Hat jemand Erfahrungen mit einem FTMV???

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von bennisundferdismama 27.12.09 - 16:24 Uhr

Hallo Maedels,
im August habe ich meine geliebten Jungs in der 23.SSW durch eine aufgestiegene Infektion verloren.
Jetzt bin ich wieder schwanger und schon wieder wurden Bakterien festgestellt. Gatnarellen oder so aehnlich. Ich bin erst in der 8. Woche...

Ich bin fertig mit den Nerven, dass wieder so etwas Schreckliches passiert.
Die Aerzte in der Klinik raten uns zu einem FTMV, mein FA ist dagegen, meine Hebi ist dafuer... Ich weiß jetzt gar nichts mehr.

Waere toll, wenn mir jemand von seinen Erfahrungen berichten koennte und wie es danach weiter gegangen ist, auch wenn ihr euch dagegen entschieden habt, was wurde dann gemacht???

Danke schon mal!!!
Liebe Gruesse,
Verena

Beitrag von fonziemay 27.12.09 - 16:27 Uhr

mußte erstmal googlen, was das überhaupt ist. also ich finde, das hört sich recht vielversprechend an und für eure situation auf jeden fall passend. was für argumente dafür oder dagegen haben denn arzt und hebamme? und was sagt dir dein bauchgefühl? du könntest ansonsten ja auch noch die meinung anderer fä einholen, wenn du dir unsicher bist. auf jeden fall sollten risiken und nutzen natürlich gut abgewägt und vorher besprochen werden, aber ich geh mal davon aus, daß das auch gemacht wurde?

Beitrag von syhana 27.12.09 - 16:43 Uhr

Hallo

Ich habe mir grade alles in deiner VK durch gelesen... es tut mir so leid was euch passiert ist :-(

Aber warum will dein FA das nicht machen lassen ?? Er muss doch gründe genannt haben. Ich weiss ja nicht aber wenn man es mit so einem verschluss verhindern kann und du nun mal schon weisst das du diese Bakterien hast.
Sollte man doch auf nummer sicher gehen, oder ?


lg Syhana

Beitrag von bennisundferdismama 27.12.09 - 17:06 Uhr

Danke fuer eure Meinungen.
Es ist so, dass ein FTMV Wehen ausloesen kann und es eine Abortrate gibt, die wie bei einer Punktion um 1% herum liegt. Mein FA meint, ich solle lieber mit Antibiotika versuchen, die Infektion in den Griff zu bekommen, aber erst Ende des 3. Monates, jetzt wuerde er noch keine Antibiose machen.

Ich bin hin und hergerissen. Klar waere es mir lieber, ich braeuchte keine OP und 1% Risiko ist zwar nicht so groß, aber das Risiko fuer einen Spaetabort ist noch geringer und trotzdem hat es uns getroffen...

Und ein FTMV ist auch keine Garantie, dass es nicht trotzdem wieder passiert.

Vielleicht sollte ich doch noch mehrere Aerzte fragen.
Vielleicht meldet sich ja noch jemand, der auch vor dieser Entscheidung stand...

LG,
Verena

Beitrag von maxi03 27.12.09 - 18:07 Uhr

Hallo Verena,

auch ich habe meine beiden Jungs im letzten Jahr durch eine aufsteigende Infektion verloren.

Inzwischen bin ich in der 30. SSW (29+4) und habe mich auch nach dem FTMV bei verschiedenen Ärzten erkundigt. Alle rieten mir davon ab.

Ich habe regelmäßig den pH Wert mit den Handschuhen (2x die Woche) gemessen, bzw. messe noch, gehe regelmäßig zur Vorsorge (zuerst alle 14 Tage, inzwischen wöchentlich) und lasse regelmäßig Abstriche auf Bakterien prüfen. Allerdings bin ich PKV, so dass ich bisher alle Abstriche bezahlt bekommen habe. Wenn der pH zu hoch ist, dann mache ich eine Antibioseprophylaxe (kam bisher 1x vor, weilm Woen).

Toi, toi, toi bisher bin ich von den schädlichsten Bakterien verschont geblieben. Allerdings habe ich wegen etwas bedenklicher Abstriche (wenn die "guten" Bakterien fehlten) schon oft Fluomycin bekommen, zum Aufbau der Scheidenflora.

Inzwischen lag ich schon insgesamt 20 Tage im Dezember im KH wegen Cervisinsuffizienz mit Trichterbildung. Da habe ich mit ein Cerclage Pessar legen lassen. Dieses ist etwas infekrionsanfälliger, so dass ich Milchsäurebakterien (Kadefungin) ab morgen nehme, um die Flora im Gleichgewicht zu halten.

Wie gesagt, ich lasse regelmäßig die Abstriche untersuchen, wenn was wäre, dann steige ich sofort auf ein Antibiotikum um.

Meine FÄ und meine Hebi sowie zwei andere Ärzte, u. a. Chefarzt eines KH sind gegen FTMV, denn das Risiko steht ihrer Meinung mach in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Alles Gute für dich.

LG Maxi

Beitrag von tsuchiura 18.06.10 - 22:27 Uhr

Hallo Verena,
meine Frau und ich teilen Dein Schicksal und hatten auch zwei Kinder jeweils im 7. Monat verloren - sehr wahrscheinlich durch aufsteigende Infektionen gefördert durch ein ungünstiges Scheidenmillieu. Mit Hilfe des FTMV haben wir aber an der Kölner Uniklinik 2006 einen gesunden Jungen zur Welt gebracht, der jetzt 3 1/2 Jahre alt ist. Meine Frau ist nun wieder schwanger und läßt in wenigen Wochen wieder einen FTMV machen. Ein Restrisiko bleibt immer, aber die Frauenärztin macht uns viel Mut. Ich wüßte gerne, warum Dein FA zum FTMV abrät, ob er das im Allgemeinen oder speziell in Deinem Fall tut.
Wir vertrauen jedenfalls dieser Methode trotz des Restrisikos.
Viel Glück
Frank