mein sohn dreht seit 3 monaten völlig durch *sorry lang*

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von livie 27.12.09 - 21:21 Uhr

hallo zusammen,

irgendwie weiss ich nicht weiter.

mein sohn dreht seit 3 monaten total am rad. er hört kein stück, rennt mir auf der strasse ständig weg so das ich nicht mehr mit ihm raus gehe ausser in den kiga und zurück.
egal was ich ihm kaufe( oder er eben schon zum spielen hat) er macht es kaputt. ich kann ihm noch nichtmal abends zum schlafen gehen ne geschichte vorlesen da er seine bücher alle kaputt gemacht hat.

er hat momentan auch kein bett mehr, da er (nun schon das 3) kaputt gesprungen hat. und ich ihm gesagt habe er bekommt erst wieder eins wenn er damit aufhört.

er hört echt null. und dabei ist es egel wie und ob ich ihn überhaupt bestrafe. es juckt ihn einfach nicht.

er war noch nie einfach. aber ja es war ok er ist eben en wilder jung. da bin ich auch soweit mit klar gekommen und mit konsequents ist man bisher auch immer ganz gut mit ihm klar gekommen. aber jetzt geht echt nichts mehr. und ich kann mir auch nicht erklären wieso oder warum er das macht.

er ist einfach pünklich zum 3 geburtstag durchgedreht.

ist das normal in dem alter gibts da tipps oder trinks. oder hat jemand ne idee woran das liegen könnte?

liegt es am kiga? denn seit dem haut er oder sagt schimpfwörter. oder an dem geschwisterchen was nun kommt? obwohl er sich so freut und immer meinen bauch streichelt!?

ich hoffe jemand kann mir hier evtl. weiter helfen.

lg livie

Beitrag von nuckelspucker 27.12.09 - 21:32 Uhr

huhu,

bei euch kommt vieles zusammen.

zum einen ist es mir drei jahren normal, dass die kinder nicht gerade "einfach" sind.

dann macht es deinem sohn sicher zu schaffen, dass ein geschwisterchen im anmarsch ist.

mein sohn wurde mit 4 jahren großer bruder und ihm hat die schwangerschaft anfangs schwer zu schaffen gemacht, auch wenn er sich auf das geschwisterchen sehr gefreut hat und sehr liebevoll zu mir und dem bauch war. er sagte sogar einmal, das baby solle im bauch bleiben. er war sehr durcheinander deswegen und wir haben das thema großer bruder dann erst mal gemieden.

auch jetzt, wo sein geschwisterchen da ist, ist er hin und her gerissen. er liebt seinen bruder, aber ist oft traurig, wenn ich wenig zeit für ihn habe.

dann der KIGA. es ist normal, dass die kinder diverse wörter und schlechte verhaltensweisen mit nach hause bringen.

ich denke, dein sohn sucht vielleicht deine aufmerksamkeit.

ich hab mal gelesen, dass die kinder, wenn sie durch ein baldiges geschwisterchen oder sonstige veränderungen verunsichert sind und ihre bisherige welt dadurch ins wanken gerät, grenzen austesten und verbotene sachen machen, um zu sehen, wie die eltern reagieren. ob die gesetzten regeln noch bestehen oder nicht. sie suchen sicherheit.

ich nehm meinen großen sohn oft einfach in den arm, wenn er bockig ist oder mal durchdrehen möchte. ich halt ihn fest und er reagiert sich ab, wenn nicht, geht er freiwillig raus und regt sich ab.

lg claudia

Beitrag von thyme 27.12.09 - 21:39 Uhr

<<rennt mir auf der strasse ständig weg so das ich nicht mehr mit ihm raus gehe ausser in den kiga und zurück. >>

Kein Wunder hat er zuviel Energie, wenn ihr den Tag im Haus verbringt!


<<er ist einfach pünklich zum 3 geburtstag durchgedreht. >>

Nicht nur er, viele Kinder in dem Alter fangen an, massiv ihre Fähigkeiten sowie die Grenzen auszutesten.u.a. auch unser Sohn. Mittlerweile ists zwar etwas besser, aber er hat immer noch seine Phasen. Als Tip kann ich nur raten: Viiiiieeel Geduld, ruhiges Beharren auf wichtigen Dingen und bei weniger wichtigen Dingen auch mal mit sich handeln lassen.


<<oder an dem geschwisterchen was nun kommt? obwohl er sich so freut und immer meinen bauch streichelt!?>>

Freuen wohl schon auch, aber da ist sicher auch viel Angst und Unsicherheit. Mach dich gefasst: Da kommt noch mehr, wenn das Kleine erst mal da ist. Noch einmal: Kauf dir eine Extraportion Nerven und wappne dich mit Geduld.

