Einschlafen ohne Tragetuch oder Stillen

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von mordilla 13.03.10 - 17:34 Uhr

Hallo!

Mein Kleiner ist nun 4 1/2 Monate alt und schläft tagsüber so furchtbar schlecht ein. Bin schon total am Ende.

Mich würde interessieren, ob es Kinder in vergleichbarem Alter gibt, die wirklich auf dem Arm oder im eigenen Bett zur Ruhe kommen und einschlafen, weil mein kleiner Krapfen macht das nicht. Stillen funktioniert auch nur noch selten und Tragetuch hält mein Kreuz nicht aus. Er ist den ganzen Tag über müde und schlecht gelaunt, er muss irgendwann mal schlafen, aber wie?

Ich frage deswegen, weil meine Stillberaterin meinte, ich solle ihn ins Bett legen und dabei bleiben und wenn er heult, dann bin ich eh da. Er schläft aber auch nach einer Stunde nicht, sondern ist irgendwann wieder hellwach (und natürlich schlecht gelaunt). Was soll ich nur tun, ich bin sowas von verzweifelt. Wie lange soll ich ihn hinlegen? Warum schläft er im Tragetuch ein und auf meinem Arm nicht?

Bitte um aufbauende Ratschläge!

LG
Mordilla

Beitrag von strahleface 13.03.10 - 18:24 Uhr

Hey Mordilla,

ich kann Dir nur von unserer Kleinen berichten (4 Monate) und sie schläft tagsüber eigentlich gar nicht - nur mal 15-20min. Ich würde versuchen ihn einfach auf der Krabbeldecke liegen zu lassen. Unsere Maus schläft einfach egal wo sie gerade liegt wenn sie müde ist. Vielleicht wickelst Du ihn einfach ein bißchen in eine Decke ein, dann fühlt er sich kuschelig geborgen.

LG Strahleface #verliebt

Beitrag von schnabel2009 13.03.10 - 18:42 Uhr

Ich habe 3 Kinder und Junior ist nun der Erste, der wirklich abends alleine in seinem Bett ohne Hilfsmittel wie Schnuller, Mobile, stillen, schuckeln etc. einschläft.
Er liegt im dunklen Zimmer und dümpelt einfach so weg.
Die anderen beiden waren eher nicht so gestrickt, da musste ich schon öfter mal hin und den Schnulli wieder geben, Spieluhr an etc.
Tagsüber schläft Junior allerdings kaum noch--und das mit knapp 11 Wochen!!
Gemacht habe ich nichts, außer die Zwerge von Anfang an zur gleichen Zeit abends ins Bett zu bringen.

LG schnabel

Beitrag von canadia.und.baby. 13.03.10 - 19:20 Uhr

Wenn sie Müde ist macht meine die Augen zu und schläft! Egal wo sie liegt.

Jasmin ist 16wochen.

Beitrag von nutschie 13.03.10 - 19:45 Uhr

meiner schläft halt immer im kinderwagen:)
lg

Beitrag von doz301 13.03.10 - 19:45 Uhr

Hallo Mordilla,

ich kann dir soooo gut nachfuehlen- wir hatten das gleiche Problem. Unsere Kleine schlief nur auf meinem Arm ein, sobald ich sie in ihr Bett legte, klappten ihre Augen auf und sie bruellte los.

Wir haben es folgendermassen in den Griff bekommen:

