Wie zeitintensiv ist ein Hund???

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von samira 02.12.09 - 17:09 Uhr

Hallöchen zusammen!

Wieviel Zeit am Tag brauche ich in etwa für einen Hund???
Mein Mann hätte schon länger gern einen, aber ich habe Bedenken das ich zu wenig Zeit habe, denn die meiste Arbeit wird wohl an mir hängen bleiben.

Vielleicht können mir ja einige Hundebesitzer ungefähr sagen wieviel Zeit sie mit dem Hund verbringen :-)

Vielen Dank schonmal und liebe Grüße

Samira

Beitrag von cherymuffin80 02.12.09 - 17:35 Uhr

Also das kommt unter anderen auch auf die Rasse an und ob ihr euch nen Welpen holen wollt oder einen Hund vom Tierheim der älter ist, nen Welpe braucht sehr viel Zeit da er anfangs alle 2 Stunden raus muss und auch die Erziehung zeitintensiev ist.
Nen älterer Hund der vieleicht auch schon ruiger ist ist vieleicht die bessere Lösung.

Und wie gesagt, es gibt Hunde wie z.B. Hüterassen oder Jagdhundrassen die sehr viel Beschäfftigung brauchen.
Aber so 2 Stunden Gassi gehen sollten schon allgemein drinn sein am Tag, mindestens! Und zu Hause ist der Hund ja auh nicht unsichtbar und will beachtet werden ;-)

Beitrag von dominiksmami 02.12.09 - 17:40 Uhr

Hallo,

wir fahren hier im Moment absoluten Sparkurs mit unserem armen Hund, ich habe schon ein richtig schlechtes Gewissen *seufz*, aber da ich gerade erst Schwanger bin und es mir nicht so gut geht ( Blutungen in der 9. und 10. Woche, 14 Tage liegen, jetzt noch Übelkeit, Schwindel etc.) schaffe ich im Moment nicht das volle Programm.

Momentan sehen unsere Tage so aus:

Morgens vorm Frühstück 20 Minuten Gassirunde,

Mittags ca. 40 Minuten Spaziergang

Abends nochmal 20 Minuten Gassierunde

Das ist aber definitiv auf Dauer zu wenig.


Sonst siehts hier so aus:

Morgens 30 Minuten Runde

Mittags 1 bis 1 1/2 Stunden Spaziergang

Abends 30 Minuten bis eine Stunde Gassierunde

das wären dann rund 3 Stunden Spaziergang am Tag,

dazu kommt bei meinem Hund,

ca. 10 Minuten Futterzubereitung
ca. 2 Minuten Bürsten ( er hat ganz kurzes Fell und keine Unterwolle, ich Bürste quasi nur den Staub raus *g*)
ca. 20 Minuten spielen
und ( obwohls ja keine "Arbeit" ist) ca. 45 Minuten schmusen

also nochmal etwas über 1 Stunde, macht insgesamt gut 4 Stunden reine Hundebeschäftigung am Tag.

Das ist natürlich nur eine sehr wage Rechnung, wenn man jetzt noch Tierarztbesuche, Hundeschule und dergleichen einrechnen würde, käme man sicher noch auf die ein oder andere Stunde mehr.

lg

Andrea

Beitrag von glu 02.12.09 - 17:57 Uhr

Insgesamt drei Stunden für Gassi gehen und spielen mit Hundekumpels!

15 - 30 Minuten Gehorsam (inkl. Belohnungspiel)

Morgens schmusen vor'm Aufstehen, Abends schmusen vor'm TV und manchmal rumrollen mit Herrchen auf dem Boden ;-)

Wenn ich eh auf der Couch sitze und ne Hand frei habe, dann lass ich ihn nicht abblitzen wenn er kuscheln kommt (nein, er fordert mich nicht auf, er lehnt sich nur an und schläft, ich nutze das ihn dabei auch zu streicheln ;-))

Zum Hundesport gehen wir nicht mehr ... wir versuchen es wie oben beschrieben zu schaffen, klappt nicht immer, wir geben uns aber Mühe!

lg glu

Beitrag von samira 02.12.09 - 19:18 Uhr

Schonmal vielen Dank für eure Antworten

Puhhh, hab ich mir fast schon gedacht das ich dafür nicht die Zeit aufbringen kann mit wochenweise halbtags arbeiten, Kleinkind, Perserkatze, 2
Zwergkaninchen und Haushalt.

