Hausfrau und Mutter. Es nervt

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von anoli71 17.09.08 - 10:44 Uhr

Hi,
wir haben zwei wunderschöne Kinder,
Sohn 3 und Tochter 1 Jahr alt.

Seit vier Jahren bin ich nun schon in Elternzeit und gehe nächstes Jahr wieder arbeiten. Endlich.
Bei uns ist alles schön. Nettes Haus, nette Nachbarn, netter Turnverein, nette Krabbelgruppe, nette Kinder zum Spielen....

Und doch: fühle ich mich soooo eingeengt in dieser kleinen netten Welt. Morgens fühle ich mich wie bei -und täglich grüßt das Murmeltier-. Kinder waschen/wickeln, anziehen, Geschirrspüler ausräumen, saugen, Essen kochen, Kind aus Kiga holen, spielen, .....

Tag ein Tag aus.

Pfffff. Es langweilt mich so und macht mich echt unzufrieden.
Auf der anderen Seite würde ich aber nicht vorher regelmäßig arbeiten gehen, weil ich denke, so lange ich nicht zwingend muß bin ich es meinen Kindern irgendwie schuldig zumindest zwei Jahre ihres Lebens uneingeschränkt Zeit für sie zu haben.
Wenn ich erst einmal wieder arbeite wird das sicher anders sein.

Wer fühlt mit mir?

I.


Beitrag von exoticcocktail 17.09.08 - 10:52 Uhr

Hallo I.,

ich fühle mit Dir #liebdrueck

Glaube mir anders rum ist die Welt auch nicht rosa.

Wir haben erst ein Kind (14 Monate) und ich arbeite schon seit 9 Monaten wieder (19h verteilt auf 2-3 volle Tage in der Woche).

Es ist auf jeden Fall ein Ausgleich, aber!! die Zeit fehlt ungemein mit unserer Kleinen. Manchmal wünsche ich mir uneingeschränkt Zeit zu haben.

Du hast das "Ende" der Litanei ja schon vor Augen. Also genieße die Zeit und nimm Dir einfach die Freiheit (wenn es sich organisieren läßt) abends mal nur für Dich Zeit zu verbringen (VHS-Kurs....)

Wenn Du wieder in die Arbeitwelt zurückkehrst vergehen die Wochen noch viel schneller wie eh schon.

Liebe Grüße
Exotic
#klee

Beitrag von jasudan 17.09.08 - 10:52 Uhr

hallo,

ich fühle mit dir!!!!

bin seit zwei jahren zu hause (habe gleich zu beginn der schwangerschaft ein beschäftigungs verbot aufgedrückt bekommen) und mit fällt langsam die decke auf den kopf...

zum einen ist es der gleichbleibende tagesablauf (was den haushalt betrifft) und die immer selben themen die man z.b. auf dem spielplatz/spielgruppen etc. austauscht.

ich werde aus dem grund ab oktober wieder für drei tage in der woche arbeiten. dadurch erhoffe ich mir neue impulse, herausforderungen und endlich mal wieder einen vorgegebenen zeitplan (#schein#hicks)!


lg jasmin

Beitrag von sadu81 17.09.08 - 10:56 Uhr

Hi,

ich kann mich schon in deine Lage versetzen, auch wenn ich das so nie erlebt habe.

Wir haben "nur" einen Sohn (2 J.) und ich bin nach dem Muschutz wieder in Vollzeit angefangen.

Allerdings bin ich mir sicher, dass es mir recht schnell so "ergangen" wäre, wie dir jetzt. Ich bin einfach nicht die "typische Mama und Hausfrau", deren Leben damit erfüllt ist.

Ich habe aber auch keine Schuldgefühle meinem Sohn gegenüber, weil ich so früh wieder arbeiten war.

Ich sage mir immer: Wenn es mir gut geht, geht es auch meinem Sohn gut. Soll heißen: Wenn ich den halben Tag genervt bin, unzufrieden, unausgeglichen, dann wirkt sich das natürlich auf meinen Sohn aus. Für uns ist unsere Wahl optimal. Unser Sohn wird tagsüber hervorragend betreut. Die Zeit, die mir dann mit unserem Sohn bleibt, nutze ich intensiv.

