Ich mach mir sorgen - Vojta

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von sally87 10.03.10 - 20:08 Uhr

Hallo,
ich möchte euch mal kurz unsere Geschichte erzählen und auch die ein oder andere Frage stellen.

Unser Sohn ist nun 13 Monate und er ist Entwicklungsverzögert.Er ist laut dem Spz auf dem Stand eines 6-8 Monate altem Babys (was die Fortbewegung betrifft).Er hat immer wieder Probleme mit seinem Halswirbel.Wir waren schon 3 mal beim Osteopathen.Wir haben vom 7-12 Lebensmonat die Krankengymnastik nach Bobath gemacht.Leider brachte diese keinen Erfolg.Als unser Sohn 11 Monate war gingen wir wieder zum Osteopathen und nach diesem Besuch konnte er sich endlich über 1 Seite auf den Bauch drehen,er hat sich auf seine Hände gestützt und sich rückwärts durch die Wohnung geschoben.Er kann sich auch auf seinen Händen im Kreis drehen.Er hatte dann wieder Probleme so das wir vor 1 1/2Wochen nochmal zur Osteopathin gegangen sind.Seitdem ging es Problemlos über beide Seite.Wir machen seit diesem Montag Kg nach Vojta.Gestern war noch alles in Ordnung.Heute kann er sich garnicht mehr drehen,wenn man ihm helfen will schreit er vor Schmerzen(das hört man ganz klar)er macht sich stocksteif und dreht sich auch mit Hilfe nicht.Er nimmt seine arme auch ganz komisch nach oben und verkrampft regelrecht(dies hat er immer gemacht bevor wir das erste mal bei der Osteopathin waren...da war sein Kopf dann "fest") und wehrt sich ohne Ende.Das kann doch nicht normal sein.Wir haben morgen einen Notfalltermin bei der Osteopathin bekommen.

Kommt das von der Vojta Therapie?Unser kleiner schreit auch fürchterlich bei der Therapie.Kaum machen wir diese Therapie macht er Rückschritte.Was habt ihr für Erfahrungen mit der Vojta-Therapie?Ich finde diese Therapie ist nicht das richtige für uns.Ich habe jetzt schon Muskelkater ohne Ende und kann kaum noch Kraft aufbringen und unser kleiner kommt damit auch nicht zurecht.

Wir waren wegen seiner Entwicklungsverzögerung auch schon 3 Tage stationär im Krankenhaus.Sie haben ihn komplett auf dem Kopf gestellt (EEG,Schlaf-EEG,Kopfultraschall,Herzecho,Untersuchgen auf Stoffwechselerkrankungen und viele andere Tests).Bei der Entlassung hieß es das alles in Ordnung ist.Da waren aber noch nicht alle Blutergebnisse da.Gestern bekamen wir dann einen Anruf.Eine Stoffwechselerkrankung kann nicht ausgeschlossen werden.Es war ein Wert erhöht.Nun muss nochmal eine Blutprobe genommen werden.Sollte da dieser Wert wieder erhöht sein,hat sich die Stoffwechselerkrankung bestätigt.Ich habe mir den Namen der Stoffwechselerkrankung leider nicht gemerkt.Die Ärztin sagte aber,dass es bei dieser Art der Stoffwechselerkrankung zu Entwicklungsverzögerungen kommt und das da auch oft Probleme mit den Augen auftreten.Nun sollen wir mit ihm zum Augenarzt.

Ich weis momentan echt nicht wo mir der Kopf steht.Ich mach mir solche sorgen.Hat da jemand Erfahrungen?

Lg
sally87

Beitrag von sally87 10.03.10 - 20:39 Uhr

Ich weiß echt nicht was ich noch machen soll bzw.was richtig ist und was nicht.Ich will den kleinen auch nicht zu sehr unter Druck setzten.Ich weis einfach nicht ob wir diese Vojta-Therapie weiter machen sollen oder nicht.Ich weis,dass mir niemand diese Entscheidung abnehmen kann.Ich wollte es mir einfach mal von der Seele schreiben.

