Einleitung in der 38. SSW

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Beitrag von twinkles 05.03.10 - 16:38 Uhr

Hallo Ihr Lieben!

War heute nachmittag im KH.

Zur Kontrolle sollte Bauch-Mausi gemessen werden.
Der Arzt hat heute bei 37+3 ein Gewicht von 3.600 Gramm ermittelt.

Er möchte nun nächsten Donnerstag gern mit der Einleitung beginnen, weil er vermutet, dass Baby wird auf Grund von SS-Diabetes viel zu groß.
Meine Werte sind aber immer vollkommen ok. (Nüchtern immer im Bereich von 70-85 selten 90 oder mehr - nach den Mahlzeiten hatte ich noch nie Auffälligkeiten - wenn überhaupt nüchtern und das im Grenzbereich)

Ich hatte bei der ersten Gburt schon eine Einleitung wegen vorz. Blasensprung bekommen und nun hab ich total Angst vor dieser Einleitung. :-(#zitter#heul

Sind 3.600 Gramm in der 38. Woche beim 2. Kind denn wirklich soo schlimm?

Beitrag von superschatz 05.03.10 - 16:44 Uhr

Hallo,

das ist schon ordentlich aber absolut nicht bedenklich.

Bei mir wurde ab 37+2 eingeleitet (wegen einer Gestose, allerdings war ab der 20. SSW immer auch die Rede von einer Makrosomie) und bei 38+1 war der Zwerg erst da, also sollte man da schon ein bissl Zeit einplanen. Selten ist ein Befund in der Woche geburtsreif.

Er wurde bei 35+3 auf 2600 Gramm geschätzt. Geboren wurde er mit 3760 Gramm.

Das sind alles ja nur Schätzwerte, +/- 500 Gramm.

Hast du eine Hebamme? Was sagt sie dazu? Wenn es dir und dem Baby gesundheitlich absolut gut geht, würde ich nicht einleiten lassen.

LG
Superschatz

Beitrag von twinkles 05.03.10 - 17:00 Uhr

Habe auch sofort die Hebi angerufen und ihr alles erzählt! Sie meinte nur, dass das Gewicht ok ist.
Die zweiten Kinder können schonmal ein bisschen größer werden.

Sie ist auch dagegen, einzuleiten wenn das Kind eigentlich noch nicht geburtsbereit ist.

Ich weiß aber nicht, ob ich auf mich und die Hebi oder auf den Arzt hören soll.......

Bin durcheinander und hab einfach nur Angst!

Beitrag von superschatz 05.03.10 - 17:25 Uhr

Dann würde ich auf die Hebamme hören. Sofern es wie gesagt keine sonstigen Probleme gibt und dir und dem Baby es gut geht.

Es ist grundsätzlich erstmal besser, wenn die Geburt natürlich beginnt. Eine Einleitung bedeutet, finde ich persönlich, eine Menge Stress für dich und das Kind. Zudem fand ich es damals sehr frustrierend und auch nicht wirklich angenehm. Die Wehen (okay, ich habe keinen Vergleich) waren unerträglich und mir tat alles weh, von den ganzen Untersuchungen vorher. Jeden Tag wurde ich untersucht, der Muttermund abgetastet, dann noch das Gel legen usw.
Irgendwann habe ich mich bei der Untersuchung verkrampft, weil ich mit Schmerzen gerechnet habe, genauso bei der Nachsorgeuntersuchung beim Frauenarzt.

Entspann dich. Und rede mit dem KH. Frag sie, warum si unbedingt einleiten wollen. Wenn wirklich nur das Gewicht der Grund ist, würde ich absolut nicht zustimmen.

#liebdrueck

Beitrag von qrupa 06.03.10 - 14:23 Uhr

hallo

Geburten sind das Fachgebiet der Hebammen nicht das eines Arztes! Hebammen sind diejenigen die jeden Tag Geburten ganz allein betreuen (was Ärzte z.B. nicht dürfen) und sind deswegen auch diejenigen die mehr Erfahrung darin haben.

