Frage zu offener Rücken

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von bienemajaundwilli 24.08.07 - 23:13 Uhr

Hallo!

Bei uns im Freundeskreis ist vor ein paar Tage ein Kind mit offenem Rücken geboren worden.
Die Mutter meinte, ihr FA hätte jedesmal (zum Schluß auch alle 2 wochen US) gemacht und es wurde nie festgestellt. D.h. sie waren darauf überhaupt nicht gefasst. Sie hat auch keine Folsäure genommen in der SS weil sie das nicht wußte und der FA sie nicht darauf hingewiesen hat (das stimmt, 2 andere Freundinnen sind auch dort und wußten auch nichts von Folsäure).
Ich bin in der 15. SSW und mache mir halt aufgrunddessen, das es die Tochter meiner Freundin ist schon Gedanken.
Kann man das denn wirklich nicht mittels US feststellen? Ich dachte schon. Und falls ja, wäre der Rücken schon in der 15. Woche geschlossen d.h. könnte ich meinen FA das nächste Mal danach fragen?
Kommt ein offener Rücken bei Neugeborenen eigentlich häufig vor?
Und wisst ihr zufällig, wie die Prognosen sind? Z.zt. liegt das Kind weit weg in der Uniklinik und wurde operiert.

LG
Biene

Beitrag von bunny2204 24.08.07 - 23:16 Uhr

Hallo,

also mein FA hat ultraschall gemacht und gemeint, wenn das Kind die Beine bewegen kann, kann man einen offenen Rücken ausschließen.

LG BUNNY #hasi

Beitrag von yvschen 24.08.07 - 23:20 Uhr

Das kann schon sein das er das mit dem ultraschall nicht gesehen hat,darum gibt es eine feindiagnostik.Die bekommt man aber eigentlich nur bei risikoschwangerschaft.Ich hatte zwillinge im bauch und hab sie deshalb bekommen.
Das mit der folsäure ist natürlich der hammer,das sollte ein FA schon sagen.
Aber keine angst das mit offener rücken ist eher selten heut zutage.Also mach dir keine gedanken weiter und genieß die schwangerschaft.

lg yvschen

http://yvschen5483.milupa-webchen.de

Beitrag von barbarella1971 24.08.07 - 23:23 Uhr

Hallo Biene,
man kann es meist auf dem US sehen, die Wirbelkörper sind dann nicht geschlossen. Aber eben nicht alle Formen. In der 16. SSW kann man einen Bluttest machen (AFP - Alfa Feto Protein). Wenn das Kind einen offenen Rücken hat, der nicht von einer Hautschicht überdeckt ist, sollte der Test anzeigen.

LG, Barbara

Beitrag von jelly_buttom 24.08.07 - 23:43 Uhr

Hallo!

Ich habe in der SS mit meinem Sohn nie Folsäure genommen, mir wurde das auch nicht gesagt und Inet hatte ich zu dem zeitpunkt auch noch nicht...
Er ist kerngesund!

Einen offenen Rücken erkennt man in der regel schon, da sich im Rückenbereich ein schwarzer Fleck auftut, den man als erfahrener Arzt erkennen sollte!

Bis spätestens zur 25.ssw sollte das herausgefunden sein ;-)

Allzu oft kommt dies sicher nicht mehr vor, da sich die meisten Frauen vorab informieren und Foli nehmen ;-)

Naja Prognosen-das Kind wird aufwachsen, ggf bzw wahrscheinlich werden die beine gelehmt sein MUSS aber nicht so sein-es ist ähnlich wie bei einem Querschnittsgelähmten...

Aber ansonsten KANN ein Mensch mit Spina Bifida auch ganz normal aufwachsen und leben, eben nur gehandycapt

LG

Beitrag von hotandspicy1975 25.08.07 - 07:12 Uhr

Hallo, viel frischen O-Saft trinken, und ich nehme zusätzlich Femibion aus der Apotheke, damit ist das Kind bestens versorgt, besonders mit Folsäure.

