Weihnachtsgedichte ....

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Beitrag von sweet-mama01 06.12.09 - 12:35 Uhr

hi,

also ich habe noch kein gedicht welches meine tochter ( 8 J ) dem W-mann vortragen kann. #niko

habt ihr ein paar tolle gedichte ?? freue mich sehr über eure vorschlaäge.

kenn ihr eins wo dies hier drinne vorkommt ?? ich weiß leider nicht wie es heißt .

" mich zu beschenken macht viel sinn, weil ich so bescheiden bin. "

wünsche euch einen schönen #kerze#kerze advent und ein tollen nikolaustag #niko

lg sonja

Beitrag von shorty23 06.12.09 - 13:29 Uhr

Hallo Sonja,

das Gedicht, das du meinst, heißt "Gerüchte vom Weihnachtsmann", findest du hier http://www.kurzgeschichten-verlag.de/weihnachtsgedichte/weihnachtsgedicht-121.html

Ich finde dieses hier ganz schön:

Weihnachtskind

Wie ist's doch heut im Zimmer
so hell, so wunderschön!
Mir ist's, als hätt' ich nimmer
so vielen Glanz gesehn.

Gewiss habt ihr bereitet,
ihr Eltern süß und lieb,
uns all die Lust und Freude
dem Weihnachtskind zulieb.

Ich hörte viel erzählen
von Hirten auf dem Feld,
von Königen, die erwählen
ein Kind zum Herrn der Welt.

Lehr mich die Hände falten,
du holdes Kindlein, du,
dass ich dir möge danken,
den Eltern auch dazu.

LG und ebenfalls schönen #niko
Annette

Beitrag von dore1977 06.12.09 - 14:03 Uhr

Hallo,

mein Lieblingsgedicht ist die Weihnachtsmaus:




Die Weihnachtsmaus
Ein Gedicht von James Krüss

Die Weihnachtsmaus ist sonderbar,
sogar für die Gelehrten,
Denn einmal nur im ganzen Jahr
Entdeckt man ihre Fährten

Mit Fallen oder Rattengift
Kann man die Maus nicht fangen,
Sie ist , was diesen Punkt betrifft,
Noch nie ins Garn gegangen.

Das ganze Jahr macht diese Maus
Den Menschen keine Plage,
Doch plötzlich aus dem Loch heraus
Kriecht sie am Weihnachtstage

Zum Beispiel war vom Festgebäck,
Das Mutter gut verborgen,
Mit einem Mal das Beste weg
Am ersten Weihnachtsmorgen.

Da sagte jeder rundheraus:
Ich habe nichts genommen,
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
Die über Nacht gekommen.

Ein andres Mal verschwand sogar
Das Marzipan vom Peter,
Was seltsam und erstaunlich war,
Denn niemand fand es später.

Der Christian rief rundheraus:
Ich hab es nicht genommen,
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
Die über Nacht gekommen.

Ein drittes Mal verschwand vom Baum
An dem die Kugeln hingen,
Ein Weihnachtsmann aus Eierschaum,
Nebst andren leckren Dingen.

Die Nelly sagte rundheraus:
Ich habe nichts genommen,
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
Die über Nacht gekommen.

Und Ernst und Hans und der Papa,
Die riefen: Welche Plage!
Die böse Maus ist wieder da,
Und just am Feiertage!

Nur Mutter sprach kein Klagewort,
Sie sagte unumwunden:
Sind erst die Süßigkeiten fort,
Ist auch die Maus verschwunden.

Und wirklich wahr: Die Maus blieb weg
Sobald der Baum geleert war,
Sobald das letzte Festgebäck
Gegessen und verzehrt war.

Sagt jemand nun, bei Ihm zu Haus -
Bei Fränzchen oder Lieschen -
Da gäb’ es keine Weihnachtsmaus
Dann zweifle ich ein bisschen!

Doch sag’ ich nichts, was jemand kränkt!
Das könnte Euch so passen!
Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
Bleibt jedem überlassen!


LG dore

Beitrag von zaubertroll1972 06.12.09 - 19:46 Uhr

Hast Du kein längeres gefunden??? Das Kind ist 8 Jahre alt #schein

Beitrag von lena10 06.12.09 - 20:24 Uhr

Wieso? Kinder können oft leicht und gut auswendig lernen. Man muss ihnen allerdings auch mal etwas zutrauen und sie fordern.

Ich hab aus diesem Gedicht drei Strophen heraus gestrichen und mein Sohn hat es auswendig gelernt.

Eben hat er es dem Nikolaus vorgetragen!

Ach ja, mein Sohn wird Ende Februar 5 Jahre alt.

Gruß, Lena

Beitrag von dore1977 06.12.09 - 20:48 Uhr

Hallo.

meine Tochter hat das zusammen mit ihrer gesammten Vorschulklasse (Alter 5-6 Jahre) auswendig vorgetragen. Klar es waren 20 Kinder und konnten sich gegenseitig helfen wen einer nicht mehr weiter wusste, daher sehe ich kein Problem das es ein 8 jähriges Kind auswendig lernen kann.

Wem s zu lang ist kann ja wie vorgeschlagen einzelne Strophen raussuchen.

LG dore

Beitrag von zaubertroll1972 07.12.09 - 10:40 Uhr

Okay, vielleicht bin ich einfach zu faul sowas mit meinem Kind zu lernen.
Ehrlich gesagt sehe ich da jetzt auch nicht sooo den Sinn darin :-)
Wenn es für die Schule wäre, okay....aber ansonsten fällt mir gerade auch kein Grund ein.
An den Nikolaus glaubt er sowieso nicht mehr ....LG Z.

