Kennt sich jemand mit Laborwerten aus?

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von fraeulein-pueh 16.12.09 - 13:20 Uhr

Hallo,
hab heute nen Befund nach Hause geschickt bekommen (keine Ahnung, wieso) und versteh jetzt natürlich nur Bahnhof ;-)

In der Zusammenfassung heißt es, dass es keinen Anhalt für eine thrombophile Diathese, die die Trophoblastendifferenzierung und Plazentation beeinträchtigen könnte, gibt. Das erhöhte Fibrinogen (401 ml /dl) ist Ausdruck einer bestehenden Akutphasereaktion. Die Familienanamnese ist positiv, betroffen war eine Verwandte ersten Grades im jüngeren Alter. Eine familiäre Thromboseneigung, die laborchemisch derzeit nicht nachzuweisen ist, ist wahrscheinlich.
Unter Folsäuresubstitution war der Homocysteinspiegel nur eingeschränkt zu beurteilen. Beide MTHFR-Polymorphismen waren in heterozygoter Form nachzuweisen, die zu einer Hyperhomocysteinämie beitragen können. Diese Genveränderungen stellen keinen unabhängigen Risikofaktor dar, könnten aber das basale Risiko infolge einer familiären Thromboseneigung weiter erhöhen. Antiphospholidantikörper waren negativ.

So, trotzdem (oder deswegen?) empfiehlt man mir nun einen Behandlungsversuch mit niedermolekularem Heparin in prophylaktischer Dosierung unter Hormonstimulation bis zum Abschluss der Plazentation (ca. 20.-24. SSW). Ggf. kann die Heparingabe fortgesetzt werden oder ich sollte Thrombosestrümpfe bis zur sechsten Woche p.p. tragen.

Also - die gehen davon aus, dass es nicht schaden kann, Heparin zu nehmen. Heparin bedeutet dann Gerinnungsstörung, oder? Und das hängt dann mit dem erhöhten Fibrinogen zusammen? Wobei ich dachte, dass eine Gerinnungsstörung von einem zu niedrigem Fibrinogen kommt...

Ahhhh... Hilfe ;-) Übersetzer gesucht :-D

Beitrag von luzibaby 16.12.09 - 13:29 Uhr

Hallo.

Also ich lese da immer was von Thromboseneigung ( wobei ich mal verstärkt auf das "Neigung" wert legen würde ), was ja auch ne Form der Gerinnungsstörung ist, glaube ich. Googel doch mal nach Thromboseneigung. Vielleciht hilft Dir das weiter?

Alles Gute!

Beitrag von wintersun 16.12.09 - 13:55 Uhr

Thromboseneigung bedeutet das die wahrscheinlichkeit fuer eine thrombose hoeher ist. besonders in den tiefen beinvenen, aus diesem grund empfehlen sie dir heparin zu spritzen, um dein blut weniger gerinnungfaehig zu machen. auch die thrombosestruempfe helfen gegen thrombenbildung, da sie den blutfluss anregen.
im prinzip erzaehlen sie dir das du gefaehrdet bist, sein koenntest, fuer eine thrombose. deshalb das heparin und die struempfe, des weitern sagen sie das die moeglichkeit besteht das du es vererben koenntest, kann, muss aber nicht.
auch sagen sie das du im moment keine neigung zur thrombose besteht, welche die zellteilung deines kindes oder die bildung der plazenta beeintraechtigen koennte und das dein fibrin wert nur so hoch ist da es gerade ein eine akutreaktion bei dir gibt. ich gehe davon aus das sie dir heparin geben, da du im moment einen akutschub hast und sie kein risiko eingehen wollen. auch da deine familiengeschichte darauf hindeutet.
ich hoffe ich konnte dir ein bischen helfen. ich bin mir nicht sichr das das alles so stimmt, aber das wuerde ich jetzt rauslesen.
denk dran wir alle die hier schreiben sind keine aerzte, fals du es nochmal erklaert haben moechtest, so das du es mit sichreheit weisst, solltest du zum arzt gehen und dort nochmal nachfragen.

liebe gruesse

Beitrag von fraeulein-pueh 16.12.09 - 15:07 Uhr

Schon klar, dass das keine fachlich gesicherte Analyse ist ;-) Trotzdem bin ich halt neugierig...

Also das mit der Thromboseneigung war mir auch vorher schon klar und hat mir bisher noch keine Angst gemacht. Ich bin nur verunsichert, weil da eben steht, dass sie mir Heparin empfehlen. Und ich möcht eigentlich wissen, ob es deshalb zu den FG gekommen sein könnte. Und ob ich das dann richtig verstanden habe, dass Heparin das FG-Risiko verhindern soll.