Hausgeburt - Für und Wider - Berichte sind gewünscht

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von captpicardvonsdh 23.12.09 - 16:59 Uhr

Hallo ihr Lieben!

Ich brauch mal einige Berichte von Müttern, die eine Hausgeburt hatten.

Also meine erste Geburt war gut, sie war schmerzhaft, aber nicht kompliziert oder so. Ich wurde zwar danach genäht, aber nur weil eine Wehe nicht für den ganzen Kopf gereicht hat und meine Tochter für ein paar Sekunden mit der hälfte des Kopfes stecken blieb.

Der Arzt behauptet, ich hätte eine Wehenschwäche in den Presswehen bekommen und hat mir einen Wehentropf gegeben. Ich sehe das eher anders, dass mir die Presswehen Pausen gegeben haben, damit ich noch mal Kraft für jedes Pressen sammeln kann.

Jetzt überlege ich, ob ich nicht eine Hausgeburt machen kann, aber ich hätte gern Meinungen dazu. Würdet ihr in meiner Situation so etwas probieren oder hab ich wirklich eine Wehenschwäche? Wie viel kostet es mich, wenn die Hebamme Rufbereit ist? Und was ist mit dem Fruchtwasser, Blut und Plazenta? Ist das Ganze nicht viel Dreck und mehr Arbeit für einen selber?

Bin für jeden Gedankengang dankbar.

MFG Franzi

Beitrag von nisivogel2604 23.12.09 - 17:17 Uhr

Hallo Franzi,

meinen Bericht findest du hier: http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=43&tid=2408917

Ich hatte auch Pausen zwischen den 2,5 Presswehen. Die gehören da auch hin. Der Körper muss, wie du schon sagst, Kraft sammeln.

Für die Rufbereitschaft hab ich 400€ gezahlt, 250 hat davon die Kasse BKK securvita übernommen.

An Dreck hatten wir 3 Handtücher. Weggeputzt und geräumt haben die Hebammen, wir hatten GAR KEINE Arbeit davon.

Die Plazenta haben wir eingefroren. Ich dachte erst ich würde mich furchtbar ekeln aber sie war dann so faszinierend, das ich sie behalten wollte und dann im Frühjahr einen Baum darauf pflanzen.
Die meisten Hebammen nehmen die Plazenta aber auf Wunsch auch mit wenn du sie nicht haben willst.

LG

Beitrag von captpicardvonsdh 23.12.09 - 17:21 Uhr

Hallo!

Deinen Bericht habe ich gelesen und deswegen ist mir das Thema gleich wieder eingefallen.

Woher hattest du eigentlich den Pool? Und warum kamen zwei Hebammen?

Ich fand des Bericht so toll. Irgendwie hat man gemerkt, dass das genau das Richtige für dich war. Es hat sich so angehört, als konntest du dich ganz fallen lassen.

Dann werde ich mal bei meiner Krankenkasse nachfragen.

Da bin ich ja beruhigt, dass ich nicht auf der Plazenta sitzen bleibe, denn die kann ich echt nicht gebrauchen.

Beitrag von nisivogel2604 23.12.09 - 17:30 Uhr

Den Pool hab ich gebraucht gekauft für 50€ über meine Hebamme. Es gitb sie aber auch im Internet zu kaufen oder zu leihen
http://www.yoobaby.de/index.php/menu-geburtspools/menu-gesamtuebersicht/

http://www.geburtspool.de/

Die zweite Hebamme ist nicht zwingend Notwendig, aber die meisten Hebammen arbeiten zu zweit. Falls etwas sein sollte ist so eine Hebamme da, die die Mutter versorgt und eine für das Kind. 1 zu 1 Betreuung für jeden quasi. Unsere zweite hebamme hab ich kaum bemerkt.

Doe Plazenta wollte ich ja auch eigentlich nicht haben. Hab mich wirklich in Gedanken geekelt, Und dann konnte ich sie doch nicht hergeben nachdem meine Hebamme mir gezeigt hat wie mein Kind darin lag.

Es war zu 100000000% das richtige. Ich hab ja nichtmal Schmerzen gehabt bis auf diese letzten Wehen, so entspannt war ich.

Bei der KK solltest du auf jeden Fall hartnäckig sein. Denn eine Klinikgeburt kommt sie viel teurer.

