Wann Einschulung & Frage zum IQ?

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Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von nudelmaus27 18.09.08 - 12:50 Uhr

Hallo Ihr!

Meine Tochter hat noch massig :-p Zeit bis sie in die Schule kommt, dennoch würde mich interessieren, wann sie eingeschult wird. Ihr Geburtstag ist der 26.08.2006 und wir wohnen in Sachsen! #danke

Weiterhin weiß ich von meiner Freundin, dass Einschulungstests gemacht werden. Nun ist ihr Sohn ein Frühchen (23. SSW) und laut dem Test hat er einen IQ von 80 und soll deshalb auf die Lernförderschule. Wie hoch ist denn ein "normaler" Durchschnitts-IQ wenn man in die "normale" Grundschule darf? #danke

Ach so und ist es echt so, dass Kinder die auf die Lernförderschule gehen keinen Abschluss haben #schock, also quasi nur ein Abgangszeugnis bekommen?

Danke euch für Antworten,
Nudelmaus

Beitrag von amorvincitomnia 18.09.08 - 13:04 Uhr

Der Durchschnitt liegt bei 100, wenige Leute liegen über 130, das wäre eine Hochbegabung, wenige unter 70, das gilt dann als geistige Behinderung. Mit einem IQ von 80 ist er also ein "klassischer" Fall für die Förderschule. Hoffentlich gefällt es ihm dort! Unser Sohn ist auf die Hörgeschädigtenschule gekommen, er ist hochbegabt und hat zwei oder drei Förderkinder in der Klasse, aber das klappt sehr gut, er fühlt sich wohl.

Nein, natürlich bekommen auch Förderkinder Schulabschlüsse! Es ist schwierig, eine gute Ausbildung danach zu bekommen, aber das ist es mit Hauptschule auch, da muss man sich dann halt als Eltern stark dahinter klemmen, dass es klappt. Wir kennen über das Reiten mehrere Kinder auf der Förderschule, auch Lernbehinderte, und mehrere von denen haben es sogar zu Ausbildungen wie Zahnarzthelferin oder Mechaniker geschafft, was ich ganz toll finde, da sind aber, wie gesagt, die Eltern stark dahinter. Unser Sohn wird aufs Gymnasium wechseln, wenn er die Grundschule abgeschlossen hat.

Mir scheint, Deine Freundin muss sich noch ziemlich stark informieren! Von Sachsen Schulrecht habe ich keine Ahnung, diese Infos findest Du auf dem Server Eures Bildungsministeriums, bei uns ist sechs Jahre verpflichtend (SH).

VG, Barbara

Beitrag von butler 19.09.08 - 21:25 Uhr

lies mal hier!
http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligenzquotient

Übrigen s´ hat der IQ wenig mit den tatsächlichen Leistungsvermögen zu tun.
Wichtig ist das das Kind spaß am lernen hat und glücklich ist.

lg. Sandy

Beitrag von amorvincitomnia 20.09.08 - 21:24 Uhr

Ich glaube, das ist Dir verrutscht und ging an die Ausgangsposterin? Übrigens ist das kein besonders guter Eintrag, finde ich.

Beitrag von emmapeel62 18.09.08 - 13:07 Uhr

Zu Deiner ersten Frage:

"Mit dem Beginn des Schuljahres werden alle Kinder, die bis zum 30. Juni des laufenden Kalenderjahres das sechste Lebensjahr vollendet haben, schulpflichtig."

http://www.revosax.sachsen.de/Details.do?sid=6415311626464&jlink=p27&jabs=41

2006 + 6 = 2012 "Kannkind" oder 2013. Darauf verlassen kannst Du dich aber nicht, möglicherweise wird das Datum noch geändert.

Gruß
Mrs. Peel

Beitrag von marion2 18.09.08 - 14:17 Uhr

Hallo,

es gibt viele Kinder, die erst einmal auf die Grundschule gehen um dann doch in die Förderschule zu wechseln und es gibt Kinder, die erst auf die Förderschule und dann doch auf die Grundschule gehen.

