Und das nennt sich Oma?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von keimchen 19.08.07 - 20:02 Uhr

Hallo,

ich bin ein bisschen unglücklich mit der Mutter meines Freundes.
Sie und ich hatten nie das beste Verhältnis, von Anfang an nicht.

Aber ich habe, seit unser Sohn auf der Welt ist, nie etwas dagegen gehabt, dass sie ihn sieht, sie mit ihm spielt, wenn wir bei ihr oder sie bei uns zu Besuch war... im Gegenteil, auch wenn sie nicht der Traum von einer Schwiegermutter ist, ist sie ja die Oma, und sollte auch Kontakt zu ihrem einzigen Enkel haben.

Aber obwohl sie nur 2 Orte weiter wohnt, zeigt sie kaum Interesse an ihm.
Manchmal sieht sie ihn im Monat gerade einmal... mein Freund und sie telefonieren ab und an, aber wenn er nicht mal mit ihm hinfahren würde, würde es wohl noch seltener werden.

Es ist nicht so, dass sie sich nicht *kümmert*... nur ist das, was sie macht, nicht das, was ihrem Enkel gut tun würde.

Sie versorgt ihn mit Kleidung, die sie gebraucht von Arbeitskolleginnen kauft. Sie schenkt uns einmal im Monat ein Paket Windeln.
Das ist auch echt nett von ihr (auch wenn es nervt, dass wir das alles dann haarklein vorgerechnet bekommen, damit wir ganz genau wissen, wieviel Geld sie für ihr Enkelkind und damit auch für uns ausgibt), aber es gibt Dinge, die mir wichtiger wären.

Seit fast 4 Monaten redet sie davon, dass sie den Kleinen mal abholen möchte, ihn für ein paar Stunden mitnehmen und mit ihm spazieren gehen will.
Ganz abgesehen davon, dass sie ihn so selten sieht, dass Leon sie kaum kennt und sicher nicht so problemlos bei ihr bleiben würde, hat sie dieses Reden bisher nicht wahrgemacht.

Ihr Freund ist wichtiger.Ihr Freund, der Musiker ist, den sie fast jeden Tag sieht.
Ich habe sie einmal gefragt, ob sie Leon nicht am Wochenende mal nehmen möchte. Es war schönes Wetter, sie hätte mit ihm rausgehen können...
Antwort: Naja, am Samstag hat B. (Freund) frei, da wollen wir mit dem Motorrad weg. Und am Samstag hat er nen Auftritt... da muss ich mir noch überlegen, ob ich dort mit hingehe.
Tja, der Freund hat Vorrang... so wichtig sind Enkelkinder wohl nicht.

In 10 Monaten, die er nun alt ist, hat sie genau 1(!) Mal den Kinderwagen geschoben. Vom Auto zu einem Cafe... das war's.
Andere Omas sind da ganz wild drauf, hab ich gehört...

Für gestern hatte sie gesagt, sie wolle Leon am Vormittag abholen... das war am Donnerstag. Wegen der genauen Zeit wollte sie sich nochmal melden.
Ich hab dann öfter zu Leon gesagt "dann kommt deine Oma, und ihr geht spazieren".
Ende vom Lied: sie kam nicht. Es kam auch kein Anruf, keine Absage, keine Erklärung.

Ok, Leon ist noch klein, noch versteht er das nicht so.
Aber was ist später? Was ist, wenn sie das weiter so macht... dann wird er sich sicher darauf freuen, und furchtbar enttäuscht sein, wenn sie nicht kommt. :-(
Dann wird hier ein kleiner Junge stehen und fragen:"warum kommt Oma nicht? Sie hat es doch versprochen?"

Ich kann ihm ja dann schlecht sagen, dass seine Oma leider nur mit Geld und finanzieller Unterstützung dienen kann,sonst allerdings kein Interesse an ihm hat :-(

Wenn wir bei ihr sind, spielt sie mal 5 oder 10 Minuten mit ihm. Sobald er sabbert oder (oh Schreck) mal spuckt, dann haben wir ihn gleich wieder bei uns... als wäre er irgendwas ekliges :-(

Ich bin drauf und dran, zu sagen, dass sie gar nicht mehr ankommen braucht, dass sie sich ihr Geld und ihre Klamotten für den Kleinen in den A...llerwertesten schieben kann, wenn sie Leon nicht auch sonst eine gute Oma ist.

