Umckaloabo - Abwehrstärkung - Langzeittherapie

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von zwerg76 22.08.07 - 09:47 Uhr

Hallo zusammen,

ich finde diese Tropfen Klasse, nehme sie wenn bei mir eine Erkältung am kommen ist oder auch wenn um mich herum viele Krank sind und es wirkt bei mir supergut. Allerdings muß ich dazu sagen, dass ich auch Bekannte haben, da nützt es wenig, also glaube ich, das es von Mensch zu Mensch verschieden ist. Jendenfalls bei uns wirkts.

Das Präparat ist ja auch für Kinder ab 1 Jahr. Mein Sohn wird bald 4. Ich gebe ihm die Tropfen seit ca. einem Jahr ebenfalls in den selben Situationen wie oben bei mir beschrieben.

Normalerweise steht über eine Langzeittherapie nichts im Beipackzettel, deshalb habe ich vor kurzem hier ein Posting gestellt, indem ich durch das Forum nach anderen abwehrstärkenden Mitteln für Kinder gesucht habe. Allerdings ist mir das Umckaloabo nicht aus dem Kopf gegangen. Darum bin ich auf die Umckaloaboseite gegangen und ein Kontaktformular meine Anfrage gestellt und möche Euch die Anwort von einem Dr. Amnor Gildor von Spitzner Arzneimittel (Hersteller) nicht vorenthalten.

Gleichermaßen hätte ich gern Eure Meinungen gehört. #gruebel #kratz

Hier der Textausschnitt der Mail:

Für Ihre Anfrage und Ihr Interesse an Umckaloabo bedanken wir uns bei Ihnen ganz herzlich.

Die Therapie mit Umckaloabo nach oder während ein entzündlichen Prozesse in den Atemwegen ist gut und sinnvoll. Umckaloabo eignet sich wegen seiner extrem niedrigen Nebenwirkungsraten hervorragend für die Langzeittherapie. Es gibt praktisch keine Einschränkung bezüglich des Medikationsdauer von Umkaloabo bei Kindern auch in bei eine profilaktische Therapie. Es entwickeln sich weder Resistenz, Gewöhnung oder Sucht noch sind Nebenwirkungen bekannt, die von der Dauer der Behandlung abhängig sind. Die empfohlene Dosierung beträgt bei Kindern unter 5 Jahren 5 Tropfen 3mal täglich. Leider ist die Einmalgabe nicht effektiv.

#danke und Grüße, Zwerg76 mit Marvin 1.10.2003

Beitrag von janna07 22.08.07 - 10:14 Uhr

Hm, ich hab auch schon weniger gutes zu den Tropfen gehört und gelesen. Zum einen sind sie total überteuert zum anderen steht z. B. im Arznei-Telegramm:

* Ein Nutzen des Pelargonium-Extrakts UMCKALOABO, der als "pflanzliches Antibiotikum" insbesondere bei Atemwegsinfektionen angeboten und beworben wird, ist nicht nachgewiesen.
* "Pflanzlich" bedeutet nicht harmlos: In dem Extrakt enthaltene Kumarine bergen ein Blutungsrisiko. Außerdem wird Kindern mit dem überflüssigen Mittel 12%iger Alkohol zugeführt.

Quelle: http://www.arznei-telegramm.de/zeit/0303_a.php3

Außerdem sollte man nicht unbedingt zur Selbstmedikation greifen, da es durchaus zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen kann.

http://www.arznei-telegramm.de/zeit/0604_a.php3?knr=

Liebe Grüße
Janna

Beitrag von zwerg76 22.08.07 - 10:38 Uhr

Hallo Janna,

danke für Dein Posting zu meinem Artikel. Ich finde es immer wieder komisch welche Unterschiedlichen Meinungen - unter Arzten und Apothekern kursieren. Ich habe auch schon viel gehört. Dabei eigentlich bei Umckaloabo eher positiv, deshalb wundern oder erstaunen mich die Meldungen im Arznei-Telegramm.

Ich nehme die Tropfen auf anraten zweier Ärzte die ich nach abwehrsteigernden Mitteln für Kinder gefragt habe. Beide unabhängig voneinander haben mir das Umckaloabo als einzigstes Mittel mit klinisch bzw. wissentschaftlich erbrobter Wirksamkeit genannt. Der eine sagte sogar das es neben den herkömmlichen wie Echinaceopräparaten etc. das Einzigste ist, was in einer Langzeitstudie an Normalos und auch an Sportlern getestet wurde.....

Bin jetzt noch verwirrter als vorher #kratz und werde die Contras beim nächsten Besuch vorlegen, mal schauen was er sagt.

Trotzdem vielen #danke Grüße Zwerg76 #blume

Beitrag von janna07 22.08.07 - 10:51 Uhr

:-) Es ist wichtig bei allem immer kritisch zu bleiben.

In der Pharmaindustrie wird enorm viel Kohle umgesetzt und die verkaufen einem so ziemlich alles. Wenn man mal guckt, dann hat Umckaloabo echt einen ganz schön stolzen Preis - vor allem, wenn man bedenkt, dass der Nutzen nie bewiesen wurde.

Bei Anflug einer Erkältung empfehle ich immer Vitamin C und Zink zu nehmen. Damit kann man eigentlich nicht wirklich was verkehrt machen, man kriegt beides ziemlich günstig und beides ist wichtig fürs Immunsystem. :-)

Beitrag von fresh.momma 22.08.07 - 13:16 Uhr

Hallo zwerg26,

Also wir nehmen auch Umkaloabo, alle!
Und wir sind überzeugt davon!

