Wie stillt man in der Öffentlichkeit?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von raleigh 13.08.07 - 17:16 Uhr

In dieser Diskussion kam irgendwann die Frage auf, ob stillende Mütter Rücksicht darauf nehmen sollten, dass es Menschen gibt, die den Anblick einer Mutter mit Kind an der Brust nicht sehen wollen.

Der Link: http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=36&tid=1021869

Nun ist es praktisch gesehen ja so, dass man in der Öffentlichkeit ohnehin relativ diskret stillt. Dass sich jemand extra in den Mittelpunkt stellt, dürfte äußerst selten sein. Meistens wird man - wenn überhaupt - schon aufgrund der Seltenheit eines solchen Anblicks zur Attraktion.

Wo könnten Stillende und ihr Kind stören und welche Alternative haben sie eigentlich, wenn sie diese Störung vermeiden wollten?
Hat man praktisch überhaupt eine Chance, seinem Kind und dem eigenen Bedürfnis nach einer gewissen Freiheit gerecht zu werden, wenn man Rücksicht auf Menschen nehmen will, die ihrerseits nicht bereit sind Rücksicht zu nehmen?

Beitrag von lucie_neu 13.08.07 - 17:26 Uhr

Ich suche mir - wenn ich mit Baby unterwegs bin und in einem Lokal sitze - meistens schon einen Tisch, der nicht ganz so exponiert ist.
Trotzdem habe ich schon sehr sehr oft auf der Kloschüssel hockend in irgendwelchen Restaurant-Toiletten gestillt, weil das jeweilige Lokal einfach zu "öffentlich" war oder es den mit mir am Tisch sitzenden Gästen (!) nicht recht war (Familie, Freunde).

Wenn wir spazieren gehen und Emma bekommt Hunger, dann setze ich mich auf eine Parkbank und stille sie. Aber selbst da wird man meistens von Spaziergängern angeschaut, als ob man ein Außerirdischer wäre.
Das ist eigentlich schade.
Und seltsam zugleich. Stillen ist in den Köpfen vieler Menschen einfach nur "unnormal". Aber was ist normal? Flaschenmilch? Kuhmilch? Kürzlich lief dazu ein Beitrag, wo ein Experte erklärte, Kuhmilch sei Muttermilch von Kühen und nicht als Lebensmittel für den Menschen geeignet.
Aha.

Ich persönlich stille sehr gerne. Ich muss aber auch sagen, wenn ich nicht eine Freundin gehabt hätte, die mir durch ihr Stillen Vorbild war, hätte ich nicht gestillt. In meiner Familie ist Stillen einfach nur ---- komisch.

Es wäre doch schön, wenn es Still-Nischen in den Lokalen geben würde. Aber es gibt ja noch nicht mal auf jeder Toilette einen Wickeltisch. Wie oft bin ich schon auf dem Boden einer Toilette gekniet und hab Emma gewickelt??? #augen

Traurig, irgendwie....

lg
Lucie

Beitrag von shania1981 13.08.07 - 21:02 Uhr

Also, daß ich mein Kind auf dem Boden (!!!!) einer Toilette wickele (!!!), wäre das Allerletzte!!! #schock
Dann wickel ich eben auf einer Sitzbank #augen

Versteh ich nicht, sorry

Beitrag von lucie_neu 14.08.07 - 10:22 Uhr

Na, ich hab da schon was untergelegt ich wickel sie nicht auf dem dreckigen Boden #augen

Beitrag von shania1981 14.08.07 - 13:03 Uhr

Na, das ist mir natürlich klar, daß du was unterlegst #augen
Trotzdem finde ich es entwürdigend. Wieso wickelst du nicht auf einer Sitzbank? #kratz
Man muß den Inhalt der Windel ja nicht jedem vor´s Gesicht halten #augen Das geht auch etwas diskreter.

Beitrag von ratpanat75 13.08.07 - 17:27 Uhr

Hallo,

ich habe draussen immer diskret gestillt, so dass man nichts sehen konnte- ausser am Strand, aber da laufen ja alle topless herum ;-).
Ich habe auch noch nie eine Frau in der Öffentlichkeit stillen sehen, die sich zur Schau gestellt hat und nicht einigermassen diskret war.

