IVF im Juni und vorher noch Knochenmarkspende?

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Beitrag von bobbel77 06.03.10 - 10:58 Uhr

Hallo Ihr,

ganz schön merkwürdige Situation...Der Mann meiner Freundin hat Leukämie (AML) und benötigt eine Knochenmarkspende nach der Chemotherapie.:-(

Meine Freundin hat in einer Rundmail dazu aufgefordert, sich doch bei der DKMS registrieren zu lassen.

Inwiefern wirkt sich das bei mir darauf aus, dass ich im Juni (nach ewiger Zeit, siehe VK) endlich eine IVF haben werde?

Ich bin so verunsichert, auf der einen Seite geht es da um ein Menschenleben, auf der anderen Seite möchte ich so gern schwanger werden......#schwitz

Bin so durcheinander.

Ich weiß, es ist eh eine geringe Chance, dass meine Zellen zu ihm passen, ach....

Was ist schon IVF verschieben dagegen, aber versteht Ihr mich?

Ich denke, sollte er sterben und ich hätte passen können, würde ich mir das nie verzeihen, eigentlich ist er jetzt doch "wichtiger", oder?

Ich mag mich gar nicht, dass ich solche Gedanken habe, aber ich muss sie dennoch mal aufschreiben, das ist wohl auch einfach etwas grundlegend Ethisches im Moment....

Kennt sich jemand hiermit aus?

Ich habe das Internet und vor allem die Seite der DKMS durchforstet, aber irgendwie komme ich dennoch nicht weiter.

Vielen Dank für Eure Gedanken zu meiner Situation.

Eure Christina

Beitrag von julimond28 06.03.10 - 11:22 Uhr

Hallo Christina,

deine Gedanken um diese Situation sind sehr lobenswert! Und nun kommt das ABER!! Denn du machst dir Sorgen Über "ungelegte Eier"

Ich bin seit über sechs Jahren bei der DKMS registriert! Bisher habe ich ein einziges mal Blutröhrchen für eine genauere Analyse zugeschickt bekommen! Dann hat es nicht mehr gepasst!
Ich glaube die Wahrscheinlichkeit das du gerade dann zu ihm oder auch jemand anderen passen würdest kann man in Zahlen fast gar nicht mehr schreiben!

Deswegen, plane ganz in Ruhe eure IVF, lass dich registrieren und mache dir Gedanken wenn es soweit kommen sollte!!
glg julimond:-D:-D:-D

Beitrag von bobbel77 06.03.10 - 12:54 Uhr

Danke, deine Antwort hilft mir.

Ich bin auf der einen Seite halt erschreckt von meinem nüchternen Abwägen, andererseits ist es doch auch Selbstschutz...

Hab mich jetzt dafür entschieden.

LG, Christina

PS: Für alle anderen:

https://www.dkms.de/index.php?id=456&no_cache=1

Beitrag von nuckenack 06.03.10 - 11:22 Uhr

Hallo
wenn du dich gleich registrieren läßt ist die Spendersuche für ihn bis dahin durch.

Wenn du dann während der IVF zu irgend jemanden passen würdest, dann bekommt man eine Benachrichtigung da kann man ankreuzen ob man im Moment als Spender zur Verfügung steht oder nicht.

Lass dich registrieren, je mehr mitmachen je wahrscheinlicher ist es dass ein Spender gefunden wird.

Bei der DKMS kannst du auch anrufen und dich beraten lassen.

nuckenack

Beitrag von bobbel77 06.03.10 - 12:56 Uhr

Hey Nuckenack,

danke, ich denke auch, dass ich es machen werde.

Und das wird schon was mit der IVF.

LG, Christina

Beitrag von nuckenack 06.03.10 - 13:32 Uhr

...dafür wünsch ich dir auf jedenfall viel Glück! Und deinem Bekannten auch und wer weiß vielleicht schenkst du ja ihm und deinem Baby ein Neues Leben!!!

nuckenack

Beitrag von bobbel77 06.03.10 - 13:36 Uhr

Hach, das hört sich schön an:-)

Danke........geht mir schon besser

Christina#tasse

Beitrag von 01sonnenschein 06.03.10 - 12:09 Uhr

Hallo Du,

laß Dich registrieren. Die Chance, dass gerade Du in dieser Zeitspanne paßt ist extrem gering.

Grüsse Drea

Beitrag von bobbel77 06.03.10 - 12:57 Uhr

Danke Drea für deinen Beitrag.

LG, Christina

Beitrag von roggip 06.03.10 - 14:12 Uhr

Hallo Christina!

Also ich bin auch bei der DKMS und wurde auch schon mal zur Spende aufgefordert und frage mich, was denn überhaupt dagegen sprechen sollte, zu spenden und eine IVF durch führen zu lassen???

Welche Gründe sollte es geben, daß das eine, das andere ausschließt??

#klee

Beitrag von nuckenack 06.03.10 - 14:49 Uhr

Hallo,
naja so eine Spende ist auch nicht ganz ohne, evtl. muß man Medis bekommen (vor Stammzellspende) die wird man dir nicht geben wenn du mitten in einer IVF steckst.
Bzw. wird bei einer KM-entnahme meistens eine Vollnarkose durchgeführt, das will ja auch nieman, wenn er evtl. grad frisch schwanger sein könnte.

