Der Vater will unser Kind nicht zurückbringen!

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von flipper123 12.09.08 - 20:06 Uhr

Hallo,

wir haben bei der Trennung vor mehreren Jahren ein 14-tägiges Besuchswochenende ausgemacht und heute hat der Vater unsere Tochter (9) geholt.

Meine Tochter und ich baten ihn darum, unsere Tochter statt Sonntag abend schon Sonntag mittag zurückzubringen, da sie Montag auf Klassenfahrt geht und sie noch etwas Erholungszeit zu Hause verbringt. Dann möchte sie noch in Ruhe packen und mit einigen Klassenkameradinnen gegenseitig zu denen und uns nach Hause kommen, damit sie alle sich gegenseitig ihre gepackten Koffer ansehen können. Die Kinder sind schon so aufgeregt, es ist ihre erste Klassenfahrt!

Mein Ex ist fast ausgerastet, als wir ihn drum gebeten haben und meinte, er schafft das nicht, sie mittags zurückzubringen. Ich soll sie abholen. Das wiederum kann ich nicht, weil ich mir die Spritkosten nicht leisten kann und ein gerade krankes Baby zu hause habe.
Damit und weil es die Aufgabe des Kindsvaters ist, das Kind zu bringen, habe ich argumentiert.

Da er gerade umzieht und Sonntag Helfer/Handwerker zu Gast hat, könne er nicht weg. Ich bat ihn, dass seine neue Frau unser Kind zurückbringt. Auch das konnte er mir nicht zusagen.

Meine Tochter stand ziemlich bedrückt da und leider habe ich in dem Moment total vergessen, zu sagen, dass ich sie erst gar nicht mit lasse, wenn er mir bzw. ihr nicht garantieren kann, sie bis mittags zu bringen am Sonntag. Das fiel mir erst hinter her ein, zumal sie von Anfang nicht richtig dieses Wochenende zu ihm wollte.

Was soll ich denn tun, wenn er sie gegen ihren Willen bis abends behält und sie dadurch das heiss ersehnte Treffen mit ihren Klassenkameradinnen versäumt?

(Koffer packen kann ich zur Not alleine, obwohl sie sich auch darauf sehr freut).

?????????????????????

#danke

Beitrag von polar99 12.09.08 - 20:17 Uhr

Hallo,

irgendwie ist euer Problem "hausgemacht".

Dass die Klassenfahrt stattfindet, wußtet ihr eher und nicht erst bei der Übergabe bzw. beim Abholen des Kindes.

Ebenso wußte der KV daß er umzieht. Wäre es von vornherein nicht besser gewesen zu kommunizieren?

Ich denke auch, dass es dann zu spät ist gegenseitig Kompromisse abzuverlangen. Ich würde als Mutter die Situation so hinnehmen und das nächste Mal im Vorfeld besser planen. Packen kannst Du ja auch schon mal und die Freunde könnten ja gegebenenfalls etwas später kurz vorbeikommen...

lg polar

Beitrag von namensucherin 12.09.08 - 20:36 Uhr

Hallo,

leider kenne ich das Problem auch. Kommunikation ist oft nicht möglich. Ich glaube auch, dass es nicht viel geändert hätte, wenn du das Problem früher angesprochen hast. Ich habe ähnliche Probleme, wo jegliche Diskussion auch überflüssig ist.

Wer leidet sind immer nur die Kinder. Da muss deine Tochter halt miterleben, wie ihr Vater ist. Mein Sohn ist 12 und lernt auch langsam, dass er sich auf seinen Vater nicht verlassen kann. Es ist wirklich traurig. Aber manches hast du als Mutter nicht in der Hand.

Ich drück euch die Daumen, dass deine Tochter nicht zu sehr leidet.

Liebe Grüße

Ulla

Beitrag von janamausi 12.09.08 - 20:58 Uhr

Hallo!

Ich finde, wenn ihr alle ein bißchen besser geplant hättet, wäre es für alle Beteiligten einfacher gewesen. Eure Tochter hätte Zeit für ihre Freundinnen gehabt und dein Ex hätte in Ruhe umziehen können.

Ich habe mir deine "Geschichte" gerade bildlich vorgestellt: Mama steht auf der linken Seite, Papa auf der rechten Seite und streiten sich und mitten drinnen steht das 9jährige Kind! brrr

Meine Tochter ist erst 4 1/2 Jahre, kann aber trotzdem schon Wünsche gegenüber ihren Vater (natürlich auch mir) äußern. Kann es deine 9jährige Tochter nicht? Warum hat sie nicht gesagt "Papa, kann ich schon Sonntag Mittag heim, weil ich mich noch mit Freundinnen etc. treffen will..."? Vielleicht wäre es dann anders verlaufen und evtl. ist das ja auch das Problem was ihr habt (Mama da, Papa da und mittendrin ein 9jähriges Kind)?