Liebe Grüße Samira

Beitrag von frau2808 02.12.09 - 21:44 Uhr

Hallo Samira, schaff dir keinen Hund an NUR weil dein Mann einen möchte. Es ist ein sehr zeitaufwändiges Hobby und es muß der ganzen Familie klar sein was das bedeutet.
Wir haben einen Welpen daher weiß ich genau wovon ich hier schreibe. Dazu haben wir 2 Kinder, gehen beide Arbeiten und Finn (Welpe)ist zur Zeit im Zahnwechsel, das bedeutet dass er alles (ALLES!!) annagt was er finden kann.

Uns macht diese "arbeit" spaß und wir versuchen uns die Zeit gut einzuteilen, einer alleine würde das nicht schaffen.

Ansonsten finde ich, ist, einen Hund zu haben,das schönste was es gibt.

LG Alexandra

Beitrag von andreag1302 03.12.09 - 06:29 Uhr

Hallo,
ich geh morgends eine Stunde,mittags zwei,Abends nochmal eine Stunde.
Dazwischen machen wir Übungen,Kuscheln,Spielen Fellpflege usw.
Ist schon aufwendig,kommt aber eben auch auf den Hund an.

LG Andrea mit Sky und Joy

Beitrag von girl08041983 03.12.09 - 08:35 Uhr

Huhu Samira,

also Ares (Dalmatiner und 6 Monate) geht 3x am Tag raus.

Morgens und abends 15min für´s normale Gassi gehen und mittags 1-2,5 Std Spaziergang und/oder Hundewiese.
Im Sommer geht er statt 2x Gassi, 2x die große Runde (mach die momentan wegen der frühen Dunkelheit nicht).

Ansonsten will er natürlich zwischen durch noch ein wenig Spielen.

Lg Lia

Beitrag von sohnemann_max 03.12.09 - 11:14 Uhr

Hallo,

das kommt auf das Tier drauf an würde ich mal sagen.

Unser Hund ist ausgesprochen pflegeleicht. Wir haben uns extra einen 10jährigen Hund aus dem Tierheim geholt und es war die beste Entscheidung die wir getroffen haben.

Er kennt Grundkommandos (die für uns vollkommen ausreichend sind), versteht sich mit allem - egal ob Hase, Katzen, Hunde, kleine Kinder, große Kinder und Erwachsene. Er kann gut alleine bleiben, fährt gerne im Auto mit und macht selbst im Hotel kein Theater.

Wir haben ein Haus mit großem Grundstück und es sind ca. 100 Meter um mit ihm richtig Gassigehen zu können. Mehr als 1,5 Stunden intensive Beschäftigung gibt es bei uns eigentlich nicht. Er bekommt zwar den ganzen Tag Beachtung, Knuddeleinheiten - aber das läuft so beiläufig mit.

Gassigehen an sich ist bei uns mittags angesagt. Da trabe meistens ich mit ihm max. 1 Stunde durch die Gegend. Abends so gegen 20 Uhr machen wir dann noch einmal einen Rundgang von ca. 20 Minuten.

Inzwischen ist er 14 Jahre alt und ihm langt es auch vollkommen, wenn er zum Pieseln in den Garten kann und dann momentan auf einer Thermodecke auf der Terrasse liegen kann. Ich hole ihn aber immer nach 10 Minuten wieder rein - ist zu kalt momentan.

Im Sommer ist meistens draussen im Garten und kommt wirklich nur zum Fressen ins Haus (wir sind aber auch zu 90% draussen) und nachts zum Schlafen.

Unsere Nachbarn haben sich einen Huskywelpen geholt und da sieht es natürlich ganz anders aus. Sie laufen tatsächlich mindestens 4 Stunden am Tag durch die Gegend, besuchen eine Hundeschule und fangen jetzt auch an, mit dem Fahrrad zu fahren - sonst kann sich der Hund nicht richtig Auspowern.

Wir sind glücklich so wie es ist und werden - wenn unser Hund einmal nicht mehr ist - wieder ein altes Tier bei uns aufnehmen. Das fügt sich in unser Leben einfach besser ein. Die Zeit für einen jungen Hund hätten wir auch nicht wirklich. Mein Mann Schichtdienst, ich bin zweimal in der Woche in der Arbeit, zwei Kinder, 3 Katzen und ein Kaninchen...

