Kondenswasser - und verreisen...

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von idualc 21.12.09 - 14:07 Uhr

Hallo,

wie einige hier schon beschrieben, habe ich in diesem Jahr auch extreme Probleme mit dem Kondenswasser.

Die Wohnung ist jetzt 1,5 Jahre alt und es rinnt wirklich dauerhaft die Fenster runter. Das ist nicht mehr lustig, da ich morgens schon Pfützen unter den Fenstern habe, die Sesselleisten schon aufgequollen sind und ich Angst habe, dass mir die Feuchtigkeit unter's Klickparkett läuft...

Die Heizung ist überall voll aufgedreht, ich lüfte ca. 3mal täglich - mehr geht nicht, weil wir zwischen 7 und 17 Uhr nicht zu Hause sind.

Nun werden wir nach Weihnachten für 10 Tage verreisen. Eine Nachbarin kommt täglich und füttert die Hamster - aber ich kann ja nicht von ihr verlangen, dass sie mindestens 3mal täglich durchlüftet und die Fenster putzt, damit sich nicht wieder Pfützen bilden... Durchheizen wollte ich eigentlich auch nicht, das kostet mich ja Unsummen...

Was kann ich nur tun, damit ich kein Feuchtbiotop vorfinde, wenn ich im Januar wieder nach Hause komme??

Hat jemand einen Rat für mich?

Danke,
Idualc

PS: Die Hausverwaltung meint: ich soll auf höchster Stufe weiterheizen und jemanden finden, der mindestens 3mal täglich durchlüftet. #schwitz

Beitrag von carlag 21.12.09 - 14:31 Uhr

Hallöchen,

wir hatten bis vor wenigen Tagen das gleiche Problem!
Wir haben von Tesa, sone Folie gekauft, die man ans Fenster anbringt!
Da die Folie natürlich durchsichtig ist, sieht man es kaum! Und es hilft wirklich! Keine Flüssigkeit mehr! Die Fenster beschlagen nichtmal mehr beim kochen!!!

Kann ich nur empfehlen!!!

http://www.tesa.de/consumer/news/neu-tesamoll-thermo-cover,1096411,1.html


Liebe Grüße

Carla

Beitrag von lassiter 21.12.09 - 15:53 Uhr

Ich befürchte, dass sich bei dir die Kondensationsfläche vom Fenster an die kälteste Stelle im Raum verlagert.
Meistens ist es eine Ecke einer Außenwand die du schlecht kontrollieren kannst, ob sie Feucht wird oder schon ist.
Diese Folie kann ja die vorhandene Luftfeuchte nicht einfach wegzaubern.
Du solltest jeden(!) Tag kontrollieren, ob eine Wand Nass ist.
Übrigens sollten es nie mehr als 55% rel.Luftfeuchte sein, denn ab da beginnt bereits das Schimmelwachstum.

Mein Urteil zu dieser Folie steht schon fest.


Josef

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"Je weniger die Leute darüber wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie nachts."
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Otto von Bismarck

Beitrag von saturablau 21.12.09 - 16:13 Uhr

hmmm, das hab ich vorhin auch gedacht....

Beitrag von lassiter 21.12.09 - 16:57 Uhr

Dann schreib es auch, du hättest mir Arbeit erspart.:-)


Josef


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"Je weniger die Leute darüber wissen, wie Würste und Gesetze
gemacht werden, desto besser schlafen sie nachts."
Otto von Bismarck
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Beitrag von saturablau 21.12.09 - 17:19 Uhr

jaja......was heisst Arbeit? Wenn du hier im Forum unterwegs bist,schreibst du doch eh irgendwann mal was.....also Arbeit ist was anderes. ;-)

Noch frohes Schaffen.#rofl

Beitrag von carlag 22.12.09 - 11:11 Uhr

Also wir haben nirgends feuchte Wände, und die Luftfeuchtigkeit beträgt bei uns immer zwischen 55 und 65 %, und das ist genau richtig!!!

Ist ja nicht schlimm, wenn ihr die Folie nicht haben wolt!
Ich wollte nur helfen, weil um Hilfe gebeten wurde!

Beitrag von saturablau 21.12.09 - 14:34 Uhr

hey,

also auf gar keinen Fall solltest du die Heizung abstellen wenn ihr weg fahrt! Damit kühlt die Wohnung nur aus und Schimmel hat große Chancen sich einzunisten.

Da sind die Kosten für das Durchheizen gering zu dem was danach auf euch zu kommen kann(nicht muss).