Ich denke, bei dir wird es Zeit, wieder eine andere Aufgabe zu erfüllen. Ich denke zwar, dass dir der Einstieg ins Berufsleben ein wenig schwer fallen wird, aber du wirst sehen, es wird dir nach einiger Zeit wieder besser gehen.

LG
sadu

Beitrag von sakirafer 17.09.08 - 10:58 Uhr

Huhu,

ich glaube, wirklich recht, ist es nie wirklich :-)

Seit Lukas ein Jahr ist, arbeite ich 25 Stunden pro Woche und manchmal würde ich gerne noch ein paar Monate hintendran hängen. Aber ich bedauere die Tatsache, wieder zu arbeiten, nicht wirklich. Früher oder später kommt der Zeitpunkt ja eh.

Aber 4 jahre ist echt lange, da kann ich schon verstehen, dass einem die Decke auf den Kopf fällt. Vor allem hatte ich in meinem Jahr Elternzeit oft den Eindruck, von Nichtmüttern (m oder w) nicht immer für voll genommen zu werden. Das fand ich schade.

LG Sara

Beitrag von biene81 17.09.08 - 11:05 Uhr

Hallo,

fuer mich war es klar, dass ich nach einem Jahr wieder arbeiten gehe, nun gut, waren am Ende 15 Monate, aber egal.
Nicht weil ich muss oder wir das Geld brauchen, sondern weil ich nicht in die Situation kommen wollte, in der Du jetzt bist. Unzufrieden sein als Mutter und Hausfrau, das waere schlimm fuer mich, ganz ehrlich.
Meine Kleine geht 4 Stunden am Tag zur TM und ist vollkommen gluecklich da. Sie hat andere Kinder um sich, einen grossen Garten mit lauter Spielzeugen, gesundem Essen, etc, pp.
Warum sollte ich ein schlechtes Gewissen haben? Ich schulde meinem Kind ein glueckliches, abwechslungsreiches Leben. Und das heisst nicht, dass ich permanent mit ihr zusammen sein muss.

LG

Biene

Beitrag von cat3112 17.09.08 - 11:47 Uhr

Hi,

ich kann dich sehr gut verstehen.
Ich wäre, höchstwahrscheinlich jetzt dann auch wieder ein paar Stunden in der Woche arbeiten gegangen, wenn ich nicht wieder schwanger wäre. Ich merke, dass Anna jetzt so langsam auch ohne mich klarkommt und sehr gerne allein mit anderen Kindern spielt. Also wäre eine KiTa das richtige für sie - aber deshalb bin ich ja trotzdem zu Hause. Ich bin jetzt nicht wirklich unglücklich, ich weiß aber, dass ich noch mindestens 1 1/2 Jahre zu Hause bin, weil ich für das andere Baby genauso da sein möchte und abwarten will, bis das Kleine soweit ist, wie Anna jetzt.
Aber deine Zeit ist ja jetzt absehbar. Es wird dir sicher Spaß machen und dann sieht alles schon wieder ganz anders aus.

Machs gut!

Grüße
Nina mit Anna 15Monate und #ei 27ssw.

Beitrag von sweetlilly 17.09.08 - 11:53 Uhr

Oh Mann, du spricht mir aus der Seele, ich bin zwar erst seit 14 Monaten zu Hause, aber ich habe das gleiche Problem. Dabei habe ich immer Schuldgefühle, weil man ja eigentlich glücklich sein wollte und sein Kind ja auch liebt, aber es erfüllt mich eben nicht, nicht mehr, eitdem sowas wie Alltagstrott reingekommen ist. Unser Zwerg ist total lieb, schläft durch, isst alles, aber es ist Routine, elbst die Krabbelgruppe! Ich aheb selbst keinen Bock mehr jeden Tag rauszugehen, spazieren, ist ja auch immer die gleiche Strecke und treffen tuen wir nie jemanden, auf dem SPielplatz ist vormittags n ie jemand, jetzt bei dem Wetter sowieso nicht mehr,...

Ich fühle mich total einsam, alle meine alten Freundinnen sind berufstätig ohne Kinder, oder Mütter die wieder arbeiten gehen. Ich überfalle abends immer meinen Mann, weil ich froh bin mit einem Erwachenen zu reden.