LG
Caro

Beitrag von 3wichtel 03.12.09 - 11:19 Uhr

Viel schlimmer als den täglichen Zeitaufwand fand ich immer das logistische Vorgehen bei Familienausflügen.

Im Sommer mal einen ganzen Tag mit den Kindern ins Freibad: Wo bleibt der Hund?

Freizeitpark: Mit Hund anstrengend (Leinenzwang, darf nicht in alle Bereiche, wer bleibt während der Karussellfahrten draussen), ohne Hund: wo soll er so lange bleiben?

Urlaub: Campingplatz mit Hund okay. Aber wo bleibt er bei Tagesausflügen? Im Auto geht im Sommer ja schon mal nicht.

Heute bin ich froh "nur" noch Meerschweinchen zu haben. Die haben sich gegenseitig und nehmen es nicht krumm, wenn mal 8 Std. keiner da ist. Im Gegenteil: Dann spielen sie im Gehege so richtig wilde Sau, wie man an der überall herumliegenden Einstreu sehen kann.

Beitrag von kathja1983 03.12.09 - 13:53 Uhr

Ich kann nur von meinen beiden erwachsen Hunde reden .....

Morgens wenn ich von der Arbreit komme gehe meistens eine halbe std mit den Laufen ...denn Haushalt und über Mittag gehe meistens noch so 1 1/2 bis 2 std raus und Abends nochmal so 20-30 min ....plus zu Hause kleine Spielchen oder Tricks lernen . Achja und jeden Samstag noch 1 std Hundeschule sowie am WE immer Hundewald dort können sie sich richtig austoben mit ihren Freunden !

Fellpflege tgl bei mir cirka 5 min pro Hund , naja und Futter stell ich morgens hin ( Tagesration) , geht alles automatisch , Katzen füttern , Hunde füttern , Kanninchen füttern , Molche füttern #schein

Beitrag von kja1985 03.12.09 - 16:27 Uhr

Hallo Samira,

wie schon gesagt wurde braucht ein Welpe oder Junghund sehr viel mehr Zeit als ein erwachsener Hund. Und dann kommt es auch noch darauf an wie anspruchsvoll die Rasse ist.

Ich überschlag mal eben. Wir sind am Tag mindestens zweieinhalb Stunden draussen (und das ist Minimum, wenn schönes Wetter ist sind wir mindestens doppelt so lang draussen). Immer wenn mein Mann frei hat gönne ich dem Hund einen zweistündigen Waldspaziergang allein mit mir. Füttern inkl. Näpfe reinigen und Hundebürsten, Krallen schneiden, Hund abputzen wenn wir reinkommen ist nochmal etwa eine halbe Stunde. Zweimal am Tag üben wir für etwa eine Viertelstunde Grundgehorsam. Also noch einmal eine halbe Stunde. Ausserdem braucht mein Hund viel Ansprache und Kuscheln, aber das läuft eher so nebenbei. Ich quassel ihn zu während ich abspüle und abends liegt er auch mal hinter meinem Stuhl. Sobald ich irgendwo sitze quetscht er sich zu mir und will gestreichelt werden. Also der reine Zeitaufwand sind Minimum dreieinhalb Stunden am Tag bei uns.

Da wir eine Laufhunderasse haben muss ich auch grosse Strecken mit ihm zurücklegen. Zehn Kilometer am Tag bräuchte er mindestens, schaff ich aber nicht immer weil meine Kinder so trödeln, dafür darf er dann freilaufen. Wir ziehen bald um und dann werde ich darauf achten dass unsere Wohnumgebung fahrradkompatibel ist, damit ich ihn ausreichend bewegen kann.

Ausserdem machen wir zwischendurch immer wieder Suchspiele und Mantrailing (rassegerechte Auslastung). Bisher aber nur auf Amateurbasis, läuft meist neben dem Gassigehen.

Also wenn du denkst dass viel Arbeit an dir hängen bleibt solltest du schon auch einen Hund haben wollen, denn sonst hängt dir die Arbeit nach kurzer Zeit zum Hals raus ;-)