LG janamausi

Beitrag von fibila 12.09.08 - 21:41 Uhr

huhu,

also da kann ich beide seiten verstehen!!! wenn ich ehrlich bin, denke ich, dass es dein fehler war, dass es nun so eskaliert ist. warum hast du ihn nicht rechtzeitig informiert, dass so eine klassenfahrt stattfindet und dass die tochter dann früher heim muss?
und falls es von deiner tochter nun ganz spontat war, dass sie früher nach hause möchte, dann sollte SIE sofort beim vater anrufen und ihm diesen wunsch mitteilen. dann hätten sie ja abmachen können, ob er sie überhaupt holt oder wann er sie zurück bringt (vielleicht auch schon am gleichen tag). wenn er nichts weiss, kannst du von ihm nicht erwarten, dass er da alles mitmacht. er hat ja einen grund, warum es nicht geht.

ich denke, das nächstemal bei jeder änderung sofort anrufen, dann hat man diese probleme vielleicht gar nicht. gruss f.

Beitrag von chi2110 12.09.08 - 21:50 Uhr

Kommunikation ist alles... würde ich mal so sagen ;-)

solche Dinge bespricht man doch nicht erst bei der Abholung... das muss man vorher abklären und dann ggf. eine andere Lösung finden... dann gibts auch kein stress und kein Kind was zwischen den Eltern steht...

lg

Beitrag von mellini79 12.09.08 - 23:17 Uhr

Also, mein Freund hat eine 7 jährige Tochter. Und ich bringe sie garantiert nicht nach Hause. Das ist Sache der Eltern!!
Warum muß der Vater denn immer sein Kind abholen? Er holt sie doch auch schon. Ist das gesetzlich geregelt? Das habe ich mich schon immer gefragt. Ich fände es besser, wenn der der sie wiederhaben möchte, sie auch abholt.
Und sich vor einem Kind zu streiten ist daneben. Die Ex von meinem Freund versucht auch immer A.-L. damit reinzuziehen und sagt ihr Dinge die sie dann meinem Freund sagen soll. Was soll der Quatsch? Wieso müssen Kinder immer so zwischen ihren Eltern stehen?
Eltern sollten die Angelegenheiten die ihr Kind betreffen offen MITEINANDER kommunizieren und nicht immer auf den letzten Drücker!

Beitrag von andra35 13.09.08 - 06:13 Uhr

Ein Vater hat Rechte und Pflichten gegenüber seinen Kind.
Und zu den Pflichten gehört auch das Kind abzuholen und es auch wiederzubringen.

Mein Sohn wird heute um 10 Uhr vom KV abgeholt.
Um mit ihm den Tag zu verbringen, muß er erst mal 30 km zu uns fahren, Kind im Auto packen, dann fährt er wieder die 30 km zu sich nach Hause.
Da er nur einige Stunden mit ihn verbringen darf, muß er heute abend noch mal 60 km fahren. Also insgesamt 120 km.
Naja, das ist sein Problem.
Den Satz:
Ich fände es besser, wenn der der sie wiederhaben möcht, sie auch abholt.
finde ich total daneben.
Ein Vater der sein Kind alle 14 Tage mal hat, sollte sich nicht beschweren, wenn er ein paar Kilometer mehr fahren muß.
Schon mal drüber nachgedacht, wie viele Kilometer die Mutter in 14 Tagen zusammen hat um das Kind zur Schule zu bringen, Einkaufen zu fahren, das Kind zu Freunden bringen....

Beitrag von janamausi 13.09.08 - 07:39 Uhr

< Ein Vater der sein Kind alle 14 Tage mal hat, sollte sich nicht beschweren, wenn er ein paar Kilometer mehr fahren muß.>

Da bin ich ganz deiner Meinung! Eine Mutter ist durchgehend für das Kind da (selbst wenn es in Kiga/Schule etc. geht kann ja jederzeit etwas passieren und dann muß die Mutter "springen"), da dürfte es für einen Vater ja nicht zu zuviel sein, sein Kind alle 2 Wochen zu fahren.

LG janamausi

Beitrag von patchworkfamily007 13.09.08 - 09:03 Uhr

Soviel ich weiß, ist es nicht die Pflicht des Vaters das Kind zu holen und wieder zubringen, wenn es sich um einen größeren KM-Abstand handelt...es kann auch einer KM zugemutet werden, eine Fahrt zu übernehmen. Selbst wenn das Kind eine längere Fahrt mit dem Zug machen müßte um zum KV zu kommen, kann ihr zugemutet werden, eine Fahrt zu zahlen.
Das war meine Auskunft beim JA....außer diese Ämter agieren unterschiedlich.

