Aussi als Familienhund??

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von frau_e_aus_b 07.09.08 - 10:05 Uhr

Hallo...

wir wollen uns ja einen Hund holen und finden einen Aussi toll.

Nun höre ich aber von überall gegensätzliche Meinungen.

Ne Bekannte hat einen Aussi in der Wohnung, geht ganz normal 2-3mal täglich mit ihm raus, nimmt ihn ab und an mit zum reiten etc - also keine Dauerbeschäftigung des Hundes.
Sie sagt es klappt super. Auch mit dem Aussi den sie davor hatte klappte das so gut.

Auch ihre Mutter und ihre Schwester haben einen Aussi und auch dort wird nur "normale" Beschäftigung geboten.

Andererseits hab ich schon vermehrt gelesen, das man die Hunde nicht in der Wohnung halten soll und man soll sie sich nur holen wenn man auch wirklich was zum hüten hat (schafe oder so), weil sie sonst unterfordert wären und nen Knacks bekommen.

Was habt ihr für Erfahrungen gemacht.
Hätten die Chance nen Aussi-Mix zu bekommen aber sind ziemlich hin und her gerissen. Es wäre en Welpe, aber da mein Mann ab Oktober 2Monate zu hause ist, hätten wir da viel Zeit zum eingewöhnen.

Würden mit dem Welpen zur Welpen/hundeschule gehen und Agility wollen wir machen und natürlich Spaziergänge (nicht nur 10min vor die Tür, sondern schon so 1-2Std am Stück) - reicht das wirklich nciht als Beschäftigung?!

#danke

LG
Steffi

Beitrag von krokolady 07.09.08 - 10:12 Uhr

Nen Aussi ist halt von Natur aus ein eher nervöser Hund.......also nicht unbedingt ein Kuschelmonster für Kinder.

Und er braucht viel Beschäftigung, bzw. "arbeit"......also wirklich ne Schafherde oder halt ne andere große aufgabe wo Aufmerksamkeit und Wachsamkeit von ihm abverlang wird.
Zudem ist er viel in Bewegung.........3 Stunden Spaziergang am Tag muss scchon drin sein.

Beitrag von coolmum 07.09.08 - 10:28 Uhr

hallo,

also wir haben 2 1/2 aussis und eine schäferhündin. unsere kleine ist ein aussie-mix.

als familienhund kann man grundsätzlich mal überhaupt keinen hund bezeichnen, denn es kommt immer darauf an wie man sich seinen hund zieht.

wir arbeiten mit unseren hunden im agility und in der rettungshundestaffel, abgesehen natürlich von der unterordnung die ja pflichtprogramm ist.

es stimmt, ein aussie ist ein hund, der seine aufgaben braucht. wenn man sich nur auf gassi gehen beschränkt, dann fängt er halt an seinen kopf irgendwie anders auszulasten, sei es sachen kaputt machen, im garten buddeln oder autos hüten, bzw. kann er auch aggressiv werden.

bei uns ist es auch so, dass wir nicht jeden tag zum trainieren gehen, das muss auch gar nicht sein. wir fahren drei bis vier mal die woche ins training. an den anderen tagen werden mal mehr oder weniger lange spaziergänge gemacht.
zweimal am tag kommen unsere sicher raus, da aber arbeitstechnisch morgens nicht mehr drin ist, sinds morgens nur 20 minuten.
ansonsten sind unsere viel im garten und toben sich da auch nach lust und laune aus.

wichtig ist, dass ihr den hund nicht schon als welpen ständig beschäftigt, nur weil es ein aussie ist. alles was er als kleiner lernt wird er auch als großer einfordern. und beschäftige mal einen aussie der ständig mit dem ball vor dir steht wenn du mit fieber im bett liegst.
also alles mit maß und ziel!

das wichtigste für diese hunderasse sind nicht die langen spaziergänge, sondern das ist die kopfarbeit! also lernt ihm blödsinn wie rolle, tot stellen, wäscheklammern aufheben ect.
kannst gerne mal auf meine homepage schauen, da steht ein bisschen was drin was mein joker so kann. (siehe vk)

ich denke so wie du schreibst, dass ihr einem aussie schon gerecht werden könnt. wie gesagt, nur nichts übertreiben!!!

lg
#coolmum

Beitrag von aussiegirl600 07.09.08 - 12:53 Uhr

Jeder Hund KANN ein guter Familienhund sein, mir wäre beim Aussie nur das Risiko zu hoch, dass ich eben genau einen mit starken Hütetrieb kriege. Und starkem Jagdtrieb. Und dem SChutztrieb, der wohl auch nicht selten ist.

