Wohnungssuche als Alleinerziehende is echt zum K*** (silopo)

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von s21 14.12.09 - 09:00 Uhr

Hallo

ich muss mal meinen Frust ablassen....

Mein Sohn und ich wohnen in einer 82 qm Wohnung, is zu groß für uns (so das Amt) Aber da es von der Miete passt können wir hier wohnen bleiben, ich zahl selber noch ein wenig dazu.
Meine Vermieterin redet ständig von Mieterhöhung, is ja auch ihr gutes recht, nur dann müssen wir definitiv hier raus.
Vom amt her stehen uns ja nur 60qm zu.... habe gerade bei einer Wohnung angerufen 57 oder 58 qm, mit Garten alles super...... was sagt die Dame am Telefon???? Nein, sie möchte das längerfristig vermieten und da nur ein Schlafzimmer in der Wohnung is sieht sie das als Problem#schmoll habe ihr gesagt, dass uns aber mehr gar nicht zusteht... naja sie is bei nein geblieben, weil die Wohnung für uns zu klein wäre (so die Dame) hat mir aber ne Nummer gegeben von nem anderen Vermieter, sie weiß nich ob da Wohnungen frei sind, ABER Leute ziehen ja immer mal wieder um, so dass sicher mal was frei wird..... Erzählt mir erst ein von längerfristig (was man vorher nie weiß ob jemand lange wohnen bleibt oder nicht) und dann sagt sie was von ständig ein und ausziehen.......#aerger
Vielleicht seh ich das auch alles zu verbissen, weil das jetzt schon das zweite mal war.... "Alleinerziehend"....Nee da schrecken viele vor zurück...
Ich bin sowas von sauer und traurig....


Danke fürs lesen, das musste mal raus :-(

Beitrag von muggles 14.12.09 - 09:13 Uhr

Guten Morgen,

ich besitze selbst eine (vermietete) Eigentumswohnung. Meine Mieter suche ich sehr sorgfaeltig aus, denn ein Mietausfall wuerde ein Riesenproblem fuer mich bedeuten.

So wie ich werden wohl die meisten Vermieter verfahren, die nur eine oder wenige Wohnungen haben. Versetz Dich mal in deren Position - an wen wuerdest Du lieber vermieten: Doppelverdiener-Haushalt, gut verdienender Alleinverdiener oder ALGII-Empfaenger? Wobei abzugklaeren sein sollte, ob die Miete direkt vom "Amt" ueberwiesen wuerde oder von Dir.

Mein Tipp fuer Dich fuer die zukuenftige Wohnungssuche: Stell Dich finanziall als absolut solvent und zuverlaessig dar. Der Vermieter darf keine Zweifel haben, dass er die Miete eventuell nicht erhaelt.

Bei der Besichtigung kleide Dich "bueromaessig" und ordentlich. Biete Referenzen des aktuellen Vermieters an, bring am besten eine Schufa-Selbstauskunft mit.

Viel Glueck!

Claudia

Beitrag von s21 14.12.09 - 09:25 Uhr

Sorry aber dein Bericht macht mich wütend...


An wen ich eher vermieten würde??? Es is egal, es heisst nich unbedingt gut Verdiener = regelmäßig Miete.
ich denke mal die Miete is niemals so sicher, wie die, die vom Amt bezahlt wird.

Ich soll mich als absolut solvent und zuverlässig hinstellen? Wenn dann sage ich direkt die Wahrheit, dass ich vom Amt lebe.

Und das mit der Kleidung.... Soll das heißen ne alleinerziehende Mutter die Geld vom Amt bezieht, kann sich nich ordentlich kleiden??? Klar trage ich kein Esprit oderso, aber es gibt auch günstige sachen die ordentlich aussehen.


Ich weiß du hast nur deine Meinug gesagt, ich kann auch verstehen, dass Vermieter vorsichtig sind, aber nichmal ne Chance geben, is echt gemein.

Beitrag von muggles 14.12.09 - 10:15 Uhr

Mensch, ich wollte Dich doch nicht persoenlich angreifen! Ich weiss weder, wie Du aussiehst, noch wie Du Dich kleidest - ich kenne Dich doch gar nicht!

