Mamas, die ihre kleinen erst mit 2 jahren in Krippe gegeb haben

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von nolalou 14.03.10 - 12:50 Uhr

Hallo Mamas,

ich husch mal schnell aus dem Baby Forum hier rüber. Mein Sohn ist ein halbes Jahr alt... #verliebt

Ich habe eine Frage an euch. Für mich persönlich ist es unvorstellbar, meinen Sohn mit einem Jahr in die Krippe oder zur Tagesmutter zu geben. Finde das Alter ist gebrägt von so vielen neuen Entwicklungsschritten und die kleinen sind einfach noch nicht "reif" genug, um von der Mama weg zu kommem. Wie gesagt, nur MEINE Meinung- ich möchte über niemanden werten!
Habe ihn also erst mit 2 Jahren für die TM angemeldet...

Nun meine Frage(n):
Wie sind eure Erfahrungen damit?
Wart ihr froh, euch so entschieden zu haben?
Hattet ihr das Gefühl, eure Kleinen hätten den Rhythmus, die Kinder,... der Krippe "gebraucht"?
Wie war die Eingewöhnung?

.... Würde mich einfach über ein paar Erfahrungen freuen, da ich von Freundinnen (die eben nicht die möglichkeiten haben, ihr kind noch eine weile bei sich zu behalten) immer zu hören bekomme: "Naja...pfff....ich finds mit einem Jahr besser, da merken die`s noch nicht richtig....mit 2 jahren gibts RiesenTheater..." #gaehn #augen #klatsch

Ich freue mich, von euch zu hören.

lg Nolalou #blume

Beitrag von sunnyside-up 14.03.10 - 13:01 Uhr

Hi,

wir sind gerade mitten in der Eingewöhnungsphase und ich muß sagen, das es ganz gut läuft.
Paul ist genau zwei Jahre und klar, bekommt er es mehr mit, wie z.B. ein einjähriges Kind.

Ich denke auch, das er jetzt genau richtig "reif" ist für die Krippe.
Andere Kinder kennenlernen, neue Regeln, Sozialverhalten.

Ich finde sogar das es mit zwei Jahren das perfekte Alter ist.

Also ich denke, das unsere Entscheidung die Richtige war. Und Paul wird der gleichen Meinung sein, denn er geht gerne hin.

Schönen Sonntag noch.
Grüßle Sunny

Beitrag von nolalou 14.03.10 - 13:02 Uhr

Grüßle ;-) und vielen Dank für deine Antwort. schön zu hören!

lg Nolalou

Beitrag von ivik 14.03.10 - 13:07 Uhr

Meine Kleine ist auch mit zwei Jahren in die Krippe gekommen. Bei der EIngewöhung hatte wir etwas Probleme. Ich denke mal, eben weil sie schon mehr mitbekommen hat als ein EInjähriges. WIr waren nach 3,5 Wochen mit der Eingewöhnung für ganztags durch.
Sie hat in der Krippe enorme Entwicklungssprünge gemacht. Nachdem sie eingewöhnt war, wollte sie gar nicht mehr da weg. Das Abholen hat sich da schon mal über 45 Minuten hingezogen.

lg ivik

Beitrag von labom 14.03.10 - 13:16 Uhr

Hallo,

ich kann dir zwar keinen Rat geben nur meine Meinung. Ich finde selbst 2 Jahre noch ziemlich früh. Mein Sohn kommt jetzt mit 3 in den KiGa und das ist, für uns, die richtige Zeit.

Ich habe zum Glück die Möglichkeit drei Jahre voll zuhause bleiben zu können und die haben wir auch genutzt. Ich möchte hier keinen verurteilen der sein Kind früher in die KiTa oder zur Tagesmutter geben MUSS.

LG

Beitrag von nakiki 14.03.10 - 13:36 Uhr

Hallo!

Hier muss ich doch nunmal nachfragen: Wieso veruteilt man diejenigen nicht, die ihre Kinder früh in die Kita geben MÜSSEN, aber die die ihre Kinder früh in die Kita geben wollen?

Ich habe meine Kinder früh in die Kita gegeben, weil ich meine Job und Studium früh wieder aufnehmen wollte. Finanziell hätte es nicht sein müssen.

Worauf ich hinaus möchte: Kinder spüren die Unsicherheit ihrer Eltern. Die Kinder deren Eltern von dem Konzept der Kita überzeugt sind und ihre Kinder dort früh betreuuen lassen und dahinter stehen, haben weniger Probleme als die Kinder die genau wissen, das ihre Eltern etwas tun, wo sie eigentlich nicht hinter stehen. Nämlich das Kind frühzeitig betreuuen lassen, obwohl sie es nicht gut finden.

Warum werden jetzt also die Eltern verurteilt, die ihrem Kind die Situation viel besser beibringen können und wo die gesamte Familie damit gut umgehen kann?