- nur ins Bett legen, wenn Schlafenszeit ist
- sicherstellen, dass sie weder hungrig ist noch eine volle Windel oder ein anderes Problem hat
- der Raum ist frisch gelueftet
- ein Ritual einfuehren. Also nicht das Kind ins Bett verfrachten und das Beste hoffen, sondern ihm einen immer gleichen Ablauf vorgeben, damit er weiss, dass jetzt schlafen angesagt ist. Bei uns sieht das so aus: ich sage ihr, dass ich sie ins Bett lege, ich lege sie ins Bett und ziehe ihr den Schlafsack an, ich nehme sie nochmal hoch, ich singe ihr ein kurzes Lied, kuesse sie, sage ihr, dass wir uns nachher wiedersehen, lege sie wieder hin und ich gehe aus dem Zimmer. Danach guckt sie noch eine Weile vor sich hin und schlaeft dann so fuer ca. 45 min.
- das Ritual beginnen, sobald sich Muedigkeit zeigt (Gaehnen, Augen reiben, etc.), also nicht erst warten, bis er zusammenbricht. Das scheint mir der wichtigste Rat zu sein, denn ich hab immer zu lange gewartet mit dem Resultat, dass sie nicht schlief.

Bis wir so weit waren, hat es zweieinhalb Wochen gedauert. Das war sehr harte Arbeit fuer mich, aber Babies muessen auch erst schlafen lernen- und du musst ihm zeigen, wie das funktioniert. Somit ist auch Durchhaltevermoegen angesagt, da die Lernphase mit ausdauerndem Gebruell verbunden ist. Waehrend dieser Phase hab ich am Bett gestanden und sie immer wieder beruhigt, wenn sie losgebruellt hat (ja, das kann schon mal eine Stunde dauern). Irgendwann wirst du sehen, dass ihm einfach die Augen zuklappen. Es ist gut, wenn du jemanden hast, der dich da unterstuetzen kann, denn die Bruellerei ist wirklich zermuerbend.

Ich hab mir Rat in einem Buch geholt- guck doch mal, ob du auch eins findest, das dir zusagt. In dem Buch hiess es , dass sich der Morgenschlaf so zwischen 12 und 16 Wochen entwickelt, der Nachmittagsschlaf so ab 6 Monaten.

Ansonsten leben wir momentan eine 3-Stunden-Routine mit Stillen, Spielen, Schlafen. Da weiss sie genau, was los ist, wenn ich sie in Richtung Bett trage.

Am wichtigsten scheint mir zu sein, dass du dich fuer EINE Vorgehensweise entscheidest und diese Routine durchziehst. Babies lieben Wiederholungen, so langweilig es fuer dich auch ist ;-)

Alles Gute und immer dran bleiben. Dat wird schon.
doz (mit Friederike, 14 Wochen alt)

Beitrag von mordilla 13.03.10 - 20:50 Uhr

Das werd ich mal versuchen. Wir haben am Abend immer so ein Ritual mit Windel wechseln, nochmal kitzeln, in den Schlafsack, stillen und ein Liedchen singen. Wenn er dann nicht schläft, kommt er bei uns ins Wohnzimmer in seine Laufschule und schläft dort ein. Abends ist es ja nie ein Problem. Und du meinst, eine Stunde heulen ist normal?

LG
Mordilla

Beitrag von doz301 13.03.10 - 21:35 Uhr

Nein, eine Stunde heulen ist nicht normal. Er weiss schliesslich, wo es am schoensten ist: auf Mamas Arm und da will er hin! Er muss nun "nur" lernen, dass er die Augen zumachen und schlafen soll, wenn er in seinem Bett liegt. Das braucht Zeit (in unserem Falle waren es eben die zweieinhalb Wochen) und einschlafen geht dann ohne oder nur mit ganz wenig weinen. Nur lernt er das nicht, wenn jedesmal was anderes passiert, wenn er weint (du ihn also hochnimmst, ihm das naechste Mal was zu trinken anbietest, noch ein Liedchen singst etc.).
Ich weiss, dass es wirklich schwer ist, neben seinem Kind zu stehen und es zu troesten, wenn es bruellt- ich hab auch erstmal sportlich mitgeheult und war mit den Nerven total am Ende- da musst du/ ihr als Eltern durch. Das wird eine Phase sein, die vorbei geht. :-)

Ich lasse unsere Kleine auch nicht einfach allein in ihrem Bett weinen- ich geh schon hin und checke, ob alles andere in Ordnung ist- manchmal macht sie doch noch was in die Windel- und troeste sie (leise auf sie einreden, streicheln). Gehe dann aber auch wieder weg wenn sie aufgehoert hat zu weinen, damit sie lernt, allein einzuschlafen.