Meint ihr, ich übertreibe? Seh ich das zu eng?
Ich bin doch die Dumme, die ihrem Sohn später erklären muss, warum die Oma sich nicht kümmert. Am liebsten würde ich echt aufgeben und den Kontakt dann eben abreissen lassen... einfach, um dem Kleinen später die Enttäuschung zu ersparen.

Oder meint ihr, irgendwann kommt sie doch mal noch drauf, und kümmert sich um ihn?

Im Grunde wollt ich mir das nur mal von der Seele schreiben...

LG

Das Keimchen

Beitrag von carrie23 19.08.07 - 21:10 Uhr

Wenn das wirklich alles so stimmt was du schreibst würde ich den Kontakt auf ein minimum beschränken, denn wie du richtig schreibst er wird größer und dann furchtbar enttäuscht sein vom desinteresse seiner Oma.

Rede mit ihr und sag ihr klipp und klar entweder ganz oder gar nicht, wenn es dann nicht besser wird weist du was du zu tun hast und was für deinen süßen am besten ist.

lg carrie

Beitrag von liesschen_1980 19.08.07 - 21:15 Uhr

Hallo,
ich kenn sowas.
Meine Mutter ist genauso.....
Ihr Mann (die Ehe läuft meiner meinung total beschissen, beide saufen, wenn sie streiten und das ist nicht gerade wenig! Meine Mutter ist dem A*** anscheind hörig. Er ist ein in die Jahre gekommener alternder Callboy und liebt nur sich und seine Autos!) ist auch wichtiger. An meinem geburtstag sind sie lieber zu den Autos gefahren, um die zu putzen.....
Und wenn wir mit der Familie den Geburtstag unseres Sohnes feiern wollen (wir haben echt nur eine ganz ganz kleine Familie), dann "kann" sie da nicht. Weil ihr Mann eh nicht mitkommt und hier auch nicht mehr gern gesehen ist (nach einem Anruf, ich solle meine besoffene Mutter gefälligst zu mir holen, sonst ruft er die Polizei...) und weil sie die Trennung von meinem Vater von vor 14 Jahren noch nicht überwunden hat.
Bis vor zwei Wochen wusste sie weder wie der erste Name ihres Enkel geschrieben wird, noch wie der Zweite.
Und ihr Enkel wird Ende des Monats ZWEI!
Ihn hat sie übrigens während der ganzen Zeit auch nur ca. 6x gesehen. Das letzte Mal wollte sie nicht vorbeikommen, weil ihr HECKscheibenwischer nicht funktioniert hat. Wäre die Bremse kaputt hätt ichs ja verstanden #kratz Ohne Worte.
dann regt sie sich auf, weil die Frau meines Vaters auch die "Oma" ist. Tja, DIESE Oma kümmert sich wenigstens! Da wird bei jedem Anruf gefragt, wies dem Kleinen geht und dass er geknuddelt werden soll. Meine Mutter fragt nur, ob wir ihr ne Stange Zigaretten besorgen können...
Aber angeblich würde es ihr ja sooo weh tun, wenn der Kontakt abbräche. Welcher Kontakt????????
Soviel zu "der lieben Familie", bzw. den lieben Omas...
Wir reihen uns ein.
Und auch mir tats jetzt gut, dass mal aufzuschreiben ;-)
Mir tuts am meisten für die Kinder weh. Soviel Desinteresse von der eigenen (engsten!) Verwandschaft ist echt traurig.
Aber ich glaube, vielleicht nehmen wir das auch nur zu persönlich. unsere Kinder kennen es ja nicht anders. ich meine, solche Omas werden noch früh genug "bestraft". ich glaube nicht, dass sich da jemals ein liebevolles Verhältnis entwickeln kann/wird.
Ich glaube auch nicht, dass man manche Leute in dem Zusammenhang überhaupt noch ändern kann. Da müssten sie schon selbst drauf kommen. Und das kann dauern... oder?
LG und alles Gute, Anne






Beitrag von carrie23 19.08.07 - 21:18 Uhr

Das tut mir echt leid mit deiner Mutter, wie hältst du das aus?
Also zumindest sollte man den Namen seines Enkels schreiben können und zu fragen wie gehts ihm was macht er ist doch nun wirklich nicht schwer.

