Feindiagnostik bis zu welcher SSW möglich?

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Beitrag von stef68 22.12.09 - 08:35 Uhr

Hallo zusammen,

ich habe im Januar für die 21.SSW einen Termin zur Feindiagnostik. Bin aber nun ein wenig in Sorge, das ich irgendeine blöde Nachricht bekommen könnte und mir dann so viele Wochen lang Sorgen und Kummer machen müsste... Zumal ich in der Verwandschaft jemanden habe, die bekam gesagt zu 99% habe ihr Kind das Downsyndrom und jetzt ist es kerngesund!
Klar, die Augen zu machen kann ich im Endeffekt nicht, egal was ist, so wird es sein. Aber wir möchten uns auch nicht unnötig verrückt machen lassen. Mein Mann und ich überlegten jetzt nur, ob wir den Termin für die FD einige Wochen nach hinten verschieben, dann wäre im Zweifelsfall es so, das wir uns nicht so lange Sorgen und Ängste machen müssten und ich die SS noch unbeschwert genießen kann. Andererseits wäre es natürlich auch unbeschwert, wenn alles o.k. ist. Ach, ich weiß ja auch nicht... Meine Frage ist jetzt trotzdem einfach mal, weiß jemand, ob man die FD um die 20.SSW herum machen lassen muss oder ist das auch noch zu einem späteren Zeitpunkt möglich? Ich könnte ja jetzt auch im KH anrufen, wo ich den Termin habe, aber so kurz vor Weihnachten erreiche ich da niemanden mehr...
Danke für Eure Antworten!

LG Stef

Beitrag von stef68 22.12.09 - 08:40 Uhr

P.S.: Muss dazu sagen, dass ein SS-Abbruch für uns nicht in Frage käme, so oder so... und wir die FD nur machen lassen wollen, falls irgendetwas wäre, wo man dem Kind helfen könnte! Ein offener Rücken beispielsweise, so das man dann Kaiserschnitt macht und vorbereitet ist für die sofortige OP oder ein operabler Herzfehler...

Beitrag von newmom 22.12.09 - 09:29 Uhr

Hallo Stef,

also ich hatte die Feindiagnostik in der 24. SSW. Es war ein ausgiebiger Ultraschall wo alle Organe, die Herztätigkeit, die Größe und die Aktivität des Krümels genau untersucht wurden.

Chromosomenfehler können durch diese Untersuchung nicht festgestellt werden.

Ich hatte die gleichen Bedenken, mein Frauenarzt schickte mich zur Feindiagnostik, weil ich eine Fruchtwasseruntersuchung abgelehnt habe.

Die Feindiagnostik kann nur äußerliche Auffälligkeiten feststellen. Chromosomenanomalien kann man nur durch eine Fruchtwasseruntersuchung feststellen.

Wenn du keine dieser Untersuchungen möchtest, würde ich nochmals mit deinem FA reden.

Lg newmom

Beitrag von wort75 22.12.09 - 09:52 Uhr

aber du MUSST doch gar keine FD machen lassen, wenn du eh nicht abtreiben würdest. genau darum nicht, weil das gute vertrauen in dich und deinen körper durch eine schlechtere prognose dann gestört ist. sorgen hat man auch ohne die FD - aber mit einer negativen prognose ists noch ärger.

unsere FÄ hat uns von der FD abgeraten, als sie hörte, dass wir eh nicht abtreiben würen. Wir hatten nicht mal die Nackenfalten-Messung. Habe den Entschluss später noch zwei, dreimal angezweifelt - aber es war richtig. Wir hätten nicht abgetrieben. Warum die SS dann belasten? Wäre eins unserer Kinder im Kreissahl krank gewesen - dann hätten wir es trotzdem angenommen. Weil die Hormone im Körper genau dazu da sind, das kind zu lieben, das wir geboren haben. Wenn man aber 20 wochen lang ein vorurteil mit herumgetragen kann, kann dies den Moment des annehmens überschatten.

klar, kontrollen haben wir gemacht - herzchen, lungen, nieren. um zu wissen, ob da was nötig ist. aber sonst? wenn ein abbruch eh nicht in frage kommt? wozu dann forschen. denkst du, du kannst dich dann besser auf das vorbereiten, was kommt? ich habe das gefühl, das stimmt nicht. ich denke, man macht sich dann mehr angst.

Beitrag von stef68 22.12.09 - 10:26 Uhr

Danke für Eure Antworten.