LG
qrupa

Beitrag von diana1101 05.03.10 - 17:10 Uhr

Kinder sind verschieden..

Johanna wurde in der 38.SSW - hatte da meinen Wehenbelastungstest - auf ein Gewicht von 2960g geschätzt und ich hatte hochgradigen Gestationsdiabetes, musste viel Insulin spritzen.

Geboren ist sie dann 3 Tage vor ET.. per Wehentropf..und wegen vorzeitigem platzen der Fruchtblase mit einem Gewicht von 3040g.

Ich finde 3600g viel.. aber warum dann eingeleitet wird versteh ich nicht. Denn 4000g Babys sind doch keine Seltenheit.. Ob Gestationsdiabetes oder nicht.

LG Diana

Beitrag von uvd 05.03.10 - 17:36 Uhr

auf so einen einleitungsquatsch würde ich mich nicht einlassen.
1. stimmen solche schätzwerte oft gar nicht
2. nehmen die kinder am ende nicht mehr so viel zu
3. ist es kein problem, ein kind mit 4 kg oder mehr zur welt zu bringen
4. enden einleitungen vor termin zu 50% im kaiserschnitt
5. kommen die kinder von selbst, wenn sie bereit zur geburt sind. falls es dann aus irgendeinem grund nicht gehen sollte, kann man immer noch schneiden
6. sind einleitungen gefährlich für mutter und kind

mein 4. kind wog 4050 gramm und kam problemlos zuhause im geburtspool zur welt.

über den einleitungswahn mancher ärzte kann ich nur traurig den kopf schütteln.

Beitrag von lieke 05.03.10 - 18:41 Uhr

Hallo,

also ich bin ja kein FA, aber ich verstehe auch nicht, was daran so schlimm sein soll.
Mein Kleiner hatte bei 37+0 3860g. Es war zwar eine Einleitung, aber aus psychischen Gründen (nach Totgeburt), und es war auf meinen Wunsch hin. Es war niemals die Rede davon, das die Größe ein Problem darstellt, eigentlich wurde das auch nie gemessen.

Vielleicht kannst du eine Hebamme zu Rate ziehen? Deine Blutzuckerwerte sind ok wenn ich dich richtig verstehe? Wie kommt er dann auf so was?

LG,
Lieke

Beitrag von lieke 05.03.10 - 18:47 Uhr

#klatsch
sorry, normalerweise lese ich erst alles, bevor ich antworte, jetzt war ich wohl zu schnell.

Ich sehe das so wie superschatz.

Im übrigen würde ich schon mal gar nicht einleiten lassen, wenn der Befund noch nicht geburtsreif ist, das macht auch noch super viel aus. Habe leider beides hinter mir und weiß daher, wovon ich rede!

Alles Gute,
Lieke

Beitrag von yagmur1 06.03.10 - 00:54 Uhr

Ich weiß ja nicht wie die Einleiten, bei mir selber wurde drei mal mit der Tablette eingeitet.Aber erst ET + 1 - o.k. dass Gewicht meines Sohnes wurde auch weniger geschätzt, tatsächlich kam er mit 3690 gr. auf die Welt. Und er kam drei Tage nach ET.

Es liegt wahrscheinlich daran, dass sie dein Kind jetzt schon so groß einschätzten.

Ich habe auch SSD bei beiden SS, meine Nüchternwerte sind auch wie deine. Musst du denn Insulin spritzen?

Beitrag von twinkles 06.03.10 - 17:21 Uhr

Erstmal Danke an alle für eure lieben Antworten!! #herzlich


Ich habe noch nie Insulin spritzen müssen.
Aufgrund der Nüchternwerte (die man sowieso nicht beeinflussen kann) hat man mir eine Glukose-Intoleranz attestiert, die man im Auge behalten sollte.
Bis jetzt hatte ich bis auf einmal keine Probleme mit dem Zucker! Ohne Diät und ohne Insulin.

Das Baby wächst zur Zeit pro Woche 200 gr, welches absolut normal ist.
Wenn ich nicht einleiten lasse wäre das Kind dann 400 gr. schwerer als jetzt.