Wenigstens hat er noch eine Oma die sich kümmert und ihn anscheinend sehr lieb hat, da sieht man aber wieder das es nicht immer die Schwiegermütter sind.

lg carrie

Beitrag von liesschen_1980 19.08.07 - 21:22 Uhr

Ja, es macht mich echt fertig.
Manchmal denke ich, sie wäre der selbe lieben Mensch geblieben, hätte sie diesen Mann nicht geheiratet.

Danke für Dein Interesse.
LG Anne

Beitrag von carrie23 19.08.07 - 21:24 Uhr

Kein Thema, ich les mir hier oft die Schwiegermutter Beiträge durch, aber selten ist es die eigene Mutter mit der man solche Probleme hat.

Wer weis vielleicht wäre sie der liebe Mensch geblieben, hat sie schon vorher getrunken oder erst seit sie mit diesem Menschen zusammen ist?

Vielleicht ist es einfach der Alkohol weswegen sie sich derart verändert hat.

lg carrie

Beitrag von liesschen_1980 19.08.07 - 21:38 Uhr

Also wenn man sie fragt, sagt sei, sie würde nie trinken, "einer müsse ja schliesslich nüchtern bleiben", naja, wenn sie sowas in Telefon (in den wenigen Momenten, wo man doch mal telefoniert) lallt, spare ich mir alles andere.
Hilfe will sie nicht, weil sie ja kein Problem hat.
Mehr kann ich nicht machen. Zumindest kann ich sie ja nirgendwo zur Therapie bringen. (Falls Du einen Tip für mich hast, gerne her damit!!)
Und ich hab mir schon genug Gedanken gemacht.
Man stumpft innerlich ab und irgendwann hat sich für mich das Thema Mutter erledigt. Lange halt ich das nicht mehr aus.
Oh, was könnte ich noch für Geschichten bringen...
Ist schon echt zum Kopfschütteln, wie sich so viele (Schwieger-)Mütter verhalten. Lese auch oft still mit. Man möchte sie am liebsten Schütteln und sagen "Aufwachen!".
LG Anne


Beitrag von carrie23 19.08.07 - 21:46 Uhr

Tipp hab ich leider keinen für dich, ich kann nur für dich hoffen das sie sich ändert.
Wird sie aber wahrscheinlich nicht wenn sie das Problem nicht anerkennt.
Ist ihr nicht klar das sie die schönsten Momente im Leben ihres Enkels dadurch verpasst?

Ich hoffe das es besser wird für dich und dein Kind, denn es ist ja deine Mutter und du fühlst dich wahrscheinlich dadurch auch an sie gebunden.

Wünsch dir alles Liebe und viel Kraft
lg Carrie

Beitrag von liesschen_1980 19.08.07 - 21:49 Uhr

Danke!

