Änderung Arbeitszeiten wegen Krippenplatz

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Beitrag von joya77 27.12.09 - 11:11 Uhr

Hallo!
Wer kann helfen?
Ich muss ab 25.01.10 wieder arbeiten gehen (Büro). Ich arbeitete vor der Elternzeit 40 Stunden die Woche von 09:00 bis 18:00 Uhr.

Mein Sohn geht also mit 1 Jahr in die Krippe. Diese hat jedoch nur bis 17:00 Uhr geöffnet, so dass ich meinen Arbeitgeber um veränderte Arbeitszeiten bitten muss. Ich wollte nun von 07:30 Uhr bis 16:30 Uhr arbeiten gehen. (Wir arbeiten für den verkürzten Freitag mit je 1/2 Std. pro Tag raus).

Jetzt hat mir mein Chef zu verstehen gegeben, dass ihm dies nicht passt. Ich sollte doch die Großeltern bitten, den Kleinen 2-3 Mal die Woche abzuholen, damit ich bis 18:00 Uhr arbeiten kann. Muss sagen, dass mein Mann auch immer solange arbeitet, er kann ihn also auch nicht abholen.

Ich will das aber nicht, will nicht von meinen Eltern abhängig sein und will ihn auch nicht solange in der Krippe lassen. Dann können wir ihn abends ja nur noch ins Bett bringen.

Habe ich Chancen die veränderten Arbeitszeiten durchzusetzen? Kann er mich zwingen bis 18:00 Uhr zu arbeiten, ich meine, ohne dass ich Arbeitslosigkeit riskiere. Oder muss ich kündigen, wenn ich die Arbeitszeiten so wie er will nicht einhalten kann? Ich habe ihm davon auch schon eher erzählt, er sagte immer nur, wir werden sehen, wir kriegen das schon irgendwie hin. Ja und nun?

Danke für Eure Hilfe!

Liebe Grüße Joya

Beitrag von manavgat 27.12.09 - 11:17 Uhr

Ich will das nicht.

Na gut, wenn Du Deine Eltern nicht bitten willst, dann brauchst Du eine Tagesmutter. Die musst Du dann bezahlen.

Dein AG kann erwarten, dass Du die üblichen Arbeitszeiten einhälst. Du kannst mit den Kollegen (wenn Du welche hast) überlegen, ob ihr gemeinsam ein anderes Modell vorschlagt. Dann muss gewährleistet sein, dass jemand kompetentes in diesen Zeiten verlässlich da ist.

Gib Deinem Chef eine Lösung, kein Probelm.

Gruß

Manavgat

Beitrag von joya77 27.12.09 - 11:22 Uhr

Nein, es gibt keine Kollegen. Bin die einzigste Angestellte.

Er hätte mich aber nicht ein Jahr lang in dem Glauben lassen dürfen, wir kriegen es hin und jetzt fällt ihm ein, er will das nicht.

Muss er mich unter diesen Umständen kündigen oder gilt es sogar als Arbeitsverweigerung, wenn ich die Zeiten nicht einhalten kann und es wird eine fristlose Kündigung mit Sperre beim AA?

Beitrag von manavgat 27.12.09 - 11:30 Uhr

Letzteres.

Du bist nicht an Deinem Arbeitsplatz. Er kündigt. Sperre 3 Monate.

Im Anschluss Teilzeitarbeitslos, d. h. anteilig weniger Geld.

Stell Dich doch nicht so an!

Ich hab alleinerziehend mit den unmöglichsten Arbeitszeiten immer eine gute Lösung gefunden und musst wieder arbeiten, da war mein Kind 1 Jahr alt.

Was passiert, wenn Frauen sich so verhalten? Genau. Die AGs finden, Mütter sind unzuverlässig, unmotiviert, fordernd. Ergo stellen sie beim nächsten Mal einen Kerl ein oder machen befristete Verträge.

Gruß

manavgat

Beitrag von nordlaender 27.12.09 - 11:37 Uhr

Was beschwerst du dich, du nkanntest die Arbeitszeiten doch von Anfang an und auch die Regelung mit dem verkürzten Freitag.

