Kann man wirklich nachhelfen?

Schneller schwanger werden

Wenn ein Paar sich ein Baby wünscht, hoffen beide meist, dass es auch rasch klappt mit dem Schwangerwerden. Das Warten fällt da gar nicht leicht. urbia gibt Tipps, damit es nicht länger dauert als nötig.

Autor: Gabriele Möller
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Wie werde ich schwanger? Über den besten Zeitpunkt

Paar Bett glücklich
Foto: © panthermedia.net/ Robert Kneschke

Zwar sind Frauen Jahrtausende lang schwanger geworden, ohne viel über Eisprünge und fruchtbare Phasen zu wissen. Doch kann ein wenig Wissen über den Zyklus das Warten aufs Baby verkürzen.

Der Eisprung ist bei den meisten Frauen zwölf bis 16 Tage vor der Regelblutung. Fruchtbar sind dabei vor allem die fünf Tage vor dem Eisprung (denn die Spermien können mehrere Tage im Eileiter warten) sowie ein bis zwei Tage danach. Ein Blick auf einen Fruchtbarkeitskalender erleichtert das Rechnen.  

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Jedoch muss der Zeitpunkt des eigenen Eisprungs nicht immer mit den Durchschnittswerten der Kalender übereinstimmen. Wer es genauer wissen möchte, führt drei Monate lang eine Basaltemperaturkurve in einem Zyklusblatt. Zwar sagt die lediglich, wann der eigene Eisprung war (weil die Temperatur erst ein bis zwei Tage danach ansteigt), doch lernt eine Frau so ihren Zyklus gut kennen und weiß zukünftig, wann ihr Eisprung zu erwarten ist.

Wann schwanger werden? Fokus auf den Eisprung

Auch Ovulations-Teststäbchen helfen, den Eisprungtermin zu erfahren. Sie messen das eisprungauslösende Hormon LH (luteinisierendes Hormon) im Urin und dessen Anstieg (fette Testlinie) kurz vor dem Eisprung. Möchte man große Zuverlässigkeit, muss man jedoch zweimal am Tag messen, und das geht ins Geld. Etwas komplexer funktionieren  Zykluscomputer. Sie eignen sich vor allem für Frauen mit einer Zykluslänge zwischen 23 und 35 Tagen. Besonders zuverlässig sollen diejenigen Modelle sein, die bei ihren Berechnungen sowohl die Basaltemperatur als auch die Hormonausscheidung berücksichtigen. Auch sie sind in Anschaffung und Unterhalt nicht billig.

 

Wie klappt das Schwangerwerden am besten? 

Wie wird man schwanger? Körper und Seele entlasten!

Je öfter ein Ei "hüpft", desto größer die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden. Bei Kinderwunsch können Frauen überlegen, ob sie ihre alten Amalgamfüllungen durch Kunststoff, Keramik oder Gold ersetzen wollen. Es gibt Forschungsergebnisse, wonach die quecksilberhaltigen Amalgamfüllungen in den Zähnen die Ursache sein können, wenn eine Frau seltener einen Eisprung hat.

Gut ist es natürlich, wenn auch die Atemluft möglichst unbelastet ist. Kleine Mengen Lösungs- oder Holzschutzmittel aus Möbeln, Böden, Wandanstrichen, Dachbalken, aber auch Ungezieferschutz in Wollteppichen finden sich in fast jeder Wohnung. Hier hilft das Stoßlüften, bei dem mehrmals täglich für fünf Minuten die Fenster komplett geöffnet werden.

Was gesunde Zähne mit dem Babywunsch zu tun haben

Auch eine Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt kommt dem Babywunsch zugute. Denn chronische Entzündungsherde im Mund belasten den Organismus bis in die Keimzellen hinein. Wissenschaftler vermuten zudem ein Zusammenhang zu sehr frühen  Fehlgeburten bei Frauen. Herde an Zahnwurzeln oder Zahnfleisch sind auch bei Männern ungünstig: zum Beispiel beim Oralverkehr können Keime in die Scheide der Frau und in die Gebärmutter aufsteigen, wo sie die Einnistung stören. Außerdem kann auch die Spermienqualität unter einem Dauerinfekt leiden.

