Schwanger und Partner hat jetzt plötzlich keine Gefühle mehr ???

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von sosunny1982 30.01.10 - 14:29 Uhr

Kleine vorgeschichte----
Ich bin seit 5,5 Jahren mit meinem Freund zusammen. Ich werde dieses Jahr 28 und er 27 Jahre alt. Wir sind damals recht schnell zusammengezogen weil sich die gelegenheit geboten hat und wir beide von daheim raus wollten.
Es gab in diesen5,5 Jahren natürlich auf und abs... Wir habe auch schon öfter heftig gestritten aber es immer wieder auf die Reihe bekommen.

Im August 2009 wurde ich Schwanger. Wir haben seit September 2008 gewollt nicht mehr verhütet. wollten zu der Zeit auch unbedingt ein Kind. Dann kam wieder langsam schleichend eine Krise und wir haben nur noch so "aufgepasst" das wir nicht gerade in der Fruchtbarsten Zeit miteinander schliefen sofern wir es überhaupt getan haben.
Gut der 1. Schock war überwunden wir freuten uns beide unendlich über das kleine Würmchen. Er ist bis jetzt bei fast jeder untersuchung mit beim Arzt gewesen. War auch immer glücklich und zufrieden wenn der Arzt wieder gesagt hat super alles wunderbar.

Jetzt habe ich noch ca. 10 Wochen bis zur Geburt und er knallt mir am Montag hin das er zwar noch Gefühle für mich hat aber mich momentan nicht mehr liebt und er nicht weiß ob sich daran noch was ändern wird... Das er sich schon ein halbes Jahr quält mir das überhaupt zu sagen, denn er hatte Angst das mir oder der kleinen noch was passiert und weil er mich nicht verletzen wollte.

Er sagt mir aber auch ständig das er für Mich und für das Kind immer da sein wird. was ist das für eine Logik? Will auch unbedingt bei der Geburt dabei sein egal ob wir bis dahin noch zusammen
sind oder nicht. Er liebt mich nicht will aber für mich da sein?

Er hat wahnsinnige Angst das ich ihm das Kind weg nehme und er es nicht sehen darf. Beide stehen wir finanziell leider nicht so gut da das wir uns jeweils eine eigene Wohnung leisten könnten, für mich käme es nie wieder in Frage zu meinen Eltern zu ziehen auch wenn ich mich jetzt seit ich ausgezogen bin sehr gut mit Ihnen verstehe.

Und bei ihm zuhause geht das auf Dauer auch nicht weil er eine 11 Jahre jüngere Schwester hat und sie sich damals schon ein Zimmer teilen mussten.

Unsere jetzige Wohnung könnte sich einer alleine auch nicht leisten.

Er hat mir auch gesagt das zu 1000% keine andere dahinter steckt.

Nimmt mich trotzdem in den Arm weil er nicht will das es mir schlecht geht, weil die kleine das alles mitbekommt.

Ich liebe ihn auch wenn es schon oft mal gekracht hat trotzdem über alles. Ich weiß einfach nicht mehr weiter....

Beitrag von petra1982 30.01.10 - 14:31 Uhr

Klar will er für euch da sein, du bist die Mutter seines Kindes. Und ich finde es toll von ihm das er so denkt, und für euch da sein will die geburt mitbekommen will. das du gerade verletzt bist und das nicht verstehst ist klar und verständlich.

Beitrag von gh1954 30.01.10 - 14:37 Uhr

Was ist da so toll dran? Er ist seine verdammte Pflicht, für Mutter und Kind zu sorgen... und einen Mann, der mir 10 Wochen vor der Geburt des Wunschkindes so einen Scheiß vor den Latz knallt, würde ich auf 100 Meter nicht in der Nähe des Kreisssaales wissen...

Beitrag von petra1982 30.01.10 - 17:27 Uhr

na das er es will, oft bekommt ja mit das der mann sich ganz aus der verantwortung stiehlt

Beitrag von sniksnak 30.01.10 - 15:05 Uhr

"... und wir haben nur noch so "aufgepasst" das wir nicht gerade in der Fruchtbarsten Zeit miteinander schliefen sofern wir es überhaupt getan haben."
:-D Hätteste mal eher geschrieben, dann hätt ich dir sagen können, dass das irgendwie nicht klappt ;-)

Spaß bei Seite.