Ich finde diese Problematik traurig.
In einer Gesellschaft, in der Sex Massenware ist und die Schamgrenze immer niedriger wird und dann regt sich manch einer auf, wenn eine Mutter ihr Kind naturgemäss ernährt :-[.

LG

Beitrag von ratpanat75 13.08.07 - 17:30 Uhr

P.S. ich wurde übrigens noch nie "komisch" angeschaut beim Stillen, weder hier in Spanien, noch wenn wir in Deutschland zu besuch sind- auch nicht, als die Kinder schon etwas älter waren.

Beitrag von birgitg.77 13.08.07 - 17:28 Uhr

Hi

ich muss sagen, ich stille überall. ABER: ich habe eine sehr große Brust und deswegen hab ich immer ein Spucktuch dabei um alles zu bedecken, weil ich mich einfach selbst nicht wohl fühle, wenn ich meine Brust auspacke und jedermann alles sieht.
Jemand mit kleinen Brüsten kann das nicht so nachvollziehen, da verdeckt allein der Babykopf schon die meiste Brust, bei mir ist das nicht so, man sieht einfach alles und da fühle ich mich zu nackt, trotz allem, wie gesagt, stille ich überall, aber halt eben diskret.

LG
Birgit mit Max 2 und 38.SSW

Beitrag von kati_n22 13.08.07 - 17:30 Uhr

Ich finde schon alleine die Diskussion bescheuert.
Wenn mein Kind Hunger hat kriegt es was zu essen, basta.
So diskret wie möglich, so direkt wie nötig.
Ich persönlich finde den Anblick eines Kindes das einen Latexsauger mit modifizierter Kuhmilch im Mund hat irgendwie anormaler als die naturgegebene Mutterbrust. Komischerweise habe ich noch nie eine Flaschenmama in der Staft gesehen, die versucht das ganze mit Tüchern zu verschleiern? #schein

Wer ein problem hat wenn ich stille soll gehen. Und auf doofe Kommentare kann ich immer noch doofer antworten ;-), wobei ich oft meist mehr lächelnde und freundliche Gesichter um mich sehe beim öffentlichen stillen. Ich glaube die verklemmten leute tummeln sich alle bei Urbia:-p

LG
Kati

Beitrag von popmaus 13.08.07 - 18:11 Uhr

Ich bin der selben Meinung wie du das wenn mein Kind Hunger hat es natürlich was bekommt.#pro
Auch als ich noch gestillt habe hatte ich da kein Problem damit es diskret zu stillen.
Aber deine Aussage:
"Ich persönlich finde den Anblick eines Kindes das einen Latexsauger mit modifizierter Kuhmilch im Mund hat irgendwie anormaler als die naturgegebene Mutterbrust."
finde ich schon ganz schön abwertend Flaschenmamas gegenüber.#schmoll:-(
Ich gebe Chantal seit knapp 8 Wochen nur noch die Flasche und bin sehr glücklich damit.#huepf
Es ist nichts schlechtes daran die Flasche zu geben.
Schade das es immer so negativ gemacht wird.#schmoll

Liebe Grüsse
Carmen und Chantal * 27.02.07
vom Still zum Flaschenkind

Beitrag von raleigh 13.08.07 - 18:15 Uhr

>>Es ist nichts schlechtes daran die Flasche zu geben.
Schade das es immer so negativ gemacht wird.<<
Solltest du jemals aus einem Lokal geworfen werden, weil du dein Kind per Flasche gefüttert hast und das die anderen Gäste belästigt, kannst du den Satz wieder anbringen.

Beitrag von 96kati 13.08.07 - 18:35 Uhr

Ich denke, sie kann diesen Satz auch sonst anbringen, bloß nicht in deiner eigenen intoleranten Welt...

Beitrag von raleigh 13.08.07 - 22:22 Uhr

Ich kann den Satz auch sonst anrbingen, bloß nicht in meiner... ???
Ergibt diese Aussage für irgendwen Sinn?

