Umfrage: Kindererziehung. Mann zu Hause oder Frau?

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von kuschl23 22.03.10 - 16:06 Uhr

Hallo,

wie ist das bei Euch, wer von Euch bleibt zu Hause und "erzieht" die Kinder?

Also ich bin am Anfang zu Hause geblieben für 4 Monate und dann bin ich wieder arbeiten gegangen 3 volle Tage die Woche.

Was haltet Ihr davon, wenn die Männer zu Hause bleiben?

Lg Kuschl

Beitrag von schwarzbaer 22.03.10 - 16:11 Uhr

wir arbeiten beide und erziehen unsere Kinder beide. Das war von Anfang an so und ist unser Verständnis von Gleichberechtigung in einer Partnerschaft.

In beiden Elternzeiten haben wir jeder 2 - 3 Tage gearbeitet, so daß jeder ein paar Tage mit den Kids zu Hause war.
Seitdem arbeiten und erziehen wir beide Vollzeit ;-)

Beitrag von kuschl23 22.03.10 - 16:26 Uhr

Bei uns war es so, dass ich nach vier Monaten für drei volle Tage arbeiten gegangen bin und mein Freund war wie immer Vollzeit tätig.
Letztes Jahr ab Juli arbeite ich auch wieder VOlllzeit und unser Sohn geht seit Herbst in Kindergarten. Die Zeit von Juli bis Herbst hatte mein Freund, da er noch viel Urlaub hatte, einen Tag die Woche frei.

Jetzt sind wir beide wieder Volllzeit tätig.

Meine Frage war auch darauf gestützt, wenn ein zweites Kind kommen würde, dann geht das ja nicht mehr so mit Vollzeit arbeiten.

Lg

Beitrag von schwarzbaer 22.03.10 - 16:45 Uhr

warum nicht? Ich habe 2 Kinder und wir arbeiten beide voll - kein Problem. Die Frage ist eher, ob Du voll arbeiten willst - denn wo ein wille ist, ist auch ein weg.

Beitrag von ayshe 22.03.10 - 16:35 Uhr

hallo,

ich habe wieder vollzeit gearbeitet als unsere tochter 5 monate alt war.
mein mann war dann erstmal mit ihr zuhause.
mit 17 monaten kam sie in die kita und er konnte auch wieder arbeiten, wenn auch immer nur gemäß der kitazeiten.

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Was haltet Ihr davon, wenn die Männer zu Hause bleiben?
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ich finde es gut, jedenfalls bei uns.

ich sehe da eine sehr positive auswirkung auf unsere tochter. sie ist nicht so mutterbezogen, einerseits schon, ja, aber nicht so krass wie ich es bei ganz vielen anderen kindern immer so beobachten muß.
da geht es immer nur "mamaaaa!" aber nie "papaaa!"

und ihr war es zb immer egal, wer ihr etwas zu essen/trinken hinstellt, auch auf feiern, da mußte ich nicht sofort aufspringen und wickeln oder nahrung beschaffen oder überhaupt immer darauf achten, was gerade nötig ist.
mein mann hat es ja immer auch selber von sich gesehen und erledigt, wenn er eben am nächsten dran saß.
manche väter, sozusagen "unerfahrene" bemerken den bedarf ihrer kinder oft gar nicht so oder scheinen zu erwarten, daß es dann die mutter macht oder aber das kind fordert sogar explizit die mutter.

ich habe sehr oft gesehen, daß andere mütter immer erst die väter 5x darauf hinweisen müssen, bis sie endlich aktiv werden, von selbst gar nichts erkennen und pausenlos von der mutter korrigiert werden (müssen?).

und diesen krampf kenne ich tatsächlich nur vom beobachten anderer ;-)


lg
ayshe

Beitrag von dominiksmami 22.03.10 - 16:54 Uhr

Huhu,

ich bin seit über 6 Jahren zu Hause und werde es vorerst auch bleiben.

Mein Mann verdient deutlich besser als ich es je könnte und er geht richtig, richtig gerne arbeiten...so das dies für uns die optimale Aufteilung darstellt.

Eine Bekannte geht arbeiten, da sie deutlich mehr verdient als ihr Mann verdient hat und sie es sich so leisten konnten das er einige Jahre bei den Kindern daheim bleibt.

Ich finde sämtliche Aufteilungen gut....egal ob Frau zu Haus und Mann auf Arbeit, Mann zu Hause und Frau geht arbeiten, beide gehen arbeiten, einger geht Vollzeit und einer Teilzeit und und und.

