Nackenfaltenmessung - hin und her gerissen!!!!

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von carina28 09.08.07 - 08:43 Uhr

Guten Morgen ihr lieben,


ich bin 27 Jahre alt und bin hin und her gerissen, ob ich diese Nackenfaltenmessung machen soll.

Ich überlege nun schon seit zwei Tagen, da ich auch schon die zweite Erkältung innerhalb von vier Wochen habe und zu Hause bin, habe ich auch viel Zeit zm grübeln.

Vielleicht könnt ihr mir mit Rat zur Seite stehen.

Vielen Dank Carina SSW 8+6#gruebel

Beitrag von proemmelchen 09.08.07 - 08:48 Uhr

hi,

warum möchtest Du sie denn machen?? Besteht ein Grund zur Besorgnis?? Wenn nicht, dann lass es, es sind schon soooo viele werdende MÜtter damit verrückt gemacht worden und am Ende war dann doch nix.

´LG
Prömmelchen #klee Ben Luca 17+2

Beitrag von exodia 09.08.07 - 08:53 Uhr

Hi Carina,
also ich lasse eine machen. Bin aber bereits 36, hatte letztes Jahr eine FG (Trisomie 21).

Mit 27 Jahren glaube ich ist das wirklich nicht nötig. Dein Risiko liegt ja sowieso bei 1:1000 auf ein Trisomie Kind.

Liebe Grüße
Andrea

Beitrag von 09031983 09.08.07 - 08:55 Uhr

Hi Carina!!

Also....ich habe vorgestern die Blutprobe dazu gemacht und gestern den Ultraschall. Ich habe eigentlich gar nicht lange darüber nachgedacht, ob ich es machen soll oder nicht....ich dachte mir: "Wenn es schon die Möglichkeit gibt, sowas zu machen, um Schlimmstes auszuschließen, wieso eigentlich nicht??" Also...ich würde es immer wieder machen...danach hat man zwar nicht ein definitives Ergebnis, aber eine Richtlinie, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, ein Kind mit Down Syndrom auf die Welt zu bringen. Ich bin jedenfalls froh, es gemacht zu haben.

Liebe Grüße
Barbara

Beitrag von nijura 09.08.07 - 08:55 Uhr

Diese Entscheidung kann dir wohl niemand abnehmen. Ich hab sie damals machen lassen und bekam ein gutes Ergebnis...das hat mich beruhigt, wobei diese Messung im Grunde wirklich nichts aussagt.
Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, musst du eine Fruchtwasseruntersuchung machen.

lg
Ela

Beitrag von xirt 09.08.07 - 08:57 Uhr

hallo carina,
es haengt ja auch immer davon ab, wie sehr man sich selber verrueckt macht. also ich habe beim ersten kind eine machen lassen, bin jetzt mit dem zweiten schwanger und werde es wieder machen (bin uebrigens auch 27). auch wenn das risiko nicht sehr gross ist, ich moechte kein behindertes kind und der test hat immerhin eine genauigkeit von 90 %.
es haengt natuerlich auch von jedem selbst ab. fuer viele ist ein behindertes kind ueberhaupt kein problem und sie wuerden daher nie auf die idee kommen einen test machen zu lassen. ich kenne da deine einstellung nicht, aber fuer mich spricht nicht viel gegen den test.
liebe gruesse, trixi

Beitrag von minala 09.08.07 - 09:00 Uhr

Hi

Also ich bin 28 Jahre alt und hab sie nicht machen lassen.
Meine Freundinnen auch nicht.....:-)

Mein Freund ist Arzt und meinte auch diese Messung ist halt noch sehr ungenau. Und wenn dabei ein komischer Wert raus kommt, was dann, dann folgen weitere Untersuchungen.:-(

Wir haben überlegt ob wir es dann wirklich noch wegmachen lassen würden und haben überlegt welche konsequenz daraus folgt.

