Noch ne Frage zur Nackenfaltenmessung

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von valetta73 30.12.09 - 14:05 Uhr

Hallo Mädels,

mir ist da noch immer was nicht ganz klar. Wenn der Wert der Messung nicht gut ist, wird ein Bluttest gemacht. Gut.

Aber kann man anhand des Blutes der Mutter sagen, ob das Kind behindert sein könnte? Oder nimmt man das Blut irgendwie aus dem Baby?

Denn wenn man es der Mutter entnimmt, warum kontrolliert man das nicht einfach bei einem normalen US nebst Blutuntersuchung? Da wird ja auch immer der HCG etc bestimmt.

Ich kapiers grad irgendwie nicht.

Grüsse Valetta

Beitrag von binecz 30.12.09 - 14:07 Uhr

Also mir wurde gesagt man kann die NFM mit und ohne Bluttest machen. Mit ist sie halt eindeutiger und kann besser bestimmt werden. Ich schätze mal, dass das ein anderes Labor ist welches gemacht wird und daher nicht im Rahmen der allgemeinen Untersuchung (musst du ja auch selbst zahlen!)

Beitrag von bl1711 30.12.09 - 14:10 Uhr

hallo valetta,
also, soweit ich weiß, wird bei einem auffälligen testergebnis der nackenfaltenmessung eine fruchtwasseruntersuchung gemacht. von einem bluttest weiß ich nix.

ich selbst hatte die nackenfaltenmessung vor zwei wochen und ich glaube, dass ich damals für den fall des falles nix von einem bluttest gelesen hab.

auf jeden fall gibt die nackenfaltenmessung und in weiterer folge eine fruchtwasseruntersuchung lediglich eine wahrscheinlichkeit (!!!) für einen chromosomenschaden - sprich behinderung - angibt. du wirst kein definitives ergebnis dafür bekommen. auch babies, die eine erhöhte wahrscheinlichkeit für einen chromosomenschaden haben, können vollkommen gesund auf die welt kommen. genau so wie es umgekehrt kommen kann.

mach dir auf jeden fall nicht allzu viele gedanken über ein möglicherweise schlechtes ergebnis. du machst dich damit nur selbst verrückt! positiv denken!!!

liebe grüße
babsi

Beitrag von iseeku 30.12.09 - 14:11 Uhr

das hast du doch gestern gefragt #kratz

man kann nur "wahrscheinlichkeiten" mit der blutentnahme geben.

die werte bestimmt man halt in einem bestimmten ssw-zeitraum.

sicherheit bringt nur eine fruchtwasseruntersuchung.

lg#blume

Beitrag von eisbluemchen1809 30.12.09 - 14:16 Uhr

Hi Valetta,

die Nackenfaltenmessung ist lediglich eine Risikobewertung... die einerseits sich aus der Nackenfaltenmessung und dem Bluttest zusammen setzt. (das lassen sich die Ärzte gut bezahlen) Eins ohne das andere macht, nach dem was ich mir da angelesen haben keinen Sinn...Das ergibt dann einen Wert 1 zu x, z.B bei mir war die Nackenfalte bei 2,1 und der Blutwert dann ein Risiko 1:14000
Wenn die Risikobewertung schlecht wäre, also Nackenfalte zu groß und die Blutwerte schlecht, würde der FA dann zu einer Fruchtwasseruntersuchung raten die dann Gewissheit darüber bringt ob Dein Kind Trisonomi 21, 18 oder 13 hat.
Entscheident ist - würdest Du dich wenn das Ergebnis schlecht ist von Deinem Zwerg wieder trennen oder nicht.
Wenn nicht, ist es vermutlich eher Geldverschwendung sich die NFM machen zu lassen und Du läßt es drauf ankommen ob Dein Bauchbewohner gesund ist oder nicht.

Grüße und guten Rutsch
Bine + #babyboy 25SSW

Beitrag von anyca 30.12.09 - 14:19 Uhr

"warum kontrolliert man das nicht einfach bei einem normalen US nebst Blutuntersuchung? Da wird ja auch immer der HCG etc bestimmt. "

Es gibt vermutlich Millionen Sachen, die man am Blut theoretisch untersuchen kann. Die Standarduntersuchung beim FA schaut nur nach dem Eisenwert (bei mir zumindest ist NICHT jedes Mal HCG kontrolliert worden).

Beitrag von jbw 30.12.09 - 14:20 Uhr

Hallo,

doch, man kann aus dem HCG im Blut der Mutter auf eine mögliche Behinderung des Babys schliessen. Statistisch gesehen ist der HCG Wert in diesem Fall relativ lange hoch, anstatt nach dem 3. Monat wieder abzusinken.
Neuerdings kann man sogar zwei Blutuntersuchungen machen lassen: Die erste zusammen mit der US-NFM, und bei einem auffälligen Ergebniss dann noch eine zweite, um das Risiko besser einschätzen zu können. Dieses Verfahren mit der 2. Messung gibt es seit ca. 2008.
Das alles gibt aber nur eine STATISTISCHE Wahrscheinlichkeit. 100% Sicherheit gibt nur die Fruchtwasseruntersuchung.

