Am Freitag Abbruch, ohne Vollnarkose

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von elk2005 15.12.09 - 18:39 Uhr

Hallo,
ich war eben bei der Beratungsstelle und habe gleich einen Termin für einen Abbruch gemacht, für Freitag.
Dieser wird allerdings nicht, wie hier meistens beschrieben, mit Vollnarkose gemacht sondern nur mit örtlicher Betäubung. Vollnarkose hat mein Arzt nur jeden 1. Mittwoch im Monat, und so lange kann ich nicht mehr warten, bin ab Donnerstag ja schon 9. SSW...
Hat jemand den Abbruch mit örtlicher Betäubung machen lassen?
Danke für jede Antwort...und bitte nicht steinigen das ich mich für einen Abbruch entschieden habe, es geht einfach nicht anders...für mich ist es das einzig richtige in unserer Situation.

Beitrag von babe-nr.one 15.12.09 - 18:53 Uhr

ach herrje, was hast du denn bitte für einen arzt?#schock
das klingt eher danach, als wöllte er dich abschrecken.....#schock
ich nehme an, das du eine pda bekommen wisrt, allerdings braucht man dafür auch einen narkosearzt, und deshalb vesrthe ich erst recht nicht, warum du nicht gleich eine vollnakose bekommst#schock
habt ihr noch ein anderes krankenhaus?

Beitrag von elk2005 15.12.09 - 19:33 Uhr

jetzt machst Du mir aber angst....
die sprechstundenhilfe hat mir erklärt das ich zwei spritzen in den muttermund bekommen, um das örtlich zu betäuben, und schmerzen spürt man gar nicht....der ganze eingriff dauert höchstens 5 minuten...haben die gesagt.

hier gibts einige ärzte im umkreis, die das so machen!?!? jetzt bin ich echt verunsichert!

Beitrag von babe-nr.one 15.12.09 - 19:48 Uhr

gut, von dieser "methode" habe ich noch gar nichts gehört!
bist du aus deutschland?
ich hatte 2 mal eine ausschabung, ist ja in dem sinne nichts anderes , ich wurde darüber aufgeklärt, das man es entweder unter vollnarkose machen kann, oder eben pda.....ich google mal für dich:-)

Beitrag von elk2005 15.12.09 - 19:52 Uhr

ja, ich bin aus deutschland, bayern besser gesagt. ich kannte diese methode auch nicht, und ich hatte auch schon eine ausschabung, nach fehlgeburt und bekam damals auch eine vollnarkose.
danke dir!!!

Beitrag von babe-nr.one 15.12.09 - 19:53 Uhr

habe mal das hier gefunden:


in den ersten drei monaten der schwangerschaft wird die abtreibung mit der absaugmethode gemacht. du legst dich auf einen gynäkologischen behandlungsstuhl, so dass der arzt zugang zu deiner scheide hat. diese wird mit einem spekulum geöffnet, genau wie bei einem abstrich. dann wird innen mit einem schwamm desinfiziert, der mit einer pinzette eingeführt wird.

anschließend betäubt der arzt deinen muttermund mit einer spritze, damit es nicht weh tut, wenn er diesen öffnet. Er macht das mit dehnstiften aus metall. erst führt er einen wenig millimeter dicken stift ein, der wird ein paar mal darin auf und ab bewegt und öffet den muttermund genau so weit, wie er dick ist. dann nimmt er einen ewas dickeren, dann noch dicker usw. bis der muttermund weit genug offen für die abtreibung ist.

dabei hält er den muttermund mit einer kleinen zange fest, die tenaculum genannt wird.

wenn der muttermund etwa 1 bis 2 cm durchmesser gedehnt ist, dann führt er ein plastikrohr ein, was je nach grösse des fötus unterschiedlich dick ist. meistens so etwa 15 mm durchmesser.
das rohr wird durch deine scheide und dann durch den gedehnten muttermund in die gebärmutter geschoben und ist an der vorderen spitze offen.

das rohr ist durch einen schlauch mit einer saugpumpe verbunden, die wie ein staubsauger funktioniert. sie wird eingeschaltet und der sauger zieht alles raus, was in der gebärmutter drin ist, also den foetus und fruchtsack und den mutterkuchen an dem der foetus mit der nabelschnur dranhängt. den sog spürst du und auch, wie sich dabei deine gebärmutter zusammenzieht. nach ein paar minuten absaugung ist die abtreibung vollständig, also der foetus komplett abgesaugt.



