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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von teni78 07.12.09 - 14:29 Uhr

Hallo ihr lieben!

hatte heute Termin zur Besprechung und zum kennen lernen einer hebamme, bei der ich entweder eine Hausgeburt machen kann, oder die mich als Beleghebamme in ein Beleghebammen Kh begleitet.

In dem Gespräch habe ich dann mal so nebenbei erfahren, das die Geburt im Krankenhaus mit einer Beleghebamme 350 Euro kostet, die ich selbst bezahlen soll iund die Krankenkassen das nicht zurückerstatten!

Das selbe bei einer Hausgeburt!!!

Ich finde das echt zum (kotz)

350 Euro kann ich nicht aufbringen, dafür das ich eine Beleghebamme mit ins Kh nehmen kann.

Also mal wieder nur was für die Leute die genug Geld haben??

Wie seht ihr das!

Bitte keine Antworten wie: "Das wäre mir die geburt wert.. ect.. "
Wert kann sie es einem auch sein und das Geld hat man trotzdem nicht dafür.

lg

Beitrag von inajk 07.12.09 - 14:41 Uhr

Das ist ja wohl das letzte. Kaiserschnitt fuer Tausende Euros wird finanziert, aber eine HG, die echt ein Schnaeppchen ist, nicht. Unglaublich.
Hier in NL kann man waehlen und selbstverstaendlich wird alles gezahlt von der Kasse. Ausserdem Wochenbettpflege (die ersten 8-10 Tage ca.4-5 Stunden am Tag), und das ist toll nach einer HG...

LG
Ina

Beitrag von lieke 07.12.09 - 18:18 Uhr

Hallo Ina,

"hier in NL" wird auch nur dann alles von der Kasse gezahlt, wenn man ordentlich Zusatzversichert ist, für meine Wochenbettpflege habe ich ca. 200 Euro zuzahlen müssen.

Krankenhausgeburten ohne med. Indikation sind auch nicht gratis!!! Der Preis, den man für die augenscheinlich billigere Versorgung bezahlt ist außerdem hoch, es sterben viel mehr Säuglinge während Geburten als in andere europäischen Ländern.
Es ist definitiv nicht richtig, was du schreibst,

LG,
Lieke

Beitrag von itsmyday 08.12.09 - 18:17 Uhr

Hi Lieke!

Gibt es dafür eine Quelle? (ich meine die erhöhte Säuglingssterblichkeit!) #kratz

Würde mich interessieren.....schließlich sieht ganz Europa auf die NL in dieser Frage! #schwitz

Lg Itsy

Beitrag von lieke 08.12.09 - 20:48 Uhr

Hi Itsy,

ja und nein. Es gibt im Moment eine offizielle Untersuchung des niederländischen Gesundheitsministeriums. Geklärt werden sollen die Ursachen und ob das System so noch durchführbar ist. Es gab sehr viel Berichterstattung diesbezüglich in der letzten Zeit, auch im TV.

Quelle direkt also nein, noch nicht....aber die Amtsmühlen mahlen ja bekanntlich langsam!

Warum interessiert es dich?

LG
Lieke














Beitrag von inajk 09.12.09 - 22:38 Uhr

Diese Information stimmt so nicht. Dh die Fakten an sich ja, aber die Interpretation nicht. Die Saeuglingssterblichkeit ist erhoeht verglichen mit europaeischem Schnitt. Aber es ist nachgewiesen, dass das nichts mit der Gebraeuchlichkeit der HG zu tun hat. Die erklaerenden Faktoren sind
- hoeheres Durchschnittsalter bei Gebaerenbden in NL verglichen mit dem EU Durchschnitt (und hoeheres Alter = erhoehte Risiken)
- hoeherer Anteil an Zwillingsgeburten in NL (noch hoeher als durch das hoehere Alter sowieso zu erwarten, nicht deutlich warum, vermutlich Kombi aus kuenstlicher Befruchtung und genetischen Faktoiren (und Zwillis = erhoehtes Risiko.
- bis 2005 (und diese Zahlen bezogen sich auf die Zeit bis 2005) wurde in NL nur 1 US (10.-12. SSW) bezahlt. DH die meisten Fehlbildungen wurden nicht bemerkt, so dass man sich vor oder unter der Geburt darauf haette einstellen koennen und das Baby evtl noch retten.

Die Zahlen ab 2006 (ab da wird ein 2. US in der 20.-22. SSW bezahlt) signalisieren uebrigens schon Verbesserung.