Ich wollte lediglich erreichen, dass Du Dich in die Position des potenziellen Vermieters versetzt, um zu verstehen, wie Du Dich "verkaufen" sollst.

Bei der Frage nach den Einkuenften koenntest Du z. B. sagen: "Ab xx.xx.xx gehe ich wieder arbeiten bei Firma xx, bis dahin erhalte ich ALGII. Hinzu kommen nach xx €/Monat Unterhalt vom Vater meines Kindes plus Kindergeld. Damit koennen Vermieter etwas anfangen.

Und der falschen Person "eine Chance geben" kann fuer den Vermieter Mietausfaelle fuer mehrere Jahre bedeuten.

Es kann natuerlich auch sein, dass die Vermieterin Angst hatte, dass Du kurzfristig wieder ausziehst, weil Du einen neuen Partner hast - oder dass Dein neuer Freund dann zu Dir ziehen will, wofuer die Wohnung dann zu klein waere.

Meine Mutter (die diverse Mietshaeuser verwaltet), sagt Bewerbern klipp und klar schon am Telefon, ob die Wohnung ueberhaupt in Frage kommen wuerde - sie hat beispielsweise einer Familie mit 3 Kindern plus Klavier abgesagt, die sich fuer eine Dachgeschosswohnung interessierten, da der Mieter darunter tagsueber ruhebeduerftig wegen Nachtschichten ist. Und nein, sie hat persoenlich ueberhaupt nichts gegen Kinder, moechte aber keinen vorprogrammierten Aerger im Haus haben.

Ich finde das ehrlicher, als wenn sie Leute zur Besichtigung "antanzen" laesst, die sowieso nicht in Frage kaemen.

Dir alles Gute!

Claudia



Beitrag von s21 14.12.09 - 13:12 Uhr

Hallo

Nein ich habe ja gesagt du hast auch nur deine Meinung dazu sagst bzw hast.
Mittlerweile habe ich mich beruhigt, aber nen langfristigen Mieter.... Es kann doch nie Jemand sagen wie lange er irgendwo wohnen bleibt. Ich wohne hier zB schon 8 Jahre.
kann die leute auch verstehen, dass sie vorsichtig sind, aber zu sagen die Wohnung wäre zu klein für uns! Es stehen uns nur 60qm zu....


danke... alles gute kann ich gebrauchen ;-)

Beitrag von windsbraut69 14.12.09 - 10:25 Uhr

Die "Chance" kann den Vermieter seine Existenz kosten und NEIN, die Miete vom Amt ist nicht sicherer als die von Mietern mit pfändbarem Einkommen, weil es bei ALGII-Empfängern eben im Zweifelsfall nichts zu pfänden gibt.

LG

Beitrag von s21 14.12.09 - 09:31 Uhr

Noch etwas... für die Wohnung benötigt man einen Wohnberechtigungsschein (WBS) was das bedeutet brauch ich wohl nicht erklären.



Hier ein kleiner Auszug:

Der Wohnberechtigungsschein wird vom Wohnungsamt der Gemeinde an Personen ausgestellt, deren Jahres-Einkommen die Grenzen nach dem Wohnraumförderungsgesetz nicht übersteigt:

12.000 Euro für einen Einpersonenhaushalt
18.000 Euro für einen Zweipersonenhaushalt
plus 4.100 Euro für jede weitere Person (wenn die Person ein Kind ist plus weitere 500 Euro).


Soviel dann zum Doppelverdiener-Haushalt...

Beitrag von petunia72 14.12.09 - 12:33 Uhr

Hallo Claudia,

meiner Erfahrung nach interessieren sich selten gut verdienende Alleinverdiener und Doppelverdiener für die gleichen Wohnungen wie Alg II Empfänger, besonders da es sich ja um eine Wohnung mit WBS handelt.

Ich habe auch eher den Eindruck hier geht es um die Tatsache, dass die TE alleinerziehend ist und man befürchtet, dass es bald einen neuen Partner geben könnte und die TE dann wieder auszieht.

Das ist schon hart, vielleicht verständlich, aber da kann man schon verzweifeln.


