Gymnasium zu schwer für sie?!

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von tina_k. 09.12.09 - 19:46 Uhr

Hallo zusammen!

Meine Tochter kam dieses Jahr auf das Gymnasium, mit Empfehlung.
Sie ist immer gerne zur Schule gegangen und hatte auch Spaß daran.
Mittlerweile merke ich schon, dass sie sich verändert hat. Sie ist schon immer ein nachdenkliches Kind gewesen, doch momentan ist es sehr intensiv. Dazu hat sie in der neuen Schule keinen Spaß und ich höre jeden Tag, dass sie dort nicht hin möchte. #schmoll
Mir tut das immer sehr leid. Sie klagt auch seit Tagen jeden morgen über Bauchweh (zu Hause geht es ihr super!).
Dass man sich erstmal eingewöhnen muss ist klar.
Sie meinte auch, es liegt nicht an den Lehrern bzw Schülern.
Ich glaube sie ist dort überfordert. Und heute hat sie sogar ihre erste 5 mit nach Hause gebracht #schock.
Nun zweifle ich noch mehr, ob ich mit dem Gym die richtige Entscheidung getroffen habe.
Ich muss dazu sagen, dass ich von Anfang an eher dagegen war. Jedoch hat die Familie (und die meines Ex) mir geraten es doch zu probieren. Ich verbaue ihr sonst was #gruebel.
Warum ich dagegen war:
ich denke, dass ihre Grundschule eine sehr einfache war.
Wir sind umgezogen (da war sie Anfang dritte Klasse) und haben die GS gewechselt. Meine Tochter hat immer nur "sehr gut" und "gut" gehabt und dort fing es an mit "befriedigend". Auch da meinte mein Kind, dass die auf dieser Schule schon viel weiter wären und sie den Stoff schwerer findet.
Da sich die neue Wohnung als absolute Katastophe entpuppte haben wir nach 5 Monaten ganz schnell das Weite gesucht und zum Glück wieder in unserem alten Stadtviertel eine Wohnung gefunden. Wir durften auch wieder auf die alte GS wechseln (und alle waren wieder glücklich;-)). Dort blieb es dann wie gewohnt bei super Zensuren. Daher dann auch die Empfehlung der Lehrerin.
Soviel #bla #hicks.
Was würdet Ihr machen? Ist das nur ein Hänger und ich sollte abwarten?
Kann man einfach zur Realschule wechseln oder geht das nur nach der 6.Kl?

Über ein paar Meinungen/Erfahrungen würde ich mich freuen.

Beitrag von shorty23 09.12.09 - 20:11 Uhr

Hallo,

ich bin selbst Lehrerin am Gymnasium und habe gerade zwei 5. Klassen. Viele meiner 5er haben Eingewöhnungsschwierigkeiten, auch die ersten schlechteren Noten flattern ins Haus usw. daran muss man sich als gute Grundschülerin erstmal gewöhnen, auch dass man sich jetzt auf Klassenarbeiten vorbereiten muss usw. Was ich bei deinem Beitrag auffällig finden, dass deine Tochter nicht mehr in die Schule möchte und sich nicht wohlfühlt!
Ich würde vorschlagen, du machst einen Termin bei der Klassenlehrerin und fragst nach, wie sie denn deine Tochter so einschätzt und ob sie finde, sie sei überfordert. Ich finde eigentlich nicht, dass man die Kinder gleich nach wenigen Monaten aufgeben sollte und auf die Realschule abschieben, aber da deine Tochter selbst sagt, sie will nicht mehr hin und es würde ihr keinen Spaß machen? Ich würde wie gesagt, das Gespräch suchen, bis Weihnachten mal abwarten und schauen, dass sie über die Feiertage ein bisschen auf andere Gedanken kommt und im Januar mal ein bisschen Stoff wiederholen. Ob ich sie gleich schon zum Halbjahr auf die Realschule schicken würden, kann ich nicht sagen, das sollte dir die KL beantworten, ich kenne deine Tochter ja nicht. Bei uns in BW kann man auch zum Halbjahr zur RS wechseln, informier dich doch mal. Sprich das auch mal mit deiner Tochter durch, was sie davon hält, wie sie sich fühlt auf der Schule, bestärke sie aber auch und gib ihr das Gefühl, dass du trotzdem stolz auf sie bist usw. macht ihr ja bestimmt alles.