Soweit die Fakten. Niemand der sich ernsthaft damit auseinandersetzt behauptet, dass die erhoehte Sterblichkeit etwas mit HG zu tun haette. Uebrigens gibt es repraesentative Studien (NL sowie international) die belegen dass die HG das Risiko fuer ALLE medizinischen Komplikationen (KS, Saugglocke, schwere Risse etc) senkt, bei NICHT ERHOEHTER Saeuglingssterblichkeit verglichen mit Niedrigrisiko KKH-Geburten.

LG
Ina

Beitrag von itsmyday 10.12.09 - 09:36 Uhr

"Uebrigens gibt es repraesentative Studien (NL sowie international) die belegen dass die HG das Risiko fuer ALLE medizinischen Komplikationen (KS, Saugglocke, schwere Risse etc) senkt, bei NICHT ERHOEHTER Saeuglingssterblichkeit verglichen mit Niedrigrisiko KKH-Geburten. "

Dazu hab ich mal gehört, dass dieses Faktum aber davon kommt, dass die Risikogebärenden ja gar keine HG machen dürfen, ins KH gehen und dann natürlich eine schlechtere Statistik für die KH´s produzieren. Das stimmt ja auch irgendwie, oder?! #kratz #gruebele #schmoll

LG Itsy

Mich interessiert das Thema besonders, da die NL zumindest hier (in D) in aller Munde sind mit der hohen HG-Rate, die ja im Grunde auch viele Deutsche haben wollten......ich wüßte einfach gerne, ob ein Staat in Europa einfach sozusagen "recht hat", während es die anderen alle noch anders machen. Das finde ich einfach spannend. #hicks

Beitrag von lieke 10.12.09 - 11:50 Uhr

Hallo,

wir schweifen vom Thema ab, aber ich will dir dennoch antworten, weil ich es auch interessant finde.

"Recht" hat wohl keiner, die Wahrheit wird in der goldenen Mitte liegen und immer ein Kompromis zwischen Idealen und deren Finanzierbarkeit sein.

Ich habe jahrelang in beiden Ländern im Gesundheitswesen gearbeitet und sehe an beiden Systemen gute und schlechte Dinge.

Als ich 2003 mit Zwillingen schwanger war, war ich "neu" in NL und hatte ein Freundin, die in D gleichzeitig mit Zwillis ss war. Wir haben irgendwann beschlossen, nicht mehr über unsere Untersuchungen zu reden, weil ich mich chronisch unterversorgt fühlte und Panik bekam. Inzwischen finde ich vieles in D aber übertrieben.

Was Schwangerschaften und Fehlgeburten angeht habe ich inzwischen sehr viel mitgemacht und muß sagen, wenn ich hier im "frühen Ende" lese, bin ich oft froh gewesen, in NL zu wohnen.

Aber man muß gar nicht so große Themen suchen. Die Unterschiede fange schon an bei den Vitaminen in der Muttermilch. Stillenden Müttern in D und NL werden unterschiedliche Vitamine empfohlen. Genau wie deutsche Schwangere doppelt so viel Folsäure nehmen sollen in den ersten 3 Monaten. Ich fragen mich immer, wie kann das sein, daß es so unterschiedliche Empfehlungen gibt, da doch beiden Ländern die gleichen wissenschaftlichen Studien zugänglich sein müssten??? Das gilt ja nicht nur im Bereich SS/Geburt sondern auch zB für die Krebsvorsorge.

Also wenn es dich echt interessiert, heraus zu finden, wer Recht hat, dann hast du, glaube ich, eine Lebensaufgabe gefunden;-). Erst recht, wenn du dich nicht nur auf die NL beschränkst bei deiner Suche!

LG,
Lieke

Beitrag von itsmyday 10.12.09 - 18:58 Uhr

Alles klar......Danke für die Mühe!! #liebdrueck

Itsy

Beitrag von inajk 09.12.09 - 22:39 Uhr

Diese Information stimmt so nicht. Dh die Fakten an sich ja, aber die Interpretation nicht. Die Saeuglingssterblichkeit ist erhoeht verglichen mit europaeischem Schnitt. Aber es ist nachgewiesen, dass das nichts mit der Gebraeuchlichkeit der HG zu tun hat. Die erklaerenden Faktoren sind
- hoeheres Durchschnittsalter bei Gebaerenbden in NL verglichen mit dem EU Durchschnitt (und hoeheres Alter = erhoehte Risiken)
- hoeherer Anteil an Zwillingsgeburten in NL (noch hoeher als durch das hoehere Alter sowieso zu erwarten, nicht deutlich warum, vermutlich Kombi aus kuenstlicher Befruchtung und genetischen Faktoiren (und Zwillis = erhoehtes Risiko.
- bis 2005 (und diese Zahlen bezogen sich auf die Zeit bis 2005) wurde in NL nur 1 US (10.-12. SSW) bezahlt. DH die meisten Fehlbildungen wurden nicht bemerkt, so dass man sich vor oder unter der Geburt darauf haette einstellen koennen und das Baby evtl noch retten.

