Wer kend Methylphenidat Tropfen

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von ferien 15.09.08 - 15:29 Uhr

Hallo Eltern
Ich habe mal eine frage an euch
ich gebe meinem Sohn 9Jahre die Metikamende ( Methylphenidat Tropfen) gegen das Ads.
Jetzt meine frage an euch was habt ihr für erfahrungen gemacht und wie viel Tropfen gibt ihr?
Ich habe von eiem Jahr angefangen mit 5Tropfen am Morgen und 5Tropfen am Mittag
jetzt sind wir bei 20Tropfen am Morgen und 20Tropfen am Mitag am wochenende und in den ferien gebe ich sie ihm nicht.
#danke für eure Antworden
Grüssli
Barbara

Beitrag von nessi104 15.09.08 - 17:20 Uhr

mein sohn bekam am anfang die tropfen.aber er vertrug sie nicht,hatte oft bauch und kopfweh.
seit dem bekommt er einmal morgens eine equasym retard 30mg,die wirkt ca. 8 std.
die schulzeit ist damit gut abgedeckt.
wir sollen aber an den we und in den ferien nicht absetzten,hat der doc extra betont.#kratz

lg

Beitrag von saskia33 15.09.08 - 18:36 Uhr

Mein 8 Jähriger Sohn(ADHS) bekommt Medikinet Retard,da die Wirkungsdauer auf jedenfall länger ist als mit den Tropfen!
Er verträgt es auch sehr gut,hat keine Nebenwirkungen !

Man sollte aber die Medis auch am WE bzw. in den Ferien geben!
Es bringt deinen Sohn überhaupt nix wenn du zwischenzeitlich damit aufhörst!

lg sas

Beitrag von lbunny 21.09.08 - 06:48 Uhr

Ich sehe es wie Saskia...

Nach allem was ich über die Wirkung von Methylphenidat weiß, basiert sie darauf, dass Kinder dann die nötige Aufmerksamkeit und Merkfähigkeit haben um zu lernen ( auch alltägliche Dinge).
Sie sind nun in der Lage besser zu filtern, abzuspeichern und sich eben den Weg dort hin zu merken, um ihn zuverlässig abrufen zu können.
Das ist ein langer Prozess, das heißt, mehr als bei normalen Lernverhalten, ist das Automatisieren von Verhalten das A und O.
Wenn man es auf ein einfaches Beispiel runter reißt:
Das Kind fragt jeden Tag vor dem Essen nach etwas Süßem.
Nein
Nein
Nein
2500 mal NEIN.
Dann weiß es irgendwann : Nein , kein Süßes vor dem Essen
Bei einem Kind ohne ADHS, darf dann auch mal ein Ausnahme- Ja kommen und es würde es als Ausnahme erkennen.

Ohne Medis würdest du es ca 6- 8 mal so oft sagen müssen, damit sich ein zuverlässiger Lernerfolg einstellt. Ist einmal ein Ausnahme-Ja dabei, fängst du praktisch von vorne an, weil es das nicht als Ausnahme erkennen kann.

Dein Kind lernt auch in den Ferien weiter, es trainiert "richtiges" Verhalten und Lernen.