alles gute!!!#klee

Beitrag von elk2005 15.12.09 - 19:57 Uhr

oh man, das hört sich nicht gut an....ich krieg echt angst...vielleicht entscheide ich mich doch noch für mein kind...ich hoffe so das es vielleicht noch von selbst abgeht, da meine fä gesagt hatte das die plazenta leicht gelöst sei an einer stelle....dreimal hat bei mir schon die natur entschieden, doch dieses mal, wo das baby nicht willkommen geheißen werden kann, entscheidet sie wohl nicht und überlässt mir die entscheidung...

ich habe echt ein schlechtes gewissen, wie ich hier rede, aber ich kann das baby einfach nicht bekommen.

danke für deine recherche!

und auch für dich und deine schwangerschaft alles gute!

Beitrag von babe-nr.one 15.12.09 - 20:12 Uhr

ich wollte dir keine angst machen!
gibt es denn ein krankanhaus in der nähe, die auch mit vollnarkose ausschaben?
ich denke, das macht die sache "angenehmer"...
schau doch mal hier rein, die seite soll ganz "gut" sein.
http://www.nachabtreibung.info/


schreib doch mal, wie du den eingriff überstanden hast!
alles liebe!

Beitrag von reethi 15.12.09 - 21:58 Uhr

Hallo!

Ich hoffe Du überlegst es Dir noch einmal...
Der Eingriff ist wirklich nicht schön und das bei vollem Bewusstsein, dass da gerade Dein Baby aus Dir rausgesaugt wird...

Du schreibst, dass dreimal bei Dir die Natur entschieden hat. Hast Du schon einmal daran gedacht, dass es einen Grund gibt, warum es diesmal zu Dir zurückgekommen ist und vielleicht bleibt?!

Alles geht immer irgendwie, wenn man es zulässt.

Ich wünsche Dir alles Gute!
Neddie

Beitrag von salida-del-sol 15.12.09 - 22:24 Uhr

Hallo, liebe Elke2005,
Angst ist eine Schutzfunktion des Körper und der Seele und sie sollte nicht übergangen werden. Und Deine Angst kann evt. auch gar nicht so unberechtigt sein. Du hattest schon 3 Fehlgeburten, dies sind sehr einschneidende Erfahrungen, die Dein Leben geprägt haben. Und es kann sein, dass eine Abtreibung für Dich eine weitere Verlusterfahrung wird, die Dich zusätzlich belasten kann.
Siehst Du denn gar keine andere Möglichkeiten? Wurden Dir heute Perspektiven für ein Leben mit diesem Kind aufgezeigt. Wenn nicht gehe von Beratungstelle zu Beratungstelle, bis Du alle Informationen und Hilfen hast die Du gebrauchst, um das Kind bekommen zu können. Denn bei unterschiedlichen Beratungstellen kann die Möglichkeiten und Motivation sehr anders sein.
Sei ganz lieb gegrüßt von salida-del-sol

Beitrag von och.nee 16.12.09 - 09:32 Uhr

Nein, Du bekommst keine PDA, das mit den Spritzen in den Muttermund stimmt.

Beitrag von leena09 15.12.09 - 20:25 Uhr

Hallo.
Mach das nicht ohne Vollnarkose, ich habe esvor 12 Jahren versucht und es war schrecklich, nicht zum aushalten.
Alles Gute

Beitrag von elk2005 16.12.09 - 09:22 Uhr

was war daran nicht auszuhalten? die schmerzen???? oder das geräusch, das man alles mitbekommt?

aber ich habe auch extreme herz- Kreislauf-Probleme zur zeit und hätte super viel angst vor der vollnarkose. noch dazu drängt die zeit und kein arzt mal mehr in meinem umkreis op's mit vollnarkose vor weihnachten. die haben alles nur termine für den 1. mittwoch im monat oder den ersten freitag im monat...von daher kommt das nicht in frage!

mittlerweile bin ich so unsicher und weiß gar nicht mehr was ich machen soll!