LG thyme

Beitrag von livie 27.12.09 - 21:52 Uhr

wir verbringen deswegen nicht dan ganzen tag im haus. wir haben nen garten.... aber nur der garten auf dauer ist natürlich auch doof.

aber irgend ne "strafe" musste ich mir ja einfallen lassen.

aber da hilft wohl nichts als geduld. und hoffen das es sich alles bald wieder normalisiert.

Beitrag von gioia0107 27.12.09 - 21:45 Uhr

Hi!

Also ich kann Dir das Buch "Kinder fordern uns heraus" sehr ans Herz legen. AUsserdem wäre ich lägst bei einer Erziehungsberatung gewesen. Mein Sohn "spinnt" auch seit Wochen rum und ich bin zu einer Beratung gegangen. Da wurde mir auch das Buch empfohlen.

Alles Gute!

LG Verena

Beitrag von livie 27.12.09 - 21:53 Uhr

glaub mir darüber habe ich auch schon nachgedacht. mir da evtl. hilfe zu holen.

wiedrum hatte ich dadurch aber angst mir eingestehen zu müssen das ich versagt habe. oder vielleicht als solches dort hingestellt werde. aber danke für den tipp mit dem buch.

wenn es allerdings weiter so geht werd ich mir wohl hilfe holen müssen bevor es zu spät ist.

Beitrag von gioia0107 27.12.09 - 22:05 Uhr

Na und? Mütter sind auch nur Menschen und nicht als solche geboren! Und schon gar nicht allwissend!
ALso ich hole mir lieber Hilfe und lasse mir gute Tipps geben und Sachen erklären, die andere besser wissen als ich, als ein Familienleben zu etragen, indem mein Sohn nicht mal in einem BETT schläft, weil er es zerstört. ALso das finde ich schon sehr heftig und denke, dass da Hilfe von aussen nötig ist. Und ausserdem geht es nicht um DICH, sondern um Dein Kind. Was Du Dir da eingestehst oder nicht, tut nichts zur Sache. Wenn er so aisflippt, dann geht es ihm nicht gut und es muss etwas verändert werden. WIllst Du warten, bis er Dir auf die Strasse läuft, weil er nicht hört? Und nur weil Du Dir nichts eingestehen willst. Ich hör das zwar öfter, aber ich kann das nicht verstehen. Wenn der Fernseher kaputt ist, lässt man ihn reparieren, wenns Auto kaputt ist, fährt man in die Werkstatt. Man lässt nen Fachmann ran, aber wenn mit dem Kinder was ist, dann wird alles schön selbst geregelt! Echter Quatsch! Ich schäm mich nicht, wenn ich mir Hilfe hole, bevor irgendwas passiert. Die Super Nanny ist nicht umsonst so "berühmt". Viele Leute haben es endlich verstanden. Wenn Dein Baby kommt, wird bestimmt nicht besser. Sag ich Dir aus Erfahrung!

LG Verena mit Lukas 3 und Lucy 4 Monate

Beitrag von livie 27.12.09 - 22:35 Uhr

ja, da hast du natürlich völlig recht.

kann man sich da einfach so ans jugendamt wenden oder ist diese erziehungsberatung wieder etwas ganz was anderes?

ist sicher von stadt zur stadt anders. aber vielleicht kannst du mir schonmal etwas weiter helfen.

lg und danke livie

Beitrag von gioia0107 27.12.09 - 22:41 Uhr

Hi!

Also bei uns ist das ein Sozial-Psychologischer Dienst von einer Diakonie.
Die Caritas bietet das bei uns auch an. Bei den Familienzentren auch. Ans Jugendamt würd ich mich erstmal nicht wenden, da gibts bessere Adressen!

LG verena

Beitrag von cori0815 27.12.09 - 21:46 Uhr

hi livie!
Klar ist in letzter Zeit auf deinen Sohn viel Neues eingeströmt, aber eine Entschuldigung für ALLES darf das auch nicht sein.

Dass sie im Kindergarten das ein oder andere Schimpfwort (und Fehlverhalten) lernen und dass man zuhause dabei recht machtlos ist, erlebe ich auch seit einem halben Jahr.

Aber ich finde, es sind einige Sachen, die bei euch darüber hinaus gehen. Wenn ein Kind sich vorher verständig im Straßenverkehr verhielt (also nicht dass ich erwarte, dass er den Straßenverkehr und die Gefahren reel einschätzen kann mit 3 Jahren, aber einen gewissen Respekt würde ich von meinem Sohn - auch 3 J. - erwarten und kann es auch), ist es doch sonderlich, wenn er auf einmal nicht mal mehr von der Hand gelassen werden kann...

