aus – Bewegungsmotivation gleich Null. Aber: Bewegung hilft. Wirklich! Dadurch erhöht sich nämlich die Zahl und Aktivität der sogenannten natürlichen Killerzellen, die zur Bekämpfung von Viren wichtig sind. Und die große Portion Licht, die ihr gleichzeitig tankt, ist ebenfalls sehr wichtig für die Abwehr.

Schlummertaste drücken

Zu wenig Schlaf beeinflusst das Wohlbefinden und kann auch Erkältungen begünstigen. Forscher aus Pittsburgh haben beobachtet, dass Menschen, die einem Schnupfenvirus ausgesetzt wurden, sich fast dreimal häufiger erkälteten, wenn sie weniger als sieben Stunden schliefen. Ähnliches ist auch für Stress belegt. Wenn ihr also nicht jeden Virus mitnehmen wollt, versucht einen Gang runterzuschalten.

Zaubermittel Zitrusfrucht?

Ein kleiner Dämpfer vorweg: Studien haben gezeigt, dass das beliebte Vitamin-C nicht hilft, Erkältungen vorzubeugen. Nur ein leicht mildernder Effekt im Erkältungsverlauf konnte festgestellt werden. Trotzdem solltet ihr eine saftige Orange nicht links liegen lassen. Wieso? Weil der Körper eine Menge Nährstoffe benötigt, um gut zu funktionieren – jedoch nicht nur ein einziges Vitamin. Nehmt also die Orange, den Brokkoli, die zinkhaltigen Haferflocken ...

Erkältungsklassiker nach unserem Geschmack

Eine leckere Hühnersuppe tut gut – behaupten wir! Die Frage, warum genau sie bei (drohenden) Erkältungen so wohltuend ist, wird unter Forschern zwar kontrovers diskutiert: mal ist sie tatsächlich ein Zaubermittel, mal ist das alles Einbildung. Sicher ist aber, dass sie viele Elektrolyte, Vitamine und Mineralstoffe enthält. Außerdem können warme Flüssigkeiten Erleichterung bei einer verstopften Nase schaffen. Vielleicht ist es auch einfach die Extraportion Liebe.

Schlürf dich fit

Im Sommer kommt der Durst von allein. Doch auch in den übrigen Monaten, ist es wichtig ausreichend trinken. Damit die Schleimhäute gut durchfeuchtet bleiben, bietet ihr euren Kindern am besten immer wieder aktiv etwas an. Ein schöner warmer Tee tut in der Schmuddelwetter-Saison besonders gut. Auch Ingwertee, der laut der traditionellen chinesischen Medizin das Immunsystem anregt, ist für Kinder geeignet. Die Schärfe könnt ihr geschickt verstecken, indem ihr etwas Ingwer einer fruchtigen Teesorte beimengt.

Frischluft bitte

Auch wenn ihr es gerne muckelig warm mögt: Lüften ist ein absolutes Muss in der Erkältungszeit. Warum? Um die Anzahl der Krankheitserreger in der Raumluft zu verringern und die Luftfeuchtigkeit zu regulieren. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt, drei bis vier Mal am Tag mindestens 10 Minuten lang zu lüften.

Für gutes Klima sorgen

Manchmal reicht das Lüften allein aber nicht aus. Wenn in der kalten Jahreszeit die Heizung im Dauerbetrieb ist, kann eine zusätzliche Luftbefeuchtung sinnvoll sein. Das gilt vor allem, wenn die Nase schon verstopft ist und zum Beispiel das nächtliche Atmen schwerfällt. Ein nasses Handtuch über der Heizung hilft.

Quarantäne? In Maßen!

Den Kontakt mit anderen kranken Kindern weitgehend meiden bzw. den Kontakt des eigenen kranken Kindes mit anderen meiden – in Kita und Schule ist das ein echter Balanceakt. Die Faustregel: Hat dein Kind eine schlichte Schnupfnase, kann es in die Kita gehen. Kommt Fieber hinzu, muss es zu Hause bleiben.

Händewaschen – aber richtig

Besonders wichtig ist und bleibt das regelmäßige Händewaschen. Das heißt: Nicht einfach nur die Handflächen reiben, sondern auch die Fingerzwischenräume und den Handrücken reinigen. Mehrere Studien belegen, dass mit einer verbesserten Hand-Hygiene Infektionen deutlich reduziert werden können.

Flexibel bleiben

Auf den Wetterbericht ist wie immer kein Verlass und irgendwie seid ihr immer falsch angezogen? Typisch für die Erkältungszeit. Auch wenn es keinen direkten Zusammenhang zwischen Kälte und Erkältung gibt, solltet ihr euch und eure Kinder gut schützen. Denn bei Kälte sind die Schleimhäute weniger gut durchblutet und Erreger haben es grundsätzlich leichter. Am besten tragt ihr mehrere Kleidungsschichten, damit es draußen warm genug ist und ihr drinnen jederzeit eine Lage ausziehen könnt.