Die Hauptsache ist in meinen Augen das BEIDE sich wirklich wohlfühlen in ihrer Rolle und das es eben der gemeinschaftliche Weg ist der begangen wird.

lg

Andrea

Beitrag von manavgat 22.03.10 - 17:03 Uhr

Also ich finde unbedingt, dass Männer nicht zuhause bleiben und sich um Kind und Haushalt kümmern können.

Da steht doch der Penis im Weg!


Ironie off!

Gruß

Manavgat

Beitrag von giftzwerg01 22.03.10 - 17:03 Uhr

Hallo!

Wir haben beides ausprobiert. Nach der Geburt unserer Tochter blieb ich erstmal 2,5 Jahre komplett zu Hause, dann fing ich Teilzeit wieder an zu arbeiten.

Als sie 3 wurde, haben wir einen Rollenwechsel gemacht: Mein Mann blieb zu Hause (und versuchte nebenbei halbherzig, sich selbständig zu machen), ich arbeitete Vollzeit.

Für unsere Tochter war das sehr schön, ich fand das auch gut, weil ich super Arbeitszeiten hatte und wir alle viel Zeit füreinander hatten.

Was leider gaaaar nicht funktioniert hat, war der Haushalt, letztendlich blieb alles an mir hängen, wenn ich aus dem Büro kam und der Herr hat sich nen faulen Lenz gemacht #aerger
Er ist ein super Vater, aber ein grottiger Hausmann! Er wurde auch immer unzufriedener mit seiner Rolle.

Was letztlich dazu geführt hat, dass er wieder arbeiten gegangen ist und ich meine Arbeitszeit auf Teilzeit reduziert habe.

Leider hat er inzwischen einen Job, der ihn so beansprucht, dass er zeitlich fast gar nicht mehr für die Familie da sein kann, d.h. ich manage Haushalt und Kind inzwischen ganz alleine. Ich bin mit diesem Zustand überhaupt nicht glücklich.

Gruß
Britta

Beitrag von glu 22.03.10 - 19:52 Uhr

Ich bin gerade zuhause, für ein Jahr, mein Mann verdient deutlich besser als ich, sonst wäre es anders!

Allerdings hat das nichts mit der Erziehung zu tun, das machen wir Beide, alles andere finde ich #contra Da mein Mann Schicht arbeitet ist er lediglich an zwei Tagen tagsüber nicht zuhause, von daher haben wir es sicherlich leichter als Andere, dennoch finde ich es nicht i.O. wenn die komplette Erziehung an der Mutter hängen bleibt bzw. die Mutter den Vater nicht ran lässt ans Kind!

lg glu

Beitrag von gingerbun 22.03.10 - 21:59 Uhr

Hallo,
wir haben es so gemacht dass ich das Jahr Elternzeit genommen habe und mein Mann dann noch diese 2 Partnermonate. Ich war in der Zeit aber auch noch mit zuhause. Unsere Tochter ist dann mit 14 Monaten zu einer Tagesmutter gekommen und wir sind beide wieder arbeiten gegangen, ich jedoch nur 6 Stunden am Tag. Ich wollte es von vornherein so machen und würde es wieder so machen. Für mich persönlich wäre es nichts 3 Jahre zuhause zu bleiben und ich halte es ebenso für wichtig dass Kinder ab ca. 1 Jahr regelmässig mit anderen Kinern zusammen sind. Besonders wichtig finde ich jedoch den Mutter-Kind-Kontakt besonders im ersten Jahr (Stillen-Tragen), jedoch mindestens für ein halbes Jahr. Sowas kann ein Vater nunmal nicht.
Seit wir beide wieder arbeiten gehen teilen wir uns natürlich rein. Mein Mann ist genauso in der Pflicht die Kleine ins Bett zu bringen.. etc. Ich halte den Einfluss des Vaters auf das Kind für sehr sehr wichtig. Alleinerziehende beneide ich wirklich nicht und fürs Kind ist es auch nicht optimal. Aber gut - leider gehts oft nicht anders.
Meine Meinung.
Lieben Gruß!
Britta

Beitrag von risala 23.03.10 - 10:39 Uhr

Hi,

bei uns übernimmt die Erziehung hauptsächlich mein Mann - er ist jetzt seit 7 Jahren Hausmann (mit Nebenjob). Unserem Sohn tut das sehr gut - denn gerade kleine Kinder / Grundschulkinder haben viel zu wenig männliche Bezugspersonen! Auch die anderen Kinder finden das klasse - die sehen ihre Papas nämlich viel weniger!