Beitrag von jujo79 10.03.10 - 21:15 Uhr

Hallo!
Ich selbst habe keine Erfahrungen mit Vojta. Die Kinderärztin hatte das für unsere Tochter auch mal vorgeschlagen, aber die Krankengymnastinnen und auch die Neurologin, die bei ihr eine "dezente spastische Hemiparese" diagnostiziert hat, sprechen sich zum Glück dagegen aus. Ich hatte mich vorher aber schon informiert und war auch zu der Erkenntnis gekommen, dass das für uns nichts ist. Es gibt bestimmt Kinder, für die es trotz der Qual, die damit verbunden ist, genau das Richtige ist und die sich damit super entwickeln, aber es ist für manche Kinder eben auch so gar nichts. Und man darf auch nicht die psychische Belastung einer solchen Therapie außer Acht lassen, denke ich.
Ich weiß nicht recht, was ich dir raten soll. Ihr seid ja erst seit ein paar Tagen dabei. Vielleicht kann man es da noch nicht so gut abschätzen. Denn erst einmal müssen sich ja alle daran gewöhnen (falls man das überhaupt kann). Und dass er dabei schreit, ist wohl bei eigentlich allen Kindern so, die nach Vojta behandelt werden. Meine Freundin hat das von ihrem Sohn auch erzählt.
Ich kenne mich also wie gesagt mit Vojta nicht wirklich aus, aber ich kann mir schon vorstellen, dass die neue Probleme daher kommen, denn die Übungen, die du mit ihm machst, sind ja schon gegen seinen Willen und er wird sich bestimmt dabei auch verkrampfen.
Und gerade, wenn er nach der Osteopathie wieder einen Sprung gemacht hat, ist wohl für ihn diese sanfte Methode wohl besser. Aber gibt man deshalb "schon" nach ein paar Tagen auf? Schwierig!
Also, wenn du das Gefühl hast, dass es für ihn die reinste Qual ist (und für dich auch) und er im Moment eher Rückschritte macht, würde ich die Therapie unterbrechen und es wieder anders versuchen. Aber du könntest ja auch bei der nächsten Sitzung mit der Vojta-Therapeutin schildern, was sich bei deinem Sohn seitdem verändert hat. Vielleicht ist so eine Erstverschlimmerung ja auch "normal" und erst danach kommt der Erfolg durch #kratz.
Wahrscheinlich konnte ich nicht wirklich helfen...
Alles Gute!
Grüße JUJO

Beitrag von sally87 10.03.10 - 21:38 Uhr

Hallo,
vielen lieben Dank für deine Antwort.Ich werde die Therapeutin auf jeden Fall darauf ansprechen,denn er hat doch einen enormen Rückschritt gemacht.Es tut mir in der Seele weh,wenn er so schreit und ich bin auch der Meinung,dass die psychische Belastung enorm hoch ist.Unser kleiner ist eh schon sehr sensibel.Ich möchte aber halt auch nix unversucht lassen.Ich bin am überlegen ob wir es nicht doch nochmal mit der sanften Methode probieren sollen,denn er hatte ja nach der letzten Osteopathiesitzung einen enormen Fortschritt gemacht.Das war übrigens der erste Termin bei einer anderen Osteopathin.Sollte das doch nix bringen könnten wir wieder mit Vojta anfangen.
Es ist echt Schwierig!

Der kleine von meiner Freundin hat 9 Monate nach Vojta geturnt.Sie haben allerdings damit angefangen als er schon 3 Monate alt war.Es hat ihm enorm viel gebracht.Er hat dabei auch sehr geweint.Mein Bruder musste ebenfalls als kleiner Säugling die Krankengymnastik nach Vojta machen.Er hatte nach der ersten Sitzung schon große Erfolge.Beide hatten aber keine Erstverschlimmerung.Aber das ist ja von Kind zu Kind verschieden.

Ich weis einfach nicht wie ich entscheiden soll.Ich möchte ja auch keinen Fehler machen.