Abends geht es bei uns auch recht entspannt zu- baden, stillen, Gute-Nacht-Lied singen, Licht aus. Und die Kleine schlaeft, bevor ich die Tuer erreicht habe. Dafuer haben wir ca. 1 Woche gebraucht.

Wenn ihr schon ein Abendritual habt, dann erfinde doch noch ein Tagesritual. Alles andere ist wirklich eine Frage der Konsequenz und der Wiederholung. Kein Baby ist lernresistent ;-)

In diesem Sinne: suesse Traeume, doz

Beitrag von senzill 13.03.10 - 22:20 Uhr

Das verstehe ich nun aber nicht, du sagstest doch das er nur am Tag nicht weiterschläft nach den 20 Minuten..die Vorschreiberin redet hier von einer Methode die angewand wird um kinder abends alleine im Bett einschlafen zu lassen!! Was ich persönlich von einem so jungen Baby zuviel verlangt finde..aber das ist ein anderes Thema. Das eine hat doch mit dem anderen ncihts zu tun!!! Wie gesagt ist es normal das die Kinder in dem Alter nach 20 Minuten aufwachen und wieso solltest du ihn dann schreihen lassen es ist doch Tag und da muss er doch nicht alleien in seinem Bett schlafen. Abendritual ist doch was ganz anderes als der Tagschlaf! Und die Methode die beschrieben wird ist im Grunde auch eine Art von Ferbern auch wenn das Kind beim Schreihen nicht alleine gelassen wird. Ich finde den Rat deiner Stillberaterin sich neben das Kind zu legen besser als daneben stehen oder mitzuheulen!! Da muss keiner durch!!!!!! Wäre ja schlimm..da müssen Eltern durch die von ihrem Kind erwarten dass diese alleine ohne mucken einschlafen..ich aber bin der Meinung man sollte auf die Bedürfnisse des Kindes eingehen was ja nciht gleich heißt, das man es ewig im Arm wiegen soll oder ständig stillen soll es geht auch anders man braucht nur einfach Verständnis und vorallem Zeit! Das Kind wird von ganz alleine, alleine schlafen wenn es dazu bereit ist und nicht weil es die Eltern antrainiert haben.

Beitrag von doz301 14.03.10 - 19:15 Uhr

Nur um es klarzustellen: die Methode, von der ich berichtet habe, bezieht sich auf den TAGschlaf.

Ich denke man sollte das Schlafenlernen als eine Faehigkeit ansehen, die man seinem Kind beibringen sollte, da es diese Faehigkeit JEDEN Tag fuer den Rest seines Lebens braucht. So wie Zaehneputzen oder Schnuersenkel binden.

Wie gesagt, jeder muss einen Weg finden, der fuer das Kind und den eigenen Erziehungsstil geeignet ist. Und nach den Nicht-Schlaf-Erlebnissen meines Kindes bin ich ehrlich froh, dass wir DAS im Griff haben. Denn daneben legen und mitschlafen... schoen, wenn es klappen wuerde. #gaehn

