Hilfe! Werde nur noch als Nuckelhilfe missbraucht - möchte abstillen!

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von biene8520 29.09.08 - 19:50 Uhr

Hallo!

Unsere Kleine - 12 Monate - hat plötzlich nach ihrem Geburstag seltsame "Ansichten" entwickelt - so möchte sie z.B. keinerlei Schläfchen mehr machen, außer dem Mittagsschlaf von max. 1 1/2 Std. und sie nimmt keinen Schnuller mehr! Wäre nicht so schlimm, wenn sie das Durchschlafen nachts nicht auch aufgegeben hätte! Seit ca. 6 Wochen wird aus dem Durchschlafen ein Dauernuckeln, und zwar nicht mehr am Schnulli, sondern nur noch an mir! Sie kommt mittlerweile fast stündlich die Nacht über und an Schlaf ist bei mir kaum noch zu denken. Ich kann nicht mehr! Und ich will mittlerweile auch nicht mehr! :-[

Tagsüber würde sie auch noch dauernd an die Brust, wenn ich sie ließe, obwohl sie gut ihren Brei oder Brot etc. isst.

Bei wem war das ähnlich und was soll ich machen? Einfach nachts ne Flasche Wasser anbieten und sie gar nicht mehr an die Brust lassen hab ich schon probiert! Ich kann nur sagen, man, hat die ne Ausdauer! Sie brüllt dann und brüllt und brüllt.... Wasser will sie nicht, denn sie hat ja keinen Durst, sondern will nur nuckeln, aber Schnulli wird direkt in die Ecke gefeuert....

Habt Ihr irgendwelche Tipps? Einfach weinen lassen, das tut mir auch irgendwo leid...

Danke für Eure Antworten und liebe Grüße
Biene

Beitrag von munirah 29.09.08 - 20:03 Uhr

Bei meinem zweiten Kind lief das etwas anders, aber das, was mir geholfen hat, würde ich in jedem Fall wieder machen.
Da ich häufig Probleme hatte (z.B. viele Brustentzündungen), wollte ich nach über 10 Monaten meinen Sohn abstillen, obwohl das für ihn zu früh war. Also stillte ich ihn noch im Urlaub, aber als zu Hause der Alltag einkehrte machte ich Ernst. Ich zog mir engere Oberteile an, so dass mein Sohn nicht mehr so leicht an die Brust konnte, ignorierte häufig möglichst lange seine Signale, wenn er an die Brust wollte und versuchte ihn irgendwie abzulenken. Wenn er sich ablenken ließ, war es gut, sonst ließ ich ihn doch noch an die Brust, aber nur zum Trinken.
Das alles hätten wir nicht geschafft ohne viel Nähe. Also durfte er hin und wieder mit in unser Bett und tagsüber hatte ich ihn eine zeitlang öfter und länger im Tragetuch. Es war eine harte Zeit für mich, und ich musste den kleinen hin und wieder mal für ein paar Stunden abgeben um wieder kraft zu tanken. Es ist so schwer, wenn der Wunsch nach Abstillen einseitig ist - also nur von mir. Beim ersten Kind war es einfacher, weil wir beide aufhören wollten.

Viel Erfolg wünscht

Munirah

Beitrag von biene8520 30.09.08 - 09:07 Uhr

Hallo!

Danke für Deine Antwort!

Es wird sicher nicht einfach werden, aber da müssen wir beide - das Kind und ich - wohl durch.

LG
Biene

Beitrag von gute.hexe 29.09.08 - 20:12 Uhr

Ich kann zwar nicht aus Erfahrung sprechen, aber ich denke es hat seinen Grund wiese deine Tochter auf ein Mal so viel Mami will tanken.Vieleicht macht sie in der Entwicklung viele Fortschritte... Oder hast angefangen zu arbeiten? Aber eine Stillbeziehung sollte immer für Mutter und Kind stimmen! Vieleicht kann dir eine Stillberraterin weiter helfen.
Hier ein Link: www.lalecheliga.de

lg ramona

Beitrag von biene8520 30.09.08 - 09:08 Uhr

Hallo!