Was hat der denn zugesagt ? Warum hat er dich in irgendeinem Gleuben gelassen ? Was meist du damit ?

Beitrag von joya77 27.12.09 - 11:44 Uhr

Vielen Dank für Eure "Hilfe"!

Beitrag von zwiebelchen1977 27.12.09 - 12:30 Uhr

Hallo

Warum so sauer??

DU hast nur Anrecht auf deinen alten Arbeitsplatz mit denalten Zeiten. Es sei denn, es steht anders in deine Verträgen.

Bianca

Beitrag von emmy06 27.12.09 - 12:31 Uhr

Naja, auch wenn Du es nicht lesen willst, sie haben völlig recht mit Ihren Antworten.

Du kannst doch nicht allen Ernstes in der heutigen Arbeitsmarktsituation den Gedanken hegen, einen sicheren Arbeitsplatz wegen einer solchen Lappalie zukündigen #schock

Zeig doch erst einmal über einige Monate deinen Willen zur Arbeit usw. und versuch dann erneut mit dem Chef zu reden. Aber so völlig aus dem Nichts heraus jetzt solche Ansprüche stellen ist nunmal nicht durchsetzbar.


LG

Beitrag von sini60 27.12.09 - 12:33 Uhr

Ich weiß nicht was für Hilfe du erwartest. Rechtlich ist es halt mal so, dass der AG nicht verpflichtet ist jeder Mutter die gewünschte Arbeitszeit zu geben. Er kommt dir doch sogar entgegen, wenn er sagt, dass du nur 2-3 mal länger arbeiten sollst.

Gehst du nicht darauf ein, kann er dir kündigen und bekommst eben eine 3.monatige Sperre. Ob du dann einen anderen AG findest, der dir dann genau deine Arbeitszeiten bietet ist allerdings fraglich.

Beitrag von sassi31 27.12.09 - 17:44 Uhr

Es ist auch garnicht immer möglich, die Büroöffnungszeiten an die Belange der Angestellten anzupassen.

Beitrag von nordlaender 27.12.09 - 14:38 Uhr

Was hattest du dir denn erwartet ? Dass dir alle gut zureden ... frei nach dem Motto: Er wird sich schon fügen.

Deine Chancen eine Exrawurst zu bekommen sind nur gut wenn du dem AG was anbieten kannst was andere nicht können. Wenn dem nicht so ist hast du schlechte Karten.

Beitrag von windsbraut69 28.12.09 - 07:55 Uhr

Okay.
Laß Dich erstmal ganz fest drücken, Süße
Dein Chef ist ein gewissenloser halsabschneidender Arsch, der nur auf Profit aus ist.

NATÜRLICH kannst Du jetzt als Mutter tun und lassen, was Du möchtest und wenn DU der Ansicht bist, das Büro müßte nicht zu den üblichen Öffnungszeiten besetzt sein, dann muß sich Dein Chef damit abfinden.

GLG und laß Dich von den frustrierten Zicken hier nicht mit realistischen Antworten fertig machen!

So besser?

W

Beitrag von windsbraut69 28.12.09 - 07:53 Uhr

Wenn DU den Vertrag nicht einhalten kannst, mußt DU kündigen.
Tust Du das nicht und hältst Deine vertraglich vereinbarten Arbeitszeiten nicht ein, ist das ein Grund für eine fristlose Kündigung.

Gruß,

W

Beitrag von joya77 28.12.09 - 09:40 Uhr

Hallo windsbraut69,

vielen Dank für Deine Antwort.

Es ist ja nicht so, dass ich die anderen Antworten nicht vertragen oder hören will, sondern der Ton macht die Musik, finde ich. Und meiner Meinung nach, bist Du die Einzigste, die ihn getroffen hat. Hierfür Danke!