Vielleicht ist das hier auch was für dich: www.privatgeburt.de

LG

Beitrag von captpicardvonsdh 23.12.09 - 17:35 Uhr

Danke für die vielen Seiten und die vielen Infos. Ich glaub, wenn ich noch weitere Fragen habe, werde ich auf dich zurück kommen.

Also diesen Pool leihen, würde mir reichen. Hatte nämlich gehofft, dass ich dies Mal eine Wassergeburt haben kann.

Ich würde mich bestimmt auch wohler fühlen, wenn ich Heim bleiben kann. Hasse Krankenhäuser sowieso.

Also bei mir weiß ich, dass es nur eine Hebamme wird, denn sie hat die Praxis alleine.

Beitrag von nisivogel2604 23.12.09 - 17:41 Uhr

Kannst mich jederzeit gerne anschreiben :-)

LG

Beitrag von captpicardvonsdh 23.12.09 - 17:46 Uhr

Danke sehr lieb!

Beitrag von lea9 23.12.09 - 17:36 Uhr

Hallo, ich hatte eine geplante Hausgeburt. Wir mussten kurz vor Schluss leider verlegen, da das Baby mit dem Kopf gegen das Schambein stieß und nicht weiter kam. Das war aber nicht weiter dramatisch, wir wurden ins KH gefahren und dort wurde das Baby innerhalb von 30 min mit der Glocke geholt. Uns ging es die ganze Zeit gut, die Herztöne waren stabil und das Fruchtwasser nicht verfärbt.

Die Hebammen haben 4h mit mir gearbeitet, damit das Köpfchen durchs Becken tritt. Positionswechsel, Homöopathische Medikamente usw... Im KH hätte sich das keiner angetan, solange mit mir rumzuwursteln, da hätte ich sicher nach 1h ohne Fortschritt nen Kaiserschnitt gekriegt. So bin ich ins KH mit dem Köpfchen schon auf dem Weg, nur deswegen war die Glockengeburt überhaupt möglich.

Schon am nächsten Tag sind wir quietschfidel nach Hause.

Mit einer verantwortungsvollen Hebamme und einer kompliktionslosen Schwangerschaft würde ich es immer wieder machen. Es war total schön zu Hause.

Beitrag von captpicardvonsdh 23.12.09 - 17:48 Uhr

Das hört sich sicher an und beruhigt mich auch. Denn viele sagen ja, was macht man, wenn es doch Komplikationen gibt.

Bis jetzt ist hier alles super. Ich hoffe, die Schwangerschaft bleibt so.

Beitrag von lea9 23.12.09 - 17:50 Uhr

Also wenn du nicht gerade auf dem Land wohnst, bist du genauso schnell in der Klinik wie die sich ihre OP Handschuhe angezogen haben :)... man ruft ja auch vorher an und sagt wir kommen jetzt....

Und ECHTE Notfälle sind sowieso total selten!!! Die meisten Verlegungen sind vorausschauend wir bei mir.

Beitrag von captpicardvonsdh 23.12.09 - 18:16 Uhr

Nein, auf dem Land nicht gerade. Wenn mein Mann selber schnell fährt, dann sind wir in 5 Minuten da.

Beitrag von qrupa 24.12.09 - 07:41 Uhr

Hallo

das gute ist ja, das sich Komplikationen ankündigen. Es mag extrem seltene Fälle geben wo es wirklich von jetzt auf gleich so schlimm wird, aber dann ist man auch in der Klinik nicht besser dran, wenn man erstmal eine Hebamme herklingeln muß, die vielleicht gerade in einem anderen Kreißsaal beschäftigt ist, die kommt , sieht das was nicht stimmt und ruft einen Arzt dazu, der trommelt ein OP Team zusammen,... da vergeht auch einiges an Zeit.
Zu Hause hast du eine Hebamme, die nichts anderes zu tun hat als sich um dich zu kümmern und der sofort auffällt wenn irgendwas komisch ist noch bevor daraus ein Notfall wir und kann rechtzeitig eingreifen oder aber eine Verlegung veranlassen.

LG
qrupa

Beitrag von captpicardvonsdh 24.12.09 - 12:11 Uhr

Ich hatte eine Hebamme ganz für mich allein im Krankenhaus und es waren alle 3 Kreissäale besetzt. Nur die Ärztin ist immer hin und her gesprungen.