Ich bin froh, dass er - auf meinen Wunsch hin! - zu Hause geblieben ist. Mal abgesehen davon, dass ich die besseren Verdienstmöglichkeiten habe/hatte, bin ich auch nicht glücklich, wenn ich nur zu Hause bin. Ich arbeite gerne.

Mein Mann sucht jetzt eine TZ-Stelle im kaufm. Bereich. Ist nicht einfach (als Mann noch schwerer als als Frau!), aber es wird sich was finden. Da bin ich sicher!

Gruß
Kim

Beitrag von agentx107 22.11.10 - 14:27 Uhr

Also da sich ja so viele Frauen zu Wort melden und kaum ein Mann, will ich auch mal was dazu beitragen.Also Für mich (Mann)war es keine Frage ob ich in der Elternzeit zu Hause bleiben darf oder meine Frau.....Ich Arbeite sehr gerne bin aber noch lieber bei meinem Sohn um ihm bei seinen ersten Schritten im Leben aktiv zu begleiten.Wir mußten bei uns ziemlich rational entscheiden.Ich wäre Geschäftlich viel unterwegs(auch Wochen weise)so das der kleine kaum etwas von mir hätte.Vom Gehalt her hätte ich mehr verdient.So ist das Los auf mich gefallen.Glücklicher weise hatte meine Frau über ein JAHR Kurzarbeit so das wir sehr viel zusammenmachen konnten.Mein Sohn ist jetzt 16 Monate und solange bin ich auch schon in Elternzeit(Erziehungszeit).In unserem Umfeld sind bis auf einen Mann nur Frauen die Daheim sind.Auch muss ich sagen wir haben keine Oma,Opa oder sonstige Verwandten im Hintergrund die uns mal den kleinen Abnehmen oder uns unterstützen.Also Vollzeit Eltern ohne Pause sozusagen.So anstrengend es ist so schön ist es auch.Ich vermisse das Arbeiten überhaupt nicht denn meine Prioritäten haben sich verschoben.Im Verhältnis zum Kind gibt das Arbeiten nichts her.Selbst die Anerkennung durch Kollegen ,Chef ,kunden kommt nicht im kleinsten an das heran was man bei einen Kind mit bekommt.Bin also zufrieden .Ob Mann oder Frau ist nicht wichtig,sondern das man sich um sein Kind kümmert und sich zurück stellt. Gesellschaftlich ist der Mann in dieser Rolle eher ein Exot. Mann ist weitgehend isoliert von der Frauenwelt.Alle Frauen loben nach Außen hin Männer die so etwas wie ich machen....Praktizieren aber nach innen keine Gleichberechtigung sondern bleiben lieber unter ihrem Geschlecht. Man kommt nicht rein und wird zum Einsiedler.Leider ist das nicht nur meine Subjektive Erfahrung.2 Männer habe ich kennen gelernt mit Ähnlichen Erfahrungen.Auch wird man sehr komisch angeschaut wenn man sagt das man als Mann Elternzeit voll macht.Dann heißt es gleich findest du keine richtige Arbeit?Oder der ist bestimmt schlecht Qualifiziert,HArtz4 oder der gleichen Schubladen werden geöffnet.Mir scheinen hier einige zu sein die ihre Wertvorstellung über die Arbeit kompensieren.Das Kind mit seinen Bedürfnissen sollte an erster Stellen sein.Ich muss zu geben, das auch ich früher keinen Respekt vor Kindererziehung,Hausarbeit ,und allem was damit zusammen hängt hatte.Erst seit ich das alles selber machen muss, weis ich wie schwer das sein kann.Arbeiten gehen ist auf jeden Fall einfacher als daheim alles zu machen(incl. Kind).Wenn jemand Lieber Arbeiten geht(vorausgesetzt er braucht nicht dringend das Geld ist also dazu gezwungen) als sich um sein Kind selbst zu kümmern der hat ein ernsthaftes Problem mit seiner Wertordnung.Auch wurde ich schon darauf angesprochen ob mir nicht langweilig wäre mit dem Kind so daheim.Wer solche Fragen stellt sollte über seine Einstellung ernsthaft nachdenken.So das wars fürs erste.Jetzt Dürft ihr mich rupfen,Geißeln und Niedermachen.Zusammenfassend Mann oder Frau?Den Kind ist das egal der Gesellschaft nicht.Der Mann hat es schwerer.

Gruss und schönen Tag noch..

Chris#winke