@wort75: Wir haben uns ja auch nur für die FD entschieden, falls etwas wäre, wo wir unserem Kind helfen könnten. Z.B. ein offener Rücken, da dann ein Kaiserschnitt angezeigt ist und alles müsste für die sofortige OP vorbereitet sein oder ein operabler Herzfehler z.B. Nicht, um uns seelisch besser vorzubereiten, falls was wäre, sondern, damit wir - wenn Hilfe möglich ist - unserem Kind helfen lassen könnten und man da schon alles für vorbereitet! Es gibt ja heutzutage teils sogar schon OPs im Mutterleib...

@ newmon: Das Problem ist, dass manche Ärzte aufgrund eines "Softmarkers", der nicht ganz passt, oft schon Aussagen treffen, von wegen, es könnte sich um Downsyndrom handeln - wobei es dann gar nicht so sein MUSS, nur eine Möglichkeit wäre. Und unnötig verrückt machen lassen möchten wir uns halt auch nicht. Ich habe eine Verwandte, da hieß es zu 99% habe ihr Kind das Downsyndrom (eine FU war nicht möglich, wegen eines Hämatoms). Sie entschieden sich für ihr Kind - hatten eine entsprechend Angstvolle Schwangerschaft - und das Kind ist heute kerngesund!

Solche Softmarker können sein:

Kopf vom Baby etwas kleiner als üblich? – Vielleicht Down-Syndrom!

Kopf etwas größer als üblich? – Softmarker für Trisomie 21!

Nackentransparenz ausgeprägter als sonst? – Sagen wir einfach mal eben Down-Syndrom!

Erweiterung des Nierenbeckenkelchsystems? – Wenn das mal nicht auf Trisomie 21 hinweist...

AFP und E3 vermindert, β-hCG erhöht? – Könnte Trisomie 21 sein.

White spots im Herz? – Kann sein, dass das auf Down-Syndrom hinweist!

Kurze Knochen an Oberschenkeln und Oberarmen? – Besser mal Down-Syndrom bedenken!

Echodichter Darm mit Double-Bubble-Phänomen? – Oh weia... eventuell Down-Syndrom!

Mehr Fruchtwasser als der Durchschnitt? – Könnte auf Trisomie 21 hinweisen!

Flaches Gesichtsprofil? – Auch an Down-Syndrom denken!
Vorzeitige Wehentätigkeit? – Kinder mit Trisomie 21 kommen ja so oft früher!

Baby ist vergleichsweise klein? – Ziehen wir ruhig auch eine Trisomie 21 in Betracht.

Sandalenlücke? – Möglicherweise Down-Syndrom!

Herzfehler? – Kann ja nur Trisomie 21 sein. Vielleicht.


Es ist so schwierig für mich abzuwägen, was wir nun machen sollen! Einerseits möchte ich alles tun, um unserem Kind zu helfen, falls es Hilfe benötigt! Andererseits kommt eben ein Abbruch für uns eben definitiv nicht in Frage und wir werden unser Kind so annehmen und lieben, wie es ist! Und dann habe ich halt außerdem keine Lust darauf mich in irgendeiner Form verunsichern zu lassen... :-(

Ach, ich weiß auch nicht. :-/

Danke fürs Lesen und Antworten (Hilfestellungen zu einer Entscheidungsfindung)....

LG Stef

Beitrag von wort75 22.12.09 - 10:34 Uhr

also der offene rücken kann auch mittels ultraschall ausgeschlossen werden. ein guter FA kann das absolut.

So wie ich dich hier erlebe kann ich dir echt nur einen tipp geben: lass das mit der FD. und um eine not-op vorbereiten zu können bleibt zeit. die kh sind ja immer vorbereitet. bei einem solchen sicherheitswunsch würde ich dir als empfehlung mitgeben, keine hausgeburt zu haben, sondern ein gutes krankenhaus mit notfall-babyabteilung. dann kannst du rundum sicher sein, dass alles gemacht werden kann - ohne dass du jetzt gegen dein gefühl untersuchungen machen musst.

Beitrag von stef68 22.12.09 - 13:34 Uhr

Meine FÄ hat leider nicht das neueste, beste Ultraschallgerät. Deshalb ja auch die Empfehlung für die FD. Mein Gedanke ist immer noch, ob wir diese FD vielleicht um einige Wochen nach hinten verschieben können!? Leider weiß ich nicht, ob das möglich ist? Werde es wohl im neuen Jahr erfragen.

Das mit dem KH, inkl. Kinderklinik ist klar! Was anderes käme für mich niemals in Frage...

LG Stef