Alles Gute und ich hoffe, du findest eine Lösung, die euch alle glücklich macht,
Annette

Beitrag von heinzfurz 09.12.09 - 20:11 Uhr

Hallo,

meine Tochter ist auch seit diesem Sommer auf dem Gymnasium - sie hatte auf der Grundschule nur Einsen und eine zwei in Mathe.
Wir gingen davon aus, dass wir zumindest in den ersten beiden Jahren nicht so viel Stress haben. Aber weit gefehlt, auch bei uns geht es "richtig zur Sache", so sind z.B. über's Wochenende 160 Vokabeln in Englisch keine Ausnahme. Sie muss für die Arbeiten sehr viel Lernen, da im Unterricht nicht allzu viel hängen bleibt.

Trotzdem bleiben wir erst einmal gelassen und lassen uns Zeit für eine ausgedehnte Eingewöhnung. Das gesamte "Lernen" hat sich geändert und die Kinder müssen sich erst einmal daran gewöhnen.

Ich denke, deine Tochter musste schon häufig die Schule wechseln, also lasst Euch noch ein bisschen Zeit und tausch Dich mit anderen Eltern und Lehrern aus.

viele Grüße
Heinzfurz;-)

Beitrag von morjachka 09.12.09 - 20:14 Uhr

Hallo!

Habe das Gleiche erlebt wie deine Tochter, allerdings war ich da schon 14.
Mir gefiel die ganze Atmosphäre auf dem Gymnasium nicht, alles Artz-, Rechtsanwalt und Lehrerkinder.
Vorher hatte ich super Zensuren, habe das Gymnasium irgendwie hinter mich gebracht und hatte an der Uni plötzlich wieder sehr gute Noten!

Verstehe deine Tochter, wüsste aber nicht, was ich euch raten sollte.
Man müsste rauskriegen ob ihr Basiskenntnisse fehlen, die man eventuell mit Nachhilfe beseitigen könnte, oder ob sie vielleicht eher der praktische Typ ist, als der Lerntyp ist.

Beitrag von jasahe 09.12.09 - 22:46 Uhr

Hallo!

Also die 5 würde mich nicht schrecken, die Umstellung aufs Gym ist nicht ohne und braucht seine Zeit. Wenn sie prinzipiell die Intelligenz hat dazu, würde ich sie eher fördern (Nachhilfe). Sowohl mein Mann als auch ich haben ein Gymnasium abgeschlossen und hatten mit dem Umstieg Schwierigkeiten. Dennoch habe wir mit Auszeichnung maturiert (bei euch also Abitur gemacht) und haben danach studiert. Die Tochter meiner Freundin hatte ein katastrophales erstes Jahr (psychisch und notenmäßig). Daraufhin hat sie meine Freundin aus der Schule genommen und in ein anderes Gymnasium geschickt. Seitdem ist alles in Ordnung.
Voraussetzung ist, dass sie wenigstens bereit ist, zu lernen, dafür müßtet ihr mal klären, weshalb sie so unglücklich ist. Da würde ich auch die Runde machen und mit den Lehrern sprechen; wie sieht es mit Freunden aus etc.? Vielleicht sehnt sie sich einfach nur nach der guten alten Zeit, die sie jetzt nicht mehr hat?!
Mein Sohn kam auch dieses Jahr aufs Gymnasium. Er hatte zuvor noch nie einen Zweier auf irgendeine Arbeit. Und auch er muß jetzt für seine Noten lernen. Aber er hat sehr viel Spaß und sagt, dass er nicht mehr zurück in seine alte Schule möchte, dabei kannte er keinen einzigen Schüler aus seiner neuen Klasse...

Ich wünsche dir alles Gute und deiner Tochter, dass sie wieder mehr Freude hat.

LG

J.