Lg
sally87

Beitrag von noperson 11.03.10 - 07:39 Uhr

Hallo sally,

mein Sohn hat ca 50 KG Sitzungen hinter sich gebracht. #schwitzAngefangen haben wir damit als er 5 Wochen war. Er war ein Schreikind, die ersten 8 Monate. Ich habe die KG Therapeutin gebeten kein Voitja anzuwenden, im allerhöchsten Fall eine Kombi aus Bobath und Voitja. Er hat immer gebrüllt wie am Spieß#schock. Voitja ist sehr effektiv, gerade bei starken Defiziten. Wichtig ist, daß Ihr die Übungen auch zu Hause anwendet. ABER....die Kinder dürfen keine Schmerzen haben dabei. Es ist unangenehmer als Bobath, gerade das Festgehalte und das Animieren der Reflexpunkte. Aber nicht schmerzhaft. #kratzIch habe mich durchgesetzt und wir haben ewig nach Bobath geturnt. Die Fortschritte waren seeeehr schleppend. Mit 11 Monaten wollte ich eine Pause. Das Geschreie ging mir an die Substanz.:-[ Bis dahin konnte Mika nicht sitzen und nur Robben. Wenn auch über beide Seiten. Die KG sagte noch, wir sehen uns 100% wieder.



Mit 11,5 Monaten fing er an zu krabbeln und sich hochzuziehen. Jetzt läuft er frei seit 1 Monat. Soviel dazu:-)#verliebt Auch wir haben osteopathische Behandlungen hinter uns.
Entscheide nach Deinem Bauchgefühl. Mit Bobath dauert es eben, aber es ist wesentlich sanfter. Löse Dich vom Druck, ich stand unter enormer Anspannung, eben weil Mika kaum Erfolge zeigte. Wenn er eine Stoffwechselerkrankung hat, dann geht es sowieso nicht schneller.
Ich wünsche euch ganz viel Kraft und Glück.

Liebe Grüße noperson und Mika 16.12.2008#liebdrueck

Beitrag von sally87 11.03.10 - 10:10 Uhr

Hallo,
vielen lieben Dank für deine Antwort.Wir haben die Übungen bisher jeden Tag 3 mal zu Hause gemacht,so wie es unsere "Trainerin" gesagt hat.Bis vorgesten war auch noch alles ok.Seit gestern ging dann mit einem Schlag garnix mehr.Er will sich garnicht mehr bewegen,wenn wir ihn dann helfen wollen sich zu drehen (was er ja eigentlich ohne Probleme allein konnte)macht er sich stocksteif und schreit vor Schmerzen,wenn wir ein Bein leicht anheben um es über das andere zu schlagen (so das ein Drehvorgang auslöst)schreit er sofort vor Schmerzen.Er verkrampft regelrecht und versucht seinen Po wegzuschieben,so dass er sich nicht drehen muss.Man erkennt ganz klar,dass er enorme Schmerzen haben muss.

Ich werde die Vojta-Therapie abbrechen.Wir werden wieder mit Bobath anfangen.Auch,wenn es dann nur ganz schleppend Erfolge bringt.Denn wie du sagtest dauert es eh länger,wenn er diese Stoffwechselerkrankung wirklich haben sollte.Da möchte ich ihn nicht noch unnötig quälen.

Ich bin leider auch enorm Angespannt und setze mich ohne Ende unter Druck.Das übertägt sich leider auch auf meinen kleinen.Ich werde jetzt versuchen ruhiger zu werden.

Vielen lieben Dank nochmal.

#liebdrueck

Lg
sally87

Beitrag von noperson 11.03.10 - 12:51 Uhr

Hallo nochmal,

ich weiß wie schwer es ist entspannt zu bleiben. Mika hat vieeel gebrüllt, überall. Ich hatte immer ein doofes Gefühl. Und es ist einfach so, andere Mütter gucken und wir neigen zum Vergleichen. Wir sollten auch zu Hause üben, habe ich aber nicht gemacht. Ich wollte seine Schreierei nicht noch provozieren. Bei den motorischen Kontrollen beim Kinderarzt fiel er gnadenlos durch. Irgendwann und irgendwie hat es dann ,,Klick'' gemacht bei mir. Unsere Kinder sind wie sie sind. Unglaubliche kleine Wesen, und wir als Eltern können nix beschleunigen. Und andere Mütter, die KG und die Kinderärztin wissen was die Norm sagt. Gut und schön. Aber nur Du weißt was am Besten für Deinen Kleinen ist. Er ist nämlich ein Teil von Euch.