Diese Sache mit dem Kondenswasser ist m.E. ein typisches Neubau-Problem. Die Häuser werden heute einfach zu schnell hochgezogen und fast noch schneller von außen gedämmt,statt sie wie früher über einen Winter stehen zu lassen,dass die Baufeuchte raus kann. Heute hat ja keiner mehr die zeit dafür. Und wo soll bitte das ganze Wasser aus den Baustoffen (Mörtel,Etsrich etc. ) hin,wenn außen dicht ist? Natürlich - nach innen. Und so passiert es leider häufiger,dass dann das Kondenswasser cm-hoch an der Scheibe steht und runter läuft.
Hatte ich auch schon in ner Neubauwohnung - ist echt lästig.
Ich weiß übrigens wovon ich rede - bin aus dem Bauwesen. Aber wirklich machen kannst du erstmal nicht viel-außer weiter heizen und lüften.

lg

Beitrag von carlag 21.12.09 - 14:37 Uhr

Also wir wohnen in einem Altbau!!! Frag mich nicht, wie lange das Haus schon steht!!! Aber es hat schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel! Und wir haben das Problem auch! Wir lüften auch 2 mal täglich (morgens und abends), aber es hat alles nichts geholfen!!! Bis wir diese Folie im Maumarkt entdeckt haben!!! Echt klasse!!!

Beitrag von saturablau 21.12.09 - 14:46 Uhr

die Probleme gibt es auch im Altbau mitunter,aber das hier nun ausführlich zu erklären würde den Rahmen hier sprengen,warum bei dem einen das Problem auftaucht und bei anderen nicht - wir haben z.B. null Probleme,trotz Sanierung etc und unser Haus ist ca.200 Jahre alt - .

Aber ist ja super,dass das funktioniert! Hab ich noch nie von gehört - aber wie gesagt,musste danach auch noch nicht schauen.

Alles Gute! LG

Beitrag von haifa 21.12.09 - 22:07 Uhr

Hallo,


wir haben auch ein Kondenswassser-Problem.

Ich würde gefühlsmässig die Heizung abdrehen und die Fenster kippen.

LG
haifa

Beitrag von freyjasmami 21.12.09 - 22:21 Uhr

Na, das ist ja mal ein besonders schlauer Tipp!

Was wenn wieder -20°C werden? Da läuft die Heizung auf Hochtouren zwecks Frostschutz und nebenbei kühlt dank der gekippten Fenster das Mauerwerk aus...

Beitrag von haifa 21.12.09 - 22:24 Uhr

Ich dachte, die Kälte konserviert und schützt...


Sorry, ich habe vom Heizen keine Ahnung, da wir in unserer Wohnung nicht heizen müssen...

Mhm, zumindest habe ich kein Wasser am Fenster, wenn ichs Fenster aufmach.

Beitrag von freyjasmami 21.12.09 - 23:57 Uhr

Wieso musst Du nicht heizen?

Feuchtigkeit am Fenster ist mehr oder weniger normal. (sollte aber natürlich nicht dauerhaft sein)
Zumindest bei bestimmten Bedingungen wie starken Minusgraden.

Wenn Du z.Bsp. duschen warst und draußen ist es sehr kalt, schlägt sich die Feuchtigkeit an der Scheibe nieder.

Konservieren ist gut für Lebensmittel, aber nicht für Heizungsrohre ;-)

Heizungen haben eine Frostschutzfunktion und die Heizkörper sind meist unter dem Fenster, lässt du also das Fenster auf, fühlt das Thermostat ob es nötig ist Frostschutz einzuschalten. Bleibts dauerhaft kalt, weil das Fenster offen ist, heizt die Heizung ununterbrochen um zu verhindern das die Heizung einfriert.

Beitrag von haifa 22.12.09 - 09:32 Uhr

Aha, was neues über Heizungen und Frostschutz gelernt, danke. ;-)

In unserer Wohnung ist es so bullig warm, dass wir die Heizung nicht anmachen (müssen). Warum das so ist - keine Ahnung.

Zum teil sind es die Nachbarn, die für uns mitheizen - aber auch irgend welche, ständig warme Steigleitungen oder so. In dem Mehrfamilienhaus, in dem wir wohnen, haben aber nicht alle dieses "heizungsfreie" Glück.

Lg
haifa

Beitrag von jsteinba 22.12.09 - 08:35 Uhr

Ich würde einen Entfeuchter kaufen. Denn lasst ihr laufen und die Nachbarin soll halt einmal täglich den Wasserbehälter leeren.

Und natürlich weiterheizen.

Gruß Julia