Auch wird man wahrscheinlich nicht zur Spende zugelassen weil man für die IVF Medis bekommen hat.

aber natürlich kann man einige Zeit vor der IVF sicher noch spenden...

nuckenack

Beitrag von roggip 07.03.10 - 14:36 Uhr

ich habe untern der TE direkt geantwortet:

"hmmm, also ich weiß ja nicht, was man dir erzählt hat, wie so eine spende abläuft, aber bei mir war das völlig anders.

heutzutage ist das nicht mehr eine op mit vollnarkose und kh-aufenthalt, sondern läuft wie eine blutspende - nur länger.
hast du schon mal plasma gespendet?
so in etwas mußt du dir das vorstellen.

meine spende war vor 5 oder 6 jahren und da erzählte mir die ärztin, die mich damals betreute, daß schon lange keine op's mehr durch geführt werden, sondern die methoden bereits soweit sind, daß es eben - für dich - wie eine normale blutspende läuft und alles andere im labor gemacht wird.

die benötigten stammzellen werden dort dann direkt aus dem blut gewonnen - frag mich nicht wie - wurde mir so erklärt.

das sind meine erfahrungen mit einer knochenmarkspende - ich hätte da keinerlei bedenken gehabt, daß vor oder nach der ICSI zu machen.

alles gute "

wie gesagt, daß sind MEINE erfahrungen - zum glück nichts mit op, vielen medis oder ähnlichem!

Beitrag von bobbel77 06.03.10 - 16:06 Uhr

Hallo,

naja, ich stell mir vor, dass ich, wenn ich schwanger bin, nicht spenden sollte, oder auch vielleicht direkt nach einer Spende nicht gleich ein zweites Mal unter Vollnarkose und die ganzen Medis (kenn mich praktisch ja mit einer IVF/ICSI noch nicht aus) nicht gut vertrage.

Einfach, dass mein Körper zu belastet ist dadurch.

Schließlich wird einem ganz schön viel aus dem Körper entzogen durch eine Spende.

Liebe Grüße, Christina#tasse

Beitrag von roggip 07.03.10 - 14:34 Uhr

hmmm, also ich weiß ja nicht, was man dir erzählt hat, wie so eine spende abläuft, aber bei mir war das völlig anders.

heutzutage ist das nicht mehr eine op mit vollnarkose und kh-aufenthalt, sondern läuft wie eine blutspende - nur länger.
hast du schon mal plasma gespendet?
so in etwas mußt du dir das vorstellen.

meine spende war vor 5 oder 6 jahren und da erzählte mir die ärztin, die mich damals betreute, daß schon lange keine op's mehr durch geführt werden, sondern die methoden bereits soweit sind, daß es eben - für dich - wie eine normale blutspende läuft und alles andere im labor gemacht wird.

die benötigten stammzellen werden dort dann direkt aus dem blut gewonnen - frag mich nicht wie - wurde mir so erklärt.

das sind meine erfahrungen mit einer knochenmarkspende - ich hätte da keinerlei bedenken gehabt, daß vor oder nach der ICSI zu machen.

alles gute #klee

Beitrag von roggip 07.03.10 - 14:37 Uhr

p.s.: aber vllt. solltest du dich nochmal genau informieren, bevor du dir über "ungelegte eier" gedanken machst!

viel glück f.d. ivf/ icsi #klee

Beitrag von roggip 07.03.10 - 16:35 Uhr

hallo christina!

habe gerade noch mal zeit gehabt und bei der DKMS nach geschaut; hier zur info:

Die periphere Stammzellentnahme
Ein weiteres Verfahren ist die periphere Stammzellentnahme, die inzwischen bei ca. 80% der DKMS-Spender angewendet wird.

Bei dieser Methode bekommt der Spender über fünf Tage hinweg (z.B. beim Hausarzt) einen Wachstumsfaktor (hormonähnlicher Stoff) unter die Haut gespritzt. Er nennt sich G-CSF, wird vom Körper bei jeder Infektion produziert und kann seit einigen Jahren im Labor reproduziert werden. Dieser Stoff bewirkt, dass die Stammzellen, die überwiegend im Knochenmark vorkommen, ins fließende Blut ausgeschwemmt werden.

Nach Abschluss dieser Vorbehandlung können die Stammzellen dann über ein spezielles Verfahren (Apherese) ähnlich wie bei einer Thrombozytenspende aus dem Blut gesammelt werden. An beiden Armen werden venöse Zugänge gelegt. Das Blut fließt von einem Arm aus durch einen so genannten Zellseparator und über einen zweiten Zugang in den Körper zurück. In diesem Gerät werden die Stammzellen durch Zentrifugalkraft vom restlichen Blut getrennt und für die Transplantation gesammelt. Dies geschieht an max. zwei aufeinander folgenden Tagen in der Entnahmeklinik. Der Spender muss dazu nicht stationär aufgenommen werden, sondern übernachtet im Hotel.

-> scheint sich also i.d.r. immer noch nur um eine blutabnahme zu handeln; ohne narkose und so etwas - wie bei mir damals!
und das ist wirklich nicht schlimm!

ich kann dich nur dazu ermutigen #pro

Beitrag von bobbel77 07.03.10 - 18:24 Uhr

Herzlichen Dank für deine umfassende Mühe.

Ich habe mich jetzt registriert:-)

Und wie Du schon sagst: Keine Gedanken um ungelegte Eier machen........#pro

Beitrag von roggip 09.03.10 - 06:32 Uhr

toll, ich kann dich nur beglückwünschen zu der entscheidung #pro

du wirst sehen, selbst wenn der fall eintritt, daß du die passende spenderin sein solltest (was ja eigentlich schön wäre), das ist alles halb so schlimm!

toi, toi, toi f.d. IVF/ ICSI #klee

(stell dir mal vor, es klappt beides auf anhieb... wie cool wäre das denn #ole)