Und wir sind zu dem Entschluss gekommen, das bei unseren beiden Familien die wahrscheinlichkeit sehr gering ist ein behindertes Kind zu bekommen (da es keine besonderen Vorfälle gibt) und wir beide auch in keinem Risikoalter sind. Also haben wir für uns entschlossen wir machen das nicht der Stress bis das Ergebniss von der Untersuchung da ist und bis ein eindeutiges Ergebniss vorliegt schadet dem Kind im Bauch wahrscheinlich mehr.#gruebel

Aber wenn es Auffälligkeiten in der Familie gibt hätte ich ihn glaub ich auch machen lassen, da er kein Eingriff ist und somit ja auch nicht schadet.

Aber ich kann dich verstehen hab auch lange überlegt und viele Freundinnen gefragt die schon entbunden od schwanger sind. Keine hat den Test machen lassen und allen Babys geht es gut.;-)

Also ist eine echt schwere Entscheidung die einem keiner abnehmen kann. Leider #schwitz

Nur das Kind wegmachen zu lassen kam für mich nicht mehr in Frage nachdem ich es gesehen hab und das Herzchen schlagen sehen hab.

Ganz liebe #liebdrueckGrüße Minala + Wuzel 22+5 SSW#baby

Beitrag von july-berlin 09.08.07 - 09:02 Uhr

Hi Carina,

erstmal gute Besserung!!!

Ich habe keine NFM machen lassen. Habe mich auch viel darüber informiert und hin und her überlegt. Ich bin zu folgendem Entschluss gekommen:
Ich bin 26, habe keine Risikoschwangerschaft, in meiner Familie und der meines Schatzis gibt es keinen Fall von Behinderungen. Ausserdem kann mir der Test meist nur eine Möglichkeit nennen, die nie 100%ig sicher ist. Abbruch käme für mich definitiv nicht in Frage. Also, wieso sollte ich mir im Falle eines kritischen Wertes ein halbes Jahr lang Gedanken machen, ob mein kleiner Schatz nun gesund ist oder nicht.

Aber das muss jeder selber wissen. Frage ist hier eigentlich, was man mit dem Ergebnis anfängt und wie man damit umgeht.

Ansonsten wünsch ich Dir eine schöööne Kugelzeit!

Lg July + Krümel 15+0

Beitrag von 19021982 09.08.07 - 09:11 Uhr

Hi!

Ich kann July nur zustimmen! Bin 25 und der Papa hat zwar einen Cousin mit Down-Syndrom aber für uns wäre das Mord wenn wir unser Kind dann wegmachen ließen!

Außerdem hast du nie 100% Gewissheit! Schließlich schafft es Mutter Natur 95-97 % aller Kinder gesund auf die Welt zu bringen!Früher sind die Babys doch auch so auf die Welt gekommen!

Und glaub mir ich hab schon das ein oder andere durch in dieser SS. Und Baby geht es klasse lt letztem US!Dabei haben wir phasenweise geglaubt es ist tot!

LG

Simone

Beitrag von himmelblau1982 09.08.07 - 09:13 Uhr

Hallo Carina!

Also ich bin 24 Jahre alt und von der familiären Seite her gab es auch keine Risiken.
Jedoch habe ich mich dafür entschieden. Weil ich mir sicher sein wollte, dass alles okay ist bzw. das das Risiko sehr gering ist. Außerdem war der US sehr schön, weil man lange und sehr gut das Baby sehen konnte. Ich würde es auf jeden Fall wieder tun. Man ist hinterher erleichtert, wenn man weiß das nix auffälliges gewesen ist. Eine 100%ige Sicherheit gibt es nie, das weiß ich auch, aber es tut gut.

Viele Grüße
Claudia mit #babygirl 20+5

Beitrag von bianca1522 09.08.07 - 09:17 Uhr

Hi Carina!

