verzweifelt - Brust wird nur noch angeschrien

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von bibiho 29.12.09 - 12:12 Uhr

Hallo zusammen,

ich brauch mal euren Rat - ich bin mittlerweile echt schon richtig verzweifelt.

Mein Sohn ist jetzt 11 Wochen alt und seit einer Wocher schreit er immer häufiger beim Anlegen die Brust an. Anfangs musste ich einfach nur ein bisschen warten, dann nahm er sie doch. Aber mittlerweile wird jedes Stillen zum Geduldsakt. Er knötert und lutscht an seinen Fingern, was immer ein Zeichen war, dass er Durst hat. Sobald ich meine Brust auspacke, fängt er tierisch an zu schreien. Dann nehm ich ihn hoch, rede bruhigend auf ihn ein, aber beim nächsten Versuch das selbe Spiel. Gestern habe ich 3 Stunden für beide Brüste gebraucht und konnte dann prinzipiell wieder von vorne anfangen. Naja, außerdem nimmt er eigentlich nur noch eine Brust - die zweite lässt er weg. Ist ja ok, er ist propper genug, so dass er das ab kann.
Auch schaffe ich es aber nciht mehr, die Sache (das Brustanschreien) nicht persönlich zu nehmen, auch, wenn ich vom Kopf her weiß, dass mein Sohn mich sicherlich nicht absichtlich ärgern will.

Wenn er dann an der Brust ist, trinkt er gut, aber BIS er an der Brust ist... uff - anstrengend!

Was kann das sein? Mache ich irgendwas falsch?
Hab schon überlegt, ob irgendetwas anders ist, aber ich bin auf nichts gekommen... :-(

Bin mittlerweile an dem Punkt, wo ich nur noch abstillen mag! :-(

LG
Bibi

Beitrag von toennchen 29.12.09 - 12:27 Uhr

Hi,

ich hatte bei der Großen das gleiche Problem - war irgendwann wirklich fix und fertig. Manchmal hat es besser geklappt, wenn ich ihr erst mal einen Schnuller gegeben habe, bis sie sich wieder beruhigt hatte (oder am kleinen Finger nuckeln lassen), dann ganz schnell Schnuller raus und Brust rein.

Mehr Tips hab ich leider nicht, es ging aber irgendwann vorbei (als sie 4 Monate alt war, etwa), dann hat das Stillen wunderbar geklappt und ich hab "zur Belohnung" bis 14 Monate weitergestillt (damit sich der ganze Streß auch rentiert!)

Alles Gute! toennchen

Beitrag von tina73... 29.12.09 - 12:34 Uhr

Unser Niklas (17 Wochen) hat das manchmal auch.Wenn ich nicht schnell genug die Brust ausgepackt habe schreit er wie am Spieß!!!!!!!
Dann gebe ich ihm auch nen Schnuller,warte bis er sich beruhigt hat und ziehe dann schnell den Schnuller raus und Brust rein.
Niklas trinkt auch immer nur eine Seite.Die 2.schafft er nie.Und es klappt auch gut.
Du machst nichts verkehrt.Mach weiter so.Es wird wieder.
L.g Tina

Beitrag von schwilis1 29.12.09 - 12:43 Uhr

durchhalten. schnuller und alle künstlichen sauger weg, viel ruhe und hautkontakt mit deinem Baby und durchhalten. Stillstreiks koennen immer wieder auftauchen. aber sie sind behhebbar. und wenn der kleine wirklich lange zeit nichts trinkt dann probier ihn mit nem becher oder löffel zu füttern

http://www.stillberatung-mamabrust.de/page21.php

Beitrag von lexa8102 29.12.09 - 13:20 Uhr

Hallo Bibi,

das Phänomen heißt Brustschimpfphase oder Stillstreik und es kennen fast alle Stillmamis (wir auch).

Dein Kleiner erkennt quasi, dass die Brust nicht zu ihm gehört, sondern zu dir und du sie wegnehmen kannst, wenn du willst und das ängstigt ihn.

Er schreit nicht, weil er dich oder das Stillen nicht mehr mag. Das musst du dir immer wieder sagen!!!

Ruf doch mal eine Stillberaterin an, die können dir auf jeden Fall weiterhelfen.

Klappt es nachts besser? Du könntest versuchen, in einem ruhigen dunklen Zimmer zu stillen.

Die Phase geht auf jeden Fall vorbei - wann kann dir aber niemand sagen. Bei uns hat sie nur ein paar Tage gedauert, bei anderen ein paar Wochen.

Viele Grüße und lass dich nicht entmutigen,
Lexa

Beitrag von bibiho 29.12.09 - 16:38 Uhr

Ich danke euch allen sehr!
Hab vorhin noch völlig verheult meine Hebi angerufen, die mich nachbetreut hatte (eigentlich waren wir mit den Terminen durch). Sie vermutet noch, dass beim Kleinen die Zähne einschießen, so wie sich meine Schilderungen anhören, und das muss dann wohl auch schmerzhaft für die Kleinen beim Saugen sein.
Er ist zwar früh dran, aber er ist mit seinen 11 Wochen ja auch schon über 70 cm und 8 kg groß bzw. schwer...

Ich hoffe sehr, dass es bald vorbei ist... Danke für euer Mutmachen!
Bibi

Beitrag von jessik0106083 29.12.09 - 21:26 Uhr

hallo,

auch wir haben solche stillstreiks, und es ist soooo anstrengend. #zitter
heute ist mir aber aufgefallen, das wenn sie richtig knast hat, es wunderbar klappt mit dem anlegen.
vielleicht hat meine maus noch nicht wirklich hunger gehabt und deshalb so ein theater gemacht.
allerdings haben wir auch seit der 11. woche probleme mit den zähnen, und siehe da, unglaublich aber war, unser 1. zahn ist fast da.

lg jessica mit lucas 4 j. und klein lea 14 wochen

Beitrag von bibiho 29.12.09 - 22:21 Uhr

uiii, Respekt - so früh schon das 1. Zähnchen! :-)

Und wie ist das mit dem Stillen, wenn deine Lea schon den 1. Zahn hat? Davor graust mir ja, weil Justus jetzt schon (ohne Zähne) so an der Brust rumzappelt und dran rumzerrt... ui ui ui, mit Zähnen stelle ich mir das mächtig schmerzhaft vor.

LG
Bibi

PS.: Übrigens: seit dem Telefonat mit der Hebi macht Justus keine Probleme mehr mit dem trinken - drei Stilleinheiten völlig problemlos... hm. Vielleicht haben die empfohlen Zahn-Globollis ja tatsächlich geholfen oder aber er hat seinen Streik zumindest für heute eingestellt... #huepf