Die Zahlen ab 2006 (ab da wird ein 2. US in der 20.-22. SSW bezahlt) signalisieren uebrigens schon Verbesserung.

Soweit die Fakten. Niemand der sich ernsthaft damit auseinandersetzt behauptet, dass die erhoehte Sterblichkeit etwas mit HG zu tun haette. Uebrigens gibt es repraesentative Studien (NL sowie international) die belegen dass die HG das Risiko fuer ALLE medizinischen Komplikationen (KS, Saugglocke, schwere Risse etc) senkt, bei NICHT ERHOEHTER Saeuglingssterblichkeit verglichen mit Niedrigrisiko KKH-Geburten.

LG
Ina

PS Stimmt, ich hatte den Eigenbeitrag fuer die Wochenbettpflege vergessen :-) Aber in dem Post ging es ja um die Geburt an sich, und die wird voll verguetet.

Beitrag von yale 08.12.09 - 12:22 Uhr

Für mich hört es sich so an als wenn du frauen dafür verurteilst wenn sie ein KS haben es muss doch noch jedem selber überlassen sein wie man entbindet.

Ich denke wir zahlen genug Kassenbeiträge und Praxisgebühr da interessiert es mich nicht wieviel die kasse dafür zahlen muss.

und ich denke wenn man unbedingt ein HG haben will mache ich mich im Vorfeld vielleicht sogar schon vor der SS darüber schlau was da evtl. für kosten auf mich zukommen denn man kann von keiner Hebamme erwarten in den letzten tagen der SS ständig auf abruf zu sein und das auch noch kostenlos.

Ich finde es in Ordnung denn es ist ja nicht nur der zeit aufwand sondern auch die gefahr das auch trotz guter prognosen etwas bei der Geburt schief gehen kann.

Beitrag von inajk 09.12.09 - 22:42 Uhr

Ich verurteile sowieso keine Frauen, egal wofuer sie sich entscheiden! Darum geht es doch in dieser Diskussion gar nicht, sondern darum, was die Kasse zahlt. Und dass sie die weitaus teureren Alternativen (KKH und KS) anstandslos uebernimmt, und die Kosten der guenstigsten Alternative (HG) nur teilweise, ist doch weder logisch noch fair, oder?
LG
Ina

Beitrag von dominiksmami 09.12.09 - 16:39 Uhr

Huhu,

das stimmt so nicht.

Krankenhausgeburten werden (ohne medizine Indikation) von den niederländischen Krankenkassen nur übernommen wenn man sich ( recht teuer) zusatzversichert.

Und ohne diese Versicherungen kostet auch die ausführliche Wochenbettpflege so einiges.

lg

Andrea

Beitrag von inajk 09.12.09 - 22:46 Uhr

Ja, den Eigenbeitrag zur Wochenbettpflege hatte ich vergessen, stimmt.
Aber bist du sicher, dass die normale KKH-Geburt was kostet? Ich weiss es nicht, hatte 2 HGs, aber viele Bekannte hier haben im KKH entbunden, und ich habe noch nie gehoert,m dasas die was dafuer zahlen mussten... aber ich kann mich natuerlich irren...
LG
Ina

Beitrag von lieke 10.12.09 - 11:20 Uhr

Doch, ohne medizinische Indikation ist die KKH Geburt nicht gratis für nicht Zusatzversicherte.
Wer wenig Geld hat, hat keine Wahl, sondern muß zu Hause entbinden. Es ist also genau andersherum als bei der TE, die wegen Geldmangel ins KKH muß.

LG,
Lieke

Beitrag von lalal 07.12.09 - 14:43 Uhr

Hallo,

meine jüngste Tochter kam auch zu Hause zur Welt und ich war damals auch schon am rechnen wo ich das Geld für die Rufbereitschaft her bekomme. Denn das Geld ist nunmal weg und tut mir sehr weh bzw. hätte mir sehr weh getan.

Ich hatte Glück und meine Hebamme hat eine solche Pauschale nicht genommen! Sie sagt das sei Abzocke denn sie bekommt ja für die Geburt auch Geld von der KK.