Manchmal habe ich das Gefühl mein Sohn langweilt sich auch. Ich habe leider in der Anfangseuphorie 3 Jahre Erziehungsurlaub genommen, aber ich will jetzt bei meinem AG anfragen, ob ich nächstes Jahr wieder arbeiten kann, so 2-3 Tage die Woche oder4 halbe Tage, ich will einfach mal wieder mit Kollegen reden, und nicht über Kinder, Herausforderungen haben etc.

Ich dachte immer ich wäre augefüllt als Mutter, aber leider nicht und das machte mir bis jetzt immer zu schaffen, aber wenn cih von euch lee, bin ich froh, dass es nicht nur mir so geht!

LG Sarah (+ Luis 14 Monate)

Beitrag von diepinky 17.09.08 - 12:08 Uhr

hi!
kann dich gut verstehen - würde mir genauso gehen aber zum glück hab ich viel zu nähen. werd bald ein gewerbe an melden. aber manchmal ist es stressig, da titus noch nicht in den kiga geht. da liegt oft sehr viel arbeit und ich muss dann "nachtschicht" schieben.
ich kann nicht ohne nadeln, kreide, meterweise stoffe.....usw.
ich hab noch einen tag vor der geburt meines sohnes an der nähma gesessen und noch was für den faschingsverein genäht und als ich wieder zuhause war, gings weiter;-)... kann halt nicht ohne.
hast du nicht noch n kreatives hobby oder ähnliches? irgendwas, wo du abends mal alles raus lassen kannst....irgendwas, wo du siehst - geil! das hab ich jetzt gemacht....eben was anderes als putzen oder spüli aus räumen denn davon sieht man letztendlich nicht lange was

lg pinky

Beitrag von eumele76 17.09.08 - 12:36 Uhr

Hi,

ich kann dich sehr gut verstehen.

Seit 3 Tagen bin ich wieder Vollzeit-Mami und es ist sehr ungewohnt.

Habe nach 1 Jahr wieder angefangen zu arbeiten, jedoch hat mein Mann einen Job in der Schweiz angetreten und Samuel und ich ziehen nun in 3 Wochen nach.

Also bin ich wieder in Elternzeit zurückgegangen, und Samuel geht noch bis zum Umzug in die Krippe. So kann ich morgens packen.

Aber vor der Zukunft hab ich dennoch ein bisschen Bammel. Wieder "nur" Hausfrau und Mutter und dann noch in einem fremden Land ohne soziale Kontakte.

Ich hoffe wir finden schnell Anschluss und auch Samuel gewöhnt sich schnell ein. In die Krippe wird er leider nicht gehen können, da ich nicht arbeiten werde und somit die Krippe zu teuer ist.

LG,
Nina mit Samuel 15 Monate

Beitrag von elvira79 17.09.08 - 13:09 Uhr

Hallo,

ja, ich kann dich verstehen, mir geht es genauso. Aber ich wußte, dass es so kommen würde, daher gehe ich wieder 30 h arbeiten, wenn mein Sohn 1 Jahr alt ist (ist alles bereits geregelt). Eigentlich wollte ich schon nach 5 Monaten wieder los, aber mein Sohn war in dieser Zeit noch zu labil, ich hätte kein gutes Gefühl gehabt, ihn abzugeben (er wurde 8 Monate voll gestillt, bis heute noch überwiegend gestillt, schläft erst seit er 9 Monate alt ist im Liegen ;-).... - kleiner "Puderpopo" halt).

Derzeit geht es meinem Sohn sehr gut, er ist aufgeschlossen, neugierig. Und ich langweile mich, mir geht es schlecht in dieser "Scheinwelt" des Hausfrau- & Mutterdaseins. Ich weiß ja, dass ich wieder arbeiten will und muss, daher kommt mir das ewige Treffen mit Mitmüttern, Kindergruppen, Kinderkurse etc. einfach surreal vor. Und mein Hirn ist schon vollkommen verkalkt ;-)

Ich freue mich auf den Job, obwohl ich dafür 3,5 Tage die Woche arbeite und zusätzlich täglich 2 Stunden Fahrzeit habe (daher arbeite ich 30 h, weil ich dafür 40 h unterwegs bin und Betreuung bezahlen muss :-().

Ich denke, VHS-Kurse und Hobbies sind nicht das gleiche. Zumal: warum Geld ausgeben, wenn doch mit dem gleichen Effekt Geld einnehmen könnte?

LG, Elvi