Beitrag von juliocesar 14.03.10 - 23:16 Uhr

hallo doz

Schlafenlernen ist nicht eine Fähigkeit, die erlernt werden muss, sondern ein biologischer und emotionaler Reifeprozess und von Kind zu Kind verschieden. Ein Kind wird als Erwachsenen nicht besser schlafen, weil er als Baby nicht in den Schlaf begleitet wurde sondern stattdessen jeden Tag das gleiche Ritual durchlaufen hat.
Das Schlafverhalten ist auch nicht abhängig von irgendeinem Erziehungsstil. Das wär ja noch besser, wenn Eltern sich Vorwürfe machen müssten, weil ihr Kind mit einem Jahr noch Schlafbegleitung bräuchte. Nein, das müssen sie nicht, weil dieses Verhalten normal und artgerecht ist. Ein Baby kann man nicht mit Zuwendung verwöhnen, seine Bedürfnisse zu befriedigen hat nichts mit mangelnder Erziehung zu tun. Im Gegenteil, je mehr und eher sie gestillt werden, desto eher wird sich das Kind zu einem Menschen entwickeln, der ebenso feinfühlig und aufmerksam mit seinen Mitmenschen umgeht. Nicht umsonst heisst es, Kinder seien Spiegel ihrer Eltern. Das Baby wird auch nicht abhängiger von seinen Eltern; im Gegenteil, je grösser sein Urvertrauen desto grösser sein Selbstvertrauen. Ein Kind, dass sich in seinem eigenen Tempo entwickeln kann, macht einen grösseren Schritt zur Selbständigkeit als ein Kind, dem man stets einen Schritt voraus ist. Dies bezieht sich nicht nur auf die Schlafentwicklung sondern auch aufs Abstillen, Gehen, Beikost, etc.
In unserer Gesellschaft leiden so viele Menschen unter Depressionen, Leistungsdruck, geben wir unseren Kindern doch wenigstens in den ersten Monaten Geborgenheit und die Möglichkeit, sich nach seinem eigenen Tempo zu entfalten und zu selbstbewussten Menschen heranzuwachsen, die den Anforderungen unserer Gesellschaft gewachsen sind.

lg gabriela.

Beitrag von senzill 13.03.10 - 22:24 Uhr

Ach ja ein Buchtipp wäre "Schlafen und Wachen" von Sears und NICHT "Jedes Kind kann schlafen lernen", denn ich finde man sollte seinem eigenen Instinkt folgen und nicht den Ratschlägen aus vielen dämlichen Schlafbüchern, in denen man dem Kind das schlafen lernen muss.

Beitrag von juliocesar 14.03.10 - 23:01 Uhr

hallo doz

**Bis wir so weit waren, hat es zweieinhalb Wochen gedauert. Das war sehr harte Arbeit fuer mich, aber Babies muessen auch erst schlafen lernen- und du musst ihm zeigen, wie das funktioniert. Somit ist auch Durchhaltevermoegen angesagt, da die Lernphase mit ausdauerndem Gebruell verbunden ist. Waehrend dieser Phase hab ich am Bett gestanden und sie immer wieder beruhigt, wenn sie losgebruellt hat (ja, das kann schon mal eine Stunde dauern). Irgendwann wirst du sehen, dass ihm einfach die Augen zuklappen. Es ist gut, wenn du jemanden hast, der dich da unterstuetzen kann, denn die Bruellerei ist wirklich zermuerbend.**