Beitrag von zottel 19.08.07 - 22:41 Uhr

Hallo,
Also erst einmal habt ihr sie gefragt ob sie Oma werden will?
Da setzen die Kinder ( nicht im Sinne von zu jung) Kinder in die Welt und sind dann der Meinung jede Oma oder Opa muß so sein wie sie es sich wünschen. Omas haben gefälligst ihr Leben aufzugeben und Omas zu sein , schließlich gehört es sich ja so das Oma nichts anderes mehr will als ihre Enkel zu vergöttern.
Im Gegenzug sagen gerne junge Mütter , ist doch Klasse das ich meine Kinder so früh bekommen habe habe ich später noch was vom Leben, kann reisen und Dinge machen die mit kleinen Kiddis nicht gehen. Aber die werden dann Oma und wider nix und wenn sich das Recht doch rausnehmen sind sie Omas die sich nicht Oma nennen dürfen.
Ich bin relativ alt Mutter geworden aber ich bin auch nicht über jedes spuckende Baby in entzückung gereaten, habe Patenschaften abgelehnt weil ich keinen Bezug zu Kinder aufbauen wollte . Und das akzeptiere ich heute für meinen Sohn genauso .
Es gibt Menschen denen ihr Leben ein Stück wichtiger ist als das der anderen und das darf auch so sein .
Ach wenns immer heißt Blut ist Dicker als Wasser ich kann niemanden zwingen mein Kind um sich haben zu wollen, aber den Kontakt deswegen abbrechen warum.
Meine Schwester ist auch eine Gebeschwester sie schickt in aller regelmäßigkeit Geld für Aaron aber sich für ihn bzw seine Entwicklung interesieren, nein das tut sie nicht.
Muß sie aber auch nicht sie wollte das Kind nicht sondern ich, dennoch halten wir kONTAKT SIE TUT DEM kIND JA NICHTS SCHLIMMES AN . Ich nehme sie so wie sie ist denn sie ist meine Schwester und zwinge sie nicht in die Schiene Tante.
Meine andere Schwester das gegenteil sie liebt den Kontakt zum Kind...genauso gut
ind diesem Sinne
MfG
Zottel

Beitrag von keimchen 19.08.07 - 22:55 Uhr

Hallo...

und danke für deine Antwort.

Weisst du, ich erwarte und verlange ja nicht, dass sie ihr Leben umkrempelt und einen auf Vollzeit-Oma macht.

Nur, wenn sie schon Versprechungen macht... und "ich hole ihn Samstag vormittag ab" fällt für mich in diese Kategorie... dann erwarte ich zumindest, dass sie sich daran hält.

Denn, wie gesagt, jetzt ist Leon noch klein. Aber er wird älter, er wird irgendwann verstehen, dass Oma gesagt hat, sie kommt, und dann doch nicht aufgetaucht ist.

Dann soll sie doch wenigstens ehrlich sein, sagen, dass ihr Enkel sie nicht interessiert oder sie Kinder nicht mag oder sonstwas. Da hat man dann was, worauf man sich einstellen kann.

Ich hoffe, du verstehst, was ich meine? Ich will nicht, dass sie Leon enttäuscht... nicht so. Nicht mit voller Absicht...

Übrigens: nein, wir haben nicht gefragt, ob sie Oma werden will. Wir hatten nicht mal vor, Eltern zu werden. Aber nach dem ersten Schreck haben wir uns gefreut, und sie erzählte immer, dass sie sich auch freut.
Bei Bekannten und Kollegen redet sie immer davon, dass sie einen Buggy kaufen will, um mit ihrem Enkel spazieren zu gehen. Dass sie sich einen eigenen Kindersitz kaufen will, um ihn mal abzuholen. Dass er, wenn er nachts nicht mehr gestillt wird, bei ihr auch mal übernachten soll. Dass sie mal Spielzeug besorgt, damit was da ist, wenn er bei ihr ist... da macht sie einen auf Super-Oma, wahrscheinlich, um denen zu zeigen, wie toll sie doch ist.

Das wäre alles nicht nötig... ich erwarte nicht, dass sie die perfekte Vorzeige- Oma mimt. Ich erwarte nur, dass sie wenigstens ehrlich ist... und wenn kein Interesse da ist, soll sie eben auch keins vorspielen.
Jetzt bin ich enttäuscht, in ein paar Jahren ist es mein Sohn... das muss doch nicht sein.