In meiner eigenen intoleranten Welt reagiere ich letztendlich so:
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=1028359&pid=6606566&bid=36

Das, was du da im Gesprächsverlauf lesen könntest, wenn du lesen würdest, nennt sich gegenseitige Toleranz - also das, was du zwar ständig beschwörst, aber nicht zeigst. Sie toleriert meine Übertreibung (was übrigens von mehr Niveau zeugt, als wir beide je haben werden) und ich gestehe ein, dass sie richtig liegt.


Beitrag von 96kati 14.08.07 - 07:52 Uhr

Guten Morgen!

Für mich ergibt die Aussage einen Sinn:
Sie kann diesen Satz immer anbringen, bloß nicht bei dir.

Falls du die Uhrzeit schon lesen kannst, dann würdest du sehen, dass du ihr irgendwann gegen 22 Uhr, also weit nach meinem Post, zugestimmt hast...

Ich habe übrigens nie geschrieben, dass man sein Baby nur zu Hause stillen muss. Ich finde lediglich weiterhin, dass es Veranstaltungen gibt, wo so ein kleiner Wurm nichts zu suchen hat, z.B. abends in einer Szene-Bar und tagsüber auf einer riesigen Kinderveranstaltung stillend auf einer Treppe. Beide Mütter hätten sich doch irgendwie einen geeigneteren Ort für die Stillmahlzeit suchen können.

Doch was schreibe ich dir das überhaupt?
Du wirst es eh wieder so hindrehen, wie du magst...

Beitrag von popmaus 13.08.07 - 18:56 Uhr

Selbstverständlich finde ich es nicht akzeptabel wenn man so behandelt wird.#schock
Aber auch als Flaschenmama hat man mit Diskriminierung zu kämpfen. Man wird schief angeschaut wenn man sagt das man nicht mehr stillt.#schmoll
Man muss sich ja nur so manche Sätze hier im Forum durchlesen.#augen
Ich denke beide Seiten haben es manchmal nicht leicht und finde das man sich nicht auch noch gegenseitg schlecht machen muss.


Liebe Grüsse
Carmen und #baby Chantal * 27.02.07

Beitrag von carrie23 13.08.07 - 19:48 Uhr

Da hast du wieder recht, ich weis allerdings nicht warum sich die Flaschenmamis immer weider verteidigen?!
Ich gebe dir Flasche, ich hab meine Gründe und die brauch ich nicht zu nennen oder mich zu rechtfertigen.

Ich finde man sollte bei beiden Seiten mehr toleranz üben, denn man ist keine bessere Mutter weil man die Brust gibt.

Allerdings finde ich es eine Frechheit jemanden aus einem Lokal zu werfen weil dieser sein Baby stillt.

Beitrag von popmaus 13.08.07 - 20:11 Uhr

Ja, Tolerenz ist hier wirklich angebracht und ich finde es ungeheuerlich wie diese Mama behandelt wurde.
Stillen ist das natürlichste auf der Welt und ich persönlich sehe sogar gerne anderen Mama´s dabei zu. Finde es sooo süss.#huepf#hicks

Danke für deinen Beitrag und schönen Abend noch

LG
Carmen und #baby Chantal * 27.02.07

Beitrag von carrie23 13.08.07 - 20:12 Uhr

Wünsch ich dir auch.

lg carrie

Beitrag von raleigh 13.08.07 - 22:17 Uhr

Du, im Prinzip bestreite ich gar nicht, dass das stimmt. Jeder hat vermutlich mit dummen Sprüchen zu kämpfen und die tun immer weh. Und es ist auch kein Wettbewerb, wer nun am meisten zu leiden hat. So betrachtet, ist meine Aussage natürlich Blödsinn.

Es ist im Prinzip eine maßlose Übertreibung, die vor allem eines verhindern soll: Dass sich jemand wieder in die Opferrolle zurückzieht.

Mit anderen Worten: Du hast völlig recht.