Eizellen mögen keine Nachtschichten

Frauen, bei denen die Schwangerschaft vielleicht auf sich warten lässt, sollten sie meiden: Nachtschichten. Denn das Gehirn braucht reichlich Tageslicht, damit die Ausschüttung des eisprungauslösenden Hormons LH angekurbelt wird. Wer das Tageslicht zu großen Teilen verpasst, dafür aber nachts arbeitet, dessen Körper produziert dagegen mehr Melatonin. Dieses Hormon aber bremst die Produktion des LHs. Wer Nachtschichten übernehmen muss, sollte versuchen, wenigstens phasenweise auch Früh- oder Tagesschichten zugeteilt zu bekommen.

Hormone bevorzugen Harmonie

Wenn ein Baby kommen soll, ist dies ein guter Zeitpunkt, ein bisschen netter mit sich umzugehen. Denn pralle Fruchtbarkeit mag Dauer-Stress nicht gern. Das Adrenalin, das hier vermehrt produziert wird, kann die Fruchtbarkeitshormone ein wenig hemmen. So reifen die Eizellen langsamer, manchmal bleibt der Eisprung auch aus. Gut ist alles, was loslassen hilft und Ängste lindert, etwa das leicht zu lernende Autogene Training und die Meditation (die schon nach wenigen Wochen nachweislich das Angst- und Stressniveau senken), oder auch  Yoga, wie zum Beispiel das fruchtbarkeitsfördernde "Luna-Yoga".

Ruhe-Inseln im Alltag brauchen auch die Männer: Spermien sind am muntersten und zahlreichsten, wenn sie nicht durch zu viel Adrenalin gestört werden. Entspannung allein aber genügt nicht, man sollte sich bei Kinderwunsch auch täglich selbst zu etwas Bewegung überreden: die baut Stresshormone ab und steigert daher bei Männlein wie Weiblein die Fruchtbarkeit.

Was Spermien fit macht

Nicht nur die Hormone, auch Vitamine und die berühmten Spurenelemente reden bei der Fruchtbarkeit ein Wörtchen mit. Spermien mögen Zink und Magnesium in ausreichender Menge, das fördert ihre Produktion und ihre Beweglichkeit. Magnesium ist enthalten in Vollkornreis, Weizenkleie, Sonnenblumenkernen, Weizenvollkornbrot, Linsen, Nüssen, manchen Mineralwässern. Zink kommt vor in Meeresfrüchten, Fisch, Weizenvollkornbrot, Mais, Haferflocken, Eiern und Nüssen. Zur Not können Männer auch auf Vitaminpillen zurückgreifen. Magnesium darf dabei durchgehend, Zink einmalig für 50 Tage eingenommen werden, um die Depots aufzufüllen.

Frauen können darauf achten, dass die Aufnahme von Vitamin E gesichert ist. Denn ohne dieses kann sich das Ei in der Gebärmutter nicht einnisten. Am einfachsten kommt man ans Vitamin E über hochwertige  Pflanzenöle, wie etwa Maiskeim-, Weizenkeim- oder Distelöl.

Männer brauchen nicht nur einen kühlen Kopf...

...sondern auch einen kühlen Unterleib, denn Spermien mögen keine  Überwärmung. Zu enge Jeans, beheizte Autositze im Winter, zu lange heiße Bäder oder allzu häufige Saunabesuche sollte ein Mann mit Kinderwunsch meiden. Eher im Bereich der Märchen siedeln Urologen dagegen heute die Behauptung an, Fahrradfahren mache Männer unfruchtbar. Ist der Sattel gut eingestellt (er sollte waagerecht sein und nicht mit der Spitze nach oben zeigen), konnte keine fruchbarkeitshemmende Wirkung nachgewiesen werden.