Nein, ich arbeite nicht, bin den ganzen Tag mit ihr zusammen, spiele viel mit ihr etc.

Danke für den Link, ich werde dort mal nachhören.

LG
Biene

Beitrag von jasudan 29.09.08 - 20:42 Uhr

hallo biene,

gute tipps wurden schon gegeben, da kann ich mich nur anschließen.

ansonsten kann ich dir sagen, dass ich das selbe mit meinem sohn erlebte/erlebe.
kaum war der erste geburtstag um wollte er nur die brust und nichts festes mehr essen.
der grund dafür kam ganz schnell. es kamen zwei neue zähne innerhalb drei wochen. er lernte laufen, erste worte kamen über seine lippen und er ahmt jede tätigkeit von uns nach.
du siehst es ist eine sehr unruhige zeit und da ist es verständlich, dass dein kind mehr nähe sucht.
ich habe begonnen mehr mit ihm zu schmusen (nachdem ich ihm feste nahrung gegeben habe;-) ). habe ihn noch mehr in meine tätigkeiten mit einbezogen (z.b. darf er das geld der kassirerin geben oder am fußweg das signal für die ampel auslösen oder er dreht am morgen die kurbel der flockenquetsche etc.).
sein verlangen wurde in den letzten 2,5 monaten weniger jedoch kommt es immernoch vor, dass ich nachts 5 mal als nuckel diene...

lg jasudan

Beitrag von biene8520 30.09.08 - 09:10 Uhr

Hallo!

Danke auch Dir für Deine Antwort! Ja, Zähne kriegt sie auch gerade, das mit der Entwicklung hab ich auch schon dran gedacht, aber irgendwie tröstet mich das nur tagsüber, aber nicht nachts, wenn ich todmüde und nicht schlafen kann... :-)

LG
Biene

Beitrag von jasudan 30.09.08 - 09:35 Uhr

guten morgen biene,

so geht es mir auch....
heute nacht wollte er 4 mal ran und da er im liegen gleich wieder einschläft, mag er nur im sitzen gestillt werden....
dem entsprechend bin ich dann auch wach.
ich versuche mich dann im laufe des tages mal hinzulegen. meistens lege ich mich mit ihm hin wenn er seinen einzigen tagesschlaf abhält. ich bin dann immerwieder erstaunt, dass mir 15 minuten oder max. eine halbe stunde ausreichen.

schau auch, dass du hin und wieder etwas für dich alleine unternimmst oder mit deinem partner zusammen. dein kind wird sich schnell daran gewöhnen, dass mama und papa für zwei drei stunden weg sind. es bewirkt wunder#liebdrueck

ich wünsche dir viel kraft und ruhe#blume

lg

Beitrag von biene8520 30.09.08 - 09:51 Uhr

Hallo!

Danke für Deine Antwort!

Ab und an schlafe ich auch ein, wenn ich sie zum (einzigen) Mittagsschläfchen hinlege. Ich bleibe dann immer bei ihr und manchmal bin ich dann auch weg... :-)

Ja, wahrscheinlich hast Du recht, dass man auch mal was alleine unternehmen sollte. Werde mal versuchen, das umzusetzen! :-D

Dir auch alles Gute und viel Kraft, wenn es Dir ja genauso geht, dann kannst Du die auch brauchen.

LG
Biene

Beitrag von jasudan 30.09.08 - 10:01 Uhr

danke dir!

ja, befinde mich seit juli auf einer durststrecke und hoffe von tag zu tag auf besserung...
mein mann nimmt unseren sohn mir oft ab, damit ich einfach zeit für mich habe. beginne nun auch wieder zu arbeiten (drei vormittage) in der hoffnung dadurch wieder mehr kraft und mehr zeit (wie paradox) für mich zu haben.

ich kann dir die la leche liga nur empfehlen. wir haben hier sogar eine gruppe die sich einmal im monat trifft. es tut so gut von anderen müttern zu hören, dass es ihnen nicht anders ergeht/erging. und was mich jedesmal hoffen lässt ist, wenn ich die älteren kinder sehe die diese phase hinter sich gebracht haben...sie sind so selbstbewusst, selbstständig und ruhen in sich, einfach herrlich.

alles gute!