Keuschlamm

Mit Mönchspfeffer zum Wunschkind

Im Mittelalter bremste Mönchspfeffer den Trieb der frommen Brüder. Heute ist die Frucht eher dafür bekannt, dass sie dem Wunschkind auf die Sprünge hilft.

Autor: Gabriele Möller
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Mönchspfeffer: Heilpflanze mit langer Tradition

Frau Herz Bauch
Foto: © Colourbox

Die Mönche des Mittelalters benutzten seine Früchte als Pfefferersatz, denn Gewürze waren fast unbezahlbar. Zugleich half er ihnen, das Keuschheitsgelübde einzuhalten, denn er soll den männlichen Sexualtrieb dämpfen. Von dieser "Nebenwirkung" hat der Mönchspfeffer denn auch seinen anderen Namen: Keuschlamm (lies Keusch-Lamm), die Übersetzung des lateinischen Begriffs Agnus castus. Die unscheinbare Wiesenpflanze aus dem Mittelmeerraum und dem vorderen Orient half den heiligen Brüdern also sozusagen, immer lammfromm zu bleiben.

Heute ist der Mönchspfeffer (von Insiderinnen kurz "Möpf" genannt) eines der meist verordneten Heilmittel in der Gynäkologie. Inzwischen hat man nämlich herausgefunden, dass dieses Eisenkrautgewächs vor allem beim weiblichen Geschlecht seine starken Seiten entfaltet. Natürlich ist damit keineswegs eine Dämpfung der Lust auf Sex gemeint...

Kann der Mönchpfeffer zum Kind verhelfen?

Blieb der Kinderwunsch bisher unerfüllt, weil eine Frau einen unregelmäßigen, zu langen oder zu kurzen Zyklus hat, muss sie nicht gleich zur Hormontablette greifen. Oft genügt eine mehrmonatige Einnahme des Mönchspfeffers, um den Zyklus zu stabilisieren. Auch bei vorzeitigen Schmierblutungen an den Tagen vor der Regel, sofern sie durch ein Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron (Gelbkörperhormon) verursacht werden, wirkt der "Möpf" oft ausgezeichnet, denn seine Wirkweise ähnelt derjenigen dieses Gelbkörperhormons. Nicht selten werden durch das Keuschlammkraut auch Follikelreifungsstörungen (die zu unvollständigem oder fehlendem Eisprung führen) behoben, das Ei "springt" wieder, wie es soll.

Auf eigene Faust sollte frau das Kräutlein jedoch nicht einnehmen, Zyklusstörungen und Blutungen außer der Reihe können auch auf eine Erkrankung hindeuten und müssen erst vom Gynäkologen abgeklärt werden. Und wie für alle Kräuter gilt auch hier: Der Möpf hilft oft, aber nicht immer. Man sollte dem Möpf jedoch einige Monate Zeit geben, seine regulierende Wirkung zu entfalten.

 

Kinderwunsch: Kann Mönchspfeffer helfen?

Das Keuschlammkraut macht gute Laune

Doch nicht nur bei Kinderwunsch ist der Moenchspfeffer angesagt. Auch bei der schon sprichwörtlichen Reizbarkeit und schlechten Laune, die frau oft vor den Tagen befällt (dem sog. prämenstruellen Syndrom) ist er eine prima Hilfe: Er macht nämlich gute Laune, depressive Verstimmungen und mürrische Knurrigkeit verschwinden. Auch andere vormenstruelle Beschwerden, wie das typische Brustspannen, Wassereinlagerungen, Akne und Kopfschmerzen, kann das Kraut verhindern, wenn es über einen längeren Zeitraum eingenommen wird.

Auch vielen stillenden Müttern hat das Keuschlammkraut schon wertvolle Hilfe geleistet. Bleibt während der Stillzeit mal die Milchmenge hinter dem Appetit des Kindes zurück, kann der Mönchspfeffer die Milchbildung oft erfolgreich anregen.

Eigentlich ist der Möpf für beinahe jede Phase im Leben einer Frau angesagt: Denn auch für Frauen in den Wechseljahren kann er so manche Hormonpille ersetzen. Vermag er doch die lästigen Begleiterscheinungen der hormonellen Umstellung, wie Hitzewallungen, depressive Verstimmungen, Müdigkeit oder Nervosität zu lindern.

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