Aber du hast schin Recht, auch im Krankenhaus kann man nicht auf Wunder hoffen. Wenn wirklich Komplikationen auftreten, kann immer und überall etwas passieren.

Beitrag von babybunnychen 23.12.09 - 17:56 Uhr

Habe gestern einen Bericht gesehen wo eine eine Hausgeburt hatte. Mit Komplikationen. Das Kind ist leider Behindert ( 6 Jahre inzwischen alt)

Nein will einfach kein Risiko eingehen.

Beitrag von captpicardvonsdh 23.12.09 - 18:17 Uhr

Wo hast du das gesehen und was ist vorgefallen? Woher weiß man, ob man das im Krankenhaus verhindern hätte können?

Beitrag von brautjungfer 23.12.09 - 21:14 Uhr

hab den Bericht auch gesehen.
das Kind hat wohl nach der Geburt erst nicht richtig geatmet und deswegen einen Sauerstoffmangel erlitten. die Hebamme hat darauf nicht reagiert.
aber das ist eher die Ausnahme, das es schief geht

Beitrag von captpicardvonsdh 23.12.09 - 22:21 Uhr

Das ist aber seltsam. Klar gibt es ein gewisses Risiko, aber das gibt es doch immer. Aber ich werde das mit bedenken.

Beitrag von qrupa 24.12.09 - 07:42 Uhr

hallo

alle hausgeburtshebammen die ich kenne haben bei der Geburt Sauerstoff für solche Fälle dabei.

LG
qrupa

Beitrag von captpicardvonsdh 24.12.09 - 12:09 Uhr

Das kann ich doch mit meiner Hebamme absprechen, was in solchen Fällen ist.

Beitrag von babybunnychen 24.12.09 - 11:38 Uhr

Das Kind hatte sauerstoffmangel. Bis zum transport zum Krankenhaus war ein Teil des gehirns schon abgestorben. Im KH haben sie es dann geschaft wiederzubeleben aber die Schäden sind geblieben.

Beitrag von captpicardvonsdh 24.12.09 - 12:12 Uhr

Das ist ja schrecklich, aber sowas muss man doch vorher bemerken und auch als Mutter schauen. Dafür gibt es doch extra dieses Punktesystem.

Beitrag von babybunnychen 25.12.09 - 10:57 Uhr

Ne, erst ging alles normal. Aber glaube das Kind wollte nicht rauskommen und war dann ohne sauerstoff erst eine ganze Zeit und bis der Krankenwagen da war usw. ging auch Zeit verloren.

Beitrag von captpicardvonsdh 25.12.09 - 14:46 Uhr

Da hätte man doch wirklich als Hebamme eingreifen sollen, wenn etwas auf einmal schief läuft. Ist schon manchmal komisch.

Beitrag von lalal 23.12.09 - 18:38 Uhr

Hallo,

ich habe mein 3. Kind auch zu Hause bekommen, hier der Bericht;

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=43&tid=1434900&pid=9256980

"Der Arzt behauptet, ich hätte eine Wehenschwäche in den Presswehen bekommen und hat mir einen Wehentropf gegeben. Ich sehe das eher anders, dass mir die Presswehen Pausen gegeben haben, damit ich noch mal Kraft für jedes Pressen sammeln kann. "

Sowas wurde mir bei der 2. Entbindung auch gesagt, ich sollte auf Komando pressen obwohl ich keine Wehe hatt usw. es war furchtbar und für mich einer der Gründe warum ich zu Hause entbunden habe.

Rufbereitschaft habe ich gar nicht bezahlt meine Hebamme hat sowas nicht genommen , das ist aber wohl eher die Ausnahme.

Eine Sauerei gab es hier nicht, das Fruchtwasser und Blut sind in Vorlagen geflossen und die Plazenta in die Biotonne.

Wende dich erstmal an eine Hausgeburtshebamme und vereinbare einen Infotermin, das ist ganz unverbindlich und du kannst sämtliche Fragen loswerden und so auch bestimmt deine Zweifel, ich würde es immer wieder so machen.

Lg

Beitrag von captpicardvonsdh 23.12.09 - 18:52 Uhr

Meine Hebamme, bei der ich Vorsorge habe, ist eine Hausgeburtshebamme. Und die hat mich ja so ein bisschen auf die Idee gebracht, weil ich damals schon so an eine Hausgeburt gedacht habe.

Ich les mir deinen Bericht gleich mal durch.