Welche Gründe für Zuckertest??

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von lavazza1 09.09.08 - 22:43 Uhr

Komme heute vom FA und bin mal wieder geschockt. Bin jetzt in der 33. ssw und meine kleine Maus soll jetzt schon 2800g wiegen!!!!!!!! Mein FA hat aber noch nie was von nem Zuckertest erwähnt. Er meint halt immer, es ist halt ein kräftiges Kind und ich soll mal mit 4kg Geburtsgewicht rechnen. Mach mir aber schon irgendwie Sorgen, dass vielleicht doch Schwangerschaftsdiabetes sein könnte. Aber wenn im Urin noch nie Zucker festgestellt wurde, kann man das dann ausschließen?
Bitte helft mir mit möglichst viel Info...!!!!! DANKE!!!!!

Beitrag von sunflower.1976 09.09.08 - 22:48 Uhr

Hallo!

Auch wenn kein Zucker im Urin ist, kann man einen SS-Diabetes nicht ausschließen.
Ich hatte den Test prophylaktisch machen lassen und es war alles okay. Anfang der 32.SSW wog unser Baby beim Feinultraschall 2200g. Der Arzt fragte selbst beid em Wert sofort, ob ich auf SS-Diabetes getestet worden sei. Auch meine Ärztin hatte nochmal nach den Testergebnissen geschaut, als sie im Befundbericht vom Feinultraschall das Gewicht gelesen hatte.

LG Silvia

Beitrag von muehlie 09.09.08 - 23:06 Uhr

Ja, eigentlich sollte man diesen Test zweimal durchführen. Ich hatte unten schon erklärt, dass die Ursache von SS-Diabetes die Hormone sind. Und von denen gibt es gegen Ende der Schwangerschaft noch mal einen richtigen Schub, der sich dann auch entsprechend auswirkt.

Beitrag von sunflower.1976 09.09.08 - 23:12 Uhr

Hallo!
Davon hatte weder der Arzt, der das Organscreening gemacht hat, noch meine FÄ was gesagt. Beide haben sich mit dem ersten Test, der völlig in Ordung war, zufrieden gegeben #gruebel

Mittlerweile hat sich das Gewicht unseres Babys auch wieder "normalisiert" und ist nicht mehr grenzwertig (2600g bei 35+6). Vielleicht hat meine FÄ deswegen nichts mehr unternommen.

LG Silvia

Beitrag von muehlie 09.09.08 - 23:23 Uhr

Naja, das war die Aussage, die ich bei meiner letzten Schwangerschaft von der Diabetologin bekam. Klingt für mich auch irgendwie logisch und nachvollziehbar.

LG
Claudia

Beitrag von sunflower.1976 10.09.08 - 20:36 Uhr

Hallo!

Dem widerspreche ich ja auch gar nicht ;-) Ist nur blöd, dass seitens der Gynäkologen eine solche Erklärung oder Empfehlung nicht kommt...

LG Silvia

Beitrag von muehlie 10.09.08 - 21:21 Uhr

Aber wundert dich das? Immerhin gibt es nach wie vor Frauenärzte, die diesen Test überhaupt nicht für notwendig halten, sofern nichts in der Vorgeschichte der Patientin oder beim Gewicht des Babys darauf hindeutet. Weiterbildung ist eben nicht jedermanns Sache. ;-)

LG
Claudia

Beitrag von sunflower.1976 10.09.08 - 21:41 Uhr

Das mit der Fortbildung stimmt leider. Wobei meine FÄ eigentlich vor allem in der Schwangerenbetreuung sehr engagiert ist. Den Test lässt sie eigentlich immer machen und ich musste auch nichts zahlen (außer dieser Glucoselösung ind er Apotheke)
Und der Arzt, der den Feinultraschall gemacht, ist eigentlich auf Pränataldiagnostik spezialisiert, arbeitet mit einer Uniklinik zusammen usw.
Es ist echt blöd, wenn man drauf angewiesen ist und nicht sicher ist, ob die Ärzte auf dem neuesten Stand sind...