Es geht also gar nicht um früh betreuunen lassen oder nicht, denn das ist Ansichtssache, sondern es geht immer darum, wie es dem Kind vermittelt wird und ob man als Eltern selbst dahinter steht.

Gruß nakiki

Beitrag von nolalou 14.03.10 - 14:33 Uhr

Hallo Nakiki,

da gebe ich dir recht. Man muss hinter der Sache stehen.
Und wenn du für dich wieder studieren wolltest, gibt es doch da in keinerlei Hinsicht ein Problem.

Bei mir ist es nur umgekehrt. Finaziell würde es bei uns nicht unbedingt gehen (muss aber) - aber ich sträube mich innerlich unheimlich gegen das frühe weggeben. Der geanke, ihn in einem halben Jahr in fremde Hände geben zu müssen, ist für mich ein Graus.

Ich hoffe nicht, dass hier das eine, noch das andere verurteilt wird.

lg Nolalou

Beitrag von widowwadman 14.03.10 - 14:54 Uhr

Es liegt wahrscheinlich an dem Irrglauben, dass eine gute Mutter ihre eigenen Ziele aufgeben muss, um eine gute Mutter zu sein. Diejenigen, die es schaffen Karriere und Kinder zu vereinbaren, stossen denjenigen die ihr eigenes Leben dem Kind "zuliebe" eingemottet haben sauer auf.

Besonders wenn sie feststellen dass ein fruehes Krippenkind genauso gluecklich und ausgeglichen sein kann, wie eins das von Mama 3 Jahre daheim betreut wird. Da muesste man sich ja fragen ob es noetig war die eigenen Plaene zu opfern oder aufzuschieben, und das wird dann dadurch ausgeglichen, dass man den Lebensplan der Mutter die das nicht getan hat verurteilt.

Ist halt ein Schutzmechanismus.

Beitrag von labom 14.03.10 - 19:21 Uhr

Hallo,

es geht mir hier eigentlich nur um Mamas die deshalb ihre Kids früh in KiTas geben weil sie den Tag für sich haben möchten - keine leider auch solche Mamas. Ich kann nicht verstehen warum man ein kleines Kind abgibt wenn man dann doch nur ALLEIN daheim rumsitzt und "nur" den Haushalt macht. Am Besten noch wenn man nur ein Kind hat.

Ich finde es nicht schlimm wenn eine Mama ihr Kind abgibt weil sie wieder arbeiten oder weiterbilden möchte.

Wie gesagt, ich habe zum Glück die Möglichkeit daheim zu bleiben und bin damit auch glücklich. Hätte mich "nur" Muttersein nicht ausgefüllt, hätte ich mein Kind auch in eine KiTa gegeben - ohne schlechtes Gewissen;-) Denn nur eine glückliche Mama ist auch eine gute Mama, meine Meinung.

LG

Beitrag von inajk 15.03.10 - 00:03 Uhr

>Ich möchte hier keinen verurteilen der sein Kind früher in die KiTa oder zur Tagesmutter geben MUSS.

Dann verstehe ich es wohl richtig, dass du jemanden sehr wohl verurteilst, der das freiwillig tut?

Also bitte, hier bin ich :-) Meine beiden Toechter gehen in die Krippe, seit sie ca. 3 Monate alt sind. Ist hier in NL ganz normal, uebrigens, und unsere Krippe ist super. Ich liebe meine Arbeit, und ich brauche die Balance zwischen Arbeit, Kindern und (ja, auch noch!) etwas Zeit fuer mich. Weil ich diese Balance habe, bin ich ausgeglichen, zufrieden und (fast nie) genervt Richtung Kinder. Waere ich Fulltime-Mutter, waere das ganz sicher anders. Ich wuerde soweit gehen, zu sagen, dass meine Arbeit mir erlaubt, eine gute Mutter zu sein.
Meine Toechter lieben die Krippe und sind wunderbar entwickelte, aktive, freundliche, soziale Kinder.

Findest du wirklich, dass du ein Recht hast, mich zu verurteilen?

Denk ma drueber nach...

LG
Ina

Beitrag von kuschelmaeuse 14.03.10 - 13:32 Uhr

Hallo,

wir wollten unseren Jüngsten mit 22 Monaten in eine Krippe geben, aber es hat nicht geklappt. Er hat sich brüllend total ausgepowert auch nach 2 Wochen noch, es gab überhaupt keinen ruhigen Moment, auch zuhause nicht mehr. Es lag auch nicht am Bemühen der Betreuer in der Kita, es ist dort wirklich super und sie sind sehr engagiert und lieb!
Es war für ihn der falsche Zeitpunkt. Wir haben dann einen organisatorischen Großauftrag mit Betreuung für ihn gemeistert, er liebt seine Leihoma (kannte er schon von früher) über alles und schickt uns sogar weg, wenn sie kommt.
Er bleibt jetzt noch bis Herbst zu Hause mit der Leihoma und kommt dann direkt in den Kiga. Seine Geschwister blieben auch solange zuhause, weil ich ja mit dem Kleinen sowieso daheim war.