Mika macht sein Ding und nie wieder, niemals und sowieso:-p werde ich Ihn in seiner Entwicklung drängen. Nur unterstützen und gaaaanz doll hinter ihm stehen.

Liebe Grüße von uns

Beitrag von diebine 11.03.10 - 08:46 Uhr

Guten Morgen!

Unser Sohn hatte auch Krankengymnastik bekommen (vom 4. bis 7. Monat). Ebenfalls nach Voijta. Allerdings brachte dies nicht den gewünschten Erfolg. Bei Leon wurde Kiss festgestellt.

Wir sind dann mit ihm in eine Privatpraxis (Dr. Biedermann in Köln, Spezialist auf diesem Gebiet). Bisher wurde er zwei mal eingerenkt. Eine weitere Behandlung folgt. Er bewegt sich absolut frei und ist so aktiv wie nie. Er wird im mai 3 Jahre alt.

Uns wurde aber gesagt, dass wenn solch eine Behandlung durchgeführt wird (ich denke mal, der Osteopath renkt auch ein?), dann sollte auf gar keinen Fall gleichzeitig eine Therapie wie KG oder Physio gemacht werden, da dies kontraproduktiv ist und es gegebenenfalls sogar alles verschlimmert. Therapien wie Ergo oder Moto hingegen sind dann zu empfehlen. Leon bekommt derzeit Ergotherapie. Es läuft wunderbar.

Ich kann mir also nach meinem Informationsstand durchaus vorstellen, dass die Voijta-Therapie nun genau das Gegenteil bewirkt. Frag doch mal bei eurem Osteopathen nach.

LG, Bine

Beitrag von sally87 11.03.10 - 09:58 Uhr

Hallo,
vielen lieben Dank für deine Antwort.Ich werde die Osteopathin heute auf jeden Fall fragen.Mein kleiner hat wirklich enrome Schmerzen,wenn er auf den Rücken liegt und man ihm seine Beine übereinander schlagen will so das ein Drehvorgang ausgelöst wird,schreit er wie am Spieß.Sobald man ein Bein auch nur minimal anhebt um es über das andere zu schlagen,macht er sich stocksteif und versucht seinen po weg zu drehen.Er verkrampft regelrecht und schreit vor Schmerzen.So schlimm war es wirklch noch nie.Ich glaub wir werden,dass mit der Vojta-Therapie erstmal sein lassen,denn bis vorgestern war noch alles in Ordnung und kaum machen wir diese Therapie hat er solche Probleme.Unsere "Trainerin" meinte zwar,dass man nach einem Osteopathenbesuch auf jeden Fall Vojta machen müsste um die Muskeln zu trainieren so das die Blockade nicht mehr wieder kommt.Aber bei uns hat es alles nur noch viel schlimmer gemacht.Ich möchte meinen Sohn auf keinen Fall quälen und ihm unnötige Schmerzen bereiten.

Lg
sally87

Beitrag von sally87 11.03.10 - 10:12 Uhr

P.s. Ja der Osteopath renkt auch ein.

Beitrag von 3wichtel 11.03.10 - 10:49 Uhr

Hallo,

wenn er immer Probleme mit dem Halswirbel hat, dann hat er ja ein echtes KISS-Syndrom.
Wart ihr schon mal bei Dr. Koch mit ihm?
http://www.kisskinder.de/

Er gilt als der "Guru" für Kiss. Wenn Hamburg für Euch zu weit ist, kann er Euch sicher Adressen in Eurer Nähe empfehlen.