Beitrag von kati_n22 13.08.07 - 18:51 Uhr

Ich habe in keinster Weise Flaschenmamas abgewertet.
Ich habe nur gesagt, das Flaschenernährung die unnatürlichere Ernährungsform ist.
Nicht mehr und nicht weniger.
Und das ganze auch nur aus dem kontext heraus, das sich kaum je eine Diskussion aus der öffentlichen Flaschenfütterung entwickelt.

Ich glaube die Flaschenmami`s fühlen sich nur gleich immer angegriffen ;-) - das ist hier aber in keinster Weise passiert

Beitrag von popmaus 13.08.07 - 19:37 Uhr

Ich finde halt deine Aussage abwertend.
Wäre dasselbe wenn ich schreiben würde:
......... wenn Frau ihre Titten/Milchtüten etc rausholt und das baby dranhängt.#schock
Man kann sich auch anders ausdrücken, oder?

Aber so hat halt jeder seine Meinung, wäre ja auch schlimm wenn nicht.;-)

LG
Carmen und#baby Chantal * 27.02.07

Beitrag von raleigh 13.08.07 - 22:28 Uhr

Du empfindest das wirklich als ähnlich abwertend?
Ich hätte damit nicht so gerechnet.

Hm, wie erkläre ich das:
Ich würde das so lesen - sie bewertet damit eher den Gegenstand Flasche. Verstehst du? Das Wort Titten/Milchtüten dagegen wertet einen Körperteil der Mama selber. Daher hätte ich das erste jetzt nicht so dramatisch befunden.

Aber so kann man sich missverstehen.
Ich würde jetzt mal vermuten, dass daraus ein Missverständnis wächst. Sie beleidigt quasi die Flasche und denkt sich nix dabei. Du hingegen siehst dich selbst abgewertet und bist (so natürlich zu recht) wütend.

Nur ein Erklärungsversuch.

Beitrag von mausvomsilver 14.08.07 - 08:22 Uhr

JAAAA ... kann dem mal nur zustimmen! Ich stille Svenja auch höchst öffentlich. Klar ... ich muss mich nicht bei Mäc Doof oder im Eiscafe an den zentralsten Tisch mit Brust Richtung Eingang/ Theke setzen. Ich kann mir ja ein Tischlein in einem hinteren Eckchen suchen. Man hat da zwar das Problem, vom Personal eher übersehen zu werden. Aber damit kann ich gut leben. Bester Spruch eines Kellners: "Entschuldigung, Sie wollen ja nur stillen." ... ÖHM ... NUR? NEEEE ... mein Kind hat zwar Schmacht, aber MAMA WILL NEN CAPPUUUUUU!!!! Ich verstehe auch die ganzen Diskussionen nicht. Seit fast nem halben Jahr stillen Svenja und ich nun schon an alen möglichen Orten, und was stellen wir fest? Richtig blöd ist uns nur ein oller Griesgram gekommen. Der meinte: "Sowas muss ja in der Öffentlichkeit nicht sein." Ich habs erstmal ignoriert, aber nicht lange ... er schlabberte seinen Kaffee, dieser lief ihm rechts und links aus dem Mund ... da konnte ich mir nicht verkneifen, ihn freundlich darauf hin zu weisen, dass meine Tochter immerhin in der Lage sein, relativ kleckerfrei ihre Milch zu trinken.

Beitrag von miau2 13.08.07 - 18:19 Uhr

Hi,
ich denke, man kann Rücksicht nehmen und trotzdem sein Kind problemlos praktisch überall stillen. Zur Not halt eben Spucktuch überwerfen. Und komplett oben ohne muss man ja auch nicht dasitzen - wenn ich ausgehe, ziehe ich halt eine Bluse an (es gibt sogar schicke, bequeme Stilltops!), und da müssen nur zwei oder drei Knöpfe aufgemacht werden.

Ich habe vollstes Verständnis dafür, wenn der eine oder andere - vor allem männliche - Zeitgenosse verunsichert, pikiert, oder schlimmeres ist durch eine Frau, die sehr freizügig damit umgeht. Und ich muss raleigh leider etwas wiedersprechen, nicht jede Frau bemüht sich um Diskretion - die eine oder andere meint halt, es wäre ihr gutes Recht (damit hat sie ja auch Recht), und Rücksicht nehmen bräuchte sie nicht (das finde ich nicht ok).