Beitrag von caro300 25.08.07 - 08:27 Uhr

Hallo Biene,

das mit dem offenen Rücken vom Kind deiner Freundin finde ich wirklich schrecklich. Es kommt aber doch ziemlich selten vor. Bei meinem ersten Kind war ich bei zwei verschiedenen Frauenärztinnen und jetzt habe ich bedingt dadurch, dass wir woanders wohnen auch wieder eine andere Ärztin. Mir wurde Folsäure immer empfohlen. Ich glaube auch nicht, dass man da alleine drauf kommt, wenn man das erste Kind bekommt. Ansonsten sind auch sämtliche Stoffe, ich glaub auch Folsäure, in Bananen.

Die Feindiagnostik kann im übrigen jeder machen. Bei der ersten Schwangerschaft war alles o. k. bei mir und es wurde mir vorgeschlagen und bei meiner jetztigen Schwangerschaft habe ich das selbst angeregt und es wurde dann auch gemacht, ohne irgendwelche Gründe. Bei der Feindiagnostik sieht man es dann denke ich auf jeden Fall. Allerdings ist man dann schon in der 20 Schwangerschaftswoche. Was man dannn machen kann, weiß ich auch nicht.

LG
Carola

Beitrag von mia2706 25.08.07 - 08:38 Uhr

ein freund meiner schwester hat das, er ist mittlerweile 23. er ist mittlerweile bei einem mit uns befreundetem arzt in ulm in der reha, sie haben da sehr viel erfahrung mit allen arten von behinderungen des rückens. er ist übrigens sehr intelligent, eben nur körperlich behindert. es gab nur etwas, was ihm öfter zu schaffen machte. er meinte, dass ihn so keine frau haben will- wobei ich die diskussion auch schon mit gesunden altersgenossen geführt habe- und soviel ich weiss, hat er mittlerweile eine (gesunde) freundin. also- man darf nur die hoffnung nicht aufgeben, und muss einfach das annehmen, was kommt- und das beste daraus machen. obwohl es natürlich schöner ist, ein gesundes kind zu haben- dennoch kann auch ein kind mit offenem rücken ein tolles leben haben.

lg

mia

Beitrag von s_a_m 25.08.07 - 09:20 Uhr

Ob eine Spina bifida aperta im Ultraschall erkannt wird, hängt von vielen Faktoren ab: Qualität des Untersuchungsgerätes, Kindslage, Sichtverhältnisse usw. Kein Verfahren der Pränataldiagnostik ist 100%tig und Ärzte sind letzten Endes auch nur Menschen.

Vielleicht ist dieser Link noch interessant; hier dürfen einige Fragen beantwortet werden. Und es wird auch hier noch mal darauf hingewiesen, dass die Einnahme von Folsäure schon vor (!!) der Schwangerschaft beginnen muss und dann noch 4 Wochen nach der Empfängnis weitergeführt werden sollte. Sonst ist kein Nutzen für das Kind erkennbar.

http://de.wikipedia.org/wiki/Spina_bifida

Die Prognosen sind abhängig vom Ausmaß der Rückenmarksschädigung. Eine Freundin von mir hat Spina bifida aperta, sie ist von der Bauchmitte an abwärts gelähmt und nutzt einen Rollstuhl. Außerdem hat sich bereits in der Schwangerschaft bei ihr ein Hydrocephalus entwickelt und sie ist kognitiv leicht bis mittelschwer beeinträchtigt. In meine Kindergruppe kommt ein Junge, der ebenfalls mit Spina bifida aperta und Hydrocephalus geboren wurde. Bis auf eine sogenannte "schlaffe Lähmung" vom Knie an abwärts ist er topfit. Er braucht nur für längere Strecken einen Rollstuhl und kann sonst mit Gehschienen gut laufen. Kognitiv ist alles ok und er besucht eine Regelschule. Es ist verschieden, wie sich die Fehlbildung auswirkt und welche Möglichkeiten sich die Kids erarbeiten können. Förderung brauchen sie aber sogut wie immer und da ist es wichtig, dass die Eltern mitziehen.

Liebe Grüße
Sabine