Oma kommt ins Krankenhaus, habe Angst dass sie nicht mehr heim kommt..

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von rosali25 04.03.10 - 21:53 Uhr

Hallo zusammen,

meine Oma muss morgen ins Krankenhaus. Offiziell, weil ihre PEG Sonde wahrscheinlich nicht richtig liegt, ihr Hemd ist öfters nass.

Aber ich glaube eher, dass der Arzt sie ins Krankenhaus schickt, weil es nicht mehr geht. Seit ein paar Tagen bleibt sie komplett im Bett (bisher wurde sie morgens vom Pflegedienst im Bad gewaschen und dann ins Wohnzimmer gebracht), sie wird mehrmals am Tag ohnmächtig einfach so, isst und trinkt nichts mehr, schaut nur noch an die Decke, redet kaum.
Sie hat auch keine Rundumbetreuung, ist tagsüber allein.

Eigentlich soll nur ambulant geschaut werden, ob die Sonde noch richtig liegt und danach wieder nach hause.

Aber ich glaube, dass die nicht mehr heim komme wird :-(

Gruß Lena

Beitrag von knutschkugel4 04.03.10 - 22:02 Uhr

will dir ein bissel die hoffnung geben#liebdrueck
es ist normal das nach der lage der PEG-sonde geschaut wird - gerade wenn ihr hemd nass ist





meistens ist auch die sonde verstopft und muss neu gelegt werden




lg dany

Beitrag von rosali25 04.03.10 - 22:07 Uhr

Ja, ich weiß. Vor ein paar Wochen war sie schonmal deswegen ambulant im Krankenhaus, doch man konnte nichts feststellen. Die Sonde geht in den Darm, da sie keinen Magen mehr hat.
Aber ich denke, dass das momentan nicht (mehr) nötig ist danach zu schauen. Es "suppt" eigentlich immer, seit sie die Sonde hat.
Sie klappt ja so schon immer zusammen, selbst wenn sie einfach nur so daliegt. Das wird morgen doch alles viel zu aufregend für sie. Ich weiß nicht, ob das wirklich nötig ist.

Trotzdem danke für deine Worte.

LG Lena

Beitrag von arkti 04.03.10 - 22:23 Uhr

Wie kann man denn eine Frau in so einem Zustand tagsüber alleine lassen? #gruebel

Beitrag von rosali25 04.03.10 - 22:34 Uhr

Wie soll man das denn ändern? Aus der Familie sind alle arbeiten, ins Heim will sie nicht. 3x am Tag kommt der Pflegedienst, vormittags die Putzfrau. Das allein kostet schon 3.000 Euro jeden Monat. Und noch eine weitere Person im Haus das wäre zu viel Unruhe (nicht meine Worte). Mein Onkel wollte schon eine Polin holen, die dann 24 Stunden im Haus ist, will meine Oma nicht.

Beitrag von arkti 04.03.10 - 23:28 Uhr

Naja letztendlich müsst ihr das ja selber entscheiden,
aber manchmal gibt es Momente im Leben da muss man sich über den Willen anderer Menschen hinwegsetzen.
Klar möchten die meisten nicht in ein Heim aber manchmal geht es nicht anders wenn die Angehörigen arbeiten müssen oder man muss halt für eine 24 Stunden Betreuung sorgen.



Beitrag von rosali25 05.03.10 - 08:32 Uhr

Das steht nicht zur Diskussion. Meine Oma sagt, dass sie sich eher die Kugel gibt, als in ein Heim zu gehen.
Letzten Sommer ist meine Mutter 2 Wochen im Urlaub gewesen und meine Oma sollte für die Zeit in eine Kurzzeitpflege, keine Chance.
Sie ist geistig zu 100% top fit.
Eine Rundumbetreuung wurde ihr angeboten, aber sie will niemand fremden im Haus wohnen haben.
Solange sie selbst nicht sagt, dass was geändert werden soll, wird auch nichts passieren.

Beitrag von marion0689 05.03.10 - 09:50 Uhr

Als meine Oma so krank war, hat meine Mutter unbezahlten Urlaub genommen.
Da sind die Arbeitgeber wohl sehr tolerant normalerweise.