Ich habe aber gemerkt, daß es ein Fenster gibt, in dem die Eingewöhnung leichter geht, die 18 Mon. alten Kinder waren viel leichter eingewöhnt als die 2 jährigen.

Ich denke, wenn es sein MUSS, dann wird man sein Kind abgeben müssen, auch wenn es sich schwer tut. Bei uns gab es gottseidank einen Alternativlösung. Allerdings haben nicht alle die Möglichkeit entweder daheim zu bleiben oder sich eine private Betreuung leisten zu können.

Kuschelmäuse

Beitrag von ratpanat75 14.03.10 - 14:09 Uhr

Hallo,

ich finde, diese Frage muss jede Familie entsprechend ihrer Lebensumstände selbst entscheiden.
Mein Sohn ist erst mit 4 in den Kiga gekommen, ich hätte ihn aber auch schon mit 3 angemeldet, wenn wir damals schon einen so tollen Kiga in der Nähe gehabt hätten.
Probleme gab es überhaupt keine, er hat sich gleich in die Gruppe integriert und die Erzieherinnen loben sein Sozialverhalten.
Ich habe wieder angefangen zu arbeiten, als er 2 war, mein Mann und ich haben uns mit der Betreuung abgewechselt.
Mit 2 oder noch früher hätte ich ihn nur im absoluten Notfall fremdbetreuen lassen, weil ich finde, dass ein Kind in der Krippe oft nicht so individuell gefördert werden kann, was u.a. am Betreuungsschlüssel liegt.
Aber das ist nur meine persönliche Meinung, ich denke, wie gesagt, dass jeder diese Entscheidung selbst treffen muss.

Von dem Argument "ich finds mit einem Jahr besser, da merken die`s noch nicht richtig....mit 2 jahren gibts RiesenTheater..." halte ich allerdings nichts.
Ich finde, solange kein Bedarf an Fremsbetreuung besteht, sollte das Kind auch zu Hause bleiben.

LG


Beitrag von nolalou 14.03.10 - 14:38 Uhr



Vielen Dank für die Antworten bis jetzt... Ich denke auch, so einen RICHTIGEN Zeitpunkt die kleinen wegzugeben, gibt es wohl nie.

Ich werde, wenn er 1 1/4 Jahre ist, ne selbständige Tätigkeit beginnen. Da kann ich mir die Zeit einteilen. Puh.. ich hoffe, dass es alles so klappt, wie wir uns das vorstellen.

Ich finde es so schwierig, dass man sich auf einen genauen Zeitpunkt festlegen muss. Aber das lässt sich nicht ändern.

Danke für eure Beiträge. Weitere sind natürlich erwünscht :-P

Nolalou

Beitrag von hermine3000 14.03.10 - 14:49 Uhr

hi

ich muss mich kuschelmaeuse anschließen.

ich habe ein 2, 5jahre alte tochter. ich verusche seit 5 woche die eingewöhnung, es ist total doof.

ich denke mit 2 jahren ist es perfekt. wir sind auf grund der mangelnden guten betreuungsplätze später dran und voll in der trotzphase und ect. ich denk 2 jahre oder ab 3/4 ist das beste.

ich finde krippe besser, das der ablauf geregelter ist als bei - zumindest unserer- tagesmutter. so können sie sich besser einfinden und das fehlt meiner maus sehr.

außerdem gibt dir niemand die zeit wieder, sie lernen soviel und entdecken so viel neues. ich wär traurig gewesen, nicht beim erste schritt o.ä dabei gewesen zu sein.

lg

Beitrag von nolalou 14.03.10 - 20:02 Uhr

Das mit den ganzen Entwicklungsschritten sehe ich ganz genauso.
Es gibt bestimmt auch nachteile, ihn erst mit 2 jahren in die Krippe zu geben, aber wie du schon sagst, diese Zeit gibt einem niemand wieder und ist bestimmt eine der wichtigsten überhaupt.

Danke für deine Antwort.

lg

Beitrag von joel-laurin 14.03.10 - 18:03 Uhr

Hallo,

meiner ist jetzt gerade hingekommen 1,5 Jahre. Klappt super gar kein Theater nix. Sobald er da ist bin ich abgeschrieben (sein großer Bruder ist ja auch dort in der Kita). Gibt oft Theater beim abholen entweder möchte er nicht oder ich bin zu langsam mit den Sachen zusammensuchen (ist dann immer total müde).

Lt. den Erzieherinnen haben die 2 jährigen mehr Probleme denen fällt das schwerer als wenn die jünger sind.

Aber jedes Kind ist anders und es ist auch nicht gesagt, dass Deiner dann Theater macht. Bei uns kann es ja auch noch kommen.

LG Sandra