Wenn dir das alles aber klar ist UND du SICHER bist, dass du zumindest Agility machst dann könnte es schon gehen. Interessant wäre noch mit was der Welpe gemischt ist. Hab schon soooo viele Aussie-Husky oder -Border oder -Schäfer gesehen, bei denen der Arbeitsdrang NOCH stärker war, plus anderer schwieriger Eigenschaften.

Deshalb würde ich sagen: wenn Aussie, dann vom guten Züchter, auch deshalb weil du dann herausfinden kannst wie viel Trieb die Eltern und Großeletern haben.

Beitrag von frau_e_aus_b 09.09.08 - 08:48 Uhr

Hallo

danke für eure Antworten...

also wir haben uns das mit den Spaziergängen so überlegt, das mein Mann morgens ne kleine Runde von 10min vor der Arbeit mit ihm geht (das wäre dann so bei 6h rum), dann würde ich halt vormittags ne große Runde laufen (1-2Std.) und Nachmittags das gleiche. Abends würde mein Mann dann noch mal 15-30min raus gehen.
So lange er icht stubenrein ist gehen wir natürlich öfter raus.

Habe hier in der Nähe eine tolle Hundeschule ausfindig gemacht, die alle möglichen Kurse anbietet. Angefangen bei der Welpenstunde, dann Junghundeschule, Agility etc pp

Das mit den Aussi-Mix hat sich leider zerschlagen, da waren wir zu langsam und die Welpen sind schon versprochen, aber es gibt ja noch andere Züchter

LG
Steffi

Beitrag von meyka 09.09.08 - 09:01 Uhr

Grundsätzlich würde ich- gerade wenn Kinder da sind- nur einen Rassehund nehmen.
Weil man nur so einen ungefähren Rückschluss auf die zu erwartenden Verhaltensmerkmale ziehen kann.
Unbedingt einen Hund von einer erfahrenen Züchterin holen und keine Dissidenz Zucht unterstützen!

Grundsätzlich ist ein Aussi ein absolutes Arbeitstier!!!
Das Aufgaben braucht. Sonst neigen sie zu autoaggressiven Verhalten. Ebenso zeigen sie bei Unterforderung genrell aggressives Verhalten und auch stereotype Verhaltensweisen.

Als Familienhund ist grundsätzlich kein Hund geeignet!!!
Kleine Kinder in Kombination mit Hunden sind immer ein Risiko und man darf sie nie aus den Augen lassen.

Ich bin der Meinung, dass man mit einem Aussi nur dann "schäfern" sollte, wenn man eine eigene Schafherde hat. Ansonsten ist der Frust für den Hund zu gross, wenn er nur einmal in der Woche "hüten" darf.....

Mein Fazit zum Aussi:
Ein total lässiger Hund!!!
Aber: Bitte nur zu Menschen, die mindestens 5 Stunden Zeit am Tag für den Hund haben und aktiv mit ihm arbeiten wollen. Im Hundesport! Ein absolut intelligenter Hund, der auch im Kopf gefördert werden will und muss. Nur Spazierengehen reicht bei dieser Rasse nicht aus. Da wird der Hund unglücklich werden.

Und ein unglücklicher Hund hat auch immer einen unglücklichen Besitzer.....

Beitrag von coolmum 09.09.08 - 18:54 Uhr

hallo!

also ich muss dir etwas widersprechen.

wir haben wie ich ja schon geschrieben habe mehrere aussies und auch viele bekannte sowie bekannte züchter haben mehrere tiere.

wir verbringen bestimmt nicht fünf stunden am tag damit unsere hunde zu arbeiten oder zu bespaßen. mein mann und ich gehen beide arbeiten (ich nur halbtags), unser kind will auch zeit mit uns verbringen (auch mal ohne hunde) aber unsere tiere sind trotzdem vollkommen ausgeglichen.

wenn wir zuhause sind sind die hunde immer dabei, klar, aber ich mache nicht ständig irgendwas um sie zu beschäftigen.

ich denke man sollte nicht übertreiben was den aussie betrifft. jeder denkt immer "arbeiten, arbeiten, arbeiten". Klar, arbeiten ist super wichtig, auch mehrmals die woche und auch kleine lektionen jeden tag , aber genauso wichtig ist es doch auch dass der hund lernt ruhe zu haben und sie auch zu nutzen.

ich kenne leider viele hunde bei denen die besitzer eben dachten sie müssen ständig irgendwas tun weil es ein border oder ein aussie ist. diese hunde können sich nie einfach mal hinlegen und etwas beobachten oder relaxen, sie sind ständig am start. furchtbar sag ich dir!

also arbeiten ist wichtig, aber nicht übertreiben!

lg