Ich hab sie in der 1. SS machen lassen, wobei das bei uns in Österreich anscheinend sowieso gemacht wird - ich wurde nicht gefragt. Außerdem hat der FA das eigentlich nur übers US gemacht, hat vielleicht 2 min. gedauert. Ich war schon beruhigt, als er mir dann gesagt hat, dass alles ok ist.

Ich werde diese Messung nun auch wieder machen lassen, weils ja sowieso gemacht wird. Grundsätzlich kann ich mich nur dafür aussprechen, denn je früher man eine Fehlbildung erkennt umso eher kann man noch etwas dagegen unternehmen (zumindest in einigen Fällen).

Sicher ist sicher!

Alles Gute,

bianca, prinzessin lea (15 monate) & krümel (9.ssw)

Beitrag von s_a_m 09.08.07 - 09:45 Uhr

Um vorgeburtliche Untersuchungsverfahren (diagnostische ebenso wie nicht-diagnostische) dahingehend zu hinterfragen, ob sie für einen selbst und das Ungeborene nützlich sein können, sollte man sich mit jeder einzelnen Untersuchung genau beschäftigen. Es sollte immer geprüft werden, ob sich die eigene Erwartungshaltung an die Untersuchung realistisch betrachtet mit den tatsächlichen Möglichkeiten des Verfahrens deckt und ob die eigene Entschlossenheit ausreicht, um mögliche (negative) Konsequenzen langfristig zu (er)tragen. Nicht zuletzt beinhaltet die Entscheidungsfindung zu pränatalen Untersuchungen auch das Einholen von aktuellen und zeitgemäßen Informationen über mindestens die häufigsten Behinderungen und Erkrankungen, um die es bei den in Frage kommenden Verfahren geht. Das wären beispielsweise die drei häufigsten Formen der Trisomie (Trisomie 13, 18 und 21).


Ich habe in Bezug auf die Nackentransparenzmessung bzw. das First-Trimester-Screening den Eindruck, es kommt hier sehr darauf an, was sich die einzelne von dieser Untersuchung verspricht. Es ist KEINE diagnostische Untersuchung, sondern eine Wahrscheinlichkeitsrechnung, ausgedrückt in einer individuellen Risikoziffer (1:x). Man muss mit diesem Ergebnis gucken, ob einem das genügt oder ob man größtmögliche Sicherheit will. Dann müsste man weiterführende Untersuchungen (z.B. Amniozentese) in Anspruch nehmen, die teils nicht risikolos sind. Es hängt viel vom persönlichen Umgang mit dem Ergebnis und der individuellen Einstellung ab, ob diese Untersuchung als hilfreich eingestuft wird oder nicht.

Ich persönlich bin nicht so ein großer Freund der Nackentransparenzmessung bzw. des First-Trimester-Screenings (Combined Test / Bluttest + Nackentransparenzmessung mit Ultraschall).

Diese Untersuchung(en) werden sehr häufig deshalb gemacht, weil man sich davon eine gewisse Sicherheit verspricht. Im Grunde möchte man danach hören: "Alles ok mit Ihrem Kind." Das ist so aber nicht möglich. Man bekommt nur zu hören, mit welcher Wahrscheinlichkeit bestimmte Dinge vermutlich ok sind beim Kind. Keine Diagnose, kein Ausschluss einer Diagnose, keine Garantie für irgendetwas.

Viel zu oft für meinen Geschmack gehen Schwangere die Nackentransparenzmessung bzw. das First-Trimester-Screening mit dem Gedanken an, dass ja "nur mal schnell geguckt wird, dass es dem Baby auch gut geht" und man ja außerdem so schönes Baby-TV geboten bekommt. Die Untersuchung wird oft als harmlos eingestuft, vergessen wird, dass sie mitunter Auffälligkeiten zeigen kann, die jedoch nicht diagnostisch bewertet werden können. So mündet die Untersuchung nicht selten in einer Situation großer Beunruhigung und verlangt von der Schwangeren eine Entscheidung über die Inanspruchnahme oder Ablehnung zwar diagnostisch sehr sicherer, aber teils nicht risikofreier Untersuchungen.