Auch dass er so intensiv seine Spielsachen und Bücher zerstört, finde ich wunderlich.

Ehrlich gesagt würde ich das Gespräch mit dem KiA suchen.

Mein Sohn hat auch immer wieder Phasen, da dreht er regelmäßig durch, bekommt einen Wutanfall nach dem anderen und es dauert oft auch länger als eine halbe Stunde, bis er wieder runter kommt. Und jetzt haben wir z.B. festgestellt, dass sich die Situation immer dann so zuspitzt, wenn er mal wieder Paukenergüsse in den Ohren hat und schlecht hört. Immer dann fängt er an, aggressiv zu werden und regelmäßig auszuticken. Habt ihr diese Möglichkeit mal gecheckt? Die Kindergärtnerin meines Sohnes erzählte nämlich neulich das gleiche von ihrem Sohn. Und in meiner Bekanntschaft sind noch 3 Kinder, bei denen ähnliche Erscheinungen bekannt sind - immer in Verbindung mit den "nicht funktionierenden" Ohren...

Lass es also sicherheitshalber mal abklären.

Wenn der KiA keinen Grund findet, würde ich ihn fragen, ob er denke, dass eine Erziehungsberatung helfen würde. Ich habe das auch mal in Anspruch genommen, als mein Sohn so außer Rand und Band war (und ich noch nicht wusste, woran es lag). Es hat uns allen sehr geholfen, weil man einfach nochmal andere Wege kennenlernt, mit Situationen umzugehen. Und manchmal hilft es auch einfach nur, mit jemandem, der Verständnis für solche Situationen hat, zu reden.

Also lass dich nicht entmutigen und pack den (kleinen) Stier bei den Hörnern!

LG
cori

Beitrag von hanni123 27.12.09 - 21:55 Uhr

Huhu,

das ist ja eine interessante Erklärung. Mein Sohn hat im Moment auch Paukenergüsse und ist aussergewöhnlich aggressiv! Einen Zusammenhang hatte ich bisher da nicht gesehen, aber vielleicht ist das auch eine Erklärung. Oder Zufall. Aber ich werde es mal beobachten, danke!

LG

Hanna

Beitrag von livie 27.12.09 - 21:57 Uhr

jetzt wo du es sagst. ich habe neulich zu meiner mutter gesagt. das ich das gefühl habe das er schlecht hört.

da er nicht reagiert und mich nicht versteht wenn ich ihn direkt ansehe oder er eben mich.

allerdings fällt mir das erst seit. ner woche auf. meine mutter sagte mir das allerdings schon vor wochen.

allerdings habe ich sie da nicht ganz ernst genommen.

Beitrag von braut2 27.12.09 - 22:53 Uhr

Da muss man sehr aufpassen. Hat meine Tochter auch gehabt mit 2,5 Jahren. Ich wurde regelmäßig sauer und wütend, weil sie einfach nicht auf mich hören wollte....:-[
Das ging wochenlang so, Ich war am verzweifeln. Bis ich gemerkt hab das da was nicht stimmt. Und dann hab ich ein paar Tests gemacht und bin gleich dann mit ihr zum HNO.

Voller Paukenerguss. Nix mehr gehört. Der Hörtest ist sowas von schlecht ausgefallen......die Ärztin meinte nur, das das kInd wirklich fast gar nix mehr hört. Und dadurch ist sie auch selbst aggressiver geworden........und ich hab das arme Kind jedesmal angepflaumt #schock#heul

Beitrag von cori0815 28.12.09 - 21:29 Uhr

Na, livie, dann ab zum Ohrenarzt mit euch!

Ich kann nur sagen: mein Sohn hat bereits das dritte Mal Paukenröhrchen bekommen (in den letzten 1,5 Jahren), da er jedes Mal wieder - wenn die Röhrchen rausgefallen waren - wieder "blöd" wurde aufgrund der Paukenergüsse. Und jedesmal ist es, als wenn ich ein anderes Kind aus dem Krankenhaus mit nach Hause bringe: ausgeglichen, freundlich, strahlend und aufmerksam/wissbegierieg.

Und auch wenn die ständigen OPs blöd sind, rechtfertigen sie sich mit dem Erfolg durch die immense Steigerung des Wohlbefindens meines Sohnes.

Ich hoffe für euch, dass eure Lösung so einfach zu finden ist und wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr.

LG
cori