Bevor wir uns einen Infekt einfangen, der dann mit irgendwelchen Hustensäften, Nasen-, Augen-und Ohrentropfen, oder gar Antibiotika oder Cortison behandelt werden muss nehmen wir lieber Umkaloabo.

Ich habe das schon gut abgewägt.

Die Pharmaindustrie ist mir sowieso suspekt. Dass einige Ärzte nicht viel davon halten und dass Dr. Gildor natürlich ein nicht ganz objektiver Fürspecher ist, liegt ja auf der Hand.

Wenn es Deiner Familie hilft, ist das doch einfach nur toll.

#klee und Gruss von fresh.momma mit Cécile 08.03.2004

Beitrag von charly76 22.08.07 - 20:20 Uhr

y 7Hallo,

ich kann von Umckaloabo nur abraten!!! Im letzten Jahr im April war ich mit meiner damals knapp 2-jährigen Tochter im Krankenhaus wegen einer akuten Leberentzündung mit wahnsinnig hohen Transaminasen (Leberwerten). Die Ursache wissen wir bis heute nicht (sämtliche Tests auf Hepatits A,B,C, E oder bekannten bakteriellen Ursachen wurden gemacht) und diese hohen Werte gingen zum Glück auch innerhalb von ca. 2-3 Monaten wieder zurück.
Unser Kinderarzt hatte damals den Verdacht, dass die Leberentzündung vom kurz vor dem Auftreten der Gelbsucht gegebenen Umckaloabo hervorgerufen wurde. Sein Verdacht war zumindest so stark, dass er auch Meldung beim Bundesamt für Arzneimittel (??o.ä.) gemacht hat. Darüber berichtete auch das Arzneitelegramm:

http://www.arznei-telegramm.de/zeit/0606_b.php3?

Dass ein Arzt von der Firma Spritzner überzeugt von seinem Produkt ist, ist ja wohl klar.
Natürlich muss jeder selber wissen, was er seinem Kind gibt. Mein Kinderarzt sagt, dass es auch bei 99 999 Menschen gut geht, und vielleicht der 100 000te auf Umckaloabo mit einer Leberentzündung reagieren kann. (Die im Umckaloabo enthaltenen Kumarine können leberschädigend sein). Aber wer will das schon ausprobieren. Die Leber ist ja nun ein extrem wichtiges Organ! Auch Pflanzen können giftig sein und ich dachte bis zum letzten Jahr auch, dass Medikamente auf pflanzlicher Basis ja gar nicht schlecht sein können. Aber so unkritisch sollte man damit nicht umgehen.

Also besser Finger vom Umckaloabo!

LG Charly76

Beitrag von zwerg76 24.08.07 - 09:17 Uhr

Hallo Charly76,

das ist ja echt erschreckend #schock was Du da schreibst, vor allem wie können die "keine Nebenwirkungen" in den Beipackzettel schreiben, wenn Nebenwirkungen bekannt sind :-[

Klar das ein Artz vom Hersteller sein Produkt anbietet und unterstützt. Es ging mir ja auch nur um die Möglichkeit und Dosierung....nichts desto trotz müßte sowas in den Beipackzettel denn otto normal orientiert sich doch da dran... vor allem wenn sie es für Kinder ab 1 Jahr freigeben.

Ich habe mir den Artikel ausgedruckt und werde das nächste mal meine Kinderäztin drauf ansprechen. Die ist nämlich auch überzeugt von Umckaloabo und deshalb hab ich mir noch weniger Gedanken gemacht....

#danke für die Info.

Grüße, Zwerg76

P.S. Was gibst Du Deinem Kind zur Abwehrstärkung oder machst Du da gar nichts bzw. hast ein rubustes Kind?

Beitrag von charly76 24.08.07 - 09:57 Uhr

Hallo zwerg76,

es wird ja meine ich schon darauf hingewiesen, dass man Umckaloabo nicht nehmen darf, wenn man unter Nieren- oder Lebererkrankungen leidet! Ansonsten, wie in dem Artikel vom Arzneitelegramm zu lesen ist, streitet die Firma ja auch einen Zusammenhang ab.
Mein Kinderarzt war auch überzeugt von dem Zeug (er hatte es uns ja auch verschrieben). Mittlerweile wird in der Praxis U. nicht mehr verordnet. Wie gesagt, es ist nur ein Verdacht, aber bei einer doch so schwerwiegenden Erkrankung wie einer akuten Hepatitis reicht das finde ich schon aus, besonders wenn es um das eigene Kind geht!
Aufgrund dieser Erfahrung bin ich mit pflanzlichen Mitteln bei meinen Kindern (und natürlich auch bei mir selbst) vorsichtig. Vorbeugend ist sicherlich eine Vitamin-C-reiche Ernährung in der Erkältungszeit nicht falsch und wenn es uns dann erwischt hat z.B. mit Schnupfen oder Husten schwöre ich aufs Inhalieren (z.B. mit Pariboy und Kochsalzlösung) oder ich schmiere meine Kinder mit einem Erkältungsbalsam für Säuglinge und Kleinkinder (von Ingeborg Stadelmann) ein.

Euch alles Gute
charly76