Gesunde Gewohnheiten und ein Gang zu Arzt

Zwar werden auch sehr viele kurvige Frauen ganz ohne Probleme schwanger. Doch hat ein Teil der Frauen, die deutlich über dem Normalgewicht liegen, Hormonstörungen, wie etwa das PCO-Syndrom (bei dem die Eibläschen nicht zur Sprungreife gelangen). Auch Untergewicht kann Eisprung und Menstruation ungünstig beeinflussen. Der Body-Mass-Index (BMI) gibt einen Hinweis darauf, ob eine Ernährungsumstellung (keine Diät!) angesagt ist.

Doch ob normalgewichtig oder nicht - wie sieht die ideale Ernährung (nicht nur  bei Kinderwunsch) aus? Orientierung gibt die schlichte Lebensmittelpyramide, die nach oben hin schmaler wird: Die Grundlage bilden (möglichst vollwertige) Getreideprodukte, die nächste Stufe enthält Obst und Gemüse, danach folgen Milchprodukte und Fisch. Maximal zweimal wöchentlich essen sollte man Eier und Fleisch, und am wenigsten Süßigkeiten, Pommes und Chips.

Alkohol reduzieren

Der Wunsch, Papa zu werden, ist ein guter Anlass, den eigenen Alkoholkonsum auf den Prüfstand zu stellen. Gelegentlich ein Glas Wein oder Bier ist auch bei Kinderwunsch kein Problem. Doch ein Zuviel kann den männlichen Keimzellen zu schaffen machen, es senkt die Samendichte und erhöht den Anteil fehlgebildeter Spermien. Außerdem wird die Erektionsfähigkeit und auf Dauer auch die Lust auf Sex gedämpft.

Dem Glimmstengel den Laufpass geben

Beim Rauchen aber gilt: Der Kinderwunsch ist eine prima Gelegenheit, den Glimmstengeln Lebewohl zu sagen. Denn nur der völlige Verzicht hält die Fruchtbarkeit auf Normalniveau. Selbst mäßige Raucherinnen haben eine deutlich kleinere Chance, schwanger zu werden. Die Gifte aus dem Rauch erschweren Befruchtung und Einnistung der Eizelle. Auch der männlichen Fruchtbarkeit tut es gut, die letzte "Fluppe" auszudrücken. Weil das Aufhören bekanntlich gar nicht so leicht ist, kann manchmal Unterstützung wichtig sein. Bewährt hat sich hier zum Beispiel die Akupunktur.

Der Doktor-Check

Wenn ein Baby in der Planung ist, kann ein Besuch beim Gynäkologen nicht schaden. Das gilt besonders, wenn eine Frau zeitweise Ärger mit Juckreiz, Brennen oder ungewöhnlichem Ausfluss hat. Denn manchmal stecken Infektionen dahinter, die dazu führen können, dass man länger aufs Baby warten muss, wie zum Beispiel  Chlamydien. Bei dieser Gelegenheit kann eine Frau auch erwähnen, falls sie langfristig Medikamente einnimmt, denn nicht alle davon vertragen sich mit dem Babywunsch. Wer Probleme mit der Schilddrüse hat, sollte sich bei Kinderwunsch noch einmal gut beim Hausarzt einstellen lassen, denn die Schilddrüse beeinflusst auch die Fruchtbarkeitshormone.

Vorsicht bei Gleitcremes

Last but not least ein Wort zum Thema Gleitcremes: Ob sie Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben, darüber sind Wissenschaftler sich nicht einig. Jedoch gibt es Hinweise darauf, dass Gleitcremes das normale Säuremilieu an Scheide und Muttermund beeinträchtigen, so dass Samenzellen schwerer aufsteigen oder durch den Gebärmutterhals gelangen können. Am sichersten ist es, frau verzichtet während der fruchtbaren Tage auf Gleitcremes oder Öle.

 

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