Wegen scheiß (sorry) 400 Gramm, die auch noch geschätzt sind, mache ich mir nicht so ein Stress!! Ich werde defenitif NICHT EINLEITEN LASSEN. #contra

Die sollen mir bzw. dem Kind doch bitte noch die paar Tage geben, die wir brauchen. :-[

Beitrag von qrupa 06.03.10 - 17:33 Uhr

Hallo

gute Einstellung, bewahre dir das! Ohne deine Zustimmung darf keiner irgendwas. Und solange es euch beiden gut geht, ist doch alles super. Wenn man alle Entscheidugen nur danach trifft was evtl sein könnte, sollte man am besten gar nicht mehr das haus verlassen.

LG
qrupa

Beitrag von twinkles 06.03.10 - 21:02 Uhr

So sehe ich das mittlerweile auch!

Ich lasse mir ja auch kein Bein abnehmen, damit ich es mir nicht mehr brechen kann ;-)

Beitrag von nisivogel2604 06.03.10 - 08:42 Uhr

Ich würde wegen einer SCHÄTZUNG absolut NICHT einleiten lassen. Selbst wenn das Kind so schwer ist, NA UND? Die schwersten Kinder machen die besten Geburten.

Ultraschall ist Bedienerabhängig und die Fehlerquote ist immens.

Eine Einleitung birgt sehr sehr viele Risiken für dich und das Kind.

LG

Beitrag von .manduca. 06.03.10 - 08:54 Uhr

Hy

Man das kommt mir bekannt vor.

Ich wurde auch 100 mal zum Zuckertest geschickt weil mein Baby in der 34 ssw schon auf 4900 gram geschätzt wurde.
In der 34 ssw platzte mir dann auch die Fruchblase und er wurde per KS gehohlt.
Geboren wurde er mit 4800 gram#schock
Die Zuckertest waren immer Grenzwertig.

Ich denke aber deine Maße sind noch voll In ordnung.

LG

Beitrag von mamajo 06.03.10 - 22:44 Uhr

Hallo!

Finde es immer ziemlich nervig wenn Ärzte so einen Wind weges des Gewichtes machen.
Mein Großer hatte in der 36. SSW bereits geschätzte 4000g.
Habe dem Arzt dann gesagt, dass ich weitere Schätzungen nicht mehr möchte.

Er wurde dann bei 40+5 mit 5200g spontan geboren und alles war gut!

Mein Kleiner hatte 4.970g bei 39+3 und da lief die Geburt ebenfalls problemlos ab. Wenn es nach meinem FA gegangen wäre hätte er mir den Bauch aufgeschlitzt und ihn per KS geholt.

Zum Glück habe ich mich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt und hatte eine tolle Hebamme die voll und ganz hinter mir stand und mir Mut gemacht hat.

Solange Deine Werte und die des Babys gut sind würde ich an Deiner Stelle alles so belassen wie es ist!
Was sagt denn Deine Hebamme zu der ganzen Sache?

LG und lass Dich nicht verrückt machen! mamajo #blume

Beitrag von twinkles 07.03.10 - 20:45 Uhr

Meine Hebi findet den Stress um 3600 Gramm auch unnötig! Außerdem fängt am Dienstag die 39. Woche an.
Es geht doch eigentlich nur noch um Tage!!!

Ich bin froh, die Hebi an meiner Seite zu haben! Mit ihr zusammen kämpfen wir gegen diesen Wahn von Einleitungen und Aufschlitzungen an!!!

Morgen früh werde ich erstmal mit dem Befund vom Freitag und der irrwitzigen Idee der Einleitung zu meiner FÄ.
Sie soll mir dann bitte erklären, was in den letzten 3 Wochen so aus dem Ruder gelaufen sein kann, dass jetzt so ein Wirbel gemacht wird!
Bei der letzten Messung (und allen Messungen davor) war nämlich alles ok.
Auf die Antwort bin ich mal gespannt!!!

Beitrag von mamajo 07.03.10 - 20:50 Uhr

Ich wünsche Dir und Deinem Baby alles Gute!

Liebe Grüße, mamajo #blume