Oje, das ist jetzt länger geworden als beabsichtigt #hicks

LG

Das Keimchen

Beitrag von zottel 19.08.07 - 23:37 Uhr

Hallo,
kann ruhig lang werden ich kann schnell lesen.
Auch wenn ich dir jetzt geantworet habe ging es mir gar nicht um deine persönliche Situation, sondern rein um die Überschrift.
Mag ja sein das eure Oma ein schlechter Mensch ist, unzuverlässig,charakterlos und eine Lügnerin. Ich kenne sie ja nicht.
Aber du kennst sie also geh damit um sag deinem Sohn nicht Oma kommt . Wenn sie da ist ist sie da fertig

In deinem Ausgangsthreat hörte sich das einfach so an als ob sie sich nur um ihren Lotterfreund den Musiker kümmert...ist aber ihr Recht .
Du bist nicht dafür da um den Moralapostel zu spielen
Und auch Frauen über 40 dürfen ein leichtes Leben führen und Künstler lieben
Das hatte einfach einen extremen negativ Touch frei nach sie denkt nur an sich und nicht an das beste was es gibt nämlich meinen Sohn , der für dich natürlich das Beste, wichtigste, das Universum ist.
Ich weiß das ich habe auch so einen.
Und als Oma darf man gar nicht ehrlich sein , da muß man seinen Enkel vergöttern alles andere ist gegen die Norm

Nimm es einfach wie es ist rechne nicht mit ihr und gut.
MfG Zottel

Beitrag von bambolina 19.08.07 - 22:58 Uhr

Absolut Daumen hoch #freu

lg bambolina

deren Kinder eine Traum-Oma haben und eine, die sie kaum kennen...

Beitrag von zottel 19.08.07 - 23:42 Uhr

Hallo,
Wir haben auch eine Traumoma aber ich wäre keine, denn ich bin ja jetzt mit eigenem kleinem Kind noch immer egoistisch aber deswegen kein schlechter Mensch
MfG
Zottel

Beitrag von bambolina 20.08.07 - 00:23 Uhr

Hallo Zottel,

wenn dein Kleines Kind mal groß genug ist, wirst du sicher anderst drüber denken...

Meine Mutter lebt mir vor, wie toll es ist - für meine Kinder - eine Oma zu haben und ich werde das meinen Enkelkindern weitergeben (sofern gewollt) und wenn ich morgen Oma werden würde ;-)

lg bambolina

Beitrag von bambolina 20.08.07 - 00:24 Uhr

Nachtrag :-)

Ein schlechter Mensch ist man sicher nicht - jeder soll sein Leben leben wie er möchte - deshalb auch mein #pro zu deinem Posting. Aber leben wollte ich so nie...

Beitrag von twokid83 20.08.07 - 09:03 Uhr

Ehrlich??

Sei froh das es überhaupt was gibt, unser Sohn ist da weit schlimmer dran, sein OPA will nicht, dass er so genannt wird, sagt auch vor seinen Geschwistern er wäre kein Opa. Gesehen hat er den Kleinen 3x innerhalb 1 Jahr. Zu Festen Geb. etc. kommt keiner, Geschenke gibt es auch nicht (nicht mal zur Taufe). Angerufen wird alle Jubelwochen mal.

Lg Jule,

die froh ist, das wenigstens ihre Familie sich für die Kids interessiert

Beitrag von manavgat 20.08.07 - 10:20 Uhr

Du siehst da was falsch!

Nicht sie nennt sich Oma, sondern Du versuchst ihr ein Etikett anzukleben, dass sie gefälligst so Oma zu sein hat, wie es Dir! passt.

Sie ist noch nicht alt und grau, sondern hat noch ein (auch Sex-)leben und geht nicht darin auf, sich um ein Enkelkind zu kümmern. Na und?

Ich denke, wir müssen uns daran gewöhnen, dass die Älteren(insbesondere auch die Frauen) länger aktiv und vital sind und uns daher nicht mehr als wie gewohnt als treusorgende Omas (die keinen anderen Lebensinhalt haben) zur Verfügung stehen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von keimchen 20.08.07 - 11:44 Uhr

Hallo,

ich glaube, du hast mich zum Teil auch falsch verstanden.

Ich finde es traurig, dass sie so wenig Interesse an ihrem Enkel zeigt, und würde mir wünschen, es wäre anders.
Ist es aber nicht, und mit der Tatsache muss und KANN ich leben...

