Darf man denn nur Stillen, wenn es einem Spaß macht?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von brilliantblue 24.09.08 - 14:08 Uhr

Hallo!

Ehrlich gesagt, bin ich nicht eine von den Frauen, die total im Stillen aufgehen. Im Prinzip mache ich es hauptsächlich, weil es am gesündesten für meinen Kleinen ist und um Allergien vorzubeugen. Eigentlich finde ich es aber eher lästig. Trotzdem halte ich schon 4 Monate durch. Ok, inzwischen habe ich mich echt schon ganz gut dran gewöhnt und finde es nicht schlimm oder so, aber die Abhängigkeit nervt halt schon manchmal.
Wenn ich das jemandem erzähle, bekomme ich meistens zu hören, daß es doch keinen Sinn hat zu stillen, wenn man nicht voll dahinter steht.
Reicht es etwa nicht, daß ich es für das Wohl meines Kindes tue?
Leider sehe ich die anderen Vorteile nicht. Es ist nicht mal kostengünstiger, weil ich einen sehr hohen Verschleiß an Stilleinlagen habe. Und daß die Brust so oder so nicht mehr hängt, kann mir auch niemand erzählen. Und in der Öffentlichkeit würde ich auch nur im äußersten Notfall stillen (sonst würde ich meine Brust ja auch nicht einfach so der Öffentlichkeit präsentieren), so daß ich unterwegs auch ständig nur in Hetze bin.

LG, Brilli

Beitrag von perserkater 24.09.08 - 14:23 Uhr

Hallo Brilli

ich finde es toll, dass du es machst auch wenn du dabei nicht aufgehst wie ne Lotusblüte;-)

Silleinlagen gibt es auch waschbare, im DM z.B. die sind echt super und es kostet auf die Dauer nicht so viel!

Ich persönlich kanns gar nicht erwarten, bis mein Krümel zur Welt kommt und ich wieder stillen kann!:-)

Grüßle
Sylvia & Tim(21 Monate) + #ei 9.SSW#huepf

Beitrag von mapala 24.09.08 - 15:17 Uhr

Glückwunsch zur #schwanger...

@brilli
Ich finde es sehr gut, dass du das Wohl deines Kindes über deines stellst. Ich bin der meinung, wenn man wirklich nicht überzeugt ist vom Stillen, dann macht man das auch nicht, leider, leider gibt es immer noch genug Mamas, die nicht so davon überzeugt sind.
Aber du tust es, und das ist gut so, musst ja nicht ewig stillen ;-), aber bissl noch vielleicht? dein Kind dankt es dir bestimmt in jeder Minute.
Bald bist du wieder freier, aber deine kinder bleiben deine kinder...

Beitrag von perserkater 24.09.08 - 16:45 Uhr

#danke #huepf

Beitrag von brilliantblue 26.09.08 - 00:18 Uhr

Hi!

Zum Thema Stilleinlagen: Ich habe 6 Paar waschbare hier zu Hause liegen, alle von verschiedenen Firmen und aus verschiedenen Materialien. Manche sind nach einer Stunde, mache nach 3 Stunden durchgeweicht und alles wird naß. Die einzigen Stilleinlagen, mit denen ich gut klar komme sind die einmalverwendbaren von Lansinoh. Billigere habe ich natürlich auch schon verschiedene ausprobiert, aber da wurde ebenfalls alles naß (vor allem nachts). Meine Brust ist irgendwie besonders undicht, ich weiß ja auch nicht...

Beitrag von dasissjakompliziert 24.09.08 - 14:26 Uhr

ich finde es super, wenn DU trotzdem so lange durchhältst..bin selbst Langzeitstillmama, aber hab auch oft Momente, an denen ich total genervt bin..und frag mich dann auch: darf ich nicht trotzdem mal genervt sein, auch wenn ich mich für den Weg entschieden hab?
Lieben Gruß!