Ich habe kein Verständnis dafür, dass Frauen, die diskret stillen, "nichts" zeigen und keinen großen Akt daraus machen schief angeguckt werden. DAS ist für mich nämlich die natürlichste Sache der Welt, aber vermutlich vor allem deshalb, weil ich Frau und Stillmama bin.

Wenn beide Seiten rücksicht nehmen würden, wäre das vermutlich alles nur recht selten ein Problem. Wenn ich am Sonntag Morgen, Brunch-Zeit im Bistrot, Stillen wollte, habe ich halt die Kellnerin um eine ruhige Ecke gebeten. Und diese auch bekommen - alle waren glücklich, und mein Kleiner hat besser getrunken als mitten im Trubel. Wenn ich auf großen Veranstaltungen war, wo vielleicht auch der eine oder andere Gast nicht mehr ganz nüchtern und Herr seiner Zunge war (Weinfest z.B.) habe ich mich auch schon mal ins Rot-Kreuz-Zelt gesetzt. Weniger, um Mitmenschen zu schonen, sondern mehr, um Ruhe zu haben.

Ansonsten hat es sich bei uns in den Spielkreisen schnell rumgesprochen, welche Cafes nicht nur rauchfrei, sondern auch stillfreundlich sind. Wo eher derjenige, der meckert von der Kellnerin was zu hören bekommt ;-). Witzig war, an einem Samstag vormittag...Cafe vollbesetzt, wir mitten drin an einem Tisch (ruhige Ecke ging nicht). Ich war die erste, die angelegt hat. Nach und nach sah man an mehreren weiteren Tischen glückliche Babys und entspannte Mamas. Und gesagt hat keiner was.

Frauen, die sich wirklich um Diskretion bemühen fallen gar nicht groß auf, finde ich. Mir zumindest nicht ;-). Ich hatte immer noch die kleine Schwierigkeit der Stillhütchen - aber selbst das ging mit etwas Übung.

Wie gesagt, wenn beide Seiten Rücksicht nehmen und Verständnis füreinander zeigen sehe ich da kein Problem. Und so richtig negative Erfahrungen habe ich auch nicht gemacht, und ich habe eigentlich immer und überall gestillt - halt vor allem entsprechend meinem Bedürfnis nach Ruhe bzw. dem von meinem Kind.

Eher im Gegenteil, ich habe viele positive Erfahrungen gemacht, weil ich im Zweifelsfall einfach vorher gefragt habe. Abgelehnt wurde nie. Und es gab auch mal nette Angebote wie das Trauzimmer vom Standesamt (nach der Zeremonie ;-)).

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von raleigh 13.08.07 - 18:33 Uhr

Sehr schöner Text. Ja, ich gehe davon aus, dass die meisten Frauen ihre Brust nicht demonstrativ blankziehen. Jedoch hängt das ganz von ihrem Temperament und Körpergefühl ab.
Ich selber habe lustigerweise selten öffentlich gestillt - Körpergefühl, leicht ablenkbares Kind, dass fast nur im Liegen stillt. Umso mehr denke ich, dass das aber eigentlich nicht nötig sein sollte.

Letztendlich sieht man beim Stillen nicht viel, wenn man nicht gerade draufstarrt.

Was mich am Stillen meistens gehindert hat, war eben der Umstand extra loszutappeln und "ein stilles Eckchen" zu suchen.
Wie still muss das Eckchen sein? Anderer Raum? Etwas abgewandt? Was auch immer man tut, man kriegt das Gefühl, man tue etwas dessen man sich schämen müsste. Als würde man sich am Hintern kratzen, in der Nase popeln oder rülpsen.

Daher frage ich mich ernsthaft, wieviel Diskretion ist nun notwendig, wenn es den Gegenüber nur die Mühe kostet, den Blick für einen Moment in die andere Richtung zu drehen?

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