Im Vorfeld hatte ich mich auch mit der KK gestritten und diese hätten diese Pauschale letztendlich übernommen wenn sie denn fällig gewesen wäre. Das war aber mit einem Anruf nicht getan, da muss man schon sehr hartnäckig sein und gut argumentieren. Wende dich an deine KK und lass nicht locker, manche erstatten auch einen Teil der Kosten und das ist ja auch schonmal was.

Lg

Beitrag von anjulia 07.12.09 - 14:43 Uhr

naja ... das ist halt wie mit allem, wenn man was anderes will als standard, dann kostet es halt mehr. ein einzelzimmer im kkh kostet ja auch wesentlich mehr als zwei- oder dreibettzimmer.
immerhin bekommen wir ja schon sehr viel bezahlt (nachsorge hebamme etc etc. ), das ist in anderen ländern wirklich ganz anders ... auch wenn die zuzahlungen immer mehr werden.
nicht ärgern. du musst halt abwägen, was dir wichtiger ist. wenn es unbedingt DIESE beleghebamme sein soll, wirst du das geld zusammenbekommen, wenn es nicht soo wichtig ist, sparst du sie dir.
lg :-)
anjulia (31. ssw)

Beitrag von uvd 07.12.09 - 15:05 Uhr

vielleicht solltest du die krankenkasse wechseln.
die securvita übernimmt die kosten für die rufbereitschaft der hebamme:
http://www.securvita.de/krankenkasse/leistungen/schwangerschaft-und-geburt.html

du kannst dir aber auch von verwandten, freunden etc. eine beteiligung zur geburt wünschen anstatt den 20. strampelanzug oder das 11. mobile.

es gibt auch die möglichkeit der geburtsbegleitung durch eine doula (http://www.doulas-in-deutschland.de). der verein übernimmt auf antrag die kosten für die geburtsbegleitung, wenn die finanzielle lage der eltern es notwendig macht.

Beitrag von uvd 07.12.09 - 15:06 Uhr

noch was vergessen.

es gibt auch enormes einsparungspotential bei der ausstattung. ein neugeborenes braucht kein babyzimmer, kein gitterbett, keinen kinderwagen und kein spielzeug.
da kann man etliche hunderter einsparen und kann von diesem geld dann die geburtsbegleitung finanzieren.

Beitrag von qrupa 07.12.09 - 16:20 Uhr

Hallo

und wenn man dann auch noch auf US Pauschale, Praxisgebühr und 3D Biöldchen verzichten kann fällt es nochmal leichter

LG
qrupa

Beitrag von lebelauter 07.12.09 - 15:06 Uhr

Hallo,

ja, es ist ein Luxus.

Ich strebe auch eine hausgeburt an und meine hebamme nimmt 250 € für die Rufbereitschaft. meine KK (DAK) übernimmt das nicht.

Die BKK Securvita allerdings würde das übernehmen, nur so als Tipp.

Du kannst mit der hebamme evtl ratenzahlung vereinbaren?

Ich finds auch ein Unding, dass das nicht im katalog der gesetzl. KK mit drin ist... :-(

Beitrag von lulu06 07.12.09 - 15:12 Uhr

Hallo,

ich sehe das etwas anders. Du bekommst eine Standartleitung und musst für eine Zusatzleistung extra zahlen. Das ist doch überall so?!?! In jeder Branche.

LG Lulu

Beitrag von qrupa 07.12.09 - 15:17 Uhr

Hallo

natürlich hast du Recht, aber es ist schon wirklich blöd, denn eine hausgeburt kostet die KK nur einen Bruchteil einer Klinikgeburt, selbst wenn sie die Rufbereitschaft zahlen würden.

LG
qrupa

Beitrag von lulu06 07.12.09 - 15:34 Uhr

Okay da gebe ich dir VOLLKOMMEN recht!!!

Beitrag von nisivogel2604 07.12.09 - 15:17 Uhr

Hallo,

das liegt am Gesundheitssystem. Die Hebammen behalten von dem Geld sowieso kaum was über, dafür das sie 5 Wochen 24 Stunden rund um die Uhr für dich verfügbar sind.

Ich muss 400€ zahlen für die Rufbereitschaft und das war ein echter Kampf für uns. Zum Glück konnten wir vorher die KK wechseln (zur Securvita BKK) und die übernehmen 250€ davon wenn das Baby dann da ist.

Mit meiner Hebi war vereinbart das wir das geld in Raten zahlen. Sonst hätte ich das nie im Leben gekonnt.

Du kannst aber für solche Sachen einen Antrag bei der Stiftung Mutter und Kind stellen (Caritas z.B).

LG