Beitrag von mimi1977 24.09.08 - 15:20 Uhr

Hallo,

sind wir mal ehrlich!
Mir gehts genauso!
Es ist anstrengend. JA. Und auch zeitraubend. JA.#schwitz
Aber was macht man nicht alles für die Krümel.#baby
Und ich habe in meinen Kursen noch keine Mama gehört, die gesagt hat, dass es die grosse Erfüllung ist!
Das ist doch die Realität.:-)

Zur Vorrednerin (Noch-Nicht-Mama) kann ich nur sagen, dass man sich immer viel vornimmt und doch alles anders kommt.

Ich habe immer gesagt : wenn es mit dem Stillen nicht klappt, dann füttere ich zu, um den Stress rauszunehmen.

Und was ist nun? Tja, meine Kleine ist nun 2 Monate alt und ich mühe mich seit Anfang, um mehr Milch /und dass sie besser trinkt und auch zunimmt.
Alles habe ich bisher gemacht (Abpumpen, Milchbildungstee ohen Ende, Milchbildugnskugeln, alkoholfreier Sekt *lecker).
Und irgendwie hab ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich nach nem stressigen Tag an Zufüttern denke.

Ich werde also wie Du noch ein paar Monate durchhalten... solange es die Milch und die Gewichtszunahme noch hergibt.

Also Kopf hoch und weiter so!#ole

Und zum Stillen in der Öffentlichkeit: ich habe am Anfang auch meine Probleme damit gehabt. Mittlerweile ist mir das egal... Hauptsache weniger Stress!#cool

Beitrag von brausepulver 24.09.08 - 16:28 Uhr

Ich fnde dich super! ICH liebe das Stillen zwar aber ich finde es total toll, das du zum Wohl deines Kindes stillst und nicht zufütterst!

Echt #cool

Beitrag von feinst82 24.09.08 - 16:35 Uhr

Hallo!

Ich habe meinen ersten Sohn auch nur gestillt, weil es am gesündesten ist. Ich war nie entspannt beim Stillen, wollte nicht in der Öffentlichkeit stillen, nicht mal vor meinen Eltern, ich hasse meine Brust seit je her und konnte mich nicht überweinden sie zu "präsentieren". Ich war immer im Stress beim Stillen und hatte auch die 4 -6 Monate vor durchzuhalten, schließlich habe ich dann 8 Monate gestillt, zwar zum Schluss nur noch nachts aber immerhin.
Ach ja, dank meinem sch**** Busen und meinem kaputten Rücken funktionierte das ganze auch nur im Liegen, ncoh schlimmer...also hatte ich bei allen Verwandten ein Stillplätzchen im Schlafzimmer :-[.
Diesmal ging ich mit mehr Freude daran und nun funktionierte es nicht...hatte gleich nach 1,5 Wochen so ne schlimme Brustentzündung dass ich im KH lag und nach einer Woche mit höllischen Schmerzen und ständigem Anlegen und Abpumpen bei blutiger Brustwarze und trotzdem keinem Tröpfchen Milch auf der rechten Seite habe ich abgestillt. Erleichtert und doch mi schlechtem Gewissen weil es für mein Baby besser gewesen wäre.

LG Doris

Beitrag von snoopster 24.09.08 - 17:06 Uhr

Wenn das so wäre hätte meine Tochter nie was zu essen bekommen - ich fand stillen nicht so prickelnd, und sie die Flasche nicht!
Ich hab trotzdem acht Monate voll gestillt - auch essen wollte sie nix - und zehn Monate lang noch nachts. Dann musste ich abstillen, wegen Medis und war froh, dass es endlich nen Grund gab, den Absprung zu schaffen.
Ich sah nicht nur aus wie ne Milchkuh, sondern fühlte mich auch noch wie eine. Es war echt kein Spaß. Meine Brüste waren riesig und sind es leider immer noch, ich habe zwar in der Öffentlichkeit gestillt, mir war es unangenehmer, jedem nachher zu erklären, warum denn eine T-Shirt Seite komplett nass ist!
Ich habe nachts geflucht, geschimpft, geschrien und gegen Dinge gehauen, weil mir alles so zuviel war - aber ich hab durchgehalten - meinem Kind zuliebe!