Der IQ sagt nicht viel darüber aus, welchen Schulabschluss das Kind einmal haben wird. Zum einen entwickeln sich Kinder in unterschiedlichem Tempo und zum anderen spielt die Lern- und Leistungsbereitschaft eine große Rolle, die sich beim Kind erst noch entwickeln muss.

LG Marion

Beitrag von diegute 18.09.08 - 14:26 Uhr

Hallo,

kümmer Dich um die Einschulung deiner Tochter wenn sie fünf Jahre wird. Bis dahin weißt du über die dann gültigen Schulgesetze bescheid.

Auf der Förderschule gibt es den Förderschulabschluss.
Aber was solls, wenn der Junge Probleme hat mit dem Lernen - dann muss er nunmal dahin! Schick ihn doch auf ne höhere Schule - wenn er es schafft o.k. wenn nicht, dann seit doch froh das es die Möglichkeit der Förderschule gibt. Es wäre bei Überforderrung doch nur todunglücklich.

Und was sagen IQ Zahlen denn schon aus.....#aergerDie Kinder werden bei Lernauffälligkeiten auf Sonderschulen geschickt und nicht nach IQ-Zahlen. Auch bei einem sehr hohen IQ können die Probleme riesig sein!

diegute

Beitrag von biene21083 18.09.08 - 16:13 Uhr

Hallo,

der Durchschnitt liegt zwischen 85-115

Mein Sohn wurde auch getestet, aber auch nur, weil er von Geburt an auffällig in der Entwicklung ist. Von gesunden Kindern hab ich noch nicht gehört, dass ein Test gemacht worden ist

Ein Besuch einer Förderschule hat aber nichts mit dem IQ zu tun, da hängen noch viel mehr Faktoren eine Rolle.

Mein Sohn geht übrigens auf eine Förderschule Sprache, eine Förderschule Lernen habe ich aus mehreren Gründen abgelehnt.

Lg Maja

Beitrag von zanadu 18.09.08 - 17:05 Uhr

Hallo, natürlich gibt es einen Anschluß. Die Kinder können danach (heute ) oft den Hauptschulabschluß machen. Meine Nichte macht jetzt grade ihren Realschulabschluß und lernt Maler . Was die Kinder aus sich machen wird sich zeigen. Bei uns stand grade ein Mädchen in der Zeitung das hat das 2 beste Abi in unser Stadt gemacht, dieses Mädchen hat sich von der Förderschule raufgearbeitet.

Beitrag von manavgat 19.09.08 - 10:08 Uhr

Eine Schwalbe macht keinen Sommer!


Gerade Mädchen mit geringwertigen Abschlüssen werden oft: nichts! Will heißen: Friseuse oder schwanger...

Gruß

Manavgat

Beitrag von nudelmaus27 19.09.08 - 12:49 Uhr

Hey!

Ich habe das Posting reingestellt und danke dir erstmal für die Antwort.

Der Kleine um den es geht, ist übrigens nicht mein Kind sondern der Sohn meiner Freundin. Er ist in der 23. SSW als Zwillingskind zur Welt gekommen, seine Schwester ist leider verstorben. Der kleine Mann hat schon gut aufgeholt aber ein Problem mit den Stimmbändern. Er kann nicht laut reden, nur so kratzig oder leise eben. Und er ist sicher nicht dumm aber eben ein Jahr hinterher. Nun ist er 6 geworden auf auf dem Stand von 5 Jahren. Zum Einschlungstest wurde ein Test für 6 jährige genommen, wo eben rauskam: Lernförderschule! Meine Freundin war total alle und sah ihn schon in 10 Jahren vorm Arbeitsamt sitzen. Ich bin da eher positiv und denke auch wenn er jetzt auf die Förderschule geht ab nächstes Jahr, hat er immer noch die Möglichkeit nach ein paar Jahren zu wechseln, da ja niemand weiß wie er sich weiterentwickeln wird.

Ein was aber muss ich an deinem Beitrag kritisieren, du schreibst besonders aus Mädchen wird dann nichts = Friseurin oder schwanger. Ich bin auch kein Freund von 16jährigen Muttis die zeitlebens vom Amt leben aber Friseurin ist für mich ein ordentlicher Beruf auch wenn man da echt wenig verdient. Manch eine schafft es sogar zum eigenen Salon :-)!