Da muss ich dir allerdings widersprechen. Ein Kind muss das Schlafen nicht erlernen, geauso wenig wie das Gehen. Dies passiert von alleine, ohne dass wir uns aktiv daran beteiligen müssen. Die kindliche Schlafentwicklung ist ein über Jahre dauernder biologischer und emotionaler Reifeprozess und den kannst du nicht beschleunigen, indem du in sein Schlafverhalten eingreifst. Kinder zeigen uns selbst, wann sie bereit sind, einen Entwicklungsschritt zu tun. Und dann geschieht es ohne Tränen. Ja, ich kann mir vorstellen, wie zermürbend das Brüllen für dich gewesen ist, ich selbst kann Weinen und Schreien auch schlecht aushalten. Schade, hast Du für euch keinen sanfteren Weg gefunden hast und ich hoffe für euch, dass Dein Baby das Einschlafen trotzdem mit positiven Gefühlen verbinden kann und wünsche euch weiterhin ruhige Nächte.
Statt ein Buch über Schlaftraining möchte ich der Treateröffnerin "Schlafen und Wachen" von Wiliam Sears und "Ich will bei euch schlafen" von Sibylle Lüpold empfehlen. Es geht darum, auf die Bedürfnisse der Babys und Kleinkinder einzugehen und ihnen Zeit zu lassen. Ein Baby, das aufgehört hat zu brüllen, weil es sich inzwischen selbst regulieren kann, ist nicht das gleiche wie ein Baby, das aufgehört hat zu brüllen, weil es resigniert hat. Und genau das geschieht bei den Schlaftrainings. Nicht das Bedürfnis nach Schlafbegleitung verschwindet sondern der Mut, dies auszudrücken, die Befriedigung seiner Bedürfnisse einzufordern. Methoden wie Schreienlassen und Schlaftraining missachten die natürlichen Grundbedürfnisse und den Entwicklungsstand des Kindes. Es macht durchaus Sinn, einem Kind die nötige Zeit zu lassen, bis es die Fähigkeit erlangt, gut zu schlafen. Wenn wir diesen Prozess künstlich abkürzen wollen, können wir seine Entwicklung hemmen.

lg gabriela.

Beitrag von doz301 15.03.10 - 19:49 Uhr

Hallo gabriela,

Du hast recht, ein Kind muss das Schlafen nicht erlernen, sondern das EINschlafen. Das war ja auch die Anfangsfrage.

Unser Problem war, dass unser Kind tagsueber zwar eingeschlafen ist, aber ausschliesslich auf meinem Arm. Somit war ich auf dem Sofa festgenagelt und konnte nicht mal zur Toilette, ohne sie aufzuwecken (was mit Gebruell verbunden war). Von essen, trinken oder selber mal schlafen reden wir gar nicht erst. Und in ihr Bett legen nachdem sie eingeschlafen ist, ging nicht, da sie in der Sekunde, in der sie die Matratze beruehrt hat, die Augen wieder aufklappte und losbruellte. Sie hat nicht einmal im Krankenhaus in ihrem Bettchen geschlafen, sie brauchte anscheinend meine Naehe (die sie bekommen hat und immernoch bekommt). Kurz: irgendwann ist man ein Wrack (ich hab noch mit nem Kaiserschnitt zu kaempfen) und muss sich was einfallen lassen.

Unsere Kleine schlaeft mittlerweile von allein ein- sie liegt noch ein bisschen mit OFFENEN Augen herum, bevor sie SELBST die Augen zumacht und einschlaeft. Da wird weder geweint, noch gebruellt.

Mit Literatur kann ich auch dienen: "Gesunder Schlaf, glueckliches Kind" von Marc Weissbluth, einem Schlafforscher fuer Kinder. Ich kenne nur die englische Ausgabe, daher kann ich nicht sagen, wie gut die deutsche Uebersetzung ist. Das Buch ist wissenschaftlich fundiert und fuer unsere Familie funktioniert es tatsaechlich.

Ich gebe dir auch recht, dass man seinem Kind Zeit geben muss, bestimmte Faehigkeiten zu erlernen und dass man nichts uebers Knie brechen kann. Ich habe auch gedacht, dass Kinder einfach so (ein)schlafen, aber nach der Lektuere des Buches weiss ich es besser. Auch habe ich die Wichtigkeit des Schlafes unterschaetzt- ein Kind muss genauso Schlafmoeglichkeiten angeboten bekommen wie die Brust zum Trinken.

Ich moechte nur nochmal darauf hinweisen, dass Kinder unterschiedlich sind- und was fuer eins funktioniert muss noch lange nicht fuer ein anderes funktionieren. Ich erhebe nicht den Anspruch der Allwissenheit oder dass wir den Heiligen Gral des Einschlafens gefunden haben- ich habe hier nur meine Erfahrungen kundgetan, da ich sehr gut die Verzweiflung der Fragestellerin nachvollziehen kann.