Viele Schwangere stehen dann plötzlich tief verunsichert da durch vermeintlich schlechte Ergebnisse, lassen nach bangen Tagen oder sogar Wochen des Wartens diagnostische Folgeuntersuchungen machen (auch oft mit viel Angst) und nach weiteren stressreichen Wochen, in denen sich manche werdende Mami die Freude an der Schwangerschaft und die Vorfreude auf das Baby verleidet durch die Angst, stellt sich die ganze Aufregung in vielen Fällen als falscher Alarm heraus. Viele nehmen sich dann vor, diese Untersuchung in einer Folgeschwangerschaft nicht nochmal machen zu lassen, weil sie den Eindruck gewonnen haben, nur relativ viel Geld für Sorgen, Verunsicherung und Stress bezahlt zu haben.

Es ist tendenziell so, dass Schwangere, die unauffällige Werte bescheinigt bekommen haben, die Untersuchung meistens weiterempfehlen und solche, die auffällige Werte hatten und dadurch in den Entscheidungszwang über Folgeuntersuchungen geraten sind, eher von der Inanspruchnahme abraten. Aber auch hier gilt wie bereits geschrieben: Es hängt viel vom persönlichen Umgang mit dem Ergebnis und der individuellen Einstellung ab, ob diese Untersuchung als hilfreich eingestuft wird oder nicht.

Es gibt Fallbeispiele, in denen die Nackentransparenz- bzw. First-Trimester-Screening-Werte auffällig sind, aus diesem Grund diagnostische Folgeuntersuchungen in Anspruch genommen werden und sich dadurch nach einigen Tagen oder auch erst Wochen herausstellt, dass das Kind eine körperliche Fehlbildung (z.B. einen Herzfehler) oder eine chromosomal bedingte Behinderung hat (z.B. eine Form der Trisomie). Diese Diagnosen sind jedoch erst durch weitere Untersuchungen und nicht (!) durch die Nackentransparenzmessung bzw. das First-Trimester-Screening möglich. Deren Werte können lediglich Anlass für die Entscheidung der Schwangeren zu weiteren Untersuchungen mit hoher diagnostischer Sicherheit sein, diese Verfahren jedoch nicht ersetzen.

Dann gibt es diejenigen Schwangeren, die unauffällige Werte bescheinigt bekommen, durch die Ergebnisse beruhigt sind, sich gehen diagnostischen Untersuchungen entscheiden und ein Regelkind bekommen. Wichtig hierbei ist, dass Nackentransparenzmessung bzw. First-Trimester-Screening KEINE Vorsorgeuntersuchungen sind. Eine Prävention von Behinderungen und Fehlbildungen ist dadurch nicht möglich, sodass es für den Zustand des Kindes keinen Unterschied macht, ob sich die Mutter für oder gegen die Untersuchung entscheidet.

Bei anderen Schwangeren, die sich für die Untersuchung entschieden haben, kommen ebenfalls statistisch gesehen unauffällige Ergebnisse heraus, die Beruhigung verschaffen und die Entscheidung gegen diagnostische Untersuchungen bestärken. Aber ihr Kind ist kein Regelkind, sondern eines der Beispiele für die Möglichkeit einer sogenannten „falsch-negativen“ Prognose. Zwei Beispiele sind Eric und Louis:

Die Nackentransparenz von Eric, dem Sohn einer Freundin, war vorbildlich im Normbereich, ebenso wie die Blutwerte seiner Mutter. Im August 2004 kam der kleine Fratz #liebe mit Freier Trisomie 21, einer der vier Formen von Down-Syndrom, zur Welt ( http://www.ericmagnus.de #blume). Ähnlich lief es bei Louis #sonne , der im März 2006 geboren wurde und im First-Trimester-Screening ebenfalls unauffällige Werte hatte (http://www.louisgrossewelt.de). Soviel zur Zuverlässigkeit dieser Untersuchung(en), die die Möglichkeit falscher Prognosen einschließt. Sicherheit, hohe Aussagekraft und vor allem Diagnostik sind einfach was anderes, denn Eric und Louis sind nicht die großen Ausnahmen.