Ja, es ist schon eine besch... Situation. Wir sind ein kleiner Betrieb, hatten ein fast familiäres Verhältnis. Und trotzdem ist mein Chef berechnend, er tut nie etwas, wenn er nicht auch etwas davon hat. Er ist als Egoist bekannt. Das hätte ich wissen müssen. Er hat mir das ganze Jahr das Gefühl gegeben und es auch ausgesprochen, dass ich mir keinen Kopf machen soll, wir regeln das schon. Ich hatte ja schon in der Schwangerschaft dieses Problem angesprochen. Ich konnte ja nicht ahnen, dass seine Lösung meine Eltern sein sollen. Im übrigen, das hatte ich auch nicht erwähnt, ist das Verhältnis zu meinen Eltern sehr schlecht. Wir werden leider nicht sonderlich unterstützt. Es gab Mitte des Jahres großen Streit und seit dem ruht das Verhältnis eigentlich. Als ich opereriert werden musste (da war der Kleine 8 Monate alt), haben sie uns auch im Stich gelassen und mein Mann musste seinen Job riskieren, um die Betreuung des Kleinen zu gewährleisten. Und genau aus diesem Grund kann und will ich meine Eltern nicht dauerhaft um die Betreuung meines Kindes bitten. Es wäre auf völlig unabsehbare Zeit für 2-3 Mal die Woche. Das geht einfach nicht. Sie haben ja auch ihr eigenes Leben.
Bei meinem Mann sieht es ähnlich besch... aus. Er ist Paketfahrer. Es gibt 7 Fahrer und 7 Touren. Es ist dann Feierabend, wenn alles ausgefahren ist. D.h. er kann nicht einfach sagen, ich muss gehen.
Ich will mal beim Arbeitsamt anrufen und nachfragen.
Ich danke Dir für Deine Hilfe.
Liebe Grüße
joya

Beitrag von emmy06 28.12.09 - 10:30 Uhr

Ironie sollte man erkennen ;-)

Beitrag von mabo02 28.12.09 - 11:42 Uhr

Du kennst windsbraut nicht besonders gut oder? :-p

Beitrag von windsbraut69 28.12.09 - 14:26 Uhr

Jetzt komm mir aber bitte nicht SO, ja????
Ich hab nen verdammt weichen Kern....unter der harten Schale oder auch umgekehrt, nachdem mir Heiligabend ein Küchenschrank auf den Kopf gefallen ist :)

Ich versteh gar nicht, warum Du mir meine sensible Seite nicht abnimmst #schmoll

LG

Beitrag von windsbraut69 28.12.09 - 14:28 Uhr

War mir völlig klar, dass Du nur sowas lesen möchtest....

Beitrag von mabo02 28.12.09 - 11:39 Uhr

Auf " das kriegen wir schon hin" darf man sich nie verlassen.
Nägel mit Köfpen!!!!

Da du die einzige Mitarbeiterin bist ist der Großteil meiner Antwort unten auch hinfällig.
Ich denke Teilzeit kommt dann also nicht in Frage.

Dann musst du nun entscheiden ob du zu deinen alten Zeiten arbeiten gehst oder nicht.
Wenn nicht musst DU kündigen.

Beitrag von drachenengel 27.12.09 - 12:31 Uhr

Hallo Joya

Du willst von allen Seiten Entgegenkommen und Verständnis, selber willst Du NICHTS beitragen??? Schade..

also: Dein AG muss Dir einen Arbeitsplatz zu den derzeit nur ruhenden Bedingungen bieten.. sprich 9-18 Uhr, mehr muss er NICHT. Er muss Dir nicht entgegenkommen, er muss Dir nicht Wunschzeiten ermöglichen.

Kannst Du den ruhenden Vertrag zu den geltenden Bedingungen NICHT einhalten, hättest DU zum Ende der Elternzeit kündigen müssen.. schau ins BEEG, drei Monate Sonderkündigungsrecht zum Ende der Elternzeit.

Somit: Dein AG kann Dich fristlos kündigen, solltest Du nicht zu den erforderlichen bekannten Zeiten arbeiten, denn das ist Arbeitsverweigerung. Du wusstest ja, dass es evtl klappen wird, dass aber nix fest steht, somit Dein Pech. Denn eine personenbezogene Kündigung ist immer negativer als eine betriebsbedingte.