Gruesse, doz

Beitrag von juliocesar 16.03.10 - 16:41 Uhr


hallo

**Ich moechte nur nochmal darauf hinweisen, dass Kinder unterschiedlich sind- und was fuer eins funktioniert muss noch lange nicht fuer ein anderes funktionieren. Ich erhebe nicht den Anspruch der Allwissenheit oder dass wir den Heiligen Gral des Einschlafens gefunden haben- ich habe hier nur meine Erfahrungen kundgetan, da ich sehr gut die Verzweiflung der Fragestellerin nachvollziehen kann. **


danke für den hinweis, der scheint mir sehr wichtig. wo ich mühe habe, wenn mütter - bei denen zum beispiel jkksl funktioniert hat, dies unbedingt weiterempfehlen.
liebe grüsse gabriela.

Beitrag von mavios 14.03.10 - 08:30 Uhr

Hallo!

Meine Maya hat bis fast zum 6. Monat nur im Tragetuch und einmal am Tag im KiWa geschlafen. Das Resultat: mein Rücken tat weh und meine Knie auch ganz furchtbar.

Aber es ging einfach nicht anders. Ich habe es gefühlte 1000mal probiert, immer nur Geschrei...

...dann, bei Versuch 1001 hat es auf einmal funktioniert, dass sie auch mehrmals am Tag im Kiwa schläft - erst selber hin und her fahren, dann das "lolaloo" dran (Wackelding) und sie schläft weiter!

WAS FÜR EINE ERLEICHTERUNG!! Ich dachte auch NIE dass das dann doch so plötzlich funktioniert.

Immer mal wieder ausprobieren, vielleicht auch ein lolaloo anschaffen und DURCHHALTEN!! Auch diese Phase wird bei Dir vorbeigehen!!
(das sage ich mir auch gerade was unseren Nachtschlaf betrifft= mind. 6x wach :-( )

LG Viola

Beitrag von juliocesar 14.03.10 - 22:32 Uhr

hallo Mordilla

Dein Kleiner verhält sich absolut normal und "artgerecht". Babys sind Traglinge und brauchen intensiven Körperkontakt, am liebsten 24 Stunden lang. Babys verhalten sich seit Jahrhunderten und überall auf der Welt so. Nicht die Bedürfnisse der Babys haben sich geändert sondern die Erwartungshaltung der Gesellschaft und somit auch der Eltern.
Ich habe Saskia nach 6 Monaten und Julian nach 3 Monaten auf dem Rücken getragen und zwar im Ergo Baby Carrier (empfehlenswert sind u.a. Manduca, Bandolino und falls du es dir zutraust das Tragetuch). Der Vorteil einer solchen Trage ist, dass du das Gewicht statt auf den Schultern auf den Hüften trägst, und wenn dein Kleiner TIEF schläft (es lohnt sich 5 minuten länger zu warten), du ihn aufs Bett legen kannst und er dort weiter schläft (nun, zumindest bei meinen hat das funktioniert). Ich denke, auf Dauer hast du mehr davon, wenn dein kleiner Mann im Tragetuch auf dem Rücken einschläft statt auf deinem Arm, weil du paralell dazu noch etwas erledigen kannst (z.b. Rüsten, Kochen, Abstauben, etc). Und falls das mit dem Hinlegen nach dem Tragen funktioniert, kannst du dich dazulegen und kommst auch zu deiner verdienten Ruhe.
Was deine Stillberaterin vorschlägt, funktioniert nur bedingt: Babys in dem Alter brauchen zum Einschlafen nicht nur die Anwesenheit einer engen Bezugsperson sondern auch Körperkontakt. Dein Baby versteht nicht, wieso du zwar da bist, es aber nicht hochnimmst. Besser fände ich, wenn du Dich hinsetzt und dein Baby an dich schmiegst und es erst dann wieder hinlegst, wenn es tief schläft.

lg gabriela