LG Tina

PS: ich würde mich in dem Fall dann in Gegenden umschauen, in denen häufiger umgezogen wird, Studentenviertel zum Beispiel.

Beitrag von muggles 14.12.09 - 12:44 Uhr

Bei meinem ersten Post wusste ich ja noch nicht, dass es sich um eine WBS-Wohnung handelt.

Ich denke auch, dass sie in einer Genossenschaft gut aufgehoben waere. Fraglich waere, ob es in Studentengegenden WBS-taugliche Wohnungen gibt. In meiner Heimatstadt Hamburg glaube ich eher nicht.

LG,

Claudia

Beitrag von salem82 14.12.09 - 19:10 Uhr

Hi,

mein Vermieter hat mich auch genommen. obwohl ich "noch" vom Amt lebe!!!
Er meint, da bekommt man wenigstens pünktlich die Miete!!!
Man muss einfach nur sagen das Amt soll das Geld überweisen.

Also nur weil man von Amt lebt, heisst es nicht das man assiozial ist oder die Miete nicht zahlen kann!!!

Beitrag von windsbraut69 15.12.09 - 07:35 Uhr

Dann hast Du Glück, dass er nicht weiß, dass Du die Einwilligung zur direkten Überweisung jederzeit widerrufen kannst.

LG

Beitrag von lilly1031 14.12.09 - 09:44 Uhr

Hallo,
ich hatte noch nie Probleme eine Wohnung als alleinerziehende zu finden, bin gerade im Juli umgezogen.
Hatte mir 3.Wohnungen angesehn, die beiden ersten wollte ich nicht und die 3.habe ich bekommen.
Ich hatte innerhalb 14.Tagen eine Wohnung.
Ich denke die Vermieter schrecken eher davor zurück, das du vom Amt lebst und nicht das du Alleinerziehend bist.

Hast du es mal in einer Genossenschaft versucht ? Weiß ja nicht wo du wohnst, aber da wirst du kein Problem haben

lg

Beitrag von 16061986 14.12.09 - 09:48 Uhr

Ich kann dich zu gut verstehen! ich hab meine jetzige wohnung als alleinerziehende nur bekommen weil ich gearbeitet hab. kurz nachdem ich den mietvertrag unterschrieben hatte,hab ich erfahren das ich schwanger bin und hab es dem vermieter auhc gleich gesagt (ich weiß,muss man nicht aber egal). naja,der hat sich auch gleich sorgen gemacht ob ich dann die miete noch zahlen kann und das alles aber die wohnung hat 90 qm und kostet 500 warm (mit strom,gas,nebenkosten,garage,garten etc.) und was billigeres findet man echt ned...
bei der letzten wohnung hab ich auch alg2 bekommen und die haben mir was ausgedruckt. ein schreiben wo drauf steht was einem mit so und so vielen personen zusteht an qm,an miete und an nebenkosten und das das SICHER gezahlt wird,genau so wie die kaution,wenn die wohnung angemessen ist. geh zum amt und sag denen die sollen dir so ne bestätigung geben,das macht es um einiges leichter,weil der vermieter es dann auch schriftlich hat vom amt selber,die ja die miete zahlen und ned nur mündlich von dir!

drück dir die daumen!!

Beitrag von windsbraut69 14.12.09 - 10:35 Uhr

"Das Amt" zahlt doch aber wahlweise entweder an den ALGII-Empfänger selbst oder an den Vermieter, ganz nach Wunsch des ALGII-Empfängers.

Was nützt es dem Vermieter, dass der Mieter das Geld zwar bekommt, wenn er (was ich natürlich nicht verallgemeinern möchte) seine Miete für anderes verpraßt?

LG

Beitrag von arienne41 14.12.09 - 20:34 Uhr

Hallo

Wenn der Vermieter einmal die Miete nicht bekommt kann er es der Arge melden und bekommt sein Geld direkt.
Die fehlende Miete kann die Arge dann noch dem Schuldner als Darlehen bewilligen und es ihm monatlich abziehen.

Danach wird dem Vermieter das Geld immer direkt überwiesen.

Also ob so oder so nix mit verprassen.