Beitrag von tina_k. 10.12.09 - 09:35 Uhr

Erstmal ein liebes #danke für Eure Antworten!
Also mal zu der 5- ich war nicht super geschockt oder habe geschimpft. Ich habe mich eher sehr gewundert. Zumal meine Tochter die einzige war die so eine schlechte Note bekommen hat.
Wir reden sehr viel darüber. Und ich habe ihr auch oft erklärt, dass jede weiter führende Schule schwerer ist als die GS und man sich nun auch mehr bemühen muss (sprich lernen, hat sie z.B. früher nie gemacht, oder den Stoff öfter durchgehen). Und dass man die alten Freunde vermisst gibt sich irgendwann und man lernt viele neue nette Leute kennen. Sie sagte mir ja, dass die Lehrer und Schüler in Ordnung sind. Daran liegt es wohl nicht. Oder nur minimal.
Sondern, dass sie sich einfach überfordert fühlt und auch sehr oft die Aufgaben gar nicht versteht. Wo wir oft zu Hause echt grübeln müssen kriegen die meisten anderen Schüler es flott selber hin. Und DAS ist das was mich sehr nachdenklich macht.
Nicht jeder ist geeignet für diese Schule und ich glaube meine Tochter auch nicht. Es geht mir nicht um diese eine Zensur, es ist das ganze Paket. Sie hängt in ganz vielen Sachen den anderen hinterher.
Das Gespräch mit den Lehrern werde ich auf jeden Fall suchen und hoffentlich eine Lösung finden.
Auch meine Mutter macht sich Gedanken, denn ihr ist es auch aufgefallen. Meine Große hat dort öfters geschlafen und die zwei haben sich auch unterhalten.
Da muss ich auch an meine jüngere Schwester denken. Sie kam damals zu mir auf die Realschule. Ihre Noten waren auch nicht mehr so dolle, aber sie fühlte sich auch sehr sehr unwohl auf der Schule. Nach langem hin und her hat meine Mutter sie auf eine Hauptschule geschickt. Dort ist sie richtig aufgeblüht, fühlte sich wohl und hatte gute Zeugnisse.
Vielleicht ist es bei meiner Tochter ähnlich?!

LG#liebdrueck

Beitrag von s30480 10.12.09 - 19:49 Uhr

Blöde Frage, aber hab beim lesen deines Textes irgendwie das Gefühl, dass du der Schule gegenüber negativ eingestellt bist? Vielleicht überträgt sich auch das auf deine Tochter?

Aber kann dir von mir erzählen, hab mich auf dem Gymnasium trotz guter bis mittelmässiger Noten nie wohl gefühlt, hab dann nach der 8.Klasse freiwillig in die 8.Realschule gewechselt und es war super, mir hat es da einfach viel viel besser gefallen. Aber heute denke ich es wäre richtiger gewesen einfach auf ein anderes Gymnasium zu wechseln...um mir eben bestimmte Chancen nicht zu verbauen...Ich bin einfach mit der Atmosphäre an der Schule nicht zu recht gekommen, von Anfang an.. Ich kam von einer Dorfschule mit einer Klasse mit 19 Kinder auf das Gymnasium mit drei 5.Klassen und jeweils knapp 30 Kinder. Obwohl ich immer viele Freunde hatte und auch mit den Lehrern zurecht kam, fand ichs da immer schrecklich..
LG Sandra

Beitrag von ja-frager 13.12.09 - 16:57 Uhr

bei uns kommt man nur aufs gym mit einem mindestdurchschnitt von 1,5 oder eben drunter. wenn du also sagst, sie war auf einer laschen grundschule und hat da ca. einen 1,5er durchschnitt wäre sie also eigtl. gar nicht geeignet fürs gym. auf der anderen gs hatte sie ja eher dreien...

nur redest du gar nicht so unbedingt von den noten auf dem gym, wie sind die denn dort? die eine 5 kann ja jeder mal haben...


eine andere idee wäre, dass sie gemobbt wird dort, es aber nicht erwähnt, um dich nicht zu belasten oder sich nicht weiter damit beschäftigen zu müssen.

ich würde einfach ein lehrergespräch erbitten und fragen, wie der stand der allgemeinen dinge ist, ob es schwierigkeiten gibt, wie sich die klasse freundschaftlich verhält etc.