Beitrag von surprised 15.12.09 - 20:33 Uhr

Hallo Du, wie war denn nun eigentlich die Beratung selbst? Vor der hattest Du doch auch schon ziemlich Angst ...
Ich hab Dir übrigens in Deinem alten Thread noch geschrieben, weil es dazu besser gepasst hatte. Hast Du das gesehen?
Guten Abend Dir, ich schau später nochmal rein ...
surprised

Beitrag von **** 15.12.09 - 21:09 Uhr

Hallo,

ich hatte am Samstag auf die gleiche Weiße einen Abbruch.
Die Betäubung hat schon höllisch weh getan, dannach mußte ich ne halbe Stunde auf diesen Stuhl sitzen bleiben. Bis die Betäubung wirkte und der Arzt zurück war. Was dann geschah kann und will ich nicht genau beschreiben, aber es war ganz schlimm. Ich wünschte ich hätte mir ne Vollnarkose geben lassen, #zitter

Lg. und alles gute für dich

Beitrag von elfie2010 16.12.09 - 07:04 Uhr

Das habe ich im Netz gefunden:

Im Gegensatz zur Ausschabung ist die Absaugmethode der schonendere Eingriff, da sie ohne Vollnarkose, und somit ohne Risiken für Herz und Kreislauf, durchgeführt werden kann. Des Weiteren führt dieses Verfahren zu weniger Blutungen. Bei der Absaugmethode werden nach der örtlichen Betäubung eine dünne Kanüle und ein Schlauch in den Muttermund eingeführt, und Embryo und Gebärmutterschleimhaut abgesaugt. Der Eingriff dauert ca. fünf bis zehn Minuten und die Patientin kann kurz danach schon nach Hause gehen.

Alles Gute!

Beitrag von lisett 16.12.09 - 08:59 Uhr

hallo ich möchte dir nur mal sagen das es mit einer örtlichen betäubung für dich schlimmer werden wird als mit vollnarkose du hörst wie sie dein kind absaugen du bekommst alles mit abtreibung hin abtreibung her aber das wäre für dich mit sicherheit nicht wirklich zu verkraften ich hatte damals einen abbruch mit vollnarkose und ich habe den behälter gesehen wo das drin ist wenn es abgesaugt ist das war ein rießen schock und ich bin auch zusammen gebrochen danach....... wenn du es machst dann mit vollnarkose.... das hält denke ich kein mensch der welt aus wenn er mitbekommt wie sein kind so verletzt wird es paßt ja nun nicht im ganzen durch den schlauch..... überlege es dir wirklich gut...

Beitrag von elk2005 16.12.09 - 09:09 Uhr

ich finde jetzt aber keinen arzt mehr der mir den abbruch unter vollnarkose macht, vor weihnachten... und die sprechstundenhilfe meinte gestern das das ganze 3 minuten dauert und das es nicht schlimm wäre!?!?
ich muß da jetzt durch, und das das ganze kein zuckerschlecken wird ist mir klar! und ich hoffe das ichs gut verkrafte, da ich mir ja gut überlegt habe das ich das kind nicht bekomme!

Beitrag von sonneblume5 16.12.09 - 10:04 Uhr

Liebe elk, hast du es dir wirklich gut überlegt? WAs sagt denn dein Herz, dein Gefühl dazu?
Du musst da nicht durch, dass weisst du doch. Wenn du nur willst, kannst du dein Baby doch behalten.
Es gibt für alle Probleme eine bessere Lösung als diese.

Beitrag von nur mal so als Tipp 16.12.09 - 19:46 Uhr

Hallo Elk,

fast jede Klinik mit ner Gynäkologie macht auch Abbrüche. Bin erst kürzlich mit einer sehr guten Freundin in die Klinik gefahren, weil sie einen Abbruch hat machen lassen (hat bereits 4 Kinder und bei ihr hat wirklich das Verhütungsmittel versagt). Habe mich in der Klinik mit nem Arzt über dieses sehr schwierige Thema unterhalten, weil ich meine Freundin ein wenig unterstützen wollte. Dort erfuhr ich dann, dass eigentlich jede Klinik einen Abbruch machen kann. In der Klinik, in der meine Freundin war, wurden Abbrüche nur unter Vollnarkose gemacht, um die Psyche der Frau nicht noch mehr zu belasten.
Frag doch morgen mal in der nächsten Klinik nach. Bei meiner Freundin war innerhalb von 3 Tagen ein Termin frei (bei ihr wurde die SS erst in der 9. Woche festgestellt).
Ich wünsche dir Alles Gute und viel Kraft für diesen schwierigen Schritt.