Lg

Beitrag von yoleena 16.12.09 - 09:23 Uhr

Hallo,

das Argument zieht aber irgendwie nicht. Sein Geld für etwas anderes verprassen könnte auch jeder Arbeitnehmer. Nur weil jemand von ALG II lebt ist er doch nicht unzuverlässiger als jemand der gerade Arbeit hat.

LG Yoli

Beitrag von ciocia 14.12.09 - 10:16 Uhr

Hallo,

ich habe erst gar nicht auf dem privaten Wohnungsmarkt probiert, weil ich einfach keine Lust auf solche Leute habe, die meinen sie wären was besseres, nur weil sie eine Wohnung vermieten:-[

Ich habe eine Wohnung von einer Wohnbaugesellschaft, super schön,sauber, tolle Nachbarn, keine Probleme mit Vermietern usw. Versuch es doch mal so.

viel Glück
eva

Beitrag von sini60 14.12.09 - 10:29 Uhr

Deine Ansichten sind ja völlig daneben. Eine Wohnbaugesellschaft vermietet doch nicht an dich, weil sie sozialer ist als ein privater Vermieter. Sie müssen so schnell wie möglich viele Wohnungen vermieten und können daher ziemlich leicht auch evtl. Mietausfälle verkraften. Außerdem haben sie eigene Anwälte, die sehr schnell schonungslos Druck auf den Mieter ausüben.

Dein Vergleich hinkt gewaltig.

Beitrag von windsbraut69 14.12.09 - 10:37 Uhr

Der Unterschied in den meisten Fällen ist einfach, dass Wohnungsbaugesellschaften den längeren Atem haben und mehr finanzielle Mittel, Zahlungsrückstände einzutreiben oder zu verkraften.

Als privater Vermieter würdest DU Dir auch genau überlegen, wer Dir als potentieller Mieter am sichersten erscheint, das hat mit "was bessers sein" nichts zu tun.

LG

Beitrag von ciocia 14.12.09 - 11:47 Uhr

Trotzdem bleibe ich bei meiner Meinung und würde keine Wohnung vom Vermieter nehmen (höchstens- ich kenne den persönlich) Die Wohnungsbaugesellschaft interessiert es nicht ob ich ledig, geschieden bin oder Kinder habe. Und heutzutage kann jeder ohne Arbeit da stehen und dann muss ich mir Sorgen machen, dass es dem Vermieter nicht passt, weil ich Geld vom Amt bekomme? Nein, danke.

lg

Beitrag von s21 14.12.09 - 13:15 Uhr

Hallo
Danke für deine Antwort.... es is schon was dran was du sagst, weil die Dame am Telefon sagte nämlich auch "Wir sind keine Baugesellschaft oder Vermittler, sondern das Haus haben wir selber gebaut und möchten langfristig vermieten" (schön für euch, hab ich mir nur gedacht)

Beitrag von windsbraut69 14.12.09 - 13:23 Uhr

Es ist doch ihr gutes Recht, sich ihre Mieter auszusuchen!
Sie vertrauen denen ihr Haus an, ihr Vermögen, das unter Umständen ihre Existenz aktuell oder im Rentenalter darstellt.

Ein Kollege hat aktuell 40 000 Euro Außenstände durch ein schwarzes Schaf von Mieter - das steckt nicht jeder private Vermieter locker weg.

LG

Beitrag von lollylolly 14.12.09 - 22:18 Uhr

es ist IHR haus, das haben SIE selber gebaut und da würdest DU an deren stelle DEIN haus sicher auch NICHT an hunz und kunz vermieten.

für viele VERMIETER bedeutet es der RUIN wenn mieter nicht mehr zahlen können/wollen.

wer da nicht sorgsam ausfiltert tritt sich doch selber in den A...!

Beitrag von windsbraut69 14.12.09 - 13:22 Uhr

Die Wohnungsbaugesellschaften fordern auch Selbstauskünfte, Schufaauskunft und suchen sich ihre Mieter aus und längst nicht jede vermietet an ALGII-Empfänger ohne Sicherheiten.

Beitrag von s21 14.12.09 - 13:31 Uhr

Schwarze schafe gibt es immer..... da sag ich nichts gegen, aber es sind alle gleich, sie hat mir keine chance gegeben

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