Wer größtmögliche Sicherheit über bestimmte körperliche Besonderheiten möchte, sollte sich meiner Meinung nach besser für den Feinultraschall entscheiden, wer größtmögliche Sicherheit bezüglich bestimmter Chromosomenbesonderheiten will, muss sich wohl oder übel in den Bauch pieksen lassen und die damit verbundenen Risiken (u.a. eventuell das einer Fehlgeburt) in Kauf nehmen. Auch weil es ohne eine anständige Diagnose, deren individuelle Tragweite es dann abzuwägen gilt, nicht erlaubt ist, eine Schwangerschaft abzubrechen (http://www.regenbogenzeiten.de/abbruch.html).
Diese Entscheidung könnte dann auf einen zukommen, wenn man diagnostische Untersuchungen in Anspruch nimmt. Ob man es sich und seiner Familie zutraut, es psychisch unbeschadet zu überstehen, sich gegebenenfalls für den Tod des eigenen Kindes zu entscheiden, sollte man bei seinen Überlegungen zur Untersuchungswahl nicht außeracht lassen.
Ein Schwangerschaftsabbruch ist erst nach einer richtigen Diagnose erlaubt und eine solche bekommt man weder bei der Blutuntersuchung noch bei der Nackentransparenzmessung und auch nicht bei der Kombination aus beidem (= First-Trimester-Screening), sondern insbesondere was die häufigsten (aber längst nicht alle!) Chromosomenbesonderheiten angeht eben nur eine statistische Wahrscheinlichkeitsangabe. Sonst nichts, denn Chromosomen sind nunmal schlicht und einfach nicht im Ultraschall zu sehen und im Blut der Mutter sind sie (noch) nicht nachweisbar bzw. untersuchbar.

Alles, was bei der Nackentransparenzmessung bzw. beim First-Trimester-Screening herausgefunden wird, müsste daher im Grunde durch weitere Untersuchungen auf seine Richtigkeit hin überprüft werden. Und – wie die Beispiele von Eric und Louis zeigen – eben eigentlich auch, wenn die Werte unauffällig sind. Denn es sind eben nur Wahrscheinlichkeiten, die auf Statistiken basieren und keine Diagnosen oder Ausschlüsse von möglichen Diagnosen.


Mehr dazu kann man z.B. hier nachlesen:
http://www.regenbogenzeiten.de/nt.html


Meinungen / Erfahrungen von Schwangeren:
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&tid=615362

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&tid=646810

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&tid=977737


Blut- und/oder Nackentransparenzwerte auffällig:
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&tid=609251


Pränataldiagnostik (Video)
http://www.lexi-tv.de/lexikon/thema.asp?InhaltID=3302
Ein netter kleiner Film. Am Ende steht hier zwar ein auf Hilfsmöglichkeiten gerichteter Ausblick auf den tieferen Sinn der Sache, der in der Praxis jedoch mittlerweile echten Seltenheitswert hat. Weitaus häufiger ist der Abbruch der Schwangerschaft.


Auf der Website http://www.regenbogenzeiten.de sind u.a. ausführliche Texte zum Thema Pränataldiagnostik zusammengestellt. Eingegangen wird unter anderem auf einige der gängigsten derzeit möglichen Untersuchungen (Was wird gemacht? Was sind die Vorteile, wo liegen Risiken? Welche Konsequenzen könnten sich durch das Ergebnis ergeben?), die Untersuchungszeitpunkte sowie auf die Erkennbarkeit verschiedener Formen von Behinderungen und Fehlbildungen. Die Texte sind auch für medizinische Laien gut verständlich; schwierige Begriffe werden z.B. erläutert. Die Texte geben keine persönliche Meinung wieder, sondern es sind Sachinfos, die allgemeine Informationen bieten, nach denen man selbst entscheiden kann, was für einen persönlich sinnvoll und langfristig tragfähig erscheint.