Sie war dann 5 Wochen bei meiner Oma, hat alles um sie herum erledigt usw ( hat auch dort geschlafen ).

Und danach hat sich das alles von selbst "gelöst" und meine Oma ist dann leider verstorben :(

Auch sie war bis zum Schluss geistig 100% fit, sie war 82.

LG

Beitrag von rosali25 05.03.10 - 12:12 Uhr

Dazu ist aber niemand bereit. Bei meinem Opa hat sich meine Mutter schon wochenlang unbezahlten Urlaub genommen und hat ihn bis zu seinem Tod gepflegt.

Meine Mutter kümmert sich jeden Tag ab 17 Uhr bis morgens um 7 Uhr um meine Oma und das gesamte Wochenende 24 Stunden. Sie hat keine einzige Minute mehr für sich, sie ist mittlerweile ein psychisches Wrack und zeigt eindeutige Anzeichen für ein Burn-Out-Syndrom. Aber sie hat keine Zeit, um sich um sich selbst zu kümmern.
Seit 1,5 Jahren ist die Situation mit meiner Oma bereits so.
Die drei Brüder meiner Mutter kümmern sich nicht. Die haben genug Kohle und meinen, man könne alles kaufen und ein Anruf pro Woche mit "ich liebe dich und denke an dich" langt da aus.

Gruß Lena

Beitrag von cinderella2008 05.03.10 - 11:16 Uhr

Wenn die Oma nicht ins Heim möchte und noch in der Lage ist, sich dahingehend zu artikulieren, wäre eine Zwangseinweisung mit Sicherheit ihr Todesurteil.

Beitrag von rosali25 05.03.10 - 12:08 Uhr

Genauso sieht es aus, danke.

Beitrag von fruehchenomi 05.03.10 - 18:02 Uhr

Es gibt keine definitiv keine Zwangseinweisung , solange ein Mensch noch nein sagen kann - niemals.
Macht kein Altersheim.

Beitrag von arkti 05.03.10 - 18:35 Uhr

Dann muss trotzdem für Rundumbetreuung gesorgt werden.
Täglich stundenlang nichts trinken kommt dem Todesurteil auch nah.

Beitrag von rosali25 05.03.10 - 18:36 Uhr

Nicht, wenn sie künstlich ernährt wird und immer ausreichend zu Tinken neben sich stehen hat #augen

Beitrag von arkti 06.03.10 - 13:40 Uhr

Was bringen die Getränke wenn sie sie nicht anrührt?
Naja wie gesagt ist ja eure Sache aber ich finde sowas unverantwortlich.
Wenn ein alter Mensch alleine nicht mehr klar kommt gibt es nur 2 Möglichkeiten, entweder es findet sich jemand für eine Rundumbetreuung oder ein Heimplatz.
Kann oder will man Möglichkeit 1 nicht umsetzen bleibt nur noch Möglichkeit 2.

Beitrag von rosali25 06.03.10 - 13:48 Uhr

Bis jetzt kommt sie doch klar. Habe ich gesagt, dass sie ihr Trinken nicht anrührt? Sie isst nichts mehr, aber trinken tut sie.
Heim steht nicht zur Diskussion. es ist IHRE freie Entscheidung, dass es so läuft, wie es läuft. Sie ist ja nicht entmündigt oder sonst was.

Beitrag von chaosotto0807 05.03.10 - 19:34 Uhr

stell dir doch mal vor, über deinen kopf würde jemand anderes entscheiden#gruebel...nur weil die oma alt ist, ist es doch nicht anders als bei uns jungen....

Beitrag von arkti 06.03.10 - 13:41 Uhr

Bei alten menschen ist es anders als bei jungen, denn sie sehen selten ein das sie nicht mehr alleine klarkommen.

Beitrag von chaosotto0807 06.03.10 - 19:18 Uhr

das mag sein, aber solange sie noch mündig sind, kannst leider nicht viel machen...ist bei meiner oma leider auch so...;-)