Rede mit Deinem Chef, melde Dich vorsorglich morgen arbeitssuchend, schildere dort, dass entgegen der Aussagen keine Arbeitszeitänderung machbar ist und für die Abendstunden die Betreuung fehlt.

Bitte Deinen Chef um einen Aufhebungsvertrag, wo enthalten ist, dass das Arbeitsverhältnis wegen der Arbeitszeiten aufgelöst wird.

Eine Sperre wird vermutlich erfolgen, da Du Deinen Teil der vorausschauenden Mitwirkung verletzt hast, da Du Dich hättest VORSORGLICH drei Monate vor Ende der Elternzeit hättest arbeitssuchend melden müssen.

Hart aber ist so... manche Sachbearbeiter achten da auf Vorgaben, manche sind kulanter...

Mal ehrlich, das BEEG regelt die Elternzeit etc... warum befasst man sich damit nicht schon in der Schwangerschaft?

Und hmm was machen die Eltern, die im Handel etc arbeiten, die samstags arbeiten etc?? Richtig, entweder Tagesmama oder Grosseltern.. mitunter ungern, aber besser, als von staatlichen Leistungen abhängig zu werden und ggf somit bei der derzeitigen und wohl noch massiver werdenden Arbeitsmarktlage.

Mich wundert es immer wieder, dass manche nur ihre Rechte lesen, nicht aber die Pflichten, sorry...

LG
Mone

Beitrag von mabo02 28.12.09 - 11:36 Uhr

Ein bisschen Zeit hat sie ja noch.
Sie kann ja versuchen die Elternzeit zu verlängern. Das Kind ist ja erst ein Jahr alt.(wenn ich das richtig verstanden habe)

Aber in den anderen Punkten kann ich dir mal wieder nur Recht geben. ;-)

Beitrag von zottel 27.12.09 - 18:54 Uhr

Hallo

Die Lösung ist doch gant einfach

Die Tage die du bis 18 Uhr arbeitest bittet dein Mann seinen Chef um veränderte Arbeitszeiten mit dem gleichen Argument wie du...die Krippenzeiten

ich gebe zu ich bin immer neidisch auf solche schönen , geregelten Arbeitszeiten und dementsprechend ist meine Verständniss da immer eher gering für derartige Probleme. Ich arbeite im Einzelhandel und da sind Worte wie verkürzter Freitag einfach nicht vorhanden.

Zottel

Beitrag von joya77 28.12.09 - 09:43 Uhr

Hallo Zottel,

danke für Deine Antwort.
So einfach ist die Lösung eben nicht. Glaube mir, wenn es so wäre, wären wir selbst auf den Trichter gekommen. Was den Freitag anbelangt, so ist diese Kürzung nicht mein Wunsch, sondern der meines Chefes.
Ich dachte auch immer, ich verlange zuviel. Aber in meinem Umfeld werde ich schon schief angeschaut, dass ich überhaupt voll arbeiten gehen werden. In der Krippe ist mein Kleiner auch der Einzigste der 10 Stunden gehen muss.
Also wir schauen mal.
LG joya

Beitrag von vwpassat 28.12.09 - 10:41 Uhr

Und warum misst Du Dich an "Anderen"?

Es gibt für alles eine Lösung, nur muss man auch wollen.

Beitrag von vwpassat 28.12.09 - 09:51 Uhr

""Ich will das aber nicht, will nicht von meinen Eltern abhängig sein und will ihn auch nicht solange in der Krippe lassen. Dann können wir ihn abends ja nur noch ins Bett bringen.
""

Sturer Starrsinn ist das, der Euch evtl. Deinen Job und damit einen Teil Eurer Existenz kostet.

Ich werde nie verstehen, wie man 6 Jahre krampfhaft versucht, ein Kind zu zeugen, aber im Gegenzug nichtmal drüber nachdenkt, wie man seinen Job weitermachen kann.

Dein Problem ist keines und absolut pillepalle. Dein Chef kann dich freilig nicht zwingen, aber Du musst auch nicht weiter da arbeiten. Im PLZ-Gebiet 03 gibt es genug Arbeitslose.

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