PS: Aber stimmt...Dein Gedicht ist ja recht kurz...unten fand ich noch ein doppelt so langes :-p

Beitrag von baltrader 07.12.09 - 22:08 Uhr

Wie haben wir das nur in der Schulzeit gemacht? Ich mußte in der ersten Klasse (mit 6/7 Jahren) auch dieses Gedicht auswendig lernen, man solls nicht glauben, die ganze Klasse hat überlebt :-p

Ich suche noch nach einem plattdeutschen Weihnachtsgedicht für meine Tochter, letztes Jahr hatten wir schon so ein schönes, vielleicht bringt sie ja auch was aus der Schule mit.

Lg,

Mimi

Beitrag von zaubertroll1972 07.12.09 - 22:34 Uhr

Wie gesagt....wenn es für die Schule wäre, okay...dann würde ich es ganz sicher mit meinem Sohn lernen.
Aber so....wofür denn?
Wieso suchst Du nach einem Gedicht für Deine Tochter?
Aus welchem Grund muß ein Kind ein Gedicht auswendig lernen? :-) Ich versteh`s nicht?! Für den Nikolaus #huepf
Naja...okay...such mal weiter! Falls mir zufällig plattdeutsche Weihnachtsgedichte vor die Füße falle werde ich sie Dir zukommen lassen ;-)

LG Z.

Beitrag von baltrader 07.12.09 - 22:43 Uhr

Das ist nett, danke.

Einfach, weil ihr das ganze Spaß macht, sie lernt gern Gedichte, Verse und Lieder auswendig und wird uns dann Heilig Abend ein Gedicht aufsagen können :-D

Beitrag von zaubertroll1972 07.12.09 - 23:09 Uhr

Achso...sie macht das gerne....na dann ist es doch toll! :-)
Viel Spaß Euch dann beim Gedichte vortragen....

Beitrag von simnik 06.12.09 - 14:28 Uhr

mir gefällt das hier

das unser Sohn voriges Jahr mit 7 Jahren genommen

Weihnachten
von Joseph von Eichendorf

Markt und Straßen stehn verlassen,
still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend' geh ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heil'ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt's wie wunderbares Singen-
O du gnadenreiche Zeit!

Simnik

Beitrag von sabinelindmeier 06.12.09 - 14:30 Uhr

Ich liebe "Ladislaus und Annabella", auch von James Krüss

http://weihnachtsstadt.de/Gedichte/kinder/Ladislaus_und_Annabella.htm

Ladislaus und Annabella

von James Krüss (1926)

In der Ecke eines Fensters
Unten rechts im Warenhaus,
Sitzt die Puppe Annabella
Mit dem Bären Ladislaus.

Annabella weint und jammert,
Ladislaus, der grunzt und schnauft:
Weihnachtsabend ist gekommen,
Und die zwei sind nicht verkauft.

"Armer Bär!" seufzt Annabella,
"Arme Puppe" schluchzt der Bär.
Tränen kullern in die Ecke,
Und das Herz ist beiden schwer.

In dem leeren Warenhause
Löscht man langsam Licht um Licht,
Nur in diesem einen Fenster,
Da verlöscht die Lampe nicht

Voller Mitleid mit den beiden
Läßt der brave alte Mann
Von der Wach- und Schließgesellschaft
Diese Lampe an.

Dann verläßt er Annabella
Und den Bären , welcher klagt,
Und mit sehr gepreßter Stimme
"Lebewohl" und "Servus" sagt.

In der menschenleeren Straße,
Abendstill und schneeverhüllt,
Sind die beiden in dem Fenster
Ein betrüblich Jammerbild.

Traurig vor der großen Scheibe
Fallen Flocken, leicht wie Flaum,
Und im Haus gegenüber
Glänzt so mancher Lichterbaum

Zehn Uhr schlägt's vom nahen Turme,
Und fast schlafen beide schon,
Da ertönt im Puppenhause
Laut das Puppentelefon.

"Hallo!" fragt der Bär verschlafen.
"Hier im Kaufhaus. Wer ruft an?"
Da vernimmt er eine Stimme,
Und die brummt: "Der Weihnachtsmann!"

Oh!" ruft Ladislaus erschrocken.
"Was darf's sein ich bitte sehr?"
"Eine schöne Puppenstube,
Eine Puppe und ein Bär!"

"Das ist alles noch zu haben!"
Ruft die Puppe Annabella.
"Kommen Sie zum Warenhause
Unten rechts, doch bitte schnell!"

Das ist eine Überraschung!
Ladislaus kämmt schnell den Schopf
Und die Puppe Annabella
Flicht ein Schleifchen in den Zopf.

Und schon zehn Minuten später
Kommt ein Schlitten, kommt ein Roß,
Und ein Alter steigt vom Schlitten,
Und ein Schlüssel knarrt im Schloß.

Ladislaus, der quiekt und jodelt,
Annabella lacht und singt,
Als der Weihnachtsmann die beiden
In den Pferdeschlitten bringt.

Grad in diesem Augenblicke
Kommt der brave alte Mann
Von der Wach- und Schließgesellschaft
Wieder zur Kontrolle an.

Höflich grüßt er die Gesellschaft,
Springt zurück ins Warenhaus,
Holt die schöne Puppenstube,
Und dann trägt er sie hinaus.

Leise sagt er zu der Puppe:
"Frohes Fest, mein kleines Kind!"
Während eine kleine Träne
in den großen Schnurrbart rinnt.

"Frohes Fest!" sagt Annabella.
"Frohes Fest sagt Ladislaus,
Dann wird's dunkel in dem Fenster
Unten rechts im Warenhaus.