Tja... Was sagt man dazu? Gut, dass er seine Gedanken zu eurer Situation loswerden konnte. Was du jetzt damit machst ist ihm wurscht oder wie? Super gemacht... Wäre ihm das alles ach so wichtig, hätte sein "Ausbruch" auch noch ein paar Monate Zeit gehabt. Negativ daran wäre gewesen, dass er dir noch länger was vorgemacht hätte, aber da er sich ja eh schon "ein halbes Jahr gequält hat" (der Ärmste)...
Dass er sich noch so hinstellt, als würde er ja nur das Beste wollen, schießt eigentlich den Vogel ab!

Es gibt sicher andere Möglichkeiten, als weiter mit ihm zusammen in einer Wohnung zu leben oder zurück zu den Eltern zu gehen. Mach dich schlau, vielleicht hat die Caritas Ideen, ob und wie du irgendwo Gelder beantragen kannst, wenn du selbst finanziell derzeit nicht so fit bist...

Zieh deine Konsequenzen - so ist das sicher kein Zustand.

LG
sniksnak

Beitrag von sosunny1982 30.01.10 - 15:13 Uhr

viele unserer Freunde mit denen ich drüber gesprochen habe meinen auch das er wahrscheinlich einfach Angst hat. Vor der Verantwortung usw.

Er hat gemeint das er im Juli schon mit mir reden wollte ob wir uns nicht mal eine Auszeit gönnen. ( Ich bin nicht immer einfach gewesen das weiß ich selbst.)
Aber dann habe ich ihm mitgeteilt das wir ein Baby bekommen und da wollte er auch nichts mehr sagen weil er Angst hatte das noch was passiert.

Er hat mir in der Zeit aber nicht das Gefühl gegeben das irgendwas nicht stimmt... Er hat mir trotzdem gesagt das er mich liebt, hat meinen Bauch gestreichelt ihn geküsst usw.

Im Dezember ist dann das Fass mal wieder übergelaufen weil er sich ständig nur noch ins Fitnessstudio zurückgezogen hat und danach dann in Sein Sport Forum im Internet rum gechattet und gesurft hat. Ich fühle mich sehr oft alleingelassen. Dachte er muss für mich da sein weil ich ja Schwanger bin. Trotz alle dem war er die letzten Wochen immer zucker süß hat mir gesagt wie sehr er "UNS" liebt usw.
Und am Montag knallt er es mir plötzlich so hin.

ich muss sagen wir haben eigentlich sehr selten über unsere Gefühle und Ängste gesprochen auch vor der Schwangerschaft schon weil er eigentlich vom Typ her ein ganz ruhiger ist. Aber wenn es wirklich mal gar nicht mehr ging habe ich ihm angefangen einen Brief zu schreiben weil ich selbst wenn ich nur angefangen hätte mit ihm zu sprechen zum heulen angefangen hätte und wahrscheinlich wieder rumgezickt hätte.

Wir haben uns ewig lange Emails geschrieben weil das mit dem Sprechen irgendwie nicht so hinhaut bei uns.
Wir reden eigentlich auch momentan relativ normal miteinander. Er nimmt mich auch in den Arm hält mich die ganze nacht fest aber es tut einfach verdammt weh weil ich weiß das was nicht so ist wie es sein soll. Ich könnte eigentlich ständig heulen es tut so verdammt weh.

Beitrag von sniksnak 30.01.10 - 15:23 Uhr

"viele unserer Freunde mit denen ich drüber gesprochen habe meinen auch das er wahrscheinlich einfach Angst hat. Vor der Verantwortung usw."

Und du?? Was ist mit dir? Hast du keine Angst? Und wenn ja, was könntest du tun? Gar nichts! Weglaufen ist nicht, das Kind wächst ja in dir. Also ganz ehrlich, DIESE begründung ist eine Scheißbegründung!
Und im Prinzip lässt er dich so mit den Sorgen des Mutter- bzw. Elternwerdens allein. Kann mir niemand erzählen, dass er/sie keine Angst vor der Verantwortung hat.

Ich kann durchaus verstehen, dass dir zum Heulen ist, dass du dich verkriechen möchtest und es dir absolut mies geht. Aber du hast nur noch 10 Wochen und solltest dein Leben darum anpacken :)

Beitrag von jurbs 30.01.10 - 19:49 Uhr

ich finde es verständlich wie er reagiert, also dass bei geburt dabei usw - aber an deiner stelle würde ich mir überlegen ob er wirklich das sorgerecht bekommen sollte, das macht alles nur schwerer ... bekommt das kind, schaut wie es läuft, vielleicht renkt sich ja alles wieder ein ...