Womit ich mich nicht anfreunden kann, ist, dass sie vor anderen als Super- Oma dastehen will.
DAss sie Freunden, Kollegen, Nachbarn erzählt "Ich kauf extra nen Kindersitz, um ihn abzuholen. Ich kauf extra nen Buggy, damit wir spazierengehen können..." usw usw...
Womit ich mich nicht anfreunden kann ist, dass sie Versprechen macht (im Moment uns, später sicher auch dem Kleinen gegenüber), die sie nicht hält.
Sie redet seit 4 Monaten... und es kommt NICHTS.

Dann soll sie doch ehrlich sein und sagen "ich will nicht", oder "ich kann mit Babies nicht umgehen" oder irgend sowas... dann wäre es auch ok.

LG

Das Keimchen

Beitrag von cinderella2008 20.08.07 - 10:46 Uhr

Ja, Du übertreibst. Es ist in erster Linie mal Dein Kind. Die Oma hat sicherlich nicht drum gebeten, zur Oma gemacht zu werden. Wie ich Deinem Text entnehme, ist die Oma auch noch nicht sehr alt, hat eigene Interessen, ihr eigenes Leben. Sie hat ein Kind (oder mehrere?) großgezogen und möchte nun ihr Leben genießen. Vielleicht hat sie derzeit einfach keine Lust darauf, sich mit kleinen Kindern ausgiebig zu beschäftigen und das Enkelkind "aufgedrückt" zu bekommen. Auch eine "Oma" hat ein Recht auf ihr Leben, Du lebst doch Deines auch so, wie es Dir gefällt.

Freu Dich, dass die Oma sich finanziell um ihren Enkel kümmert(Windeln, Klamotten). Wenn ihr der Enkel egal wäre, würde sie das nicht tun. Mancher würde sich drüber freuen. Wenn Du es nicht tust, dann sag es Deiner Schwiegermutter einfach. Klare Worte sind oft besser als alles andere.

Schwiegermütter können es machen wie sie wollen. Sie machen es immer verkehrt. Wie oft liest man hier von Schwiegermüttern, die sich "in alles einmischen", "alles besser wissen", das Enkelkinde "am liebesten für sich hätten" und dann den Aufschrei: Ich bin doch die Mutter und habe das Sagen!

Nun, Deine Schwiegermutter ist anders, sie hält sich zurück. Sie wird wissen, warum.

Aber wie man sieht, auch das ist falsch!

Beitrag von keimchen 20.08.07 - 11:50 Uhr

Hallo..

verstehen mich denn nur alle falsch?

Wenn sie sich nicht kümmern möchte, ist das ja ok...
aber dann soll sie es doch, bitte, nicht ständig versprechen.
Dann soll sie doch, bitte, ehrlich sein und sagen:mehr als Geld kann mein Enkel von mir nicht erwarten.
Statt 4Monate lang davon zu reden, dass sie ihn mal abholt, mit ihm spazieren geht, dass er mal vormittags ein paar Stunden bei ihr verbringt.
Dann soll sie sich vor anderen nicht groß- tun mit Aussagen wie:"Ich kaufe extra einen Buggy und einen Kindersitz... weil, das brauch ich ja, wenn er mal bei mir ist... usw usw usw"

DAS ist es, was mich so stört und wütend macht... denn später sind nicht mehr nur wir enttäuscht von leeren Versprechungen, dann trifft die Enttäuschung meinen Sohn.

Und das muss doch nciht sein, oder?

LG

Das Keimchen

Beitrag von wuschel63 20.08.07 - 11:35 Uhr

Hallo,

ich weiß nicht, was von den Omas hier immer erwartet wird? Bedeutet Oma sein, dass man nun kein eigenes Leben mehr hat und nur für die Enkel da ist.
Deine SM hat ihre Kinder groß gezogen und ist jetzt sicher froh, auch wieder ihr eigenes Leben leben zu können.
Wenn ihr euer Sohn nichts bedeuten würde, dann würde sie sich bestimmt nicht um Klamotten und Windeln bemühen.
Meine Schwiegermutter wohnt nur um die Ecke. Aber ich würde nie auf die Idee kommen, zu erwarten, dass sie jetzt mit meinem Kind spazieren geht o. ä. Sie fragt ab und an mal per Telefon oder Mail, wie es ihr geht. Und ich muss sagen, mir reicht das. Obwohl wir bestimmt ein gutes Verhältnis haben. Besser als eine Oma, die jeden Tag vor der Tür steht. Das würde mir garantiert nicht gefallen.