Nein, ich bin keine Supermami, aber stolz auf mich, ich habe ihr "vergeben" für ihre Brustsucht und ja, ich bin total durchgeknallt, Nr. 2 wird auch gestillt #schwitz.

LG Karin mit Paula und Nr. 2 26. SSW

Beitrag von dedundanton 24.09.08 - 17:32 Uhr

<<Im Prinzip mache ich es hauptsächlich, weil es am gesündesten für meinen Kleinen ist und um Allergien vorzubeugen<<

Mit Stillen machst du auch keine Erbanlagen kaputt. Denn ob dein Kind Allergien hat oder nicht, liegt an der erbstruktur, die bei der zeugung festgelegt wird. Die macht das Stillen leider nicht kaputt.
Ich habe 3 Kinder, konnte nie voll stillen, weil ich trotz allem nicht genug Milch bekomme.

Sorry, aber den ganzen tag das Kind am Busen? Nee. Und meine Kinder sind gesund.
Die Kinder meiner Bekannten, beide voll gestillt, haben Neurodermis, Asthma, Hausstauballergie und Tierhaarallergie.

So, und mittlerweile wüßte ich auch nicht, wie das mir mehreren Kindern funktionieren soll. Leider sind die beiden Großen nicht in der lage allein zum KIGA und zur Schule zu gehen. mein Sohn ist 6, die andere 4.
Mein Mann ist zu früh aus dem Haus.
Und nun?
Was nun? Kiond vor Hunger schreien lassen? Kinder auf eigene Gefahr allein gehen lassen? Was ist mit dem rest Haushalt?
Die anderen dümpeln nur vor sich, weil ja um jeden Preis gestillt werden muß?
Ansonsten ist man eine böse Rabenmutter? Es gint nichts schlimmeres hier als dieser Stillwahn, dieser Suppermutter- Komplex. Wenn ich die Mamis mit gesenkten Köpfen nach dem Motto " hoffentlich sieht mich keiner" bei den Säuglingsmilchen sehe, wie verschämt und hastig die Packung Milch gepackt wird, schnell zur Kasse hin als sei man auf der Flucht, kriege Ich Brechreiz.
Diese Supermuttis, Stillen, Tragen, Selberkochen, und obendrein die in ihren Augen Asi-muttis beschimpfen die Flasche geben, Gläschen kaufen, und mal eine Brotrinde oder ein Brötchen geben, weil die zähne kommen oder die dem kind das ganz normale Familienessen geben, und kein Bio kaufen, die haben schlichtweg komplett einen an der Waffel und sind mir ein absoluter Dorn im Auge.
Zumal wenn man nach ihnen geht, ich von einer absoluten schlampe großgezogen wurde, der man hätte das Sorgerecht entziehen müssen.
Ich durfte sogar fernseh gucken und Süßes essen. Wurde nicht gestillt, und habe mit 10 Monaten sogar schon Linsensuppe gegessen. #schock Ich lebe!;-)

Wenn du das mit dem Stillen nicht mit dir vereinbaren kannst, dann still ab.
Stillen müßen beide wollen. Und stillen muß einem schon liegen. Und ja, es muß auch mit dem Leben vereinbar sein.

LG

Beitrag von annesarah2002 24.09.08 - 18:35 Uhr

hallo,

erstmal möchte ich sagen: jede frau sollte ihre entscheidung allein treffen. und wenn sie es lästig findet zu stillen, es aber trotzdem tut, finde ich das super.

jeder sollte auch seine eigene einstellung haben. und wenn es solche mamas gibt, die stillen, tragen, selberkochen usw. dann ist es auch ok. wenn sie es mit ihrem gewissen vereinbaren können ist es doch gut.