Liebe Grüße
Sabine

P.S. Für Interessierte hier ein paar Bilder von Nackentransparenzmessungen:

unauffällige Nackentransparenz
http://www.praenatal.de/cms/uploads/pics/ersttrimester.jpg
http://www.iwan-thein.de/images/leistungen/normale-nackentransparenz.jpg

Nackentransparenz 5mm
http://9monate.qualimedic.de/bilder/9monate/nackenfalte_5mm.gif

Nackentransparenz 8mm
http://www.thieme.de/fz/ultraschall/images/titel995.jpg

...und weil es um Wahrscheinlichkeiten geht, hier mal noch eine: Es ist mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% anzunehmen, dass es von dem Kind mit der 8mm-Nackentransparenz nicht viele andere Bilder gibt. Bei ihm wurde durch eine invasive Folgeuntersuchung (wahrscheinlich Amniozentese) ein Down-Syndrom (Trisomie 21) diagnostiziert. Die Wahrscheinlichkeit, dass es danach immer noch erwünscht war und es von ihm Bilder gibt, wie es mit Mama schmust, von Papa gefüttert wird, sitzen, krabbeln, stehen und laufen lernt, wie es lacht, wie es in den Kindergarten und in die Schule kommt...., liegt bei 5%.

Beitrag von minala 13.08.07 - 11:53 Uhr

Gute Artikel:-D

so ungefähr hat es mir mein Mann auch erklärt.#danke

LG Minala + Wuzel 23+2 SSW#baby

Beitrag von cowflat 09.08.07 - 10:30 Uhr

Hallo!

Wir haben auch drüber nachgedacht, werde die Untersuchung aber nicht machen lassen. Ich möchte mich nicht verrückt machen lassen... sollte das Ergebnis schlecht sein, was dann? Man kann sich auch dann nicht 100% sicher sein, und dann lassen wir evtl ein doch gesundes Kind wegmachen? Nie im Leben! Und wenn die Wahrscheinlichkeit noch so gross ist, dass das Kind nicht ganz gesund sein wird... Würden wir es wegmachen wollen/ können? Nein.

Wir lassen es auf uns zukommen und sind optimistisch. Und sollte tatsächlich ein nicht ganz gesundes Kind zu uns kommen, dann aus dem Grund, weil es bei uns eine Chance bekommt.

So sagen wir es uns.

Aber diese Entscheidung muss wirklich jeder absolut für sich selbst machen. Da kann keiner reinreden.

Beitrag von maryam1410 09.08.07 - 12:29 Uhr

ich bin 38 und hatte schon eine fehlgeburt. trotzdem lasse ich die messung nicht machen, obwohl es bei mir aufgrund des alters sogar auf kassenkosten ginge. aber wozu? die messung ist noch zu ungenau, eine fruchtwasseruntersuchung (die der logische nächste schritt wäre, sollte ein bedenklicher wert rauskommen) ist mir zu gefährlich.
ich habe neulich gelesen, nur in 20 - 30 prozent der fälle, in denen bei der nf-untersuchung trisomie diagnostiziert wurde, kam es tatsächlich dazu.
mir ist das ganze zu ungenau, um das risiko auf mich zu nehmen, entweder
- mir monatelang gedanken zu machen, wenn der wert bedenklich war
- ein möglicherweise gesundes kind bei der fruchtwasseruntersuchung zu verlieren, weil der wert der nf-messung bedenklich war.

aber das muß jeder selbst wissen :)