Bei uns hat damals der KV ums Eck gewohnt, und da sie ja nicht nur die Taschen sondern auch die Sitze hatten, konnte und wollte ich sie nicht laufen lassen und habe eine Fahrt übernommen.
Und nun wohnen wir 30km weiter weg und übernehmen nach wie vor eine Fahrt. Wobei ich mir ausgesucht habe, daß ich sie gerne Samstagsmorgen bringe und er sie dann Sonntags heimbringt. Und das klappt auch so. Hin und wieder kommt es bei uns aber auch vor, daß wir sie nicht nur hinfahren sondern auch wieder abholen, wenn wir gerade in der Nähe sind....das sagen wir dann aber vorher. Andersrum ist es aber genauso, daß der KV durchaus ein WE komplett fährt.

LG,
bine

Beitrag von janamausi 13.09.08 - 16:08 Uhr

Hallo Bine!

Grundsätzlich ist es so. Ausnahmen bestätigen die Regel (wenn z.B. die KM weit weg zieht etc.).

LG janamausi

Beitrag von patchworkfamily007 13.09.08 - 18:52 Uhr

Hallo Janamausi,

sorry, was ist grundsätzlich so?

Das es die Pflicht eines Vaters ist die Kids zu holen und zu bringen?

Und was ist wenn der KV weit weg zieht?

LG,
Bine

Beitrag von janamausi 13.09.08 - 19:16 Uhr



http://de.wikipedia.org/wiki/Umgangsrecht

Beitrag von perlexx 13.09.08 - 11:01 Uhr

so was intollerantes und unzugänglich!!

wie wärs denn mit einer holt und einer bringt?
ist es denn wirklich so schwer?
seit ih so unfähig eine gemeinsame Regelung zu finden ohne mal was übers Gericht oder sonstiges zu regeln?

ihr seit schlimmer wie eure Kinder. eigentlich müssten die Kinder die Eltern beaufsichtigen und nicht umgekehrt, sie verstehen es oft besser zu handhaben, wie ihre Vorbilder( Mama und Papa)

bei uns ist es so da gebracht und geholt wird, es ist mal so und so. es kommt auch vor das meine ex oder ich mal keine zeit haben diese regeln einzuhalten, na und? denn bringt und holt sie ihn, womit ich mich den, wenn sie keine zeit hat revanchiere.

wo liegt da das Problem ich kann es nicht nachvoll ziehen.

Eltern die sich getrennt haben sind schlimmer wie ein Kindergarten!!!

lg

denkt mal ein bisschen darüber nach und tragt so ne Unstimmigkeiten nicht auf den rücken eurer gemeinsamen Kinder aus!

*kopfschüttel

Beitrag von mellini79 13.09.08 - 14:47 Uhr

Bei Euch sind immer die Väter die bösen!
Habt ihr euch auch schonmal Gedanken darüber gemacht, wie schwer es ist keinen Alltag mit der Tochter zu haben, sondern nur Wochenendpapa zu sein?
Mein Freund ist auch nicht begeistert, wenn am "Papawochenende" was dazwischen kommt und er nicht soviel Zeit mir ihr verbringen kann. Er liebt sein Kind nämlich unendlich und möchte natürlich auch soviel Zeit wie möglich mit ihr verbringen!
Aber seine Ex ist auch so eine, die immer am liebsten alles so hat wie es ihr am Besten passt. So soll sie natürlich auch immer abgeholt und gebracht werden! Macht mein Freund ja meistens auch so.
Zum Glück hat sie eingesehen, dass A.-L. ihren Vater liebt und ihn auch braucht. Wie ist daher dann halt auch schonmal von Freitag auf Samstag bei uns, wenn wie heute z. B. ihre Oma abends Namenstag feiern und wir sie wieder zurückbringen heute abend.
Und nochmal, wenn es zu Diskussionen wegen irgendwas kommt: NICHT VOR DEM KIND!

Beitrag von janamausi 13.09.08 - 16:07 Uhr

wenn Du mich damit ansprichst liegst Du völlig falsch!

Beitrag von gh1954 13.09.08 - 07:45 Uhr

>>>Das wiederum kann ich nicht, weil ich mir die Spritkosten nicht leisten kann und ein gerade krankes Baby zu hause habe.<<<

Das hört sich sehr nach dummer Ausrede an.