ich habe selber 4 kinder. 2 davon 4,5 bzw, 6,5 monate voll gestillt. danach haben auch meine die flasche bekommen, weil meine milch einfach zu wenig war. und wieso sollte man da ein schlechtes gewissen haben, nur weil man die flaschennahrung kauft?????? es kann eben nicht jede mama stillen.

auch mit 3 oder 4 kindern kann das stillen aber gehen. man muß es nur wollen. es ist bei der menge kindern dann einfach eine sache der organisation.
als mein kleiner geboren wurde, hatte ich 2 kids im kiga. die wollten auch weggebracht worden sein. habe die kids fertig gemacht, je nach bedarf noch gestillt und ann sie hingebracht. es ist einfach eine timing sache. macht es euch doch nicht so schwer.

steht zu eurer entscheidung und dann seid zufrieden. es gab zeiten, da fand auch ich das stillen lästig, aber ich fand es toll, eine solch innige beziehung zu meinem kind aufbauen zu können.

lg manu mit sarah, anne, patrick und danny

Beitrag von denise83 24.09.08 - 20:52 Uhr

Hallo,

also ich muss sagen ich finde es toll das Ihr stillt obwohl es oft schwierig ist. Ich habe mir in der Schwangerschaft vorgenommen zu stillen und habe nach Schmerzen, wunden Brüsten nicht durchgehalten und zugefüttert. Nun gebe ich nur noch PRE und bin sehr glücklich damit.

Wir haben einen geregelten Tagesablauf und dem Kleinen geht es gut. Ich könnte mir im Moment nicht mehr vorstellen das Baby alle 2 Stunden für min. 30 min. an der Brust zu haben.

Das sind meine Erfahrungen, wie gesagt ich hätte mir gewünscht zu stillen, aber es kommt oft anders als man denkt.

Liebe Grüße

Denise und Heikki *19.08.08

Beitrag von onetta 24.09.08 - 23:34 Uhr

Hallo Brilli,

ich wollte auch gerne stillen, leider hat es nicht geklappt. Deshalb pumpe ich Milch ab und füttere sie mit Fläschchen. Bei meiner Großen habe ich 6 Monate abgepumpt, bei meiner Kleinen hat der vierte Monat angefangen. Und ich kann dir sagen, dass das bestimmt kein Spaß ist.
Aber die Milch ist da, es ist das beste für das Kind, also mache ich es. Ich wollte eigentlich nach 4 Wochen abstillen, konnte es für mich moralisch aber nicht vertreten, also mache ich weiter.

Viele Grüße
Onetta

Beitrag von rosa_hamster 25.09.08 - 10:21 Uhr

Zu so was sage ich auch noch gern meine Meinung;-)

Ich habe beide Kinder nicht gestillt. Sie sind beide strotzend gesund, sie wurden immer mit Liebe und ziemlich nah am Körper mit viel Kuscheln gefüttert, sie haben keine Allergien und auch sonst keine Mangelerscheinungen - ich hätte nie in der Öffentlichkeit stillen wollen und habe germerkt, dass ich einfach nicht dahinter stehe. Bei meiner ersten Tochter wollte ich gern stillen und war dann mit der ich glaube 7. Brustentzündung in 7 Wochen im Krankenhaus. Das Abstillen war ne Wohltat!! Ich finde Stillen abgesehen davon auch nicht wirklich schön, es gibt ja Leute, die Hängen sich Fotos davon auf :-D, nee, ich weiß nicht, aber vielleicht kommt das gestörte Verhältnis eher von der schlechten Erfahrung davon!

Was man ja auch nicht vergessen darf: Mein Mann hat die beiden sehr liebevoll auch füttern dürfen! Und das haben alle sehr genossen. Ich, weil ich mal schlafen durfte. Mein Mann war stolz wie Bolle. Und die Kleinen haben zu ihm vielleicht auch eine tolle Bindung und waren nie nur Mama-fixiert, zumindest nicht, wennes ums Füttern geht.;-)

Liebe Grüße und einen schönen #sonneTag!

Katrin