LG Manu

Beitrag von keimchen 20.08.07 - 11:53 Uhr

"Aber ich würde nie auf die Idee kommen, zu erwarten, dass sie jetzt mit meinem Kind spazieren geht o. ä"

Hallo,...
ich erwarte nicht, dass sie mit Leon spazieren geht. Ich erwarte nicht, dass sie ihn abholt.
Ich ERWARTE und VERLANGE nichts davon... alles, was ich wirklich erwarte, und was in meinen Augen eigentlich selbstverständlich ist, ist folgendes:

Sie soll sich an Versprechen und Zusagen, die sie macht, auch halten. Und wenn sie das nicht will oder kann, dann soll sie es offen sagen, und nichts versprechen, was am Ende nie passiert.

Ist das denn wirklich zuviel verlangt?

LG

DAs Keimchen

Beitrag von wuschel63 21.08.07 - 13:41 Uhr

Hallo,

nein, das ist sicher nicht zuviel verlangt, dass sie ihre Versprechen hält.
Da stimme ich dir zu. Wenn ich etwas verspreche, dann halte ich das auch. Ist eigentlich selbstverständlich. Es sei denn, es kommt etwas wirklich Wichtiges, Unvorhersehbares dazwischen und dann sag ich wenigstens Bescheid.

Ich habe vor 8 Wochen auch einen Enkel bekommen. Was soll ich sagen, ich fühl mich nicht als Oma. Was vermutlich auch daran liegt, dass ich selbst vor ein paar Monaten noch eine Tochter bekommen habe. Keine Ahnung, wie man sich als Oma verhalten soll. Denn wie du an den verschiedenen Postings siehst, kann man es nicht recht machen. Entweder kümmern sich die Omas gar nicht oder zuviel.

Meine Jüngste kennt ihre Großeltern auch kaum. Die haben auch nur mit sich selbst zu tun. Aber was solls, man kann niemanden zwingen. Sie warten drauf, dass sie älter ist.

Vielleicht kann deine SM mit ihrem Enkel auch mehr anfangen, wenn er älter ist.

Sorry, nun ist die Antwort wohl etwas lang geworden.

LG Manu

Beitrag von thorstine 20.08.07 - 12:49 Uhr

Jajaja...so ein aus der Art geschlagenes "OMA" Exemplar haben wir auch ! Genau wie bei Euch, handelt es sich bei der Dame um die Mutter meines Mannes.
Unser Mia ist mittlerweile 3 Jahre alt und diese Dame (wohnt ca. 15min Autofahrt entfernt) hat unsere Tochter nur zu den jeweiligen Gburtstagen, Weihnachten und Ostern gesehen. Die Dame hat noch NIE den damaligen Kinderwagen mit Mia geschoben, sie hat noch NIE etwas mit ihr unternommen, sie ruft ganz selten an (wohl um ihr Gewissen zu beruhigen), sie telefoniert nie mit Mia, sie hat sie noch nie ausser der Reihe gesehen. Und wenn die Dame dann da ist, macht sie so eine Schau um die Kleine....das es ech schon eine Schmierenkomödie ist. Aber leider scheint das bei dieser Dame Gang und Gebe zu sein, denn mit ihrem anderen Sohn spricht sie auch gar kein WOrt mehr und mit meinem Mann so sporadisch. Noch ein gutes Beispiel: Wir bauen derzeit (seit Juni) und diese Frau hat sich noch nicht EINMAL das Haus ihres SOhnes angesehen.
SO....jetzt sagt es mir: Die Dame hat doch wohl echt einen Knall, oder ?
Lustig ist es auch immer, wenn Mia absolut nicht weiss, wer sie ist und wie sie heisst....DIe Dame guckt dann immer ganz hektisch, weil es ihr so peinlich ist...

Liebe Grüsse von Thorstine, der diese Dame echt am Buckel runter rutschen kann :-)

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