Fahrradhelm im Kindersitz?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von kleene0106 17.08.07 - 11:35 Uhr

Hallo,

ich habe mal eine Frage, die durchaus auch als Umfrage bezeichnet werden kann.:-)

Meine Tochter fährt bereits alleine Fahrrad und trägt selbstverständlich einen Fahrradhelm. Da mein Sohn noch kein Fahrradfahren kann, nehme ich ihn auf Radtouren immer im Fahrradsitz mit. Wir haben einen Römersitz, der eine hohe Rückenlehne und einen Seitenschutz hat. Auch mein Sohn trägt einen Fahrradhelm.
Nun unterhielt ich mich die Tage mit einer Freundin darüber und sie meinte gehört oder gelesen zu haben, dass es gar nicht so ganz ungefährlich sein kann, einem Kind im Fahrradsitz einen Helm aufzusetzen.
Sie begründete diese Vermutung damit, dass bei einer scharfen Bremsung, der Kopf des Kindes nach vorne und anschließend wieder nach hinten "geschleudert" wird. Da der Fahrradhelm ja normalerweise nicht platt am Kopf anliegt, sondern hinten etwas absteht, würde der Helm gegen die Rückenlehne prallen, was dafür sorgen könnte, dass der Helm in den Nacken gepresst wird und einen Genickbruch zur Folge haben könnte.

Wie seht ihr das oder wie handhabt ihr das?
Ich habe mal etwas gegoogelt, aber nur Informationen darüber bekommen, dass es ratsam ist, einem Kind im Fahrradsitz einen Helm aufzusetzen.

Jetzt interessiert mich eure Meinung dazu, eventuelle hilfreiche Links und natürlich wie ihr das bei euren Kindern macht und aus welchem Grund.


LG
Kleene

Beitrag von binnurich 17.08.07 - 11:42 Uhr

Bei uns nur mit Helm.
Kommt der Fahrradfahrer zu Fall- was auch ohne eigenes Verschulden passieren kann, kann auch so ein kleines Kinderköpfchen mal schnell auf die Bordsteinkante o. ä. aufprallen.

Scharfe Bremsungen, dass es den kopf vor und zurück wirft, kommen doch sicher ehrer bei hohem Tempo vor und das haben wir mit Kind nie wirklich.

Beitrag von lachiara 17.08.07 - 11:48 Uhr

Das sehe ich genau so. Kann mich also nur anschließen.

Beitrag von kleene0106 17.08.07 - 12:31 Uhr

Hallo,

danke schon mal für die Antworten.

Genauso sehe ich das auch. Zumal ich auch überlegt habe, ob es mit Kindersitz überhaupt möglich wäre, bei einer hoher Geschwindigkeit so stark zu bremsen OHNE umzufallen.#gruebel

Ich meine ein Rad ist ja schon schwer mit Kindersitz und Kind. Da kann es ja schon umfallen, wenn das Rad nur steht und man es nicht fest im Griff hat.

Wenn ich mir aber dann vorstelle, dass ich eine "Vollbremsung" machen würde, würde ich doch eher mit dem Rad ins straucheln kommen und umfallen, oder?


LG
Kleene

Beitrag von jamey 17.08.07 - 11:59 Uhr

die kindersitze sind so konzipiert dass ein helm aufgesetzt werden kann und soll.

Beitrag von elke77 17.08.07 - 12:33 Uhr

Anna hat auch immer einen Helm auf.
Einen Frontalaufprall mit dem Rad kann man nicht mit dem Auto vergleichen. Beim Rad wirst du wahrscheinlich durch die Gegend geschleudert, deshalb ist der Helm sinnvoll. Denn der Gurt beim Kindersitz (wir haben auch den Römer Jockey) ist ja nicht zu vergleichen mit dem Autositz-Gurt. Im Falle eines Falles stürzt das Kind mit - und dann ist der Helm Gold wert!

LG, Elke+Anna #blume

Beitrag von clami 17.08.07 - 14:16 Uhr

Es gibt Helme, die sind wirklich unbequem, weil sie hinten stark überstehen. Die sollte man dann nicht als "Mitfahrhelm" nehmen.

Ich fahre normalerweise sehr vorsichtig und riskiere nichts, mit Kind noch vorsichtiger. So eine starke Bremsung mit den Folgen kann ich mir gar nicht vorstellen.

Stell deine Frage doch mal im Elternforum der "BAG Kindersicherheit", dort gibt es Experten, die sich damit auskennen.
http://www.elternforum-kindersicherheit.de/index.php

Beitrag von kleene0106 17.08.07 - 16:39 Uhr

Hallo

und danke für den Link!!!:-)


LG
Kleene

Beitrag von clami 19.08.07 - 22:49 Uhr

schau auch mal im "Austauschforum" nach, da ist noch eine interessante Antwort von Frau Haase (Polizeihauptkommissarin).

Beitrag von lakeisha24301 17.08.07 - 14:18 Uhr

Hallo!

Wir fahren nur mit Helm! Ohne gibts keine Radtouren!

Lg Anna

Beitrag von entichen 18.08.07 - 00:11 Uhr

So ein Unsinn. Du bist doch nicht mit 100 Sachen unterwegs. Bei den normalen Geschwindigkeiten passiert kein Genickbruch.

Da wollte sich Deine Freundin wohl nur wichtig machen. Wichtig ist, darauf zu achten, dass der Helm richtig auf dem Kopf sitzt, aber das machst Du sicher.

Aber mal eine andere Frage:

Sagen wir mal Du fährst zwischen 10 und 12 km/h und Dein Sohn hat keinen Helm auf und Du musst scharf bremsen. Was glaubt Deine Freundin, wie sehr sich der Lütte verletzen kann, wenn sein Kopf ohne Aufprallschutz wieder nach hinten schnellt(Gehirnerschütterung, Beule, blaue Flecken usw.)?

Lg entichen

Beitrag von kleene0106 18.08.07 - 09:13 Uhr

Hi,

ich bin da ganz deiner Meinung. Mich hat es dann aber halt doch etwas stutzig gemacht, bzw. ich habe mir einfach ein paar Gedanken dazu gemacht. Als Mutter will man schließlich nur das Beste für seine Kinder.

Was mir dazu halt noch durch den Kopf ging, ist die Überlegung, ob es überhaupt möglich ist, mit Fahrradsitz und Kind so scharf zu bremsen OHNE dann umzufallen.#gruebel Das Gewicht lastet schließlich nur auf dem hinteren Teil des Fahrrades. Wenn ich nun bremse, würde der hintere Teil nicht ausbrechen beim bremsen?

Naja, wahrscheinlich haben wir alle recht und die Gefahr das etwas durch einen Sturz ohne Helm passiert, ist vermutlich höher, als dass man mal in die Situation kommt, so scharf bremsen zu müssen, dass halt andere Folgen in Betracht kommen.:-)


LG
Kleene