Beitrag von muehlie 10.09.08 - 22:00 Uhr

Ich habe leider ein bisschen das Vertrauen in die meisten Ärzte verloren, seitdem ich mehr auf sie angewiesen bin und gleichzeitig berufsbedingt sehr viele medizinische Fachtexte lesen muss.
Ist ja bei Kinderärzten genauso. Befrag 5 Kinderärzte zum Thema Stillen, und du wirst von mindestens 3 hören, dass man nach 6 oder spätestens nach 12 Monaten mit dem Stillen aufhören sollte. Meine frühere FÄ hatte mir sogar mal erklärt, dass man in der SS nicht weiter stillen sollte, weil das hCG in der Muttermilch die Leber des gestillten Kindes belastet. Für diese Info habe ich nirgendwo einen Beleg gefunden.
Und die merkwürdigste Aussage, die ich je von einem Arzt gehört habe, stammte von einem Notarzt (mein Freund arbeitet im Rettungsdienst und hat mir das erzählt). Der sagte doch glatt, dass homöopathische Mittel gar keine Wirkung hätten, da in ihnen ja gar keine Wirkstoffe enthalten seien. #klatsch

Ein Trauerspiel!

Beitrag von sunflower.1976 11.09.08 - 20:45 Uhr

Wenn man bloß vorher wüsste, wie qualifiziert ein Arzt ist... Und wenn er dann noch so großspurig tut, und Patienten für blöd hält, krieg´ich zuviel.
Ich bin selber Ergotherapeutin und habe 8 Jahre in einer orthopädschen Rehaklinik gearbeitet. Manchmal hilft es, ins Gespräch den ein oder anderen medizinischen Begriff einfließen zu lassen und plötzlich fängt der Arzt an, etwas zu erklären oder wird wenigstens freundlicher #kratz

Kinderärzte und Stillen...das ist sowieso ein Thema für sich #augen André war bei der U4 zu groß für sein Alter und zu leicht für die Größe (beide Werte fielen aus der Perzentilenkurve raus). Die Ärztin fragte gar nicht weiter nach, schaute André nicht an und sagte direkt, dass ich sofort abstillen müsse da er unterernährt sei. ja klar, ein unterernährtes Kind ist zu groß... Sie drückte mir dann ein Werbeheftchen für Babynahrung in die Hand. Bei der Ärztin bin ich nie wieder gewesen. Ein anderer Arzt hat bestätigt, dass André meinen Körperbau geerbt hat, da ich als Kind grundsätzlich zu leicht war und auch später - außerhalb der Schwangerschaft - an der Grenze zum Untergewicht.

André hat eine Sprachentwicklungsstörung. Aber der HNO-Arzt meint, dass es sich auswächst und eine Therapie vor dem 4. Geburtstag gar keinen Sinn mache. Nur seltsamerweise haben mir unabhängig voneinander zwei Logopädinnen und eine Sprachheiltherapeutin etwas anderes gesagt. Zum Glück habe ich eine Verordnung von einem anderen Arzt bekommen...
Aber als Mutter ist man ja blöd und merkt nicht, ob das Kind einigermaßen zeitgerecht entwickelt ist, oder nicht #augen

Es ist echt schwer, fähige und dazu noch sympathische Ärzte zu finden.

LG Silvia

Beitrag von pearl32 09.09.08 - 22:52 Uhr

Hallo,

mir ging es wie dir!!!
hatte sogar zuvor schonmal in der 24 SSW einen Test machen lassen, der okay war.

Mußte letzte Woche trotzdem nochmal zum Test, und da war ein Wert ganz leicht erhöht.
Dasd heißt, ich habe zwar Keinen richtigen SS Diabetes, aber eine Glucoseverwertungsstörung und deshalb kriege ich einen kleinen Riesen!!!!

Liebe Grüsse
Tanja

Beitrag von muehlie 09.09.08 - 23:03 Uhr

Du willst Gründe für einen Zuckertest?
Der wichtigste Grund wird wohl sein, dass wirklich jede Schwangere unabhängig von Vorgeschichte und Körpergewicht von Diabetes betroffen sein kann.
Bei Gestationsdiabetes liegt ja nicht wirklich eine Organstörung oder ähnliches der Bauchspeicheldrüse vor. Es werden einfach nur Hormone ausgeschüttet, die dem Insulin entgegenwirken, und es kommt zu einer erhöhten Insulinresistenz. Das heißt, die Bauchspeicheldrüse einer Schwangeren muss mehr Insulin produzieren als sonst, um die gleiche Menge Blutzucker abzubauen. Schafft sie das nicht, spricht man eben von einem Schwangerschaftsdiabetes.

Und der kann auch völlig symptomlos verlaufen. Zucker im Urin ist kein eindeutiges Zeichen für SS-Diabetes und kein Zucker im Urin ist genauso wenig ein Zeichen für das Nichtvorliegen von SS-Diabetes.
Hat sich allerdings noch nicht bei allen Frauenärzten rumgesprochen.

LG
Claudia