Liebe Grüße Schnulli75

Beitrag von ohman 16.12.09 - 22:17 Uhr

dann warst du bei einem total unfähigen arzt.

bei meinem wurde alles so perfekt vorbereitet, dass ich "nur" das geräusch ertragen musste.

ich habe nichts gesehen, alles war abgedeckt.

und wenn man sich gegen das kind entscheidet, ist es nichtmehr wirklich das eigene kind. so ging es halt mir, ich habe mich dagegen entschieden, von anfang an, ich habe nie USbilder gesehen, nichts. es war kein kind, es war für mich nur eine schwangerschaft, die ich nicht ertragen konnte...
wie gesagt, so war es bei mir. mittlerweile habe ich zwei kinder und könnte es nie wieder tun...

glg

Beitrag von och.nee 16.12.09 - 09:30 Uhr

Ich hatte vor 2 Jahren einen Abbruch mit örtlicher Betäubung. Ich hatte mich aus diversen Gründen dafür entschieden (unter anderem weil ich nicht mit Baby im Bauch einschlafen und ohne wieder aufwachen wollte, ich wollte alles mitbekommen und so war es die absolut richtige Entscheidung für mich).

Der Eingriff hat insgesamt nur ca 7 Minuten gedauert und war natürlich nicht angenehm, aber erträglich.

Ich bekam 5 Betäubungsspritzen direkt in den Muttermund, es hat sich eklig angefühlt und tat auch weh - war aber zu verkraften. Ziemlich schnell danach ging die Prozedur dann auch los, auch das war ein ekliges aber erträgliches Gefühl. Und dann wars auch schon vorbei und ich konnte mich im Zimmer nebenan hinlegen.

Das schlimmste daran ist das Geräusch und mein FA macht keine Abtreibung mehr ohne Vollnarkose (deswegen bin ich zu einem anderen). Viele Frauen kommen mit dem Geräusch nicht klar sagt er. Ich kann das nicht bestätigen, denn wie oben geschrieben, war das so für mich absolut richtig.


Wenn Du Bedenken hast, schau Dich nach einem anderen Arzt um, vielleicht hast Du Glück und findest noch einen der es unter Vollbarkose macht!?


So oder so wünsche ich Dir alles Gute!!

Beitrag von elk2005 16.12.09 - 09:52 Uhr

danke für deine antwort!
ich kann mir schon denken das das geräusch nicht schön ist...aber ich kann mit dem gedanken an eine vollnarkose auch schlecht leben..also denke ich das es für mich richtig ist!

lg und danke nochmal!!

Beitrag von och.nee 16.12.09 - 10:09 Uhr

Wenn Du dir sicher bist, dass Du das Kind nicht bekommen willst/kannst und hinter Deiner Entscheidung stehst, wird ein Geräusch da nichts dran ändern.

Ich war immer gegen Abtreibung, war mir immer sicher ich würde jedes Kind bekommen was sich unangemeldet ankündigt - dann kam es anders und ich hab mir nur sehr schwer eingestehen können, dass ich so einen Weg gehe. Als die Entscheidung dann aber stand und ich mit mir wieder im reinen war, war alles ok. Ich hatte mich von dem vorher Kind verabschiedet und beim Eingriff selbst war es nicht mehr da. So kam es mir jedenfalls vor. Es war ein Eingriff, kein schöner aber ein notwendiger und es hätte auch ein anderer Eingriff sein können.

Mir hat das miterleben des Eingriffs beim verarbeiten sehr geholfen, so wußte ich was passiert war, wie es passierte, konnte reflektieren, drüber sprechen etc.

Dazu kam, dass ich panische Angst vor der Vollnarkose hatte (ich hatte vorher den Traum, dass ich aus der Narkose nicht mehr aufwache und hatte danach nur noch Angst) und eben, dass ich es miterleben wollte. Vielleicht klingt es albern, aber in dem Moment war es das mindeste was ich tun konnte, mein Baby bei diesem Schritt nicht alleine lassen und mich dieser blöden Situation wirklich zu stellen.

Ich wünsch Dir alles Gute, Du schaffst das schon wenn das der Weg ist den Du gehen willst oder mußt #liebdrueck

Beitrag von ohman 16.12.09 - 20:06 Uhr

darf ich fragen WO du in bayern wohnst?

ich hab ihn bei einem arzt machen lassen, der nur abbrüche macht und habe mich für die örtliche betäubung entschieden.

für mich die beste entscheidung, ich kann so im nachhinein, wo ich es doch ab und an überdenke, besser damit klar kommen...

du bekommst spritzen in den mumu, ca. 5 stück und dann gehts halt los. ich war 10minuten im behandlungszimmer, danach hat mich ne total nette mitarbeiterin betreut und in einen nebenraum gebracht, wo ich mich ne stunde regenerieren konnte, dann wurde nochmal ein US gemacht, damit nix in der gebärmutter geblieben ist und dann durfte ich auch heim.

lg

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