In diesem Sinne,
Gruß Nudelmaus

Beitrag von manavgat 19.09.08 - 14:06 Uhr

Ein Beruf - so schön er sein mag - der kein Überleben sichert, hat keinen Wert.

Mit den Leistungen der handelnden Personen hat das nichts zu tun. Bruttojahresgehald nach Tabelle: 15.000 Euro. Das muss man nichts mehr kontrovers diskutieren, oder?

und wieviele Salons in den letzten Jahren pleite gegangen sind, das kannst Du bei der IHK erfahren...

Zum eigentlichen Thema: Förderschule vermeiden!

Gruß

Manavgat

Beitrag von nudelmaus27 19.09.08 - 15:04 Uhr

Hallo!

Ich muss mal sagen, wenn du der Meinung bist das bei einem Bruttojahresgehalt von 15.000 € nichts mehr zu diskutieren ist, gebe ich dir zwar Recht aber was meinst du wie viele Menschen nur so viel oder gar weniger verdienen und keine Friseure sind?

15.000 € Jahresbrutto sind ca. 950 € Monatsnetto, meiner Freundin ihr Mann ist Elektriker und verdient weniger, meine Mutter arbeitet im Büro einer Apothekeabrechnungsfirma und verdient weniger, mein Mann arbeitet in 3 Schichten als KFZ-Mechaniker und verdient nur knapp mehr, ich möchte jetzt nicht anfangen von wegen komm mal in den Osten, nee du ich denke überall in Deutschland gibt es Gegenden wo man nur soviel oder weniger verdient und dafür 40 Stunden und mehr die Woche schufftet. Wenn ich dir dann noch verrate das ich für 4 € die Stunde bis 22 Uhr arbeite und meine Nachbarin sich für knapp 5 € die Stunde die Nacht als Köchin um die Ohren schlägt... naja. Und wir sind keine von den 16jährigen Hartz IV Mamis im Gegenteil ich habe sogar eine Fachwirtausbildung. Mein letztes Jobangebot im Büro war eine Chef-Sekretärinnenstelle 40 Stunden die Woche für schlappe 800 € netto #schock und das in der Landeshauptstadt!!!

... ich sage nur willkommen in der Realität und sicherlich wird es mit einer Förderschulenausbildung nicht besser!

Gruß von einer nachdenklichen Nudelmaus

Beitrag von manavgat 19.09.08 - 10:06 Uhr

Ich würde Dir empfehlen, von einer guten Psychologin einen Test machen zu lassen, ohne vorher von dem anderen Testergebnis zu sprechen. Sag einfach, Du machst Dir Sorgen und möchtest wissen, wie er steht. Ein IQ-Wert ist übrigens immer nur eine Absicherung nach unten. Heißt: Dein Kind ist nicht blöder als IQ 80. Kann aber auch mehr sein. Einer meiner Schüler hatte IQ 80 Testergebnis und war gut in einer normalen Hauptschule, er machte den Quali mit etwas besser als 3.

Das deutsche System Kinder auszusortieren und auf Sonderschulen abzuschieben wird in Fachkreisen schwer kritisiert. Gesellschaftlich ist es ein Problem, aber auch für das einzelne Kind selbst. Schüler passen sich in der Lerngruppe an. Ist die Lerngruppe schlecht, lernt auch der einzelne schlecht.

Ich arbeite mit Schülern und habe auch schon einigen geholfen, die verhasste Sonderschule zu verlassen. Problem oft: sie haben dort kein Englisch. Gehen sie dann auch eine andere Schule, kommen sie in diesem Fach nicht mit.

Es gibt auch die Möglichkeit, die Kinder in einer normalen Schule zu lassen und den Förderbedarf durch eine Fachkraft abzufangen, die in die Schule kommt. Das kostet aber mehr und die Sonderschülen hätten dann keine Schüler mehr...

Alles Gute

Manavgat