ich soll unfallflucht begangen haben

Archiv des urbia-Forums Allgemeines.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Allgemeines

Aktuelles und Zeitloses rund um das (Familien-) Leben im Allgemeinen. Auch gesellschaftliche Themen sind in dieser Rubrik willkommen. Alles rund um den Internet-Handel, Versand etc. gehört in das Forum "Internet & Einkaufen".

Beitrag von yvonnes 21.08.07 - 15:09 Uhr

Hallo,
Ich soll beim Aussteigen ein anderes Fahrzeug beschädigt haben. Dafür gibt es mehrere Zeugen. Der Schaden beträgt 159€. Die Fahrzeugbesitzerin hat ausgesagt, sie hätte mir zugerufen und ich sei einfach achselzuckend weitergegangen. Alle Zeugen bestätigen das. Ich habe aber nicht bemerkt, dass ich diesen Schaden verursacht haben soll. Nun werde ich der Unfallflucht beschuldigt.
Weiß jemand einen Rat?

Beitrag von miau2 21.08.07 - 15:11 Uhr

Hi,
such Dir einen Anwalt, der sich damit auskennt. Hast Du eine Rechtschutzversicherung? Dann frag an, ob die das übernehmen.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von sonnenstrahl1 21.08.07 - 15:14 Uhr

Anwalt

Beitrag von verzweifelte04 21.08.07 - 15:37 Uhr

hallo!

also wer sich vom unfallort entfernt beginnt fahrerflucht. dass du es nicht gemerkt hast, dass du beim aussteigen das auto beschädigt hast, find ich komisch.. also würd ich mal sagen, du hast es nicht beschädigt..

setzt dich umgehend mit deiner haftpflichtversicherung in verbindung..
wart ihr bei der polizei, oder wer beschuldigt dich? ..sind die zeugen unabhängige personen oder verwandte..( hab ja schon vieles gesehen und gehört...)

lg

Beitrag von yvonnes 21.08.07 - 15:58 Uhr

Das geschädigte Auto ist ein Porsche Cabriolet. Die geringe Summe des Schadens weist erstmal auf einen Kratzer hin. Wir wohnen in einer Großstadt und ich hatte sehr eng geparkt und bin deshalb sehr vorsichtig ausgestiegen. Wenn der Schaden von mir ist, habe ich es echt nicht bemerkt. Die Zeugen sagen aus, sie hätten auf große Entfernung gesehen, dass meine Tüt den Porsche berührt hat. Allerdings machten sie falsche Aussagen zu meinem PKW, obwohl das Kennzeichen stimmt.

Beitrag von katja.philipp 21.08.07 - 16:53 Uhr

Also mal ehrlich, für den Preis schaut keine Porschewerkstatt das Auto auch nur an, um es mal überspitzt zu sagen. Das kann also nur miniminimal sein. Wenn überhaupt. Und das kann leicht unbemerkt geschehen!

Schulterzuckend davon laufen, sein Auto (und das ist ja wegen des Kennzeichens wie ein Personalausweis) am "Unfallort" zurücklassen, das alles, obwohl man Zeugen wahrnimmt?

Ich finde das schon seltsam...

Beitrag von wind_sonne_wellen 21.08.07 - 21:24 Uhr

Hallo!
Wenn das so war, müssten ja Lackspuren von deinem Auto an dem Porsche sein. Sowas kann ein Sachverständiger zweifelsfrei feststellen. Ich würde auch zu einem Rechtsanwalt gehen.
LG Petra

Beitrag von nick71 22.08.07 - 08:06 Uhr

Das Problem ist nur, dass für so einen Bagatellschaden keine Versicherung einen Sachverständigen beauftragen wird. Gesetzt den Fall, der Schaden bewegt sich wirklich in der Höhe von unter 200 Euro...ein Gutachter kostet sicher 500.

Beitrag von wind_sonne_wellen 22.08.07 - 11:44 Uhr

Das mit der Bagatelle ist richtig - den Sachverständigen muss man selber beauftragen um etwas in der Hand zu haben. 500 Euro kostet das mit Sicherheit bei weitem nicht, denn das richtet sich auch nach der Schadenshöhe.
LG Petra

Beitrag von manavgat 21.08.07 - 17:20 Uhr

Fachanwalt für Verkehrsrecht aufsuchen.

Ich hatte auch so was. Hat 1 Jahr gedauert, alle Zeugen haben sich widersprochen. Der Staatsanwalt hat es nach 1! Jahr erst eingestellt. Anwaltskosten beliefen sich auf ca. 700 Euro (hat meine Rechtschutz bezahlt).

Das Problem ist: bei Fahrerflucht gibt es Führerscheinentzug.

Gruß

Manavgat

Beitrag von yvonnes 22.08.07 - 10:56 Uhr

Wonach richten sich die Anwaltskosten? Nach dem Streitwert also Schadenswert also die 159€ oder nach der zu erwartenden Geldstrafe? Ich bin nämlich nicht rechtsschutzvers. aber ganz eventuell (da ich nicht verheiratet bin und noch Studentin) über meinen Vater. Ich beende gerade mein Studium u möchte eventuell in den öffentlichen Dienst oder sogar irgendwan mal verbeamtet werden. Eine Vorstrafe wäre da sehr schlecht! Macht man da keinen Unterschied, ob jemand überfahren wird u es wird geflüchtet oder man hat (falls ich es war) einen derart geringen Sachschaden verursacht? Ich wusste erst gar nicht, wie mir geschieht!!

Beitrag von manavgat 22.08.07 - 11:17 Uhr

Du kannst bei einem Anwalt fragen, was es kostet, bevor Du das Mandat vergibst.

ich bin keine Anwältin und kann Dir deshalb auch nicht sagen, was da einen Unterschied macht.

Bei mir war es auch nur Sachschaden.

Gruß

Manavgat

Beitrag von bezzi 21.08.07 - 21:25 Uhr

Hast Du denn bemerkt, dass Dir jemand was zugerufen hat und bist Du schulterzuckend weitergelaufen ?

Dann könnte Fahrerflucht vorliegen (incl. Führerscheinentzug)

Wenn nicht, warum gibt es dann Zeugen ?

Beitrag von heikeundleon 22.08.07 - 10:42 Uhr

Wenn Du weder bemerkt hast, mit der Tür angestoßen zu sein, kein Rufen gehört und die Angaben zu Deinem Fahrzeug nicht stimmen, möchte der Porsche-Fahrer vielleicht seinen Kratzer von einem willkürlichen ausgewählten Fremden bezahlt haben??? Da fallen mir auch nur Rechtsschutz und Anwalt ein.

Gruß

Heike