Beitrag von perlexx 13.09.08 - 10:51 Uhr

hihi

sehe ich genauso!!

ein perfektes Beispiel wie unfähig erwachsene sind und die lütten es ausbaden müssen.

lg

Beitrag von juliejohanna 14.09.08 - 09:45 Uhr

#pro#pro#pro

Beitrag von nick71 13.09.08 - 08:52 Uhr

Sofern der Vater nicht gerade hunderte Kilometer von euch entfernt wohnt, halte ich das mit dem Spritgeld ehrlich gesagt für ne bequeme Ausrede.

Ihr müsst euch irgendwie einigen...und wenn er nicht die Möglichkeit hat, eure Tochter vorzeitig zurückzubringen, muss sie eben auf das Treffen mit ihren Klassenkameradinnen verzichten. Zumal ich eh nicht verstehe, warum einen Tag vor der Klassenfahrt unbedingt die Koffer "präsentiert" werden müssen.




Beitrag von manavgat 13.09.08 - 09:51 Uhr

Also ich finde ihr beiden Erwachsenen benehmt Euch wie Kleinkinder. Und wer leidet? Das Kind.

Gruß

Manavgat

Beitrag von flipper123 13.09.08 - 13:08 Uhr

Vielen Dank für eure Antworten.

Es ist keine dumme Ausrede von mir, dass ich die Fahrtkosten nicht bezahlen kann. Ich habe zwar ein Auto, das kann ich mir aber nur leisten, weil ich mir selbst eine Begrenzung an Kilometern gesetzt habe/setzen musste.

Und 60 km zusätzlich (einfach 30 km) sind nicht drin.

Ich habe jeden Monat die gleichen Ausgaben und lebe am Limit.

Mein Ex ist aber der Meinung, dass ich von den 320 Euro KINDESunterhalt, die er zahlt, mir jeden Montag ein schönes Leben mache und er in der Form wieder etwas Geld "zurückbekommt", in dem er nicht fahren braucht und sein Spritgeld spart.

Ich bin alleinerziehend mit zwei Kindern und lebe von ALG 2, er hat ne Frau und beide verdienen überdurchschnittlich gut (arbeiten beide Vollzeit).

Da finde ich es unverschämt, von mir so etwas zu verlangen. Zumal er sich MEHRERE Urlaube im Jahr leisten kann, eine Yacht besitzt, ein Wohnmobil, ein Motorrad und 3 (!) Autos.

Früher bin ich oft gefahren und habe meine Tochter zu ihm gebracht und sie abgeholt, nur damit er seinem Hobby nachgehen kann!!!!!!!! (An den Besuchswochenenden ist er lieber seinem Hobby nachgegangen als ich um sein Kind zu kümmern und das Kind stand von Freitag bis Sonntag bei Wind und Wetter auf dem Fussballplatz!)

Einmal "konnte" er nicht fahren, er war müde *och Gottchen, der Arme* Und hat von mir verlangt, dass ich komme, obwohl er wusste, dass ich gerade frisch operiert war!

Wie oft habe ich mein Baby aus dem Schlaf reissen müssen, nur damit er nicht fahren brauchte! Wie oft hat er im Sommer angerufen, dass er spontan Besuch zum Grillen bekommen hat und ich das Kind holen soll, weil der Grill angeheizt und er nicht weg kann???????

Warum schmeisst er den Grill an, wenn er weiss, er muss das Kind fahren??????????

Nun ist er aber 30 km weit weg gezogen und meine Gemütsgrenze ist erreicht.

Es geht immer nur ihm ihn. Sein Hobby steht über allem. Und jetzt der Umzug. Er hat 15 Leute am Sonntag im neuen Haus rumlaufen. Helfer und Handwerker. Alles gute Freunde von ihm. Da wird er diese Leute doch mal mit seiner neuen Frau allein lassen können, um das Kind nach hause zu bringen?!?!





Beitrag von patchworkfamily007 13.09.08 - 18:54 Uhr

Hallo Flipper,

ich kann deinen Unmut schon verstehen, aber wenn es so ist, dann hätte ich eben am Freitag angerufen und hätte mit ihm besprochen, wie das laufen soll am Sonntag. Und wenn er gesagt hätte, er kann nicht fahren wegen.... dann hätte ich eben das WE verschoben....

LG
Bine

Beitrag von perlexx 13.09.08 - 23:15 Uhr

hättest du gleich so geschrieben, würdest du in ein ganz anderem Licht stehen.

und somit verstehe ich dich so gar.

lg pierre

Beitrag von juliejohanna 14.09.08 - 09:48 Uhr

#contra

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