Kuscheln statt kränkeln

Die kalten Monate sind eine besonders gute Zeit zum Kuscheln! Und das Beste ist: Wer gerne kuschelt, stärkt offenbar seine Abwehrkräfte. Laut einer US-amerikanischen Studie kann Körperkontakt unter anderem vor Erkältungen schützen. Die liebevolle Zuwendung tut halt einfach rundum gut.

Teilen ja, aber bitte keine Erreger

Trotz familiärer Nähe: Trinkbecher, Besteck oder gar Schnupfensprays nutzt ihr besser nicht gemeinsam. Klar, bei drei Schnupfnasen und einem rettenden Nasenspray wurde schon so mancher Grundsatz über Bord geworfen. Frei nach dem Motto: „Wenn wir jetzt eh' alle krank sind ..." Doch es können unter Familienmitgliedern durchaus verschiedene Viren gleichzeitig kursieren. Eine gegenseitige Neu-Ansteckung ist also immer noch möglich.

Schöner schnauben

Die Benutzung eines Taschentuchs ist wichtig, um die Keime möglichst wenig zu verteilen. Doch das Schnäuzen will gelernt sein. Übt es mit eurem Kind am besten spielerisch in einer schnupfenfreien Phase. Dazu könnt ihr beispielsweise eine Wattekugel auf den Tisch legen, die dann durch Schnauben über den Tisch flitzt. Damit der Innendruck auf die Nase nicht zu hoch ist, sollten Kinder übrigens immer ein Nasenloch zuhalten, während sie das andere entleeren.

Kopf hoch!

Wenn der Schnupfen schon da ist, bringen oft schon kleine Maßnahmen ein wenig Entlastung. Lagert beispielsweise den Kopf eures Kindes beim Schlafen ein bisschen höher – etwa durch einen Stapel Handtücher unter der Matratze. Die erhöhte Position erleichtert nachts das Atmen.

Wasser marsch!

Ebenfalls sanfte Hilfe verspricht die Nasendusche, deren Wirksamkeit durch viele Studien bestätigt ist. Achtet darauf, die richtige Spüllösung zu verwenden, um die Schleimhäute nicht zu reizen. Auf einen Liter Wasser kommen 9 g Kochsalz ohne Zusätze. Wer ganz sicher sein will, kauft die fertige Lösung in der Apotheke.

Süßer Hustensaft

Auch bei Husten könnt ihr für Kinder ab zwei Jahren erst einmal auf ein Hausmittelchen zurückgreifen. Für einen Zwiebel-Hustensaft einfach eine große Zwiebel würfeln, in ein Glas geben und zwei Esslöffel Zucker oder Honig hinzufügen. Nach zwei bis drei Stunden ist genug Saft ausgetreten. Wenn ihr nicht verratet, dass es sich um Zwiebeln handelt, hat euer Kind bestimmt keine Einwände gegen den süßen Saft. Viermal täglich ein Esslöffel reicht.

Informieren geht über Probieren

Nicht jedes Hausmittel ist harmlos. Ätherische Öle wie Menthol, die als wirksame Hausmittel gegen Erkältungen gelten, können für Kinder zum Beispiel gefährlich werden – sogar Krampfanfälle auslösen. Kindern sollten außerdem keine Schmerzmittel mit Acetylsalicylsäure verabreicht werden, da ansonsten das lebensbedrohliche Reye-Syndrom auftreten kann.

Ruhe bewahren

Für die meisten Erwachsenen völlig unverständlich: Kinder sind auch bei Erkältungen manchmal erstaunlich fit. Das heißt nicht, dass sie nicht wirklich krank sind, aber auch nicht, dass ihr sie nun zu ihrem Glück zwingen und ans Bett fesseln müsst. Dennoch solltet ihr für einen ruhigen Tagesablauf sorgen: vorlesen, Hörspiele hören, puzzeln.

Viren weglachen

Die gefühlt zwanzigste Erkältung in diesem Jahr, gepaart mit dem äußert beliebten Bazillen-Ping-Pong innerhalb der Familie? Ganz normaler Kleinkindwahnsinn. Trotzdem solltet ihr euch euren Humor bewahren. Ja, das ist nicht leicht, aber wichtig – fürs Immunsystem! Viele Studien belegen, dass die Gefühlslage das Immunsystem beeinflusst. Während Stress und Co. also negativen Einfluss haben, wirken sich Lachen und Lebensfreude positiv aus. Gemütlich eingekuschelt eine Komödie gucken: Hört sich doch gar nicht so schlecht an, oder?

Die Zeit heilt alle ... Erkältungen

„Eine Erkältung dauert ohne Behandlung 7 Tage und mit Behandlung eine Woche", hat schon die schlaue Oma immer gesagt. Und da ist wirklich was dran. Denn im Grunde gibt es kein Medikament, das die eigentlichen Verursacher der Erkältung, die Viren, bekämpft. Es geht immer um Linderung der Symptome, die wir natürlich nur allzu gerne erreichen wollen. Aber gesteht euch und euren Kindern immer auch etwas Zeit zu.

Unsere Partner
  • SteriPharm Folio
  • Pampers
  • Nestle Bebe
  • Eltern Grußkarten
  • Vorname.com
  • Schöner Wohnen Shop