Ob bei jeder Blutuntersuchung auch HCG bestimmt wird, weiss ich nicht ... ich glaube, ehrlich gesagt, nicht.

Alles Gute, J.

Beitrag von valetta73 30.12.09 - 14:23 Uhr

Danke. Das bringt mir ein bisschen LIcht ins Dunkel :-)

Ich war erst gestern beim US und zur Blutabnahme und mein HCG sinkt schon wieder. Ich hoffe jetzt mal, dass das ein gutes Zeichen ist :-)

Eine Fruchtwasseruntersuchung möchte ich eher vermeiden.

Beitrag von valetta73 30.12.09 - 14:21 Uhr

Danke erstmal.

Allerdings beantwortet das nicht ganz meine Frage. Vielleicht hab ich mich doof ausgedrückt ;-)

Also dort wo ich diese Messung machen lasse macht man automatischen einen Bluttest, der dann ein eindeutigeres ERgebnis bringt. Trotzdem ne Wahrscheinlichkeit, das ist mir klar.

Aber wenn das Blut der Mutter entnommen wird, warum wird das dann nicht einfach bei ner Vorsorgeuntersuchung mit untersucht, ob das Baby wahrscheinlich gesund ist? Das versteh ich halt nicht.

Oder wird das Blut irgendwie aus dem Baby geholt?

Ich bin verwirrt ;-)

Beitrag von iseeku 30.12.09 - 14:24 Uhr

ja, das ist auch mgl - die gynäkologen können die gleichen untersuchungen wegschicken.
gehört halt zuj ersttrimesterscreening und wird alles zusammen gemacht.
es ist dein blut.

Beitrag von zaubermaus2001 30.12.09 - 14:22 Uhr

Hallo Valetta,

ich bin zwar kein Freund der NFM bzw. des Frühscreenings, aber um deine eigentliche Frage zu beantworten: Es wird das Blut der Mutter untersucht auf einen bestimmten Eiweißstoff, der wohl auffällig sein KANN, wenn eine genetische Behinderung vorliegt. In vielen Praxen, die diese Untersuchung machen, wird die NFM nur noch "im granz großen Stil" gemacht, also NFM + Bluttest + Messung des Nasenbeins usw. Dadurch soll die Erkennungsrate auf über 90% liegen. Schau mal hier z.B.:
&http://www.praenatal.de/cms/patientinneninfo/praenatale-diagnostik/ultraschall/ersttrimester-screening/nackentransparenzmessung.html

LG
Steffi

Beitrag von valetta73 30.12.09 - 14:26 Uhr

Vielen Dank für den Link. Den muss ich mir mal noch genauer durchlesen.

Da wo ich das machen lasse, wird die Nackenfalte gemessen, das Nasenbein und das Blut untersucht. Das volle Programm also.

Eine Wahrscheinlichkeit würde mir als Ergebnis schon genügen. WEnn da was von 1:1000 rauskommt ist das für mich in Ordnung. Hoffen wir, dass sowas rauskommt!

Beitrag von iseeku 30.12.09 - 14:28 Uhr

1:1000 #gruebel

ich denke, das kann durchaus schlechter ausfallen anhand deines alters und der stimulationen

Beitrag von valetta73 30.12.09 - 14:44 Uhr

Ja, ich weiss. Hab irgendwas gelesen von 1:196. Aber die Ärztin wird schon wissen, was im Normbereich liegt. Und das reicht mir dann.

Meine Freundin war mit 35 schwanger und hatte eine Wahscheinlichkeit von 1:3500

Von daher... ;-)

Beitrag von zaubermaus2001 30.12.09 - 14:32 Uhr

#bitte und viel Glück für die Untersuchung #klee

Beitrag von myscene 30.12.09 - 16:22 Uhr

Hallo,

Es werden für die NF Messung andere Komponenten aus dem Blut der Mutter bestimmt als für die normale Vorsorge. Und in Korrelation mit der Nackenfalte ergibt sich eine Wahrscheinlichkeit auf die Trisomenien.
Aber ... es gibt durchaus Down Syndrome Kinder die bei dieser Messung unauffällig waren.
Und ... eine familiäre Anekdote; meine Schwägerin, mit der ich eng verbunden bin, hatte in ihrer letzten Schwangerschaft nach dem kompletten Untersuchungsprogramm eine Wahrscheinlichkeit von 50/50 auf Trisomenie 21.
Sie hat dann eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen, da für meinen Bruder feststand, kein behindertes Kind haben zu wollen ... sie ist fast daran zerbrochen.
Alles war letztendlich gut, aber die Geschichte hat meinen Glauben in das Verfahren schwer erschüttert.