Ich persönlich habe auch ein Kiss-Kind. Er hat aber nicht so eine schwere Form wie Dein Kleiner. Uns wurde auch Vojta empfohlen und 10x haben wir es auch durchgehalten. Aber ich fand es schon sehr grausam und bin mittlerweile bei einem sehr guten Chiropraktiker, der nicht "renkt" sondern "manipuliert". Immer wenn mein Sohn jetzt was hat, gehe ich zu unserem Chiropraktiker.

Den Hammer bei Vojta fand ich unsere Therapeutin. Die ersten Male war ich mit drin und mein Sohn hat wirklich viel geweint. Dann hat die Therapeutin mich gebeten, draussen zu warten. Da war mein Sohn dann ruhig. Wer ihn kennt, weiß aber, dass er sich generell schwer tut, sich vor Fremden eine Blöße zu geben und Gefühle zu zeigen. Er kämpft dann eher innerlich. Aber im Arztbrief der Krankengymnastin an die ausstellende Ärztin stand dann, dass es wohl eine "Beziehungsstörung zwischen Mutter und Kind gäbe, da das Kind im Beisein der Mutter weniger kooperativ sei". #schock

Da war ich echt bedient und fand diese Aussage dreist und anmaßend.

Beitrag von sally87 11.03.10 - 11:19 Uhr

Hallo,
1000 Dank für den Tipp.Ich werde mich da gleich mal hinwenden.Ich finde die Vojta-Therapie auch sehr grausam.Ich werde sie wohl auch abbrechen,denn sie bringt bei uns mehr Schaden als nutzen.

Ja,es hat ihm mit dem Kiss-Syndrom voll erwischt.

Sorry,wenn ich das jetzt so schreibe.Aber das ist ja mehr als "dummfrech" und vorallem anmaßend von eurer Therapeutin.

Wir werden uns auf jeden fall eine andere Therapie suchen.

Lg
sally87

Beitrag von teaandfruit 13.03.10 - 09:01 Uhr

Hallo,


bei meiner Tochter war es ähnlich, sie schrie und weinte immer wenn sie nach Vojta behandelt wurde.

Hab dann ganz schnell zu Bobath gewechselt und siehe da, es machte ihr Spaß.


LG

Susanne

Beitrag von haruka80 13.03.10 - 20:18 Uhr

Liebe Sally,

mein Sohn hat einen Schiefhals und seit er 12 WOchen alt ist, machen wir KG nach Vojta gepaart mit Osteopathie.
42 Stunden haben wir jetzt hinter uns. Es war bei uns immer eine Mischung aus Vojta und Bobath, also 15 Min Bobath, 15 Min Vojta. Als mein Sohn mit 9 1/2 Monaten anfing zu stehen und erste Schritte zu gehen, mußte mehr Vojta gemacht werden, weil es wichtig ist, das er krabbelt mit Schiefhals um eine Wirbelsäulenverkrümmung zu vermeiden. Wir hatten dann 6 Std nur Vojta und ich saß danach jedes Mal heulend im Auto. Es ist zwar "nur" anstrengend, weshalb die Kinder so weinen, aber ich kontne das nicht mehr.
Ich habe meine KG darauf angesprochen und wir haben im Moment das Abkommen, dass wir kein Vojta machen, nur ein bisschen "turnen", er sein Tempo grad selbst n bisschen mitbestimmt und dann lieber auf der Rolle oder dem Gym.ball trainiert wird.
Seit vorgestern krabbelt er#huepf, wir werden also nach 50 langen Stunden endlich durch sein mit dem Thema.

Ich selbst fand Vojta immer schrecklich, aber mein Sohn hatte recht wenig Probleme damit, weinte zwar immer viel, aber ließ sich trotzdem von der KG auf den Arm nehmen, ich durfte immer wieder ihn beruhigen zwischendurch.
Ehrlich: ich mache 3 Kreuze wenn das durch ist, wobei ich denke, das es das Richtige war für uns. Mein Sohn war ganz, ganz schief, aber ohne Blockaden und sein Kopf ist mittlerweile (er ist übrigens knapp 11 Monate) schön rund und er hat keine Entwicklungsverzögerungen oder ähnliches.

L.G.

Haruka

Beitrag von sally87 13.03.10 - 20:43 Uhr

Hallo,
vielen lieben Dank für deine Antwort.Wir waren am Donnerstag wieder bei der Osteopathin und da hat sich heraus gestellt das der untere Teil seiner Wirbelsäule komplett fest war.Sie sagte,dass wir das mit der Vojta-Therapie erst einmal lassen sollen da es ihm absolut nicht gut bekommt (wegen den Blockaden in dem unteren Teil der Wirbelsäule).Wir haben uns dann nochmal mit dem Spz in Verbindung gesetzt und die sagten auch,dass wir die Vojta abbrechen sollen,wenn er dadurch solche schlimmen Probleme hat.Unser Sohn hat komischerweise (zum Glück)einen schönen runden Kopf (das war auch noch nie anders) und bei der U6 war seine Wirbelsäule auch gerade.Die Osteopathin sagte aber beim letzten mal das seine Po-Falte minimal schief ist.

Es steht bei uns ja leider noch nicht ganz fest ob er durch das Kiss-Syndrom so Entwicklungsverzögert ist oder ob es an seiner eventuellen Stoffwechselerkankung liegt.Diese Art von Stoffwechselerkankung die unser kleiner warscheinlich hat bringt Entwicklunsverzögerungen mit sich.Am Ende diesen Monats müssen wir wieder zur Blutabnahme und dann heißt es 3 lange Wochen warten und dann bekommen wir endlich das Ergeniss.

Es freut mich,dass euer kleiner solche Fortschritte gemacht hat.Mir war in den 3 Tagen in dem wir nach Vojta geturnt haben auch sehr oft nach Weinen zu mute.

Wir müssen jetzt schauen,dass wir eine geeignete Therapie für ihn finden.Die Krankengymnastik muss auf neurophysiologischer Basis sein.

Weist du ob jede Physiotherapeutin auf neurophysiologischer Basis arbeitet?Oder müssen die Physiotherapeuten zusätzliche Ausbildungen machen?

Ich wünsch euch weiterhin alles erdenklich Gute.

Lg
sally87

Beitrag von haruka80 15.03.10 - 12:17 Uhr

ICh weiß leider nicht, ob jeder Physiotherapet auf neurophysiologischer Basis arbeitet, ich denke, da kann der Ki.Arzt euch sicher weiterhelfen.
Ich wünsche euch alles Gute, ist schon schrecklich, wenn man immer versucht und macht und tut und es wird nicht besser.

L.G.

Haruka

Beitrag von schnullabagge 13.03.10 - 21:47 Uhr

Hallo!
Die Vojta Therapie hat bei Nina teilweise auch bewirkt, dass sie sich durch das Schreien wieder diese Blokaden zugezogen hat und damit wieder fester wurde. Wir haben dann an einem gewissen Punkt mit Vojta aufgehört, weil wir einfach merkten, dass es uns zurück wirft.
Zwar hat Nina auch ein Talent dafür gehabt bei der Bobath Ther. zu schreien, aber mittlerweile ist das auch weg. Sie kennt ihre Fähigkeiten und baut darauf auf. Sie hat sozusagen durchs selber machen Vertrauen in sich und ihre Fähigkeiten gefunden.
LG Steffi

Beitrag von sally87 13.03.10 - 22:12 Uhr

Hallo Steffi,
vielen Dank für deine Antwort.Wir haben für uns jetzt auch entschlossen die Vojta-Therapie abzubrechen.Unsere Osteopathin und die Ärztin vom Spz raten uns ebenfalls dazu.Die Blockaden die er durch die Vojta-Therapie hat/hatte waren vorher noch nie so heftig.Wir waren am Donnerstag bei der Osteopathin und bis heute kann sich unser kleiner immer noch nicht drehen.Er hat auch noch leichte Schmerzen,wenn es bis Montag nicht besser ist sollen wir nochmal bei der Osteopathin anrufen.Es hat unseren kleinen enrom zurück geworfen.

Wir müssen nun eine neue Therapie auf neurophysiologischer Basis finden.Leider hat